Operation Clipper

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Kolonne britischer Panzer (Typ Churchill) bei Geilenkirchen

Operation Clipper war eine alliierte Offensive im November 1944. Sie wurde geführt vom britischen XXX Corps (zu ihr gehörte die 84. US-Infanterie-Division). Die Offensive fand vom 10. November 1944 bis zum 31. Januar 1945 statt. Ihr Ziel war es, die "Geilenkirchen Salient" zu beseitigen; einen Frontvorsprung, der in die Front der Alliierten hineinragte.

Clipper war ein Teil der größeren Operation Queen, deren Ziel es war, die Kontrolle über das Tal der Rur und über den Hürtgenwald zu bekommen. Bis zur Erreichung dieser Ziele sollte es aber noch einige Zeit dauern: der Winter 1944/45 war sehr kalt und sehr nass. Das Wetter war meist schlecht und die Wolken hingen tief, sodass die Alliierten nicht ihre weitgehende Luftüberlegenheit nutzen konnten. Auch Panzer konnten fast nur auf Straßen fahren und waren dort von Sprengfallen und PAK bedroht.

Verlauf von Inde, Wurm und Rur

Außerdem begann die Wehrmacht am 16. Dezember 1944 die Ardennenoffensive und am 31. Dezember das Unternehmen Nordwind. Um diese zu bekämpfen, zogen die Alliierten Truppen aus anderen Frontabschnitten - darunter auch aus demFrontabschnitt um Aachen ab.

Die Schlacht im Hürtgenwald (6. Oktober 1944 bis 10. Februar 1945) wurde ein Desaster für die US-Truppen.

Geilenkirchen liegt an der Wurm, einem Nebenfluss der Rur, etwa 20 km nördlich von Aachen und 11 km südlich von Heinsberg. Die Wurm fließt von Süden nach Norden und mündet nördlich von Heinsberg in die Rur (siehe Karte). Aachen hatte am 21. Oktober am Ende der Schlacht um Aachen kapituliert.

Heinsberg war das nördliche Ende des Westwall; in Geilenkirchen gab es Bunker, Panzersperren, Wassergräben und andere Bestandteile des Westwall. Zudem lag bei Geilenkirchen die Grenze zwischen zwei alliierten Frontabschnitten (2. Armee (Großbritannien) und 9. US-Armee). Auch dies trug dazu bei, Geilenkirchen als einen potentiell gefährlichen Standort der Deutschen einzustufen.

Beteiligte Verbände[Bearbeiten]

18. November 1944: A jeep manned by Sergeant A Schofield and Trooper O Jeavons of 1 SAS near Geilenkirchen in Germany. The jeep is armed with three Vickers 'K' guns, and fitted with armoured glass shields in place of a windscreen. The SAS were involved at this time in clearing snipers in the 43rd Wessex Division area.

Alliierte[Bearbeiten]

British XXX Corps

British 214 Infantry Brigade (assigned to the 43rd Infantry Division)
7th Battalion, Somerset Light Infantry (attacking Niederheid)
1st Battalion, Worcestershire Regiment (attacking Tripsrath and Rischden)
5th Battalion, Duke of Cornwall's Light Infantry (attacking Hochheid)
5th Battalion, Dorset Regiment (detached from 130 Brigade) (attacking Bauchem)
4th/7th Royal Dragoon Guards
U.S. 84th Infantry Division
333rd Infantry Regiment (attacking Geilenkirchen and Sueggerath)
Sherwood Rangers (British)[1]
334th Infantry Regiment (attacking Prummern and Beeck)
Drewforce, two troops of flail and flame-throwing tanks (British)
one troop of 357th Searchlight Battery, Royal Artillery (British)
405th Infantry Regiment (detached from 102nd Infantry Division) (attacking Beeck)

Wehrmacht[Bearbeiten]

XII. SS Korps

176. Infanterie-Division
Grenadier-Regiment 1218
Grenadier-Regiment 1219
Grenadier-Regiment 1220
183. Volksgrenadier-Division
Volksgrenadier-Regiment 330
Volksgrenadier-Regiment 343
Volksgrenadier-Regiment 351
Panzergrenadier-Regiment 104 (Teil der 15. Panzergrenadier-Division)
Panzergrenadier-Regiment 10 (Teil der 9. Panzer-Division)

Folgen[Bearbeiten]

'Operation Clipper' schuf die Grundlagen für die Operation Blackcock (14. bis 26. Januar 1945), also für die Eroberung des 'Roer Triangle' (dt.: Rur-Dreieck) zwischen Roermond, Sittard und Heinsberg.

Weblinks[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. www.worcestershireregiment.com