Onstmettingen

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Wappen der Gemeinde Albstadt
Onstmettingen
Stadt Albstadt
Koordinaten: 48° 17′ N, 9° 0′ OKoordinaten: 48° 17′ 10″ N, 9° 0′ 8″ O
Höhe: 814 m ü. NN
Einwohner: 5384 (2006-06-00Juni 2006)
Eingemeindung: 1975-1-11. Jan. 1975
Postleitzahl: 72461
Vorwahl: 07432

Onstmettingen ist ein Stadtteil von Albstadt im Zollernalbkreis in Baden-Württemberg. Es liegt auf der Schwäbischen Alb, etwa auf halbem Weg zwischen Stuttgart und dem Bodensee.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

In Onstmettingen, dem nördlichsten Stadtteil von Albstadt, befindet sich die Quelle der Schmiecha. Die nördliche Gemeindegrenze bildet der Albtrauf, der nördliche Steilabfall der Schwäbischen Alb, mit dem Zeller Horn und dem Raichberg.

[Bearbeiten] Geschichte

Onstmettingen um 1910
Onstmettingen um 1910

Wie erst kürzlich gemachte Funde belegen, war Onstmettingen schon um 500 v. Chr. besiedelt. Urkundlich erwähnt wird Onstmettingen allerdings erst im Jahre 1064, als ein Graf von Habsburg dem Kloster Ottmarsheim im Elsass eine Schenkung vermachte, darunter der Besitz Ansmutingen. 1403 kommt das Dorf Anschmattingen zusammen mit der Herrschaft Schalksburg an Württemberg. Hier wurde der Ort dem Amt bzw. Oberamt Balingen zugeordnet, aus dem 1934 der Landkreis Balingen hervorging. Man vermutet, dass der Name Onstmettingen von dem Vornamen Ansmut abgeleitet worden ist. Der Ort bestand ursprünglich aus zwei Siedlungen mit je einer eigenen Kirche, Oberhofen und Unterhofen.

Im 18. Jahrhundert gab es in Onstmettingen eine auffallend große Zahl von Schmieden, die teils landwirtschaftliche Gerätschaften herstellten und reparierten, teils aber auch Jagdgewehre produzierten. Auf dieser Grundlage entwickelte sich eine Waagenindustrie, an der besonders Pfarrer Philipp Matthäus Hahn von 1764 bis 1770 mit beteiligt war. Seine ersten großen astronomischen Uhren baute Hahn in Onstmettingen. In der Folgezeit kam noch die Fertigung von Präzisionswerkzeugen und die Textilindustrie hinzu. 1828 erhielt Onstmettingen das Marktrecht.

Am 1. Januar 1975 wurde Onstmettingen im Rahmen der Gemeindereform Teil der neu gegründeten Großen Kreisstadt Albstadt, obwohl ein großer Teil der Onstmettinger Bevölkerung gegen die Eingemeindung gestimmt hatte.


[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Bürgermeister

siehe: Liste der Bürgermeister von Albstadt

[Bearbeiten] Ortsvorsteher

  • 1975-2004: Helmut Merz
  • seit 2004: Wolfgang Hähnle

[Bearbeiten] Wappen

Das Wappen von Onstmettingen zeigt unter goldenem Schildhaupt, eine liegende schwarze Hirschstange, in Schwarz eine goldene Waage. Erklärung: Die Waage weist auf den einst sehr bedeutsamen Waagenbau am Ort.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Museen

Kasten Onstmettingen
Kasten Onstmettingen
  • Philipp-Matthäus-Hahn-Museum: Die alte Johanneskirche in Oberhofen, um 940 erbaut, war ein schlichter Saalbau in romanischem Stil. Sie wurde im Zuge der Reformation säkularisiert und zunächst als Getreidespeicher, dann als Armenhaus, später als Fabrik und als Wohnhaus genutzt. Als man dann in den 1980er Jahren an einen Abriss des baufälligen Gebäudes dachte, machte sich eine Gruppe von Bürgern für dessen Erhalt stark und bildete den „Arbeitskreis Kasten“. Das Gebäude wurde vor dem Abbruch bewahrt und von 1981 bis 1989 mit viel Eigeninitiative von Grund auf saniert. 1989 zog hier das Philipp-Matthäus-Hahn-Museum ein. An der Ostseite, dem ehemaligen Altarraum, sind noch Spuren einer Bemalung erkennbar.

[Bearbeiten] Bauwerke

  • Kirche und Pfarrei St. Maria in Unterhofen wurde bereits 1275 erwähnt. Sie ist seit der Reformation evangelische Pfarrkirche. Das Untergeschoss des Turmes der Kirche ist noch romanisch, das Schiff wurde aber 1887/88 neu erbaut.
  • Die überwiegend nach dem Zweiten Weltkrieg zugezogenen Katholiken erbauten sich 1955 eine eigene Kirche, die ebenfalls St. Maria heißt.

[Bearbeiten] Sport

[Bearbeiten] Sportvereine

  • Der Tischtennis-Club Onstmettingen 1958 e.V. ist ein Tischtennis-Verein mit rund 100 Mitgliedern. Der Verein feiert 2008 sein 50jähriges Bestehen. Die Erste Mannschaft spielt in der Kreisliga A Gruppe 1. Zur Zeit sind offiziell drei aktive Mannschaften gemeldet.
  • Der Tennisclub Onstmettingen 1976 e.V. bietet auf seiner Anlage im Sportgelände Zaislen fünf Freiplätze (Sand) und eine moderne Zweifeldhalle (Granulat).
  • Der Ski-Club Onstmettingen e.V. bietet Wintersport (Ski und Snowboard), Mountainbike, Nordic Walking, Triathlon und Skigymnastik an.
  • Der Fußball-Club Onstmettingen 1910 e.V. trägt seine Heimspiele auf dem Sportgelände Zaislen aus. Die erste aktive Mannschaft spielt in der Kreisliga A2, Bezirk Zollern.
  • Der Turnverein Onstmettingen 1899 e.V. bietet Handball, Leichtatlethik, Lauftreff, Eltern-Kind-Turnen, Vorschulturnen, Gymnastik, Rückenschule und anderes an.

[Bearbeiten] Kultur

[Bearbeiten] Vereine

  • Der Musikverein Onstmettingen, Großes Blasorchester Albstadt e.V., wurde im Jahr 1865 gegründet. Das Höchststufenorchester zählt circa 50 aktive Musiker. Neben dem großen Blasorchester gehören dem Verein die Minis, das Jugendorchester, die Jukebox, die kleine volkstümliche Besetzung, sowie das Blechbläserensemble an. Musikalisch bewegt sich das Große Blasorchester im Bereich der sinfonischen Blasmusik.

[Bearbeiten] Bildung

Onstmettingen verfügt mit der Schillerschule über eine Grund-, Haupt- und Werkrealschule.


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Panorama-Blick über Onstmettingen mit Raichberg (rechte Bildhälfte)
Panorama-Blick über Onstmettingen mit Raichberg (rechte Bildhälfte)

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

  • Philipp Matthäus Hahn (1739-1790), Theologe, als „Mechanikerpfarrer“ Erfinder von astronomischen Uhren und Waagen, war von 1764 bis 1770 Pfarrer in Onstmettingen. Er gilt als Begründer des Waagenbaus auf der Westalb.

[Bearbeiten] Literatur

  • Johannes Raster: Bilder aus der Heimatgeschichte Onstmettingens. Onstmettingen 1950.


[Bearbeiten] Weblinks

Persönliche Werkzeuge