Onagawa (Miyagi)

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Onagawa-chō
女川町
Onagawa (Miyagi) (Japan)
Red pog.svg
Geographische Lage in Japan
Region: Tōhoku
Präfektur: Miyagi
Koordinaten: 38° 27′ N, 141° 27′ O38.445483333333141.44440277778Koordinaten: 38° 26′ 44″ N, 141° 26′ 40″ O
Basisdaten
Fläche: 65,79 km²
Einwohner: 6898
(1. November 2014)
Bevölkerungsdichte: 105 Einwohner je km²
Gemeindeschlüssel: 04581-1
Symbole
Flagge/Wappen:
Flagge/Wappen von Onagawa
Baum: Sicheltanne
Blume: Kirschblüte
Fisch: Echter Bonito
Vogel: Japanmöwe
Rathaus
Adresse: Onagawa Town Hall
136 Aza Onagawa, Onagawahama
Onagawa-chō, Oshika-gun
Miyagi 986-2292
Webadresse: www.town.onagawa.miyagi.jp
Lage Onagawas in der Präfektur Miyagi
Lage Onagawas in der Präfektur

Onagawa (jap. 女川町, -chō) ist eine Kleinstadt im Landkreis Oshika der japanischen Präfektur Miyagi.

Bekannt ist die Stadt für das Kernkraftwerk Onagawa, das sich teilweise auch im angrenzenden Ishinomaki befindet.

Geographie[Bearbeiten]

Onagawa befindet sich am nördlichen Ende der Oshika-Halbinsel ostwärts entlang der Sanriku-Riasküste an der Onagawa-Bucht (女川湾, -wan). Vorgelagert sind die beiden bewohnten Inseln Enoshima (江島; 0,36 km²) und Izushima (出島; 2,68 km²). Die gesamte Küste gehört zum Minamisanriku-Kinkazan-Quasinationalpark. Die bewohnten Flächen beschränken sich auf kleinere Küstenabschnitte und die Täler des Kitakami-Berglandes, so dass der größte Teil des Gemeindegebietes bewaldet ist. Östlich der Stadt befindet sich der 7,2 km² große See Mangokuura (万石浦). Durch die Stadt fließt der namensgebende Onagawa („Frauenfluss“).

Ausgenommen der Küste wird Onagawa von der Großstadt Ishinomaki umschlossen, die 2005 aus der Vereinigung der umliegenden Gemeinden entstand. Seitdem ist Onagawa auch die einzige Gemeinde im Landkreis Oshika.

Geschichte[Bearbeiten]

Onagawa wurde am 1. April 1889 zur Dorfgemeinde (mura) ernannt. Am 1. April 1926 erfolgte die Aufstufung zur Kleinstadt (chō).

Beim Tōhoku-Erdbeben vom 11. März 2011 und der darauffolgenden Tsunami, die im Fischereihafen eine Höhe von 14,8 m hatte,[1] wurde ein großer Teil des Stadtgebietes zerstört,[2] einschließlich 12 der 25 Tsunami-Notunterkünfte (alle an Orten über 6 m Höhe).[3] Mit Stand 20. Mai wurden 473 Tote und 620 Vermisste gezählt.[4]

Verkehr[Bearbeiten]

Der Ort ist an das Schienennetz mit JR East Ishinomaki-Linie angeschlossen, die von Kogata in Misato startet und in Onagawa endet. Die Stadt besitzt zwei Bahnhöfe: Urashuku und Onagawa.

Bedeutendste Fernstraße ist die Nationalstraße 398 nach Ishinomaki oder Yurihonjō.

Vom Hafen gehen Fähren über Izushima nach Enoshima als auch zur von Ishinomaki verwalteten Insel Kinkasan.

Bildung[Bearbeiten]

In Onagawa befinden sich drei Grundschulen, zwei Oberschulen und eine präfekturale Oberschule.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 東日本大震災 図説集. In: mainichi.jp. Mainichi Shimbun-sha, 25. März 2011, archiviert vom Original am 1. Mai 2011, abgerufen am 3. Mai 2011 (japanisch).
  2. Number of dead, missing rises to 1,400. In: Daily Yomiuri Online. Yomiuri Shimbun-sha, 13. März 2011, abgerufen am 13. März 2011 (englisch).
  3. Tsunami hit more than 100 designated evacuation sites. In: The Japan Times Online. 14. April 2011, abgerufen am 3. Mai 2011 (englisch).
  4. 東日本大震災 図説集. In: mainichi.jp. Mainichi Shimbun-sha, 20. Mai 2011, archiviert vom Original am 19. Juni 2011, abgerufen am 19. Juni 2011 (japanisch, Übersicht über gemeldete Tote, Vermisste und Evakuierte).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Onagawa, Miyagi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien