Operation Deadlight

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U-Boote im Juni 1945 am Liegeplatz bei Londonderry

Die Operation Deadlight war eine militärische Operation der britischen Royal Navy und der polnischen Marine zur Versenkung übergebener deutscher U-Boote nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa.

Geschichte[Bearbeiten]

Nach der Kapitulation des Deutschen Reichs wurden bis Ende 1945 fahrbereite deutsche U-Boote demunitioniert und in die schottischen Häfen Loch Ryan und Loch Eriboll sowie Moville und Lisahally bei Londonderry in Nordirland überführt (ca. 155 U-Boote).[1]

Einige Boote wurden von den Siegern übernommen (ca. 40 U-Boote), alle übrigen deutschen U-Boote (ca. 115 U-Boote) wurden während der Operation Deadlight von britischen U-Booten (Tantivy, Templar), Schleppern (Bustler, Emolous, Enchanter, Enforcer, Fowey, Freedom, Masterful, Prosperous, Saucy), Geleitzerstörern (Blencathra, Mendip, Pytchley, Quantock, Southdown, Zetland) und Fregatten (Cawsand Bay, Camsand Bay, Cosby, Cubitt, Loch Arkaig, Loch Shin, Rupert) in die Zielgebiete um Malin Head, Bloody Foreland und Tory Island geschleppt und dort versenkt. Mehrere U-Boote gingen wegen schwerer See oder gerissener Schlepptrossen bereits auf dem Weg verloren.[2]

Im Zielgebiet wurden die Boote hauptsächlich von den britischen Zerstörern HMS Obedient, HMS Offa, HMS Onslaught, HMS Onslow, HMS Orwell, HMS Solebay, HMS Zealous und den polnischen Zerstörern ORP Blyskawica, ORP Garland, ORP Krakowiak und ORP Piorun mittels Schiffsartillerie sowie durch Flugzeuge der Royal Air Force versenkt.

Die Versenkungsaktion begann am Dienstag, 27. November 1945 und endete am 12. Februar 1946 um 10 Uhr mit der Versenkung von U-3514.

Die Versenkungsorte der U-Boote wurden bereits mehrfach betaucht.

Hebung[Bearbeiten]

Es bestehen Pläne, die Boote zumindest teilweise zu heben. Hauptgrund ist die Gewinnung amagnetischen Stahls.

Literatur[Bearbeiten]

  • Rainer Busch, Hans-Joachim Röll: Der U-Boot-Krieg 1939–1945. Band 4: Deutsche U-Boot-Verluste von September 1939 bis Mai 1945. Mittler, Hamburg u. a. 1999, ISBN 3-8132-0514-2.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fotos: Operation »Deadlight«; abgerufen am 26. Dezember 2008
  2. Detaillierte Darstellung: Operation »Deadlight«; abgerufen am 26. Dezember 2008