Oolite

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OOlite
Oolite-logo2.png
OOlite Logo (von Webpage)
Studio Giles Williams
Erstveröffent-
lichung
2004
Plattform Mac OS X, Linux, Windows, SGI Irix, FreeBSD
Genre Weltraum-Flugsimulation
Spielmodus Einzelspieler
Steuerung Tastatur, Maus, Joystick
Systemvor-
aussetzungen
Mac OS X 10.4[1], Windows XP SP3 oder Linux, 3D-beschleunigte Grafikkarte[2]
Medium Download
Sprache Englisch, Deutsch per OXP
Aktuelle Version 1.80
OOlite Screenshot der MacOS Version

Oolite ist eine 3D-Weltraum-Flugsimulation im Geiste von Elite. Es ist in Objective-C geschrieben und der Name leitet sich von Object-oriented Elite ab. Außer vom Computerspiel Elite wurde die Hintergrundgeschichte Oolites auch durch die damals bei Elite mitgelieferte Novelle The Dark Wheel beeinflusst.

Der Quelltext von Oolite ist seit dem 27. Februar 2007 unter der GNU GPL version 2[3] erhältlich, während die anderen Teile (Bilder, Musik, Texturen, Modelle) unter der CC-BY-NC-SA-3.0 license erhältlich sind. Dies macht Oolite zu halbfreier Software.

Entwicklung[Bearbeiten]

Es wurde von Giles Williams für Mac OS X entwickelt und im Juli 2004 unter der BSD-Lizenz veröffentlicht. Im September 2005 erreichte die Mac-Version die Versionsnummer 1.52 und eine Linuxportierung wurde zeitgleich veröffentlicht. Die Windows-Version wurde im März 2006 veröffentlicht. Portierungen für SGI IRIX und FreeBSD sind ebenfalls erhältlich.

Im Oktober 2006, nach der stabilen Version 1.65, gab Williams bekannt, dass er die Entwicklung einstelle,[4] sobald er die Shader-Unterstützung fertiggestellt habe. Das Projekt wurde am 27. Februar 2007 unter die GNU GPL Version 2[3] gestellt und nach einiger Zeit weiterentwickelt. Am 15. Dezember 2011 wurde die stabile Version 1.76 veröffentlicht.

Spielmechanik[Bearbeiten]

Grundlagen[Bearbeiten]

Ähnlich wie Vegastrike und der Klassiker Elite ist Oolite eine nichtlineare Weltraumsimulation ohne vorgegebenes Ende, für die es nur den Einzelspielermodus gibt. Man schlüpft in die Rolle eines Piloten eines Raumschiffs, das fähig ist, interstellar zu reisen. Jedes Sonnensystem hat einen bewohnten Planeten mit einer Raumstation, auf der man Handel treiben, sein Schiff aufrüsten lassen oder Missionen annehmen kann. Obwohl es prinzipiell möglich ist, in jedes Sonnensystem zu reisen (vorausgesetzt, man hat genug Treibstoff und die Reichweite der Triebwerke ist groß genug), landet man mit gehörigem Abstand zum Zielplaneten, und muss von dort „normal“ hinreisen. Auf dem Weg dorthin kann man auf Weltraumpiraten und andere Handelsschiffe treffen, wobei man dann die Möglichkeit hat, in Weltraumkämpfe verwickelt zu werden. Die prinzipiellen Angriffswaffen sind Laser und Raketen, wobei es davon verschiedene Typen in den Weltraumstationen zu kaufen gibt. Die meisten Kämpfe werden im Nahkampf ausgefochten, wobei zu bemerken ist, dass der Antrieb wie im Original Elite keine Trägheit und Gravitation kennt. Das heißt, jedes Schiff hat eine Maximalgeschwindigkeit, mit der es fliegen kann, im Gegensatz zur Realität, die nur eine Maximalbeschleunigung (und natürlich die Lichtgeschwindigkeit als Maximalgeschwindigkeit) kennt.

Spielziele[Bearbeiten]

Es gibt kein festgelegtes Spielziel in Oolite. Nur Geld und der Rang sind die einzigen „messbaren“ Arten, einen „Highscore“ zu erlangen.

Geld kann auf vielfältige Weise gewonnen werden. So sind Händler und Kopfgeldjäger nur zwei von vielen verschiedenen Möglichkeiten, Profite einzutreiben. Es ist sogar möglich, andere Händler zu überfallen, und deren Fracht einzusammeln, um diese am nächsten Weltraumbahnhof zu verkaufen. Die richtige Ausstattung des Schiffes vorausgesetzt lassen sich Asteroiden durch Erzabbau wertvolle Mineralien entlocken. Es ist auch möglich, als Kurier Gegenstände oder Personen gegen Entgelt von „A nach B“ zu befördern.

Mit dem verdienten Geld muss man die Treibstoffkosten und die verbrauchten Raketen abdecken, man kann aber auch andere Schiffe und weitere Ausrüstungsgegenstände kaufen.

Jedes Schiff, das vom Spieler zerstört wird, wird zu seinem „Elite rating“ hinzugezählt. Abhängig von der Anzahl der zerstörten Schiffe erhält der Spieler einen Rang:

  • Harmless – 0 bis 7 zerstörte Schiffe
  • Mostly Harmless – 8 bis 15 zerstörte Schiffe
  • Poor – 16 bis 31 zerstörte Schiffe
  • Average – 32 bis 63 zerstörte Schiffe
  • Above Average – 64 bis 127 zerstörte Schiffe
  • Competent – 128 bis 511 zerstörte Schiffe
  • Dangerous – 512 bis 2559 zerstörte Schiffe
  • Deadly – 2560 bis 6399 zerstörte Schiffe
  • Elite – 6400 zerstörte Schiffe und mehr

Missionen und Mods[Bearbeiten]

Es gibt eine kleine Zahl von Missionen im Spiel, die nahezu eins zu eins von Elite übernommen wurden. Dem Spieler wird eine bestimmte Aufgabe gegeben, die er in einer bestimmten Zeit zu erfüllen hat. Hat er diese Aufgabe erfüllt, kann der Spieler in das Sonnensystem zurückreisen, um die Belohnung abzuholen. Es ist jedoch anzumerken, dass es nicht zwingend erforderlich ist, die Missionen zu erfüllen, geschweige denn anzufangen.

Durch die rege Beteiligung der Fan-Gemeinde gibt es eine Reihe von Mods, die eine Vielzahl von Missionen dem Oolite-Universum hinzufügen.

Mods[Bearbeiten]

Da das Spiel von Anfang an darauf ausgelegt wurde, Menschen zum Erschaffen von Erweiterungen zu ermutigen, ist dies relativ simpel und erfordert keine Programmierkenntnisse. Die dazu nötigen Werkzeuge sind im Oolite-Wiki dokumentiert. Erweiterungen werden in Form von OXPs (Oolite eXpansion Pack) vertrieben, dessen Format ebenfalls ausführlich erklärt wird. Die heruntergeladenen OXPs werden einfach in den AddOns-Ordner abgelegt, und werden beim nächsten Spielstart automatisch eingebunden.

Durch die rege Beteiligung der Fangemeinde wurden mit der Zeit mehrere hundert Erweiterungen erzeugt.[5][6] Diese reichen von weiteren Raumschiffen und Raumstationen über geskriptete, interaktive Missionen und abwechslungsreiche Mini-Spiele bis hin zu einer deutschsprachigen Übersetzung der Benutzeroberfläche. Es gibt auch Mods, die neue Waffen und Geräusche oder Musik hinzufügen.

Presse und Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Linux Format hat einen einseitigen Bericht über Oolite verfasst.[7]
  • Hooked Gamers hat einen zweiseitigen Bericht über Oolite verfasst.[8]
  • Am 8. Januar 2007 wurde Oolite von Macworld mit dem Editors' Choice Award ausgezeichnet.[9]

Fiktion[Bearbeiten]

Um die Entwicklung von Oolite hat sich eine feste Fangemeinde gebildet, die eigene Science Fiction-Romane hervorgebracht haben, die im Oolite-Universum spielen.

  • The Virtuous Misfortune von Dylan Smith
  • Status Quo, Schism und Mutabilis von Drew Wagar.

Referenzen[Bearbeiten]

  1. http://wiki.alioth.net/index.php/Oolite_FAQ#System_Requirements
  2. http://www.happypenguin.org/show?Oolite
  3. a b http://aegidian.org/bb/viewtopic.php?t=3072
  4. http://oolite.livejournal.com/
  5. http://capnhack.com/hosting/oolite/Oolite/OoSat.html
  6. http://oosat.alioth.net/ (Version vom 5. Februar 2007 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/Wartung/Linktext_fehlt
  7. Test "Oolite". Linux Format, 1Vorlage:FormatDate/Wartung/0, archiviert vom Original, abgerufen am 6. Juli 2014. Kopie des Artikels als Bild
  8. [1]
  9. Editor's Choice. In: Macworld. 8. Januar 2007. Abgerufen am 6. August 2008.

Weblinks[Bearbeiten]