Onur Air

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Onur Air Taşımacılık AŞ
Logo der Onur Air
Airbus A321-200 der Onur Air
IATA-Code: 8Q
ICAO-Code: OHY
Rufzeichen: ONUR AIR
Gründung: 1992
Sitz: Istanbul, TurkeiTürkei Türkei
Drehkreuz:

Flughafen Istanbul-Atatürk

Heimatflughafen:

Flughafen Istanbul-Atatürk

IATA-Prefixcode: 066
Leitung: Hamit Cankut Bagana (CEO)
Flottenstärke: 21
Ziele: National und international
Website: www.onurair.com

Onur Air ist eine türkische Fluggesellschaft mit Sitz in Istanbul und Basis auf dem Flughafen Istanbul-Atatürk.

Geschichte[Bearbeiten]

1990er-Jahre[Bearbeiten]

Airbus A321-100 der Onur Air im alten Farbschema

Onur Air wurde am 14. April 1992 als Tochtergesellschaft des türkischen Reiseveranstalters TK Air Travel gegründet und nahm bereits einen Monat später den Flugbetrieb mit einem werksneuen Airbus A320-200 auf. Die Flotte wurde bis zum Frühjahr 1993 um weitere drei werksneue Exemplare ergänzt.

1994 beteiligte sich die Ten Tour Gruppe an der noch jungen türkischen Fluggesellschaft und übernahm sie später ganz. Mit einer solideren Finanzierung baute Onur Air ab Juli 1995 die Airbus-Flotte um neun weitere Einheiten aus und begann mit dem Aufbau eines nationalen Streckennetzes.

Ab 1996 wurden aufgrund der international gestiegenen Beliebtheit der türkischen Urlaubsregionen Airbus A300-200 eingeflottet. Ab 1997 kamen auf nachfrageschwächeren Routen McDonnell Douglas MD-83 und MD-88 zum Einsatz.

2000er-Jahre[Bearbeiten]

Ehemalige McDonnell Douglas MD-83 der Onur Air im Jahr 2001

Anfang 2000 erhielt Onur weitere zwei Airbus A300B4 und einen A300B2 von South African Airways. In der Folgezeit wurden A300-600 eingeflottet die mit über 300 Sitzplätzen ausgestattet wurden sowie später insgesamt acht Airbus A321-100 und -200.

Am 13. Mai 2005 wurde der Fluggesellschaft sowohl vom deutschen Luftfahrt-Bundesamt als auch von den niederländischen Behörden die Einflugerlaubnis wegen Sicherheitsmängeln entzogen. Es wurden gravierende Mängel an den Maschinen der Onur Air festgestellt. Als Gegenreaktion entzog die Türkei daraufhin den deutschen Fluggesellschaften die Landeerlaubnis. Nach Protesten des Auswärtigen Amtes wurde das Einflugverbot für deutsche Flugzeuge wieder aufgehoben. Am 14. Mai wurden der Fluggesellschaft auch durch die schweizerische und die französische Flugsicherheitsbehörde die Einflugerlaubnis entzogen. Onur Air war bis dahin von Airbus und Boeing insgesamt neunmal wegen ihrer Wartungsverfahren mit Zertifikaten prämiert worden. In der Zeit vom 4. bis 6. Juli 2005 wurde gemäß der Auflage aus der Wiedererteilung der Einfluggenehmigung mit einem so genannten "Final Meeting" auf dem Heimatflughafen der Onur Air in Antalya die Überprüfung der Fluggesellschaft vorläufig abgeschlossen.

Im Sommer 2009 schaffte der Inhaber von Onur Air, Cankut Bagana, zwei weitere Airbus A320-200 an. Diese Maschinen werden gegenwärtig unter der Kennung TC-KLA und TC-KLB für Kogalymavia eingesetzt. Vorausgegangen war eine Partnerschaft zwischen Kogalymavia und Onur Air. Cankut Bagana hat sich an der Kogalymavia beteiligt. Des Weiteren wurde in der Türkei ein Unternehmen mit gleichem Namen gegründet. Die beiden Maschinen wurden im Jahr 2014 an den Leasinggeber durch Onur Air returniert.

Mitte April 2013 flottete Onur Air ihre letzten fünf Airbus A300 aus.[1]

Flugziele[Bearbeiten]

Onur Air führt in erster Linie Charterflüge durch und bietet ihre Flugzeuge samt Besatzung auch im Wetlease an. Seit der Deregulierung des türkischen Luftfahrtmarktes bietet Onur Air darüber hinaus innertürkische Verbindungen im Linienbetrieb an und betreibt drei von Istanbul ausgehende internationale Linienstrecken nach Ganja, Odessa und Urmia (Stand 2013). Im Jahr 2014 hat Onur Air zahlreiche Linien- und Charterverbindungen nach Deutschland aufgenommen.

Flotte[Bearbeiten]

Airbus A320-200 der Onur Air

Mit Stand März 2015 besteht die Flotte der Onur Air aus 21 Flugzeugen[1] mit einem Durchschnittsalter von 15,8 Jahren[2]:

Flugzeugtyp aktiv bestellt Anmerkungen Sitzplätze[3]
Airbus A320-200 08 180
Airbus A321-100 02 220
Airbus A321-200 07 Eine betrieben für Zagrosjet; zwei für Saudia 219
220
Airbus A330-300 04 Betrieben für Saudia 356
358
360
Gesamt 21 -

Zwischenfälle[Bearbeiten]

Onur Air verzeichnete in ihrer Geschichte keine Zwischenfälle mit Todesopfern oder Flugzeugverlusten.

  • Vom 12. bis 24. Mai 2005 wurde gegen Onur Air aufgrund mehrerer Vorkommnisse ein Flugverbot für den Luftraum der Niederlande ausgesprochen.[4]
  • Am 20. August 2011 löste ein Airbus A321 der Onur Air auf dem Weg von Manchester in die Türkei im bayerischen Luftraum einen Abfangjäger-Einsatz der Eurofighter-Alarmrotte des Jagdgeschwaders 74 und später einer österreichischen Alarmrotte aus. Vermutet wird eine fehlende Funkverbindung zur Flugsicherung in München.[5]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Onur Air – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Onur Air – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b ch-aviation - Onur Air (englisch) abgerufen am 5. März 2015
  2. airfleets.net - Fleet age Onur Air (englisch) abgerufen am 5. März 2015
  3. onurair.com - Aircraft Fleet (englisch) abgerufen am 5. März 2015
  4. Inspectie Verkeer en Waterstaat trekt landingsrechten Onur Air in. 12. Mai 2005, abgerufen am 16. November 2013 (niederländisch).
  5. Carina Lechner: Eurofighter jagen Urlaubsflieger. In: Münchner Merkur online. 22. August 2011, abgerufen am 16. November 2013.