Opel Diplomat

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Opel Diplomat A Coupé
(1964–1968)
Opel Diplomat B
(1969–1977)
Opel Diplomat B in der Langversion
(1973–1977)

Der Opel Diplomat war das Spitzenmodell in der Oberklasse der Adam Opel AG und wurde zwischen Frühjahr 1964 und Sommer 1977 gebaut. Er basierte auf den Sechszylinder-Pkw Kapitän und Admiral und bot eine nochmals gesteigerte Ausstattung.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die nach den Initialen von Kapitän, Admiral und Diplomat auch als Opel-„KAD"-Modelle bezeichneten Wagen wurden in der ersten Serie als KAD A von Februar 1964 bis November 1968 produziert.

In der von März 1969 bis Juli 1977 gebauten KAD B-Reihe entfiel das Modell Opel Kapitän bereits im Mai 1970, sodass strenggenommen von da an die Bezeichnung „KAD“ nicht mehr zutraf.

Die Ära der KAD-Modelle (und damit auch des Diplomat) endete im Sommer 1977.[1] Die erste Ölkrise 1973/74 war dabei für den Niedergang der Opel-Luxuslimousine weit weniger entscheidend als die geringe Akzeptanz bei der potenziellen Kundschaft.[2] Diese bevorzugte die teureren Oberklassewagen von Mercedes-Benz W 108/109 bzw. W 116 (ab 1972), denen jedoch der Diplomat technisch kaum nachstand.[2]

Die Baureihen[Bearbeiten]

Mit dem Diplomat brachte Opel 35 Jahre nach dem Opel Regent von 1929 wieder einen Pkw mit Achtzylinder-Motor auf den deutschen Markt.[2]

Opel Diplomat A[Bearbeiten]

Vom Opel Diplomat A war ab Dezember 1964 als Imagemaßnahme auch eine Coupé-Version erhältlich.[1] Der Karosseriespezialist Karmann stellte die Fahrzeuge her.[1] Die einzige Motorisierung war ein V8-Motor mit 5354 cm³ Hubraum und 160 kW (230 PS).[1] 1967 endete die Produktion des großen Zweitürers.[1] Insgesamt entstanden 304 Fahrzeuge.[1][3]

Die Limousine war zunächst mit einem kleineren V8-Motor mit 4,6 Liter Hubraum und 140 kW (190 PS) erhältlich.[1] Erst ab 1966 kam der größere V8-Motor zum Einsatz.[1]

Bei einem Radstand von 2845 mm waren die Limousinen 4948 mm lang, 1902 mm breit und 1454 mm hoch.[3] Das Leergewicht war mit 1590 kg angegeben.[3] Das Coupé war mit 1432 mm etwas flacher und wog 1630 kg.[3]

Opel Diplomat B[Bearbeiten]

Diese Baureihe war nur als Limousine erhältlich. Bei einem Radstand von 2845 mm war das Fahrzeug 4907 bis 4920 mm lang, 1835 bis 1852 mm breit und 1450 mm hoch.[3] Die Langversion aus der Zeit von 1973 bis 1977 hatte 15 cm mehr Radstand und entsprechend mehr Länge. Das Leergewicht war mit 1495 bis 1695 kg (Langversion 1720 kg) angegeben.[3]

Zur Wahl stand ein Sechszylindermotor mit 2874 cm³ Hubraum und 103 bis 107 kW (140–145 PS) mit Vergaser bzw. 118 bis 121 kW (160–165 PS) mit Benzineinspritzung sowie ein V8-Motor mit 5354 cm³ Hubraum und 169 kW (230 PS).[3]

Literatur[Bearbeiten]

  • Werner Oswald: Deutsche Autos, Band 3, 1945–1990, Ford, Opel und VW. Motorbuchverlag, Stuttgart 2001, ISBN 3-613-02116-1, S. 208.
  • Christian Steiger: Opel, der Lässige. In: Motor Klassik, Ausgabe 5/2000, S. 44.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Opel Diplomat – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Steiger: Opel, der Lässige.
  2. a b c Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatStefan Grundhoff: Die Luxuslimousine von einst. In: auto motor und sport. Motor Presse Stuttgart, 31. Mai 2009, abgerufen am 1. Juni 2009.
  3. a b c d e f g Oswald: Deutsche Autos 1945–1990.