Opération des Nations Unies en Côte d’Ivoire

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ONUCI
Einsatzgebiet Elfenbeinküste
Deutsche Bezeichnung Operation der Vereinten Nationen in Côte d’Ivoire
Englische Bezeichnung United Nations Operation in Côte d'Ivoire
Französische Bezeichnung Opération des Nations Unies en Côte d'Ivoire
Basierend auf UN-Resolution 1528 (2004)
Weitere UN-Resolutionen 1609 (2005)

1739 (2007)
1880 (2009)
1924 (2010)
1933 (2010)[1]
1942
1962 (2010)[2]
1967 (2011),
2000 (2011)[3]
2112 (2013)

Beginn 4. April 2004
Ende voraussichtlich 30. Juni 2015
Leitung Choi Young-Jin
Militär aus BangladeschBangladesch BeninBenin BolivienBolivien BrasilienBrasilien TschadTschad China VolksrepublikVolksrepublik China EcuadorEcuador AgyptenÄgypten El SalvadorEl Salvador AthiopienÄthiopien FrankreichFrankreich GambiaGambia GhanaGhana GuatemalaGuatemala GuineaGuinea IndienIndien IrlandIrland JordanienJordanien MalawiMalawi MarokkoMarokko NamibiaNamibia NepalNepal NigerNiger NigeriaNigeria PakistanPakistan ParaguayParaguay PeruPeru PhilippinenPhilippinen PolenPolen Korea SudSüdkorea MoldawienMoldawien RumänienRumänien RusslandRussland SenegalSenegal SerbienSerbien TogoTogo TunesienTunesien UgandaUganda TansaniaTansania UruguayUruguay JemenJemen SambiaSambia SimbabweSimbabwe
Polizei aus ArgentinienArgentinien BangladeschBangladesch BeninBenin Burkina FasoBurkina Faso BurundiBurundi KamerunKamerun KanadaKanada Zentralafrikanische RepublikZentralafrikanische Republik TschadTschad DschibutiDschibuti Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo AgyptenÄgypten FrankreichFrankreich GhanaGhana GuineaGuinea JordanienJordanien MadagaskarMadagaskar NigerNiger NigeriaNigeria PakistanPakistan RuandaRuanda SenegalSenegal TogoTogo TunesienTunesien TurkeiTürkei UkraineUkraine UruguayUruguay JemenJemen
Todesfälle 119
Lage des Einsatzgebietes

Die Operation der Vereinten Nationen in Côte d’Ivoire, (von franz. Opération des Nations Unies en Côte d'Ivoire (ONUCI); auch unter der englischen Bezeichnung United Nations Operation in Côte d'Ivoire (UNOCI) bekannt) ist eine laufende Friedensmission der Vereinten Nationen im Staat Elfenbeinküste.

Sie war zunächst für ein Jahr autorisiert durch die Resolution 1528 (2004) und wurde durch die Resolutionen des UN Sicherheitsrates 1609 (2005), 1880 (2009), 1924 (2010) und 1933 (2010) verlängert. Die Resolution 1609 koordinierte die Mission mit den französischen Streitkräften der Opération Licorne im Land. Zuletzt wurde sie am 27. Juli 2011 durch die Resolution 2000 (2011) des UN-Sicherheitsrats um ein Jahr verlängert.[3]

Choi Young-Jin leitet die Operation und Simon Munzu ist der Verantwortliche für Menschenrechte.[4]

Einsatz[Bearbeiten]

Der Einsatz der ONUCI begann am 4. April 2004 und ersetzt den der Mission des Nations Unies en Côte d'Ivoire (MINUCI). Diese war eine politische Mission, um die Voraussetzungen zu schaffen, die von den Bürgerkriegsparteien in ihrem Friedensabkommen vom Januar 2003 vereinbart worden waren. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist das Mandat von ONUCI aufgrund Resolution 2000 (2011) des UN-Sicherheitsrates bis zum 31. Juli 2012 befristet.

Parlamentswahlen 2010[Bearbeiten]

Die zunächst 2005 geplanten Parlamentswahlen wurden mehrfach verschoben und fanden letztendlich Ende 2010 statt. Nach der Verkündung des Wahlergebnisses flammte der ivorische Konflikt wieder auf. Seitdem sind allein laut UNOCI in den ersten vier Wochen 210 Menschen getötet worden.[5]

Am 18. Dezember forderte Laurent Gbagbo die UN-Friedenstruppen auf, umgehend das Land zu verlassen, da sie sich im Streit um den Ausgang der Wahl nicht neutral verhalten hätten.[6] Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verlängerte stattdessen das Mandat der Mission am 20. Dezember 2010 um ein halbes Jahr und stockte das Personal auf.

Die UNO sprach am 26. Dezember von 14.000 Flüchtlingen, die nach Liberia unterwegs sind.[7]

Am 30. Dezember forderte der Leiter der UN-Mission in der Elfenbeinküste Zutritt zu mutmaßlichen Massengräbern. Gbagbo ergebene Sicherheitskräfte hatten UN-Mitarbeiter an der Kontrolle eines Gebäudes gehindert, in dem bis zu 80 Leichen vermutet würden.[8]

Am 19. Januar beschloss der UN-Sicherheitsrat in der Resolution 1967 die Aufstockung der ONUCI um 2.000 auf insgesamt 11.800 Mann.[9]

Aufgaben[Bearbeiten]

Zu den Aufgaben der ONUCI gehört zuvorderst die Unterbrechung der Feindseligkeiten und der Bewegung bewaffneter Verbände im Land. Danach folgen Entwaffnung, Demobilisierung und Reintegrierung der Kämpfer, die Vernichtung aller Waffen sowie die Repatriierung und Wiederansiedlung der Zivilbevölkerung. Die ONUCI ist berechtigt zum Schutz der Zivilbevölkerung von der Waffe Gebrauch zu machen. Unterstützt wird die ONUCI dabei von United Nations Mission in Sierra Leone (UNAMSIL) und United Nations Mission in Liberia (UNMIL) durch die Kontrolle jeglichen Grenzverkehrs zu Lande, zu Wasser und in der Luft, um das Waffenembargo zu gewährleisten.

Zu den weiteren Aufgaben der ONUCI gehören die Unterstützung durch humanitäre Hilfe, die Reorganisation staatlicher Verwaltung, die Organisation offener, freier, fairer und transparenter Wahlen, die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung, die Einhaltung der Menschenrechte und die Zugänglichmachung von öffentlichen Informationen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. UN Sicherheitsrat: Sicherheitsrat Resolution 1933 (2010) (The situation in Côte d'Ivoire), 30 June 2010, S/RES/1933 (2010), abgerufen 10 January 2011. (englisch)
  2. UN-Sicherheitsrat: Sicherheitsrat Resolution 1962 (2010) (on renewal of the mandate of the UN Operation in Côte d'Ivoire (UNOCI) and of the French forces which support it), 20. Dezember 2010, S/RES/1962(2010), abgerufen am 10. Januar 2011 (PDF, 40KB, englisch)
  3. a b UN News Center: Security Council extends UN mission in Côte d’Ivoire for another year, abgerufen am 30. Juli 2011
  4. Mindestens 210 Tote in der Elfenbeinküste seit Beginn der Krise. In: Stern. 6. Januar 2011, abgerufen am 22. Juni 2011 (deutsch).
  5. Dominic Johnson: Der neue ivorische Bürgerkrieg beginnt. taz, 6. Januar 2011, abgerufen am 10. Januar 2011.
  6. Gbagbo fordert Blauhelme zum Verlassen Côte d'Ivoires auf. In: NZZ. 18. Dezember 2010, abgerufen am 22. Dezember 2010.
  7. Konflikt in Elfenbeinküste treibt Tausende in die Flucht. ORF, 26. Dezember 2010, abgerufen am 10. Januar 2011.
  8. UN fordern Zutritt zu mutmaßlichen Massengräbern in Elfenbeinküste
  9. UN entsenden mehr Blauhelmsoldaten in die Elfenbeinküste. In: net-tribune.de. 19. Januar 2011, abgerufen am 5. September 2011 (deutsch).