Ooststellingwerf

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Gemeinde Ooststellingwerf
Flagge der Gemeinde Ooststellingwerf
Flagge
Wappen der Gemeinde Ooststellingwerf
Wappen
Provinz Friesland
Bürgermeister Harry Oosterman
Sitz der Gemeinde Oosterwolde
Fläche
 – Land
 – Wasser
226,64 km²
225,32 km²
1,32 km²
CBS-Code 0085
Einwohner 25.668 (1. Jan. 2014[1])
Bevölkerungsdichte 113 Einwohner/km²
Koordinaten 53° 0′ N, 6° 17′ O536.2833333333333Koordinaten: 53° 0′ N, 6° 17′ O
Vorwahl 0516
Postleitzahlen 8421–8435
Website www.ooststellingwerf.nl
Lage von Ooststellingwerf in den Niederlanden

Ooststellingwerf ( anhören?/i) ist eine Gemeinde mit 25.668 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Süden der Provinz Friesland / Fryslân in den Niederlanden. In der Gemeinde wird kein Friesisch gesprochen, sondern Stellingwerfs, eine niedersächsische Mundart, die dem Drentschen verwandt ist.

Orte[Bearbeiten]

Der Hauptort der Gemeinde und Sitz der Gemeindeverwaltung ist Oosterwolde.

Die anderen Orte sind: Appelscha, Donkerbroek, Elsloo (nicht zu verwechseln mit Elsloo bei Stein in Limburg), Fochteloo, Haule, Haulerwijk, Langedijke, Makkinga, Oldeberkoop, Nijeberkoop, Ravenswoud und Waskemeer.

Lage und Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Südosten der Provinz. Der Hauptort Oosterwolde liegt 20 km südöstlich von Drachten und 20 km westlich von Assen. Die Gemeinde grenzt an die Provinz Drenthe.

Haupterwerbsquellen sind Landwirtschaft und Tourismus, im Hauptort Oosterwolde etwas Gewerbe für den lokalen Bedarf, dort bestehen viele Schulen.

Im entlegenen Nijeberkoop befindet sich das Areal "Pantera", eine Auffangsstation für von Zoos und Zirkussen abgedankte oder wegen mangelhafter Versorgung beschlagnahmte Raubtiere, hauptsächlich Großkatzen wie Tiger, Leoparde, Löwen usw. und Reptilien wie Schlangen. Pantera wirkt mit anderen Tierschutzorganisationen in den Niederlanden und Deutschland zusammen. Das Gelände kann nicht besichtigt werden.

Geschichte[Bearbeiten]

Bei Haulerwijk fanden Archäologen Nachweis, dass Träger der mittelsteinzeitlichen Hamburg-Kultur[2] hier vor mehr als 12.000 Jahren lebten. Das Gebiet erklärte sich 1328 unabhängig von dem vom Utrechter Bischof verwalteten Drenthe. Es wurde dann durch von der Bevölkerung selbst angestellten Richtern, Stellingen genannt, verwaltet. Es war dann Zankapfel zwischen Friesen, Holländern und dem Utrechter Bistum. Als Verteidigungswerke auf dem Lande wurden Stellungen, "werven" genannt, erbaut. Im 16. Jahrhundert wurde Stellingwerf eine "grietenij" (Großgemeinde) Frieslands, die später zweigeteilt wurde (siehe Weststellingwerf). Ab etwa 1600 wurde, bis Anfang des 20. Jahrhunderts, im moorigen Teil der Gemeinde Torf abgebaut. Ab 1950 machte die Verbesserung der Straßen und der Tourismus der ständigen Armut im Gebiet ein Ende.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Zahlreiche Rad- und Wanderwege liegen in der Nähe. Ebenso das Hochmoorgebiet Fochteloer Heide, ein Reservat für u. a. Vögel, Reptilien und Moorvegetation, bei Appelscha schöne Wälder und noch einige andere Naturgebiete, u. a. die Ufern des Baches Tjonger. Bei Appelscha liegen Campingplätze und einige kleine Hotels. In Oldeberkoop und Oosterwolde steht eine Kirche aus dem 18. Jahrhundert.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Aus dem Ortsteil Oosterwolde stammt der derzeitige (Stand: April 2012) Kultur-Staatssekretär im Kabinett Rutte I, Halbe Zijlstra.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ooststellingwerf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 12.04.2014Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande
  2. Diese Bezeichnung steht in den Niederlanden für eine jüngere Kultur (11.000-10.000 v. Chr.) als in Deutschland, wo mit diesem Begriff eine Kultur aus etwa 15.000 v. Chr. gemeint wird.