OpenMediaVault

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
OpenMediaVault
OpenMediaVault Logo
Bildschirmfoto
OMV Webinterface

Webschnittstelle von OpenMediaVault
Basisdaten
Entwickler Volker Theile
Aktuelle Version 1.1
(17. November 2014[1])
Abstammung GNU/Linux
↳ Debian GNU/Linux
↳ OpenMediaVault
Architekturen IA-32
AMD64
ARM
Lizenz GNU GPL v3 (Freie Software)
Sonstiges Mehrsprachig
Website www.openmediavault.org

OpenMediaVault (OMV) ist ein seit 2009 entwickeltes freies Betriebssystem für Netzwerk-Speicher (NAS). Es basiert auf der Linux-Distribution Debian. Der Entwickler Volker Theile hatte zuvor bereits am FreeBSD-basierten FreeNAS-Projekt mitgewirkt.[2] Wegen der besseren Soft- und Hardwareunterstützung von Linux im Vergleich zu FreeBSD, wurde eine Neuimplementierung von FreeNAS mit Debian als Basis durch Volker Theile angekündigt.[3] Kurz darauf meldete sich Olivier Cochard-Labbé, der Originalentwickler von FreeNAS zurück und kündigte den Verbleib bei FreeBSD als Basis für FreeNAS an.[4] Die beiden Entwickler einigten sich schließlich auf coreNAS als neuen Namen für die Debian-basierte Version,[5] welcher wiederum kurze Zeit später in den heutigen Namen OpenMediaVault geändert wurde. Seitdem werden beide Projekte parallel weiterentwickelt.[6]

Technik[Bearbeiten]

OpenMediaVault kommt weitestgehend ohne Anpassungen der von Debian bereitgestellten Programmpakete aus. Über eine Webschnittstelle lassen sich Einstellungen anpassen und das System verwalten. Dateibasierte Dienste wie CIFS (Samba) und NFS stellen die Kernfunktion dar. Durch ein Plug-in beherrscht OpenMediaVault auch den Umgang mit blockbasiertem Datenzugriff wie es bei SAN üblich ist und bietet hierfür eine iSCSI-Implementierung. Eine vollständige Liste der unterstützten Dienste und Protokolle findet sich in der Funktionsübersicht.

Über eine Programmierschnittstelle (API)[7] ist es möglich weitere Funktionen als Plug-in in die Webschnittstelle zu integrieren. Der Entwickler stellt einige Plug-ins zur Verfügung, die sich direkt über die Webschnittstelle nachinstallieren lassen. Weitere Plug-ins werden von unabhängigen Entwicklern bereitgestellt.[8]

Funktionen[Bearbeiten]

Plug-ins[Bearbeiten]

Weitere Plug-ins werden von externen Entwicklern bereitgestellt und gepflegt. Der Großteil der Plug-ins wird von einer Gruppe namens OpenMediaVault Plugin Developers entwickelt.[9] Der Status aller Plug-ins kann online eingesehen werden.[10] Im Oktober 2014 waren über 30 Stabile Plug-ins verfügbar. Darunter folgende:

Systemvoraussetzungen[Bearbeiten]

  • Die Betriebssystem-Installation nimmt den gesamten Datenträger in Anspruch, auf dem die Installation erfolgt. Auf diesem können die Benutzer keine eigenen Daten ablegen. Daher sind für die produktive Nutzung von OpenMediaVault mindestens zwei Datenträger erforderlich. Eine Installation auf einem USB-Stick ist möglich, wird aber nicht empfohlen.

Hardware-Unterstützung[Bearbeiten]

Versionsgeschichte[Bearbeiten]

Legende: Ältere Version; nicht mehr unterstützt Ältere Version; noch unterstützt Aktuelle Version Aktuelle Vorabversion Zukünftige Version
Version Name Release Datum Basis Bemerkungen
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 0.2 Ix 17. Oktober 2011[11] Debian 6 erste öffentlich freigegebene Version
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 0.3 Omnius 18. April 2012[12] Debian 6 mehrsprachige Webschnittstelle eingeführt, Einführung einer grafischen Benutzerführung für die Rechteverwaltung via ACL
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 0.4 Fedaykin 21. September 2012[13][14] Debian 6 generelle Verbesserungen und Anpassungen
Ältere Version; noch unterstützt: 0.5 Sardaukar noch unterstützt 25. August 2013[15] Debian 6 Änderungen in der Programmierschnittstelle, Plug-ins aus der Vorversion nicht kompatibel.[16] Im März 2014 wurde ein Feature freeze bekannt gegeben um sich auf die Version 1.0 zu konzentrieren. Bugfixes werden weiterhin durchgeführt.[17]
Aktuelle Version: 1.0 Kralizec[17] stabile Version 15. September 2014[18] Debian 7[19] Bessere Unterstützung von Einplatinencomputer wie z. B. Raspberry Pi, Wechsel des Webservers für die Webschnittstelle zu nginx, verbesserte Infrastruktur für Plugins uvm. [20]

Finanzierung[Bearbeiten]

OpenMediaVault ist freie Software und kostenlos erhältlich. Es ist möglich via PayPal für das Projekt zu spenden.

Trivia[Bearbeiten]

Jede Version von OpenMediaVault hat neben der Versionsnummer einen Codenamen, der aus dem Romanzyklus Dune von Frank Herbert stammt.

Im September 2014 wurde OpenMediaVault auf SourceForge zum Projekt des Monats gewählt.[21]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Blog: New update available
  2. Sourceforge Mailarchive, „FreeNAS ready for the next step !“. Abgerufen am 31. August 2013
  3. Jörg Thoma: FreeNAS 0.8 wechselt zu Debian, Golem.de, 2. Dezember 2009
  4. Erste Version der NAS-Distribution OpenMediaVault, Pro-Linux, 20. Oktober 2011
  5. SourceForge.net: coreNAS
  6. Jörg Thoma: FreeNAS bleibt bei FreeBSD, Golem.de, 7. Dezember 2009
  7. docs.openmediavault.org, Plugin API. Dokumentation der Plugin-Programmierschnittstelle
  8. OpenMediaVault Wiki. Plug-ins
  9. github.com, "OpenMediaVault Plugin Developers" Abgerufen am 3. Oktober 2014
  10. omv-extras.org, "Latest updates..." Abgerufen am 3. Oktober 2014
  11. OpenMediaVault 0.2 (Ix) has been released
  12. OpenMediaVault 0.3 BETA available
  13. Package repository for 0.4 (Fedaykin) is up
  14. New updates available – OpenMediaVault 0.4.0.1 released
  15. OpenMediaVault 0.5 (Sardaukar) released
  16. OpenMediaVault Blog. Drittentwickler Plug-ins. Abgerufen am 31. August 2013
  17. a b OpenMediaVault Blog. Feature freeze for 0.5.x. Abgerufen am 26. Juli 2014
  18. Final release of OpenMediaVault 1.0 (Kralizec)
  19. SourceForge - OpenMediaVault - Browse Code. Commit r937. Abgerufen am 26. Juli 2014
  20. [1] Neuerungen in der Version 1.0. Abgerufen am 16. September 2014
  21. September 2014, “Community Choice” Project of the Month – OpenMediaVault