Oona O’Neill

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Oona O’Neill mit Charles Chaplin (1965)

Oona O’Neill, Lady Chaplin (* 14. Mai 1925 im Warwick Parish, Bermuda; † 27. September 1991 in Corsier-sur-Vevey, Schweiz) war die vierte und letzte Ehefrau von Charles Chaplin. Sie hatten acht gemeinsame Kinder.

Leben[Bearbeiten]

Oona O’Neill, zuletzt bekannt als Oona Chaplin, war die einzige Tochter von Eugene O’Neill, dem US-amerikanischen Dramatiker, und von Agnes Boulton. Obgleich sich Oona immer ein enges Verhältnis zu ihrem Vater wünschte, sah sie ihn selten. Ihre Eltern ließen sich schließlich scheiden, und Agnes Boulton zog die aus dieser Ehe hervorgegangen Kinder Shane (1918–1977) und Oona alleine groß. Für den Rest ihres Lebens versuchte Oona erfolglos, den Kontakt zu ihrem Vater wiederherzustellen.

Im Sommer 1941 führte sie eine kurze Beziehung mit J. D. Salinger, die Einfluss auf die Darstellungen der Beziehungen zu Frauen in seinem Werk hatte.[1] Sie galt als Salingers „große Liebe“.[2]

Als junges Mädchen reiste Oona nach Hollywood mit der Absicht, Schauspielerin zu werden, und schickte Bewerbungen an Studios und Model-Agenturen. In dieser Zeit lernte sie Charles Chaplin kennen. Am 14. Mai 1943, ihrem 18. Geburtstag, heiratete sie den damals Vierundfünfzigjährigen. Oona erhielt 1952 eine kleinere Rolle im Film Rampenlicht, die aber nicht im Abspann erwähnt wurde. Zusammen mit Charlie Chaplin hatte O’Neill acht Kinder, das älteste, Geraldine, wurde 1944 geboren. Die Ehe hielt bis zum Tod Charlie Chaplins 1977.

1981 verkörperte sie die Mutter der Hauptfigur Sarah im Film Broken English.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Serge Eisenstein: Charlie Chaplin: eine Bildchronik mit Texten von Oona Chaplin [u. a.]. Sanssouci Verlag, Zürich 1961.
  • Frederick Sands: Herr und Frau Chaplin: die Geschichte einer Ehe. [Die Übersetzung aus dem Englischen besorgte Marianne Pasetti]. Kindler, München 1977, ISBN 3-463-00689-8. (Englische Originalausgabe unter dem Titel: Charlie and Oona)
  • Aram Saroyan: Oona Chaplin, Carol Matthau, Gloria Vanderbilt: portrait of an intimate friendship. Linden Press, New York 1985, ISBN 0-283-99328-6.
  • Patrice Chaplin: Hidden Star: Oona O'Neill Chaplin: a memoir. Richard Cohen, London 1995, ISBN 1-86066-002-9.
  • Jane Scovell: Oona Living in the Shadows: a biography of Oona O'Neill Chaplin. Warner Books, New York 1998, ISBN 0-446-51730-5.
  • Bertrand Meyer-Stabley: Oona Chaplin. Pygmalion, Paris 2010, ISBN 978-2-7564-0313-7.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Oona O'Neil – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Oona O’Neill in der Internet Movie Database (englisch)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Weltschmerz im Getreidefeld (Version vom 4. September 2005 im Internet Archive) in: Wiener Zeitung vom 13. Juli 2001
  2. Die Legende lebt, die Etiketten kleben Literaturkritik.de, Nr. 6, Juni 1999