Opel Corsa C

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Opel
Opel Corsa Fünftürer (2000–2003)

Opel Corsa Fünftürer (2000–2003)

Corsa C
Produktionszeitraum: 2000–2006
(außerhalb Europas: noch in Produktion)
Klasse: Kleinwagen
Karosserieversionen: Kombilimousine
Motoren: Ottomotoren:
1,0–1,8 Liter
(43–92 kW)
Dieselmotoren:
1,3–1,7 Liter
(51–74 kW)
Länge: 3839 mm
Breite: 1646 mm
Höhe: 1440 mm
Radstand: 2491 mm
Leergewicht: 930−1155 kg
Vorgängermodell: Opel Corsa B
Nachfolgemodell: Opel Corsa D

Der Opel Corsa C ist ein von Herbst 2000 bis Sommer 2006 von Opel und General Motors gebauter Kleinwagen, der seinen Vorgänger Corsa B ablöste.

Geschichte[Bearbeiten]

Zur Markteinführung im November 2000 bot Opel den Corsa C als 1,0-Liter mit 58 PS, 1,2-Liter mit 75 PS und 1,4-Liter mit 90 PS an. Die neue Easytronic, ein automatisiertes Schaltgetriebe, war zunächst nur in Verbindung mit dem 1,2-Liter-Motor lieferbar,[1] später auch für den 1,0- und den 1,4-Liter-Benziner sowie den 1,3-Liter-Diesel. Im Februar 2001 folgte der 1,8-Liter GSi mit 125 PS.

Ab Anfang 2001 gab es einen Diesel mit 1,7 Litern Hubraum und Turbolader mit Ladeluftkühler. Dieser hatte 75 PS. Der ECO wurde ebenfalls wieder angeboten – und zwar mit dem gleichen Motor wie beim Vorgängermodell.

Modellpflege[Bearbeiten]

Im August 2003 wurde dem Corsa C eine Modellpflege zuteil, bei der hauptsächlich die Stoßfänger modifiziert und die Nebelschlussleuchte tiefer platziert wurde. Außerdem wurden die Scheinwerfer verändert und der Kühlergrill erhielt eine Chromspange.

Der Corsa C wurde im Oktober 2006 durch den Corsa D abgelöst. Nur in einigen Ländern ist der Corsa C noch immer das aktuelle Modell.[NB 1] In Südamerika existiert mit dem Chevrolet Montana eine Pickup-Variante des Corsa C.

Der Opel Corsa Sedan, welcher von General Motors Egypt gebaut wurde, blieb sogar bis 2009 in Produktion. Auch in Südamerika wird der Corsa B noch als Classic parallel zum Corsa C weitergebaut. In Japan wie auch in Ostafrika ist die dritte Generation des Corsa als Opel Vita bekannt.

Der Opel Corsa C, Tigra Twintop, Meriva und Combo nutzten dieselbe Plattform.

Ausstattungsvarianten[Bearbeiten]

Die Ausstattungsvarianten oberhalb der namenlosen Basisausstattung hießen: Cosmo, Comfort, Cool, Eco, Edition, Elegance, Enjoy, Fresh, GSi, Njoy, Selection, Sport, Sportsline, Black & Silver (zum 20. Geburtstag des Corsa 2002; nur 2002 Exemplare gefertigt).[2]

Motorisierungen[Bearbeiten]

Sterne im Euro-NCAP-Crashtest[3] Crashtest-Stern 4.svg

Nach der Modellpflege im Sommer 2003 wurden im Corsa die Benzinmotoren 1.0 und 1.4 durch Motoren mit der „Twinport“-Technologie – Opels Technologie zum Kraftstoffsparen im Teillastbetrieb mithilfe von zwei getrennten Einlasskanälen pro Zylinder, von denen einer durch Klappen verschlossen werden kann, ersetzt. Durch den Einsatz des „Twinport“-Systems stieg bei der 3-Zylinder-Maschine die Motorleistung um 2 PS auf nun 60 PS (Z10XE hat 58 PS). Trotzdem sank der Verbrauch und bei sparsamer Fahrweise konnte die Marke von 4,5 l/100 km erreicht werden. Der 1.2 Liter-Motor besitzt 4 Zylinder und leistete 75 PS (Z12XE). Erst ab Modelljahr 2005 wurde dieser Motor durch den entsprechenden Twinport ersetzt (Z12XEP: 80 PS). Der 1.8er-Motor blieb jedoch unverändert und ist jetzt auch zum Beispiel in der Modellvariante Sport erhältlich. Der GSi hingegen wurde zur reinen Modellvariante, nun lieferbar mit den Motoren 1.4, 1.8 und 1.7 CDTi.

Ab dem Facelift gab es den Isuzu-Motor 1.7 DTI (Opel-Bezeichnung Y17DT; 55 kW; 165 Nm) auch mit Common-Rail-Einspritzung unter der Bezeichnung 1.7 CDTi (Opel-Bezeichnung Z17DTH; 74 kW; 240 Nm). Der Motor wurde auch im Astra H sowie in einigen Autos der Marke Honda verbaut.

Des Weiteren wurde gleichzeitig der kleine Diesel 1.3 CDTi mit 51 kW eingeführt, der eine Fiat Powertrain-Entwicklung ist.

Alle Motoren erfüllen die Euro-4-Norm.

Technische Daten[Bearbeiten]

Fahrleistungen, Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen sind auf das Fünfganghandschaltgetriebe bezogen. Andere Getriebeformen (zum Beispiel Automatik) können zu anderen Werten führen.[4]

Der 1,3 CDTI ist – zum Zeitpunkt seiner Vorstellung – der kleinste Vierzylinder-Common-Rail-Dieselmotor der Welt und ist im Opel Astra auch mit 66 kW lieferbar. Dieser Motor, der mit Fiat entwickelt und unter anderem in den Modellen Panda, Punto und Grande Punto eingesetzt wird, erbrachte den Italienern den Titel Engine of the year 2005.

Fahrleistungen, Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen sind auf das Fünfgangschaltgetriebe bezogen. Andere Getriebeformen (zum Beispiel Automatik) können zu anderen Werten führen.[4]

Bemerkungen[Bearbeiten]

  1. Länder, in denen der Corsa C das aktuelle Modell des Opel Corsa ist: Bahrain, Island, Israel, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien, Südafrika, Syrien, Taiwan und Vereinigte Arabische Emirate (Stand: Mai 2007).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Opel Corsa C – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Preisliste Opel Corsa C 6/2000, S. 4 (PDF; 6,0 MB)
  2. http://www.shortnews.de/id/412397/20-Jahre-Opel-Corsa-limitiertes-Sondermodell-Black-Silver
  3. Crash-Test Opel Corsa C (ADAC 07/2002; PDF; 303 kB)
  4. a b Corsa C Datenblatt, Webseite Adam Opel AG