Oomph!

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Oomph!
Oomph! live auf dem Blackfield Festival 2010
Oomph! live auf dem Blackfield Festival 2010
Allgemeine Informationen
Genre(s) Neue Deutsche Härte, Crossover, Electronic Body Music (1989–1992)
Gründung 1989
Website www.oomph.de
Aktuelle Besetzung
Dero Goi
Andreas Crap
Gitarre, Sampling, Backing Vocals
Robert Flux
Live-Support
Bass, Backing Vocals
Hagen
Schlagzeug, Backing Vocals
Silvestri
Keyboard, Backing Vocals
El Friede
Perkussion, Backing Vocals
Okusa

Oomph! ist eine deutsche Rockband aus Braunschweig, die 1989 in Wolfsburg gegründet wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Die frühen Jahre[Bearbeiten]

Dero, Flux und Crap beschlossen 1989 auf einem Indie-Festival in Wolfsburg, ihre Band Oomph! zu gründen. Der Bandname wurde von der Band selbst in einem alten englischen Wörterbuch gefunden und bedeutet so viel wie „das gewisse Etwas“, „Sex-Appeal“, „energiegeladen“ oder „der Schwung“. Das Ausrufezeichen ist Namensbestandteil.

1990 wurden sie von dem Produzenten Jor Mulder für das Berliner Elektro-Label Machinery Records entdeckt und unter Vertrag genommen. Mit dem gleichnamigen Debüt „Oomph!“ konnte sich die Band hauptsächlich im EBM-Umfeld einen Namen machen.

1992/1993 gelangen sie mit der Maxi „Ich bin Du“ auch zu internationaler Anerkennung u. a. in den USA (Billboard) und gelangten über das dortige College-Radio auch in die Top 10 der Independent-Charts.

1993 folgten der erste USA-Auftritt im ausverkauften New Yorker Club „Limelight“ und die Produktion des ersten Videoclips.

Auf dem zweiten Album „Sperm“ (1994) zeigte sich – beeinflusst durch Gruppen wie Sepultura, Prong und Pantera[1] – eine starke Tendenz zum Crossover-Genre. Das amerikanische Musikmagazin Billboard beschrieb die Musik seinerzeit als „Sepultura meets DAF.[2]

Weg zum Erfolg[Bearbeiten]

Das Album Wunschkind brachte die ersten großen Erfolge in Deutschland. 1998 folgte der Labelwechsel zu dem Major Virgin Records in München. Der große Durchbruch gelang 1999 mit Plastik und den Hitsingles Das weiße Licht und Fieber feat. Nina Hagen.

Im Februar 2004 landeten sie mit Augen auf! einen Nummer-eins-Hit in Deutschland. Das Album Wahrheit oder Pflicht schaffte es auf den zweiten Platz der Media-Control-Charts und erreichte Gold-Status. Die Nachfolge-Single Brennende Liebe schaffte es ebenfalls in die Top Ten. Im Dezember 2004 erhielten sie für Augen auf! Platin und wurden zudem bei der 1 Live Krone zur besten Band 2004 gewählt.

Im März 2006 wurden Oomph! von der vom Fernsehsender RTL übertragenen Echo-Verleihung ausgeschlossen. Der Sender hatte Bedenken gegen den Song Gott ist ein Popstar aufgrund der Diskussion um die Mohammed-Karikaturen. Auch andere Radio- und Fernsehsender weigerten sich, diesen Titel zu spielen. Im Text heißt es unter anderem „Ich geb’ euch Liebe, ich geb’ euch Hoffnung, doch nur zum Schein, denn die Massen wollen betrogen sein“.

Die Band selbst sagte dazu in einem Interview mit dem Online-Magazin whiskey-soda:

Wir halten der Gesellschaft gerne den Spiegel vor, wenn wir damit Diskussionen und Nachdenken anregen. Und das hat uns wohl die Echoausladung eingebracht. Die Begründung, es könnten Gefühle der Zuschauer verletzt werden? Hah! Als ob RTL jemals in irgendeiner seiner Sendungen darauf geachtet hätte, nicht die Empfindungen der Zuschauer zu verletzten, das ist doch ein Witz. Auch RTL hat den Karikaturenstreit bis ins Letzte ausgereizt, und wie viele andere versucht, den Menschen im Mittleren Osten Vorwürfe zu machen, so genannte Zivilisation einzufordern und die Freiheit anzuerkennen. Im gleichen Moment werden wir als Band dann ausgeladen, weil wir die Freiheit haben, selbst zu denken und zu kritisieren. Das ist mehr als fragwürdig!

Am 9. Februar 2007 gewannen Oomph! zusammen mit der Die-Happy-Frontsängerin Marta Jandová für Niedersachsen den dritten Bundesvision Song Contest mit ihrer ebenfalls am 9. Februar 2007 erschienenen Single „Träumst du?“, die die Top Ten der Media-Control-Charts erreichte. Somit fand der Bundesvision Song Contest im Jahr 2008 in Niedersachsen statt, bei dem sie als Sieger des Vorjahres einen Auftritt hatten.

Bei der Wok-Weltmeisterschaft, die am 9. März 2007 in Innsbruck stattfand, nahmen Oomph! teil. Beim ersten Lauf zog sich Dero bei einem Unfall eine Gehirnerschütterung zu. Da er daraufhin ins Krankenhaus musste, nahm die Band nicht weiter am Wettbewerb teil.

2008 erschien das Top-Ten-Album Monster, von dem das Lied Wach auf! auch als Titelsong für den Film Aliens vs. Predator 2 verwendet wurde.

2010 steuerte die Band mit Ernten was wir säen einen Titel zum Album A Tribute to Fanta 4 bei. Zudem erschien international das Best-of-Album Truth or Dare, welches erfolgreiche Songs der letzten Jahre in englischer Sprache enthält.

Am 18. Mai 2012 ist das aktuelle Album Des Wahnsinns Fette Beute erschienen. Mit der gleichnamigen Europatournee ging Oomph! mit der schwedischen Rockband Blowsight auf Tournee.

Diskografie[Bearbeiten]

Hauptartikel: Oomph!/Diskografie

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartpositionen Anmerkungen
DE [3] AT [4] CH [5]
1992 Oomph! Re-Release 2004
1994 Sperm Re-Release 2004
1995 Defekt Re-Release 2004
1996 Wunschkind Re-Release 2004
1998 Unrein 37
(4 Wo.)
38
(2 Wo.)
Re-Release 2010
1999 Plastik 23
(4 Wo.)
Re-Release 2010
2001 Ego 21
(6 Wo.)
60
(1 Wo.)
Re-Release 2010
2004 Wahrheit oder Pflicht 2
(22 Wo.)
2
(17 Wo.)
7
(15 Wo.)
2006 GlaubeLiebeTod 5
(21 Wo.)
16
(9 Wo.)
23
(5 Wo.)
2008 Monster 8
(9 Wo.)
19
(5 Wo.)
27
(4 Wo.)
Re-Release: 2009
2012 Des Wahnsinns Fette Beute 15
(… Wo.)
41
(… Wo.)
71
(… Wo.)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

und für das Album Wahrheit oder Pflicht

    • Österreich: für die Single Augen auf![8]

und für das Album Wahrheit oder Pflicht

Deutschland: für die Single Augen auf!

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Uwe Rothhämel: Interview mit Oomph! In: New Life Soundmagazine, Heft 5/94, Seite 7, Mai 1994
  2. New Life Soundmagazine, Heft 5/94, Seite 23, Mai 1994
  3. musicline.de: Chartverfolgung / Oomph! / Longplay (abgerufen am 27. Mai 2008)
  4. austriancharts.at: Oomph! in der österreichischen Hitparade (abgerufen am 27. Mai 2008)
  5. hitparade.ch: Oomph! in der Schweizer Hitparade (abgerufen am 27. Mai 2008)
  6. 1 Live Krone#2004
  7. musikindustrie.de
  8. ifpi.at

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Oomph! – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien