Opel Wien

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Opel Wien GmbH
Rechtsform GmbH
Gründung 1963[1]
Sitz Wien 22
Leitung Michael Lewald (Gen.Dir.)[2]
Mitarbeiter 2.145 (Dezember 2011)
Umsatz 280 Millionen Euro (2012)
Branche Automobilzulieferer
Website www.opel-wien.at/
Stand: 2013 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2013

48.21968316.501507Koordinaten: 48° 13′ 11″ N, 16° 30′ 5″ O

Das südseitig der Produktionshalle situierte Verwaltungsgebäude des Werkes

Die Opel Wien GmbH ist ein österreichisches Unternehmen, das sich im Besitz der General Motors Company befindet. Die Opel Wien GmbH betreibt ein Werk in der Wiener Katastralgemeinde Aspern, in dem Motoren und Getriebe für Automobile produziert werden. Es ist seit 1982 in Betrieb und beschäftigte Ende 2011 rund 2145 Mitarbeiter.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Firma Opel Wien, als Depandance von Opel, besteht schon seit 1963.[1]

Am 23. August unterzeichneten der österreichische Bundeskanzler Bruno Kreisky und GM Austria-Generaldirektor Helmuth Schimpf einen Vertrag über die Errichtung eines Motorenwerks in Aspern, wofür 9,8 Milliarden Schilling investiert werden sollten.

Baubeginn des Werks war 1980, die Produktion von Getrieben und Motoren begann 1982. 1983 wurde die Lehrlingswerkstatt eröffnet. 2000 wurde vereinbart, zwischen GM und Fiat ein Joint Venture zu gründen und 2001 wurde das Werk in die Fiat-GM Powertrain Group integriert. Nachdem das Joint Venture mit Fiat beendet worden war, wurde der Name 2005 auf GM Austria-Powertrain geändert. Seit 2011 firmiert GM Powertrain nurmehr als Opel Wien.[3]

Die ISO 50001-Zertifizierung erfolgte 2011, 2012 erhielt man den Eco2Cut Award für beste Energie Management Kompetenz.

Besitzverhältnisse und Leitung[Bearbeiten]

Die Opel Wien GmbH ist zu 99,5 % im Besitz von General Motors Europe Limited, 0,5 % gehören GM Automotive UK (Stand 2013).

Generaldirektor ist (Stand 2014) Michael Lewald.[2]

Umsätze[Bearbeiten]

Der Umsatz wurde für 2012 auf 280 Millionen Euro geschätzt, 2011 betrug er 282,8 Millionen und 2010 waren es 265,9 Millionen.[4]

Beschäftigtenzahlen[Bearbeiten]

Im Eröffnungsjahr waren rund 1.600 Mitarbeiter beschäftigt, 1983 bereits 2.200.[5] Im Januar 2010 waren rund 1.850 Arbeiter beschäftigt.[6]

Im Dezember 2011 zählte das Unternehmen rund 2.145 Mitarbeiter, von denen rund 230 Angestellte, rund 1.850 Arbeiter und rund 65 Lehrlinge waren. 48 % kamen aus Wien, 43 % aus Niederösterreich, 7 % aus dem Burgenland und 2 % aus der Steiermark. Das Durchschnittsalter betrug 43 Jahre.[7]

Für den Zeitraum vom 19. Jänner bis 8. Mai 2009 wurde im Zuge einer Autokrise beim Arbeitsmarktservice beantragt, 1540 der rund 1850 Arbeiter in Kurzarbeit arbeiten zu lassen. Bereits im Oktober 2008 wurde die Produktion einige Tage lang eingestellt, Ende November 2008 waren 150 Leiharbeiter abgebaut worden.[8]

Produktion[Bearbeiten]

Das Betriebsarel in Aspern ist rund 600.000 m² groß.[9]

Jeder zweite Opel fährt mit einem Getriebe und jeder dritte mit einem Motor aus dem Wiener Werk. An die Werke des deutschen Autobauers gehen 90 % der Produktion des Werks.[8] Außerhalb Europas wurde beispielsweise auch ein General-Motors-Werk in Korea zum Bau des Modells Mokka beliefert.[10]

1989 wurde das 2,5-millionste Getriebe und der zweimillionste Motor gebaut, 1999 das zehnmillionste Getriebe. Der Motoren-Produktionsrekord liegt bei 1,575[11] Millionen Motoren im Jahr 2007. 2009 fiel die Produktion aufgrund der Weltwirtschaftskrise auf eine Million Motoren. 2011 wurde das 22-millionste Getriebe gefertigt.[9] 2011 wurden rund 1,55 Millionen Motoren und Getriebe produziert, womit beinahe der Rekord von 2007 erreicht worden wäre.[11]

1982 wurde die Herstellung von Viergang-Getrieben und Familie-1-Motoren gestartet, 1993 wurde die Produktion auf F15-Getriebe und Zylinderkopf-Fertigung ausgeweitet. 1997 begann man F17-Getriebe und anstatt der Familie-1-Motoren neue Familie-0-Motoren zu bauen. 2002 lief die Produktion der F13-Getriebe aus und man entschied sich zum Bau eines neuen Sechsgang-Getriebes, das seit 2004 hergestellt wird. Seit 2010 wird ein neuer Turbomotor gefertigt.[9]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Firma Opel Wien GmbH in Wien. Firmenbuchdaten Creditreform/firmenabc.at
  2. a b Opel Wien Geschäftsführung, opel-wien.at, abgerufen 25. März 2014.
  3. General Motors Powertrain wird zu Opel Wien, kurier.at, 19. Mai 2011.
  4. Das Österreichische Industriemagazin: Die Top 250 Industriebetriebe im Ranking, 18. Juli 2013.
  5. Eigendarstellung auf www.opel-wien.at.
  6. Der Standard: GM-Werk Aspern baut Produktion aus, 28. Jänner 2010.
  7. Eigendarstellung auf www.opel-wien.at.
  8. a b Die Presse: GM-Werk in Aspern: 1540 Mitarbeiter müssen kurzarbeiten, 7. Januar 2009.
  9. a b c Eigendarstellung unbekannten Datums auf http://media.gm.com.
  10. Wiener Zeitung: Langes Warten auf den "Mokka", 14. Mai 2013.
  11. a b Der Standard: Opel Aspern will Stammbelegschaft halten, 30. April 2012.