One-Hit Wonder
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Der Begriff One-Hit Wonder (Englisch, wörtlich Ein-Hit-Wunder), auf Deutsch auch Eintagsfliege, bezeichnet Musiker, die nur mit einem einzigen Stück hochplatziert in den Verkaufs-Hitparaden auftauchten. Teilweise wird die Bezeichnung abfällig oder spöttisch gebraucht.
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[Bearbeiten] Gründe
Die möglichen Gründe für nur einen einzigen Hit sind vielfältig:
- Der oder die Künstler wurden nur auf einen Hit „herangezüchtet“. Diese Künstler stammen dann aus Castingshows im Fernsehen wie beispielsweise Big Brother oder Deutschland sucht den Superstar.
- Den Künstler gibt es gar nicht und für eine frei und zufällig entstandene Songproduktion eines Studioteams wird eine passende Gesangsstimme gesucht; so erfolgt bei Funkytown von Lipps, Inc. 1980
- Der Inhalt der Stücke ist auf kurzfristigen kommerziellen Erfolg ausgerichtet. Die Texte und die Musik sind zwar häufig recht eingängig, aber nicht besonders anspruchsvoll, z. B. die sogenannten Sommerhits.
- Das Stück wurde durch einen Film oder einen Werbespot bekannt, so geschehen 1991 mit Kate Yanai.
- Es handelte sich um eine Coverversion oder eine Neuaufnahme des Titels in der jeweiligen Landessprache.
- Die Auflösung einer Gruppe oder bestehender Verträge aufgrund von Streitigkeiten verhindert weitere Veröffentlichungen, wie es bei Nu Pagadi der Fall war.
- Der Künstler wird durch vorherige Zugehörigkeit zu einer Band bekannt oder hat bekannte Eltern. Beispiele hierfür sind Julian Lennon (Sohn von John Lennon), Stéphanie von Monaco, Berger (Sohn von Cindy & Bert) oder Cecil Jonni Lauro (Söhne von Stephan Remmler).
- Der Künstler oder ein Mitglied der Gruppe stirbt kurz nach der Veröffentlichung eines Stücks.
- Ein Titel wurde nur aus einem bestimmten Grund aufgenommen, wie zum Beispiel USA for Africa (1985 mit We Are the World) oder Band Aid (1984 mit Do They Know It’s Christmas?).
- Der Künstler gibt sich mit einem Hit zufrieden oder vernachlässigt danach seine musikalische Karriere. Ein besonders extremes Beispiel einer solchen Verweigerung ist Eden Ahbez, der mit Nature Boy einen der größten Hits von Nat King Cole verfasste, oder Terry Jacks mit Seasons in the Sun.
- Der Interpret ist mit dem einen Hit so erfolgreich und omnipräsent, dass der einsetzende Abnutzungseffekt durch die Heavy Rotation beschleunigt wird und ein längerer Erfolg quasi „totgespielt“ wird. Die Folgesingle oder das Album werden oftmals den Erwartungen der Fans aus dem Hit nicht gerecht. Beispiele hierfür sind Bellini mit Samba de Janeiro, Lou Bega mit Mambo No. 5 oder Las Ketchup mit The Ketchup Song (Aserejé).
- Prominente, die nichts mit Musik zu tun haben, singen einen Song (Beispiel: der Schauspieler Lee Marvin singt das Lied Wand'rin' Star).
Darüber hinaus spielt die Wahrnehmung des Publikums eine entscheidende Rolle:
- Weitere Titel des Interpreten steigen zwar in die Hitparade ein, schaffen aber nur eine Platzierung unter den zwanzig oder dreißig bestverkauften Titeln. Für sich betrachtet wären es mittlere Hits; im Vergleich zum erfolgreicheren Titel werden sie aber als Flop angesehen, sodass der Eindruck entsteht, der Künstler habe nur einen Hit gehabt.
- Abwesenheit aus der Hitparade muss nicht bedeuten, dass der Künstler sich zurückgezogen hat. So haben die Connells sowohl vor als auch nach ihrem Hit ’74-’75 eine ganze Reihe weiterer Alben veröffentlicht und scharen um sich eine weiterhin große Fangemeinde.
- Punktueller Erfolg in einem Land schließt nicht aus, dass der Künstler in einem anderen Land, etwa seinem Heimatland, mit weiteren Titeln in der Hitparade vertreten ist. Dexys Midnight Runners, von denen in Deutschland 1982 nur der Titel Come on Eileen Bekanntheit erlangte, hatten zur selben Zeit mehrere Top-10-Platzierungen in Großbritannien. Umgekehrt war Nena in den USA und Großbritannien nur mit dem Titel 99 Red Balloons erfolgreich, erreichte dagegen im deutschsprachigen Raum eine große Anzahl von Hits. Ähnlich ging es dem französischen Sänger Manu Chao: In Deutschland landete nur mit Bongo Bong einen Hit, in seinem Heimatland Frankreich zählt er dagegen zu den bekanntesten Musikern.
- Manche Interpreten konzentrieren sich nach einem Pophit auf einen anderen musikalischen oder künstlerischen Bereich. Bobby McFerrin beispielsweise platzierte sich zwar nur 1988 mit Don’t Worry, Be Happy in den Hitparaden, ist und war daneben aber in anderen Musikbereichen erfolgreich. Er wurde zum Beispiel in den 1980er und 1990er Jahren für Jazzgesang und Kinderlieder mit insgesamt sieben Grammys ausgezeichnet und dirigiert namhafte klassische Symphonieorchester.
[Bearbeiten] Sonstiges
Auf Bayern 3 gibt es seit 1997 eine wöchentliche Sendung, in der jeweils ein One-Hit-Wonder präsentiert wird. In der Radio-Sendung erzählt der Musikjournalist Ulli Wenger die Geschichte des Interpreten oder der Gruppe und was danach aus den Künstlern geworden ist. Diese wird von anderen ARD-Hörfunkprogrammen übernommen, beispielsweise von WDR 2 im Rahmen der Musiksendung Soundfiles. Begleitend sind dazu mehrere Doppel-CD mit jeweils 36 dieser einmaligen Hits veröffentlicht worden.
[Bearbeiten] Beispiele für One-Hit Wonder in Deutschland
[Bearbeiten] 1960er
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[Bearbeiten] 1970er
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[Bearbeiten] 1980er
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[Bearbeiten] 1990er
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