Oomph!

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Oomph!
Oomph! live auf dem Blackfied Festival 2010
Oomph! live auf dem Blackfied Festival 2010
Allgemeine Informationen
Genre(s) Neue Deutsche Härte, Crossover, Electronic Body Music (1989–1992)
Gründung 1989
Website www.oomph.de
Aktuelle Besetzung
Dero Goi
Andreas Crap
Gitarre, Sampling
Robert Flux
Live-Support
Hagen
Schlagzeug
Christian „Léo“ Leonhardt

Oomph! ist eine deutsche Rockband aus Braunschweig, die 1989 in Wolfsburg gegründet wurde.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Die frühen Jahre

Dero, Flux und Crap beschlossen 1989 auf einem Indie-Festival in Wolfsburg, ihre Band Oomph! zu gründen. Der Bandname wurde von der Band selber in einem alten englischen Wörterbuch gefunden und bedeutet so viel wie „das gewisse Etwas“, „Sex-Appeal“, „energiegeladen“ oder „der Schwung“. Das Ausrufezeichen ist Namensbestandteil.

1990 wurden sie von dem Produzenten Jor Mulder für das Berliner Elektro-Label Machinery Records entdeckt und unter Vertrag genommen. Mit dem gleichnamigen Debüt „Oomph!“ konnte sich die Band hauptsächlich im EBM-Umfeld einen Namen machen.

1992/1993 gelangen sie mit der Maxi „Ich Bin Du“ auch zu internationaler Anerkennung u. a. in den USA (Billboard) und gelangten über das dortige College-Radio auch in die Top 10 der Independent-Charts.

1993 folgten der erste USA-Auftritt im ausverkauften New Yorker Cult-Club „Limelight“ und die Produktion des ersten Videoclips.

Auf dem zweiten Album „Sperm“ (1994) zeigte sich – beeinflusst durch Gruppen wie Sepultura, Prong und Pantera[1] – eine starke Tendenz zum Crossover-Genre. Das amerikanische Musikmagazin Billboard beschrieb die Musik seinerzeit als „Sepultura meets DAF.[2]

[Bearbeiten] Weg zum Erfolg

Das Album „Wunschkind“ brachte die ersten großen Erfolge in Deutschland. 1998 folgte der Labelwechsel zu dem Major Virgin Records in München. Der große Durchbruch gelang 1999 mit „Plastik“ und den Hitsingles „Das weiße Licht“ und „Fieber feat. Nina Hagen“.

Im Februar 2004 landeten sie mit „Augen auf!“ einen Nummer-Eins-Hit in Deutschland. Das Album „Wahrheit oder Pflicht“ schaffte es auf den 2. Platz der Media-Control-Charts und erreichte Gold-Status. Die Nachfolge-Single „Brennende Liebe“ schaffte es ebenfalls in die Top 10. Im Dezember 2004 erhielten sie für „Augen auf!“ den Platin-Award und wurden zudem bei der Eins Live Krone zur besten Band 2004 gewählt.

Umstrittene Aktionen wie z. B. ein Video mit über 80-Jährigen beim Geschlechtsverkehr sorgten für den einen oder anderen Skandal.

Im März 2006 wurden Oomph! von der vom Fernsehsender RTL übertragenen Echo-Verleihung ausgeschlossen. Der Sender hatte Bedenken gegen den Song „Gott ist ein Popstar“ aufgrund der Diskussion um die Mohammed-Karikaturen. Auch andere Radio- und Fernsehsender weigerten sich, diesen Titel zu spielen. Im Text heißt es unter anderem „Ich geb’ euch Liebe, ich geb’ euch Hoffnung, doch nur zum Schein, denn die Massen wollen betrogen sein“.

Die Band selbst sagte dazu in einem Interview mit whiskey-soda:

Wir halten der Gesellschaft gerne den Spiegel vor, wenn wir damit Diskussionen und Nachdenken anregen. Und das hat uns wohl die Echoausladung eingebracht. Die Begründung, es könnten Gefühle der Zuschauer verletzt werden? Hah! Als ob RTL jemals in irgendeiner seiner Sendungen darauf geachtet hätte, nicht die Empfindungen der Zuschauer zu verletzten, das ist doch ein Witz. Auch RTL hat den Karikaturenstreit bis ins Letzte ausgereizt, und wie viele andere versucht, den Menschen im Mittleren Osten Vorwürfe zu machen, so genannte Zivilisation einzufordern und die Freiheit anzuerkennen. Im gleichen Moment werden wir als Band dann ausgeladen, weil wir die Freiheit haben, selbst zu denken und zu kritisieren. Das ist mehr als fragwürdig!

Am 9. Februar 2007 gewannen Oomph! zusammen mit der Die-Happy-Frontsängerin Marta Jandová für Niedersachsen den 3. Bundesvision Song Contest mit ihrer ebenfalls am 9. Februar 2007 erschienenen Single „Träumst Du“, die ebenfalls die Top-10 der Media-Control-Charts erreichte. Somit fand der Bundesvision Song Contest im Jahr 2008 in Niedersachsen statt, bei dem sie auch als Sieger des Vorjahres einen Auftritt hatten.

Bei der Wok-Weltmeisterschaft, die am 9. März 2007 in Innsbruck stattfand, nahmen Oomph! teil. Beim ersten Lauf zog sich Dero bei einem Unfall eine Gehirnerschütterung zu. Da er daraufhin ins Krankenhaus musste, nahm die Band nicht weiter am Wettbewerb teil.

2008 erschien das Top-Ten-Album „Monster“, von dem das Lied „Wach auf!“ auch als Titelsong für den Film Aliens vs. Predator 2 verwendet wurde.

2010 steuerte die Band mit „Ernten was wir säen“ einen Titel zum Album „A Tribute to Fanta 4“ bei. Zudem erschien international das Best-of-Album „Truth or Dare“.

Im Februar 2010 ist das elfte Studioalbum "Truth or Dare" erschienen, welches komplett in englischer Sprache verfasst wurde.[3]

[Bearbeiten] Diskografie

Studioalben
vollständige Aufstellung siehe: Oomph/Diskografie

[Bearbeiten] Videografie

  • 1994 – Sex
  • 1995 – Ice-Coffin
  • 1998 – Gekreuzigt
  • 1998 – Gekreuzigt Remix
  • 1999 – Das weiße Licht
  • 1999 – Fieber (feat. Nina Hagen)
  • 2001 – Supernova
  • 2001 – Swallow
  • 2001 – Niemand
  • 2004 – Augen auf!
  • 2004 – Brennende Liebe (feat. L’âme Immortelle)
  • 2004 – Sex hat keine Macht
  • 2006 – Gott ist ein Popstar
  • 2006 – Das letzte Streichholz
  • 2006 – Die Schlinge (feat. Apocalyptica)
  • 2006 – God Is a Popstar (Englische Version von Gott ist ein Popstar)
  • 2006 – Gekreuzigt 2006
  • 2006 – The Power of Love
  • 2007 – Träumst du (feat. Marta Jandová)
  • 2008 – Wach auf!
  • 2008 – Beim ersten Mal tut’s immer weh
  • 2008 – Labyrinth
  • 2008 – Auf Kurs
  • 2009 – Sandmann
  • 2010 – Ready or Not (I’m Coming)

[Bearbeiten] Auszeichnungen

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Oomph! – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Uwe Rothhämel: Interview mit Oomph! In: New Life Soundmagazine, Heft 5/94, Seite 7, Mai 1994
  2. New Life Soundmagazine, Heft 5/94, Seite 23, Mai 1994
  3. oomph.de
  4. 1 Live Krone#2004
  5. musikindustrie.de
  6. ifpi.at
Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen