Omo (Fluss)
| Omo | ||
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Mündungsdelta des Omo |
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| Daten | ||
|---|---|---|
| Lage | im Südwesten von Äthiopien | |
| Flusssystem | Omo | |
| Quellhöhe | ca. 2400 m | |
| Mündung | in den Turkanasee4.56910136.031609375Koordinaten: 4° 34′ 9″ N, 36° 1′ 54″ O 4° 34′ 9″ N, 36° 1′ 54″ O4.56910136.031609375 |
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| Mündungshöhe | 375 m | |
| Höhenunterschied | 2025 m | |
| Länge | 460 km | |
| Mittelstädte | Soddo (in der Nähe) | |
| Gemeinden | Omorate | |
Der 760 km lange Omo ist ein Fluss im Südwesten von Äthiopien (Ostafrika).
Der ganzjährig Wasser führende Fluss entspringt westlich von Addis Abeba und östlich von Nek'emte im Äthiopischen Hochland. Im Quellgebiet des Omo befindet sich die Heilquelle von Wolliso. Er fließt überwiegend in südliche Richtung. Der südliche Flussteil, also sein Unterlauf, bildet die Grenze zwischen der Region der südlichen Nationen, Nationalitäten und Völker und der Region Oromiyaa; dort bildet er auch die Ostgrenze des Omo-Nationalparks. Nach dem Durchfließen des Mago-Nationalparks mündet der Omo in den Turkanasee, nur etwas nördlich der Grenze zu Kenia.
Entlang des Omo leben viele äthiopische Volksstämme, zum Beispiel die Nyangatom (Bume), Kara, Dassanetch (Geleb), Arbore, Bodi, Mursi, Surma und Hamar. Viele von ihnen sprechen die nach dem Fluss benannten omotischen Sprachen.
Das Tal am Unterlauf des Omo spielt eine große Rolle bei der geplanten touristischen Erschließung Äthiopiens. Es gehört seit 1980 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Hier wurden unter anderem die Fossilien Omo 1 und Omo 2 geborgen, die dem frühen anatomisch modernen Menschen (Homo sapiens) zugeschrieben werden und mit einem Alter von mindestens 130.000 Jahren (nach neuerer Datierung vermutlich sogar 195.000 Jahren) zu den ältesten Funden der Art zählen.
Der bereits erwähnte Omo-Nationalpark, mit 4.068 km² der größte Äthiopiens, gehört zu den wildreichsten, aber am seltensten besuchten Nationalparks Afrikas.
Der Omo soll mit mehreren Wasserkraftwerken ausgebaut werden (Gibe I bis V). Davon sind Gibe I und II bereits in Betrieb, Gibe III in Bau und Gibe IV und V geplant. Im Juli 2006 unterzeichnete die äthiopische Regierung einen Vertrag mit dem italienischen Unternehmen Salini Costruttori, bezüglich des Baus des Gibe III, des zukünftig größten Staudamms des Landes. Der Damm wird den südwestlichen Flussabschnitt des Omo aufstauen. Menschenrechtsorganisationen wie Survival International gehen davon aus, dass der Bau nicht nur die Umwelt im Omo-Tal bedroht, sondern auch die Lebensgrundlage von mehreren hunderttausend Angehörigen indigener Gruppen in Äthiopien und Kenia [1].
Einzelnachweise [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
- Eintrag in der Welterbeliste der UNESCO auf Englisch und auf Französisch
- Omovalley