Onofre Marimón

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Onofre Marimón
Automobil-/Formel-1-Weltmeisterschaft
Nation: ArgentinienArgentinien Argentinien
Erster Start: Großer Preis von Frankreich 1951
Letzter Start: Großer Preis von Großbritannien 1954
Konstrukteure
1951 Scuderia Milano • 1953–1954 Maserati
Statistik
WM-Bilanz: WM-Elfter (1953)
Starts Siege Poles SR
11 1
WM-Punkte: 8
Podestplätze: 2
Führungsrunden: — über 0 km
Vorlage:Infobox Formel-1-Fahrer/Wartung/Alte Parameter

Onofre Agustín Marimón (* 19. Dezember 1923 in Zárate, Buenos Aires; † 31. Juli 1954 am Nürburgring) war ein argentinischer Automobilrennfahrer. Er startete in den 1950er Jahren u. a. in der Formel-1-Weltmeisterschaft.

Karriere[Bearbeiten]

Wie viele andere argentinische Rennfahrer trat Marimón, der den Spitznamen Pinocho (span. für „Pinocchio“) trug, erstmals bei der Temporada ins Rampenlicht. Diese Rennserie bestand in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg aus mehreren Rennen zu Jahresbeginn in Südamerika und bot auch europäischen Piloten die Möglichkeit, während der Winterpause zu trainieren. Zu seinen Gegnern dort zählten unter anderem Juan Manuel Fangio und José Froilán González, wobei er mit beiden befreundet blieb, als diese sich zwischenzeitlich zerstritten hatten. 1951 bestritt er seine ersten Rennen in Europa und startete mit González auch beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Ab der Formel-1-Saison 1953 fuhr er auf Maserati. Zu seinen besten Ergebnissen zählen zwei dritte Plätze, beim GP von Belgien 1953 und beim GP von Großbritannien 1954, wo er mit einer fahrerischen Glanzleistung vom letzten Startplatz, den das Team durch Nachlässigkeit im Training verursacht hatte, nach vorne kam.

Beim nächsten Rennen, dem GP von Deutschland auf dem Nürburgring, verunglückte Marimón allerdings im Training tödlich. Zuvor hatte er sich bei seinem ersten Start auf dieser Strecke bei seinen etablierten argentinischen Fahrerkollegen ausführliche Anweisungen geholt, um nicht den Tücken des Rings zum Opfer zu fallen. Ausgerechnet als er in der schwer einzusehenden Abfahrt Wehrseifen kontrolliert abbremste, blockierte infolge eines Defekts einer der Vorderreifen, woraufhin der Monoposto ruckartig in die Bäume und Gebüsche schleuderte. Marimón starb noch am Unfallort. Es war der erste Todesfall, der in einem Formel-1-Weltmeisterschaftslauf zu beklagen war. Angesichts des Schocks versöhnten sich González und Fangio – doch die jüngere hoffnungsvolle Motorsportgeneration Argentiniens war mit „Pinocchio“ dahingegangen.

Einzelergebnisse[Bearbeiten]

Saison 1 2 3 4 5 6 7 8 9
1951 Flag of Switzerland within 2to3.svg US flag 48 stars.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of France.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Germany.svg Flag of Italy.svg Flag of Spain (1945 - 1977).svg  
      DNF          
1953 Flag of Argentina.svg US flag 48 stars.svg Flag of the Netherlands.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of France.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Germany.svg Flag of Switzerland within 2to3.svg Flag of Italy.svg
      3 9 DNF DNF DNF DNF
1954 Flag of Argentina.svg US flag 48 stars.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of France.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Germany.svg Flag of Switzerland within 2to3.svg Flag of Italy.svg Flag of Spain (1945 - 1977).svg
DNF   DNF DNF 3 DNS      

Le-Mans-Ergebnisse[Bearbeiten]

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1951 FrankreichFrankreich Henri Louveau Talbot-Lago T26GS ArgentinienArgentinien José Froilán González Ausfall Kühler
1953 ItalienItalien SpA Alfa Romeo Alfa Romeo 6C 3000 CM ArgentinienArgentinien Juan Manuel Fangio Ausfall Motorschaden

Siehe auch[Bearbeiten]

Liste tödlich verunglückter Formel-1-Fahrer