Operation Crossroads

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Atombombentest Crossroads-Able
Die Baker-Explosion

Die Operation Crossroads war weltweit die erste Kernwaffentestserie, die nach dem erfolgreichen Trinity-Test und dem Abwurf der zwei Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki von den USA durchgeführt wurde. Der Baker-Test war der erste unterseeische Kernwaffentest.

Mit dieser Testserie, die 1946 auf dem Bikini-Atoll in der Südsee stattfand, sollten die Effekte getestet werden, die Kernwaffenexplosionen auf ihre Umgebung ausüben. Zudem stand das Design der Trinity-Bombe auf dem Prüfstand. Die benutzten Atombomben waren Mark-3-Bomben (Mk 3A (Modell 1561). Eine Implosionsbombe vom selben Typ wurde auch für die Nagasaki-Bombe verwendet. Die Mark-3-Bomben wurden nach den Tests von 1947 bis 1953 eingelagert.

Die nachfolgende Kernwaffentestserie war Operation Sandstone, die zwei Jahre später auf dem Eniwetok-Atoll im Pazifik durchgeführt wurde.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Die einzelnen Tests der Operation Crossroads

Baker und die beteiligten Schiffe
Bombe Datum Ort Sprengkraft Höhe
Able 22:00:34 30. Juni 1946 (GMT) Bikini-Atoll Lagune 23 kT 188 Meter (Abwurf)
Baker 21:35:00 24. Juli 1946 (GMT) Bikini-Atoll Lagune 21 kT -27 Meter (Unterwasser)

Insgesamt wurden zwei Atombombentests durchgeführt: Am 1. Juli 1946 der Able-Test und am 25. Juli desselben Jahres der Baker-Test. Die Able-Bombe wurde aus dem B-29-Bomber Dave’s Dream abgeworfen und explodierte in einer Höhe von 188 Meter. Derselbe Bomber wurde unter dem Namen Big Stink als Begleitflugzeug beim Abwurf der Plutoniumbombe „Fat Man" auf die Stadt Nagasaki eingesetzt.

Beim Baker-Test wurde die Atombombe in einem Behälter unterhalb eines Schiffes gehängt und befand sich bei der Zündung in 27 m Tiefe. Baker schleuderte 7500 Kubikmeter Wasser in einer 600 Meter dicken Wassersäule 1,5 Kilometer in die Luft. Die entstandene Druckwelle bewegte sich mit einer Geschwindigkeit von rund 1100 Stundenkilometern fort und erzeugte Wellen von bis zu 30 Metern Höhe.

Für beide Tests wurden insgesamt 71 alte amerikanische Militär- und Frachtschiffe, japanische und deutsche Schiffe, die den USA nach dem Zweiten Weltkrieg in die Hand gefallen waren, verwendet. Unter den Schiffen waren der schwere Kreuzer Prinz Eugen und das japanische Schlachtschiff Nagato. Der amerikanische Flugzeugträger USS Saratoga war wahrscheinlich das bekannteste beteiligte Schiff. Baker versenkte acht der 71 Schiffe, darunter auch die USS Saratoga, und machte weitere acht Schiffe manövrierunfähig. Nach den Tests wurden etliche Schiffe aufgrund der hohen Verstrahlung in der Tiefsee versenkt.

Ziegen beim Test der Atombombe Able

Des Weiteren wurden die atomaren Auswirkungen auf Flugzeuge und Tiere getestet. Dafür wurden auf den Schiffen Käfige mit verschiedenen Tierarten (unter anderem Mäuse, Schweine, Schafe, Kühe und Ratten) befestigt.

Die beiden Tests wurden gleichzeitig von 36 Flugzeugen fotografiert, unter anderem wurden auch acht ferngesteuerten B-17-Bomber verwendet. Auch wurden Türme auf den umliegenden Inseln für Fotos verwendet. Insgesamt wurden mehr als eine Million Fotos gemacht, dadurch kam es am Weltmarkt zu einer Verknappung von Fotomaterialien. [1]

Das Fazit der beiden Atomtests war, dass die Unterwasserzündung einer Atombombe sehr viel verheerender wirkt als eine über der Wasseroberfläche. Dies ist bedingt dadurch, dass sich Wasser im Gegensatz zu Luft nicht komprimieren lässt. Die Crossroads-Tests sind möglicherweise das Startsignal zur Entwicklung von Atomraketen mit Unterwasserzündung, die 17 Jahre später bei der Operation Dominic getestet wurden, sowie von Atomtorpedos gewesen, die in einem einzigen Abschuss ganze Flottenverbände vernichten können.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Film

  • Radio Bikini, Regie: Robert Stone (USA, 1987)

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Michael Light: 100 Suns, 2003

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Operation Crossroads – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
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