Oracle Forms

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Oracle Forms ist ein Entwicklungswerkzeug der Firma Oracle und erlaubt die WYSIWYG-Erstellung sowie die Programmierung von Datenbank-gestützten, interaktiven Dialogmasken. Neben der Oracle-Datenbank werden auch diverse andere SQL-Datenbanken unterstützt; die Programmierung erfolgt in PL/SQL oder Java (importierte Java-Klassen). Forms wurde seit dem ersten Erscheinen Ende 1980 mehrmals grundlegend überarbeitet. In der aktuellen Version 11 wird ausschließlich die Web-basierte 3-Tier-Architektur unterstützt. Für den produktiven Betrieb von Forms-Anwendungen ist der Oracle WebLogic Server Voraussetzung (in früheren Versionen von Forms war dieses der Oracle Application Server). Einige Produkte der Oracle Applications Produktfamilie verwenden Forms für die Realisierung der Dialogmasken. Obwohl Oracle mit dem JDeveloper ein weiteres Entwicklungswerkzeug anbietet, hat der Softwarehersteller zugesagt, Oracle Forms weiterhin langfristig zu unterstützen und weiterzuentwickeln. Mit dem Statement of Direction vom März 2012 hat Oracle den weiteren Werdegang von Forms beschrieben.

Oracle Forms ist in verschiedenen Versionen vorhanden:

  • 6.0.8 als Developer 6i bekannt (Forms, Reports, Graphics, Discoverer); Diese letzte Client-Server-Version wird immer noch gern und viel genutzt obwohl der Support seitens Oracle lange beendet ist.
  • 11.1.1.0 bis 11.1.7.0 als Version FMW11gR1 bekannt (Forms, Reports, Discoverer, Portal)
  • 11.1.2.0 bis 11.1.2.1 als Version FMW11gR2 bekannt (Forms, Reports)

Grundlagen[Bearbeiten]

Oracle Forms ist eine 4GL-Entwicklungsumgebung zur schnellen Erstellung robuster Dialoganwendungen für Oracle-Datenbanken. GUI-Elemente werden intern in Blöcken organisiert, die mit Datenbanktabellen oder -prozeduren verbunden sind. Blöcke stehen untereinander in Verbindung, wenn sie z.B. Master-Detail-Relationen abbilden. Der Code zur Aktualisierung der Detail-Anzeige bei Datensatz-Navigation wird automatisch generiert. "Datenbank-nahe" Dialoganwendungen lassen sich so ohne eine Zeile zusätzlichen Code erstellen. Abfragen, Einfügen, Ändern oder Löschen von Daten gehören zur Standardlogik eines Datenbankblocks und müssen nicht extra kodiert werden. Für eigene Anwendungslogik dienen ereignisgesteuerte Trigger, die mittels der Ada-ähnlichen Programmiersprache PL/SQL formuliert werden.

Modernisierungen[Bearbeiten]

Es gibt diverse Ansätze aus dem alten Forms etwas "neues" zu machen: Teilweise über das anhübschen mit Java oder die Migration in Richtung Oracle ADF.

Literatur[Bearbeiten]

  • Perry Pakull, Stefan Jüssen, Walter Müller: Praktische Anwendungsentwicklung mit Oracle Forms Hanser Verlag, 2007. ISBN 3-446-41098-8
  • Daniel Liebhart, Guido Schmutz, Marcel Lattmann, Markus Heinisch, Michael Königs, Mischa Kölliker, Perry Pakull, Peter Welkenbach: Architecture Blueprints Hanser Verlag, 2007. ISBN 3-446-41201-8

Weblinks[Bearbeiten]