Oranienburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Oranienburg
Oranienburg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Oranienburg hervorgehoben
52.75444444444413.23694444444434Koordinaten: 52° 45′ N, 13° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Oberhavel
Höhe: 34 m ü. NHN
Fläche: 162,37 km²
Einwohner: 41.621 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 256 Einwohner je km²
Postleitzahl: 16515
Vorwahlen: 03301, 033053 (Friedrichsthal, Lehnitz, Schmachtenhagen teilw., Wensickendorf, Zehlendorf)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: OHV
Gemeindeschlüssel: 12 0 65 256
Stadtgliederung: 9 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Schloßplatz 1
16515 Oranienburg
Webpräsenz: www.oranienburg.de
Bürgermeister: Hans-Joachim Laesicke (SPD)
Lage der Kreisstadt Oranienburg
im Landkreis Oberhavel
Fürstenberg/Havel Zehdenick Liebenwalde Oranienburg Mühlenbecker Land Glienicke/Nordbahn Birkenwerder Hohen Neuendorf Hohen Neuendorf Hennigsdorf Leegebruch Velten Oberkrämer Kremmen Löwenberger Land Gransee Gransee Schönermark Sonnenberg Großwoltersdorf Stechlin Großwoltersdorf Berlin Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-VorpommernKarte
Über dieses Bild

Oranienburg ist die Kreisstadt des Landkreises Oberhavel im Land Brandenburg (Deutschland). Die Stadt ist eine wichtige Industriestadt und ein Mittelzentrum des Landes Brandenburg. Sie hat den Status einer Großen kreisangehörigen Stadt. Nach der Einwohnerzahl ist sie die größte kreisangehörige und fünftgrößte Stadt des Landes.

Die Stadt nahm als Residenzstadt der Brandenburger Kurfürsten im 17. Jahrhundert eine rasante Entwicklung. Aus dieser Zeit stammt das barocke Oranienburger Schloss. Später entstanden große Industriebetriebe und Oranienburg wurde ein wichtiger Industriestandort. International bekannt ist das ehemalige Konzentrationslager Sachsenhausen im Norden der Stadt.

Bis heute ist die Stadt durch ihr historisches Erbe einerseits und eine moderne Industrie andererseits geprägt.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Oranienburg ist die Kreisstadt des Landkreises Oberhavel. Sie liegt im Süden des Kreises im Verflechtungsraum zu Berlin. Das Stadtzentrum Berlins ist etwa 35 Kilometer entfernt. Oranienburg liegt an der Havel und dem Oder-Havel-Kanal.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Neben Berlin im Süden sind Hennigsdorf, Neuruppin und Bernau wichtige brandenburgische Städte in der Nachbarschaft. Die unmittelbaren Nachbargemeinden sind (von Norden im Uhrzeigersinn): Löwenberger Land, Liebenwalde, Wandlitz (Landkreis Barnim), Mühlenbecker Land, Birkenwerder, Hohen Neuendorf, Velten, Leegebruch, Oberkrämer und Kremmen.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt Oranienburg besteht aus den folgenden Ortsteilen:

Geschichte[Bearbeiten]

Ausgrabungen unter der Breiten Straße Mai/Juni 2007: Freilegung eines Knüppeldamms aus dem 16. Jahrhundert

Von den Anfängen bis zum Dreißigjährigen Krieg[Bearbeiten]

Archäologische Funde zeigen, dass die Stadt aus einer slawischen Siedlung entstanden ist, die vermutlich den Namen Bochzowe trug. Die deutsche Besiedlung des heutigen Stadtgebietes erfolgte im Zuge der zweiten Ostexpansion im 12. Jahrhundert unter Beibehaltung des alten slawischen Namens. An der Stelle, wo sich heute das Schloss Oranienburg befindet, entstand Anfang des 13. Jahrhunderts eine Burg zum Schutz des Gebietes und der wichtigen Flussüberquerungen. 1216 wurde Oranienburg als „Bochzowe“ erstmals urkundlich erwähnt. 1232 erhielt „Bochzowe“ das Stadtrecht. Die Einwohner der Stadt betrieben Fischfang, Handel mit Fisch und landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Aus „Bochzowe“ entstand 1483 der Amtssitz Bötzow. Mit der Eroberung von Gebieten, die weiter östlich der Stadt lagen, verlor die Burg an Bedeutung, und an ihrer Stelle wurde durch den brandenburgischen Kurfürsten Joachim II. ein zweistöckiges Jagdschloss errichtet. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Bötzow niedergebrannt und geplündert.

Wiederaufbau und Erweiterung der Stadt[Bearbeiten]

1650 schenkte der brandenburgische Kurfürst Friedrich Wilhelm seiner Frau Louise Henriette von Oranien die Domäne Bötzow. 1652 wurde in Bötzow ein Schloss im holländischen Stil errichtet, das den Namen Oranienburg erhielt. Hier richtete Louise Henriette 1663 das erste europäische Porzellankabinett ein. Der Schlossname wurde auch auf die Stadt übertragen. Der alte Name Bötzow wiederum wurde 1694 dem nahe gelegenen bis dahin Cotzebant benannten Ort neu verliehen. Eine Schwester von Louise Henriette, der Namenspatronin der Stadt Oranienburg, war Henriette Catharina von Oranien. Sie heiratete Johann Georg II. von Anhalt-Dessau und ließ ab 1683 das heutige Schloss Oranienbaum erbauen, aus dem sich das Städtchen Oranienbaum entwickelte. Mit Unterstützung von niederländischen Fachleuten und Glaubensflüchtlingen (Hugenotten, Salzburger, Juden) ließ die Kurfürstin in und um Oranienburg Musterwirtschaften nach niederländischem Vorbild anlegen. Sie schuf damit eine wesentliche Voraussetzung für die rasante Entwicklung Brandenburg-Preußens. Aus der Ehe des Großen Kurfürsten mit Louise Henriette ging Kurfürst Friedrich III. hervor, der das Schloss zum Gedenken an seine geliebte Mutter verschönern und erweitern ließ. 1701 begründete er als Friedrich I. das Königreich Preußen. Nachdem das Schloss den Sparzwängen des „Soldatenkönigs“ Friedrich Wilhelm I. geopfert werden musste, zog mit Prinz August Wilhelm, einem Bruder des kinderlosen Friedrichs des Großen und Vater des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm II., noch einmal höfischer Glanz in Oranienburg ein. Theodor Fontane berichtet in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg ausführlich und anschaulich von der wechselvollen Geschichte Oranienburgs.

Alte Mosterei in Eden
Schloss Oranienburg bei Nacht
Inschrift am Genossenschaftshaus in Eden

Industrialisierung[Bearbeiten]

Im Jahre 1802 wurde das Schloss an den Apotheker Hempel mit der Verpflichtung verkauft, eine Baumwollweberei zu errichten. Der Krieg gegen Frankreich brachte die Baumwollfabrikation 1807 zum Erliegen. 1814 wurde im Schloss eine Schwefelsäurefabrik errichtet, die als erste in Preußen nach dem Bleikammerverfahren produzierte. 1833 entdeckte Friedlieb Ferdinand Runge im Steinkohlenteer das Anilin und die Karbolsäure, 1835 wurden in der Fabrik die ersten Stearinkerzen hergestellt, 1840 die ersten Paraffinkerzen. 1848 wurde die Produktionsstätte aus dem Schloss auf das Mühlenfeld verlagert. Im nach einem Brand renovierten Schloss wurde 1861 ein evangelisches Lehrerseminar eröffnet, das bis 1926 betrieben wurde.

Am 10. Juli 1877 erhielt Oranienburg eine Bahnstation der neu eröffneten Nordbahnlinie Berlin – Stralsund. Am 28. Mai 1883 gründeten 18 Berliner Vegetarier im Westteil der Stadt die erste vegetarische Siedlung in Deutschland: die „Vegetarische Obstbaukolonie Eden GmbH“, in der auch der Geldreformer Silvio Gesell viele Jahre lebte und schließlich auch starb. Der Bau des Oder-Havel-Kanals in den Jahren 1906 bis 1912 belebte das wirtschaftliche Leben in der Stadt. 1912 wurde durch die Firma Heintze & Blankhardt ein Gelände aufgekauft und eine erste Fabrik für Stahlfedern errichtet. Das daraus entstandene Kaltwalzwerk Oranienburg, das bis zu 7000 Mitarbeiter beschäftigte, wurde nach 1989 von der Fa. Krupp aufgekauft und geschlossen. Das damals modernste Werk wurde an China verkauft.

Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten]

KZ Oranienburg

1933 errichtete die SA in einer alten Brauerei zunächst für die Inhaftierung von Gegnern des nationalsozialistischen Regimes aus der deutschen Reichshauptstadt Berlin eines der ersten nationalsozialistischen Konzentrationslager (KZ Oranienburg). Im Juli 1934 wurde dort der Schriftsteller Erich Mühsam ermordet. Im Juni 1936 wurde von der SS am östlichen Stadtrand das KZ Sachsenhausen errichtet, in dem bis zum Kriegsende mehr als 100.000 Menschen ihr Leben verloren. Daneben befand sich in Oranienburg als zentrale Verwaltungseinrichtung die Inspektion der deutschen Konzentrationslager (später Teil des WVHA). Oranienburg und das KZ wurden im April 1945 von der Roten Armee befreit.

Oranienburg wurde während des Krieges stark durch Fliegerbomben geschädigt. Das ist auf die kriegswichtigen Werke in der Stadt zurückzuführen. Hier gab zum einen die Auerwerke, welche sich auf dem Gelände der heutigen Wohnsiedlung am Lindenring und am Bahnhof bis zur Havel erstreckten, und die Heinkel-Werke, von denen nur noch die sanierte Werkssiedlung Weiße Stadt und Teile des Werksflugplatzes im Süden der Stadt existieren. Durch die Explosionskraft der Bomben, die die Produktionsstätten der Auerwerke zerstörten, kam es zur Freisetzung und Verteilung des radioaktiven Materials. Oranienburg ist seitdem bundesweit der radioaktiv am meisten belastete Ort.[2]

Nachkriegszeit, DDR[Bearbeiten]

Das Gelände der ehemaligen Heinkel AG, der zugehörige Werksflugplatz und Teile der ehemaligen Werkssiedlung Weiße Stadt wurden von der Roten Armee besetzt und von der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland bis zu ihrem Abzug 1994 genutzt.

Im August 1945 wurde das sowjetische Speziallager Nr. 7 von Weesow auf des Gelände des ehemaligen KZ Sachsenhausen verlegt. In einem weiteren vom Speziallager isolierten Bereich auf demselben Gelände wurden Verurteilte Sowjetischer Militär-Tribunale festgehalten. Von den insgesamt etwa 60.000 Inhaftierten starben bis zur Schließung der Lager im Jahr 1950 etwa 12.000 Menschen.

Am 23. April 1952 wurde Oranienburg die Kreisstadt des neu gebildeten gleichnamigen Kreises.

Oranienburg war bis 1990 Standort des Mot-Schützenregiments 1 der 1. motorisierten Schützendivision der NVA. Im Schloss Oranienburg befand sich zudem auch eine Kaserne der Grenztruppen der DDR.

Nach-Wende-Zeit[Bearbeiten]

BW

Mit der Kreisgebietsreform im Jahr 1993 wurde Oranienburg Kreisstadt des neuen Landkreises Oberhavel, in dem die Landkreise Oranienburg und Gransee aufgingen.

Im Zuge der Wende in der DDR und der Wiedervereinigung Deutschlands wurden viele Betriebe geschlossen und viele Arbeitsplätze gingen verloren. Es konnten aber auch etliche Unternehmen umstrukturiert und weitergeführt und neues Gewerbe angesiedelt werden. Wohnviertel wurden neu gebaut und grundlegend saniert, Straßen, Fuß- und Radwege neu angelegt. Eine Mischung aus alten und neuen Wohn- und Geschäftshäusern prägt das historisch gewachsene Stadtbild. So wurde z. B. nach dem Abzug der sowjetischen Truppen die Häuser der Weißen Stadt saniert und es entstand eine ruhige Wohngegend.

Am 23. September 2008 erhielt die Stadt den von der Bundesregierung verliehenen Titel Ort der Vielfalt.

Impressionen Landesgartenschau

Oranienburg richtete 2009 unter dem Titel Traumlandschaften einer Kurfürstin die vierte brandenburgische Landesgartenschau aus. Sie lief vom 25. April bis zum 18. Oktober dieses Jahres. Das zentrale Projekt zur Vorbereitung war die Umgestaltung der Militärbrache hinter dem Schloss in eine Parkanlage und damit die Wiederherstellung des Schlossparks. Dazu wurde u. a. ein neuer Schlosshafen und eine Havelpromenade angelegt. Zusätzlich wurde die Straßenführung der Hauptstraße geändert und die bis 1901 genutzte Brückentrasse mit einer neu gebauten Schlossbrücke wiederhergestellt. So wurde dem Schloßplatz seine zentrale Bedeutung für die Stadt zurückzugeben. Gleichzeitig wurde mit dem Bau der Nehringstraße zwischen Schloss und Landratsamt eine bisher fehlende dritte Achse geschaffen und damit dem barocken Stadtgrundriss Rechnung getragen. Zahlreiche Ruinengrundstücke und Liegenschaften wurden von der Stadt Oranienburg angekauft um die städtebaulichen Missstände zu beseitigen. Durch diese Maßnahmen wurde die historische Mitte Oranienburgs städtebaulich erheblich umgestaltet und nachhaltig aufgewertet.[3] Neben der Stadtverwaltung beherbergt das sanierte Schloss inzwischen ein Museum der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg und das Regionalmuseum des Landkreises Oberhavel.

An der Berliner Straße wurde im Zusammenhang mit der Landesgartenschau ein Wohnblock, die sogenannte Schallmauer, abgerissen. Dort wurde ebenfalls ein kleiner Park angelegt um die Aufenthaltsqualität in der Mittelstadt weiter zu verbessern. Der Park nimmt inhaltlich und gestalterisch auf das erste deutsche Hörspiel im Rundfunk Bezug. Es behandelte die Rettung von Teilnehmern der gescheiterten Nordpolexpedition Umberto Nobiles mit dem Luftschiff Italia und stammt von Friedrich Wolf, der seine letzten Lebensjahre im Oranienburger Ortsteil Lehnitz verbrachte.

Wegen der außerordentlich intensiven Bombardierung Oranienburgs im Zweiten Weltkrieg müssen bis heute jedes Jahr mehrere Blindgänger – mehr als die Hälfte[4] mit chemischen Zeitzündern – geborgen werden. Im Jahr 2012 wurden noch rund 300 Sprengbomben mit aktivem Langzeitzünder im Boden des bewohnten Stadtgebiets vermutet.[5] Aufgrund der langfristigen chemischen Zersetzung der Zündkapseln durch Aceton werden Selbstdetonationen immer wahrscheinlicher.[6] Oranienburg ist trotzdem bundesweit die einzige Stadt, die systematisch nach Blindgängern sucht.[7] Die Bitten des Landes Brandenburg um finanzielle Unterstützung zur Räumung der Sprengbomben wurden bislang von der Bundesregierung abgelehnt.[5] Nach dem aktuellen Stand der Finanzierung wird der Oranienburger Boden daher erst in etwa sechzig Jahren von Blindgängern bereinigt sein.[8]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Seit dem 1. April 1974 gehört Sachsenhausen zur Stadt Oranienburg.[9] Am 26. Oktober 2003 wurden Friedrichsthal, Germendorf, Lehnitz, Malz, Schmachtenhagen, Wensickendorf und Zehlendorf eingemeindet.[10]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Quellen: Die detaillierten Quellen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg und des brandenburgischen Landesamtes für Bauen und Verkehr sowie der Bertelsmann-Stiftung finden sich unter Population Projection Brandenburg in den Wikimedia Commons

Religionen[Bearbeiten]

St. Nicolaikirche in Oranienburg

Christentum[Bearbeiten]

Neben der St.-Nikolai-Kirche, die von der evangelischen Gemeinde genutzt wird, sind noch die Römisch-Katholische Kirche, die Siebenten-Tags-Adventisten, die Evangelisch-methodistische Kirche sowie weitere Freikirchen in Oranienburg vertreten. Als junger Pfarrer wirkte der spätere Landesbischof Kurt Scharf zu Beginn der Nazizeit als Gemeindepfarrer in der damals noch eigenständigen Gemeinde Sachsenhausen. Als engagierter Christ der Bekennenden Kirche setzte er sich schützend für jüdische Mitbürger und Häftlinge des nahe gelegenen Konzentrationslagers ein. Auch den Mitbegründer des Pfarrernotbundes, aus dem die Bekennende Kirche hervorging, Pfarrer Martin Niemöller, der von 1938 bis 1941 als „persönlicher Gefangener Hitlers“ im „Zellenbau“ des KZ Sachsenhausen inhaftiert war, konnte er einmal besuchen.

Judentum[Bearbeiten]

Seit einigen Jahren gibt es in Oranienburg wieder eine kleine, aber lebendige, jüdische Gemeinde. Die Gemeinde Wiedergeburt unterhält im Zentrum Oranienburgs ein Gemeindehaus, das als Bethaus, Begegnungsstätte und Verwaltung fungiert. Sie zählt inzwischen etwa 100 Mitglieder und wird von einem Rabbiner aus Berlin betreut.[11] Nachdem die Stadt Oranienburg der jüdischen Gemeinde nach der ihrerseitigen jahrzehntelangen Obhut den gut erhaltenen Jüdischen Friedhof zurückgegeben hat, wurde hier nach einer mehr als 60-jährigen Unterbrechung inzwischen wieder eine Beisetzung durchgeführt.

Die Synagoge, auch Bethaus genannt, von 1848 (wozu auch Schule, Lehrerwohnung und Mikwe gehörten) in der Havelstraße 6 wurde genau ein Jahrhundert nach der Einweihung beim Novemberpogrom 1938 von SA-Männern zerstört. Am 6. März 1944 wurde das Gebäude durch einen Luftangriff komplett zerstört.[12]

Dem ehemaligen US-amerikanischen Finanzminister und heutigen Direktor des Jüdischen Museums in Berlin W. Michael Blumenthal wurde im Jahre 2000 durch seine Geburtsstadt Oranienburg die Ehrenbürgerwürde verliehen.[13]

Politik[Bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

Der Stadtverordnetenversammlung Oranienburg besteht aus 36 Stadtverordneten und dem Bürgermeister.[14] Nach der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 setzte sie sich wie folgt zusammen:[15]

Wahlvorschlag Stimmen Stimmen in % Sitze Differenz zu


2008–2014

SPD 12.323 28,0 10 (±0)
Die Linke 11.055 25,1 9 (-2)
CDU 10.146 23,1 9 (+3)
Bündnis 90/Die Grünen 3.590 8,2 3 (+1)
FWO 2.371 5,4 2 (-2)
NPD 2.346 5,3 2 (±0)
FDP 1.527 3,5 1 (-1)
Piraten 359 0,8 0 (±0)
Einzelbewerber Denk 235 0,5 0 (±0)

(Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)

Die Wahlbeteiligung lag bei 41,87%.[16]

Bürgermeister und Beigeordnete[Bearbeiten]

Amtierender Bürgermeister ist Hans-Joachim Laesicke (SPD), welcher am 27. September 2009 wiedergewählt wurde. Sein einziger Gegenkandidat war Frank Manfred Eichelmann (LINKE), welcher ihm mit 27,9 % unterlag.[17] Laesicke wurde mit 72,1% wiedergewählt. Ein hauptamtlicher Bürgermeister wird in Brandenburg für acht Jahre gewählt.[18]

Partei Name Bürgermeister/in,
Beigeordnete/r
Dezernat
SPD Hans-Joachim Laesicke Bürgermeister Dezernat 1 - Haupt- & Personalamt; Rechtsamt
(parteilos) Kerstin Kausche Beigeordnete (1. stellv. BM ) Dezernat 2 - Kämmerei; Ordnungsamt; Schule, Kita, Sport und Soziales
SPD[19] Frank Oltersdorf Beigeordneter (2. stellv. BM ) Dezernat 3 - Stadtplanungsamt; Grundstücks- & Gebäudewirtschaft; Tiefbauamt

(Stand: Juni. 2013)[20]

Wappen[Bearbeiten]

Wappen Oranienburg

Das Wappen wurde am 26. Februar 1993 genehmigt.

Blasonierung: „In Silber aus grünem Rasen wachsend ein grüner Eichenbaum mit acht Blättern und vier goldenen Früchten; rechts vom Stamm schwebend ein linksgewendeter gekrümmter roter Fisch.“[21]

Symbolik: Das Wappen hat Elemente aus dem Bötzower Wappen von 1548, wie den roten Fisch (Fischereigerechtigkeit) und den Eichenbaum. Im Jahre 1937 wurden die (sechs) Bötzower Rohrkolben (Schnittrecht für Schilfrohrkolbenernte) durch goldene Eicheln ersetzt und der Fisch war blau tingiert.[22]

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge der Stadt Oranienburg ist rot-weiß und zeigt das Stadtwappen, in der Mitte der Farbabgrenzung rot-weiß befindet sich senkrecht der Eichenbaum.[23]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Oranienburg unterhält Städtepartnerschaften zu

Freundschaftliche Beziehungen gibt es weiterhin zu Oranienbaum als Schwesterstadt in Sachsen-Anhalt mit ähnlichem historischen Hintergrund.

Im Rahmen des 2003 gestarteten „Hautnah-Projekts“ des Fußball-Clubs Hertha BSC Berlin ist Oranienburg seit 2004 eine von mehreren Partnerstädten des Sportvereins.[24] Ziel des Projektes ist es vor allem, den Zusammenhalt zwischen den Berlinern und seinen unmittelbaren Nachbarn nachhaltig zu fördern und zu stärken. Neben anderen Aktivitäten beteiligt sich Hertha BSC an Stadtfesten und veranstaltet Autogrammstunden. Jugendtrainer und Jugendleiter aus Oranienburg können bei Hertha BSC hospitierten und es werden Trainerseminare angeboten. Das Projekt wird aktuell noch weiterentwickelt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Industrie[Bearbeiten]

BW

In Oranienburg gibt es eine Niederlassung der Takeda Pharmaceutical Company für die Entwicklung und Produktion pharmazeutischer Produkte und damit zusammenhängender Dienstleistungen. Die mittelständische ORAFOL Europe GmbH entwickelt und produziert mit über 700 Mitarbeitern selbstklebende Spezialfolien. Das Unternehmen exportiert seine Produkte in mehr als 70 Länder und ist in seiner Branche Weltmarktführer. Das dänische Unternehmen Genan (Altreifenrecycling), der Hersteller von Kunststoffprodukten Plastimat sowie die französische Firma Pneu Laurent (Reifenherstellung) prägen maßgeblich die wirtschaftliche Basis der Stadt. Im Gewerbegebiet Süd an der B 96 befindet sich ein Logistikzentrum der Rewegruppe mit mehr als 500 Beschäftigten.

Der Wirtschaftsstandort Oranienburg ist Teil eines von 15 regionalen Wachstumskernen im Land Brandenburg.[25]

Verkehr[Bearbeiten]

Bahnhof Oranienburg
Karte der Wasserwege um Oranienburg
Der Lehnitzsee

Der Bahnhof Oranienburg ist ein Bahnhof der Kategorie 3. Er liegt an der Berliner Nordbahn, im VBB-Tarifbereich Berlin C und ist Endpunkt der S-Bahn-Linie S 1. Mit dem stündlich verkehrenden Regionalexpress RE 5 ist das Zentrum Berlins in einer halben Stunde erreichbar. Diese Linie verbindet Oranienburg darüber hinaus direkt mit Rostock, Stralsund, Falkenberg/Elster und Lutherstadt Wittenberg. Es verkehren zusätzlich die Regionalbahnen RB 12 und RB 20.

Neben dem Bahnhof in Oranienburg gibt es einen Regionalbahnhof im Ortsteil Sachsenhausen. Die Ortsteile Schmachtenhagen und Wensickendorf sind über die Heidekrautbahn nach Berlin-Karow angebunden. Im Ortsteil Lehnitz hält ebenfalls die S-Bahn-Linie S1.

Der Bahnhof Fichtengrund an der Nordbahn und der Haltepunkt Zehlendorf (b Oranienburg) an der Heidekrautbahn wurden nach 1990 geschlossen. Die Nebenstrecken nach Kremmen (Teil der Umgehungsbahn) mit den Stationen Oranienburg Süd, Eden und Germendorf und nach Velten über Germendorf Süd sowie zwischen Fichtengrund und Schmachtenhagen sind stillgelegt und teilweise abgebaut.

Im Oranienburger Ortsteil Germendorf ist die Oberhavel Verkehrsgesellschaft ansässig. Sie ist ein regionales Busunternehmen im Eigentum des Landkreises und Mitglied im VBB. Das Unternehmen betreibt mit 85 Bussen 42 Linien hauptsächlich im Landkreis Oberhavel. Oranienburg ist ein zentraler Verknüpfungspunkt mehrerer Buslinien des Unternehmens untereinander und mit der Berliner S-Bahn bzw. dem Bahn-Regionalverkehr.

Durch die Stadt führt in West-Ost-Richtung die Bundesstraße 273. Die Bundesstraße 96 führt auf einer vierspurigen Umgehungsstrecke westlich an Oranienburg vorbei, vier Anschlussstellen sorgen für einen guten Anschluss der Stadt. Südlich von Oranienburg ist diese Umgehung über das Autobahnkreuz Oranienburg an die Bundesautobahn 10 (Berliner Ring) und die Bundesautobahn 111 (Berliner Stadtautobahn) angebunden.

Die wichtigsten Wasserstraßen sind der Oder-Havel-Kanal mit dem Lehnitzsee, der Oranienburger Kanal, der Ruppiner Kanal und die Havel. Nordwestlich der Stadt bilden Oranienburger und Ruppiner Kanal das Kanalkreuz Oranienburg. 2014 betriebene Schleusen im Stadtgebiet sind die Schleuse Lehnitz im Oder-Havel-Kanal, die Schleuse Pinnow im Oranienburger und die Schleuse Tiergarten im Ruppiner Kanal. Außer Betrieb sind die Schleusen Sachsenhausen, Friedenthal und Malz, wobei jedoch von Seiten der Stadt über eine Instandsetzung und Wiederinbetriebnahme diskutiert wird, um so die Infrastruktur für den zunehmenden Wassertourismus zu verbessern.

Der Radfernweg Berlin-Kopenhagen verläuft durch die Stadtteile Lehnitz, Oranienburg (das Stadtzentrum), Friedrichsthal und Schmachtenhagen (Wohnplatz Bernöwe).

Die Stadt liegt an der deutsch-niederländischen Ferienstraße Oranier-Route.

Medien[Bearbeiten]

In Oranienburg erscheinen als Tageszeitungen der Oranienburger Generalanzeiger und eine Lokalausgabe der Märkischen Allgemeinen. Im Ortsteil Zehlendorf befindet sich eine große Rundfunksendeanlage für LW, MW und UKW mit einem der leistungsstärksten Langwellen-Sender Europas. Von März 2005 bis 2009 sendete aus der T. U. R. M. Erlebniscity der Radiosender oldiestar* ein Rundfunkprogramm für Brandenburg und Berlin. Über das Kabelnetz informiert der lokale Fernsehsender OHV-TV aus der Region.

Bildung[Bearbeiten]

Gymnasium „F. F. Runge“

Grundschulen

  • Comenius-Grundschule
  • Freie Adventschule Oberhavel (Friedrichsthal)
  • Grundschule Friedrich Wolf (Lehnitz)
  • Grundschule Friedrichsthal
  • Grundschule Germendorf
  • Grundschule Sachsenhausen
  • Havelschule
  • Kinderschule Oberhavel (Eden)
  • Neddermeyer-Grundschule (Schmachtenhagen)
  • Waldschule
  • Mosaik-Grundschule

Förderschulen

  • Schule St. Johannesberg, Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“
  • Linden-Schule (Allgemeine Förderschule)

Weiterführende Schulen

Musikschulen

  • Klang-Farbe Orange e. V. – Die Musikschule in und für Oranienburg
  • Kreismusikschule Oberhavel
  • Musikwerkstatt Eden – Die besondere Musikschule in Oranienburg

Sonstige Bildungseinrichtungen

  • Milchwirtschaftliche Lehr- und Untersuchungsanstalt Oranienburg e. V.[26]

Fachhochschule der Polizei des Landes Brandenburg

Logo der Fachhochschule der Polizei

Die Fachhochschule der Polizei führt die Polizeiausbildung für den mittleren, gehobenen und höheren Polizeivollzugsdienst für die Polizei Brandenburg durch. Das erste Studienjahr des Studiums für den höheren Dienst wird in Oranienburg gemeinsam für die Brandenburgische und die Berliner Polizei durchgeführt. Seit 2006 lässt auch die Polizei des Deutschen Bundestages Polizisten in Oranienburg ausbilden. Der Studiengang für den gehobenen Polizeivollzugsdienst ist seit Oktober 2007 auf eine Bachelor-Graduierung umgestellt und darf das Gütesiegel des deutschen Akkreditierungsrates tragen.[27]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

  • Oranienburger Handball Club e. V. (OHC)
  • Christliches Jugendzentrum Oranienburg e. V. (CJO)
  • Schachclub Oranienburg e. V.
  • Motorsport-Club (MC) Oranienburg
  • Oranienburger FC Eintracht 1901 e. V. (Fußball)
  • Judo-Club "Samura" Oranienburg e. V.
  • VSV Havel Oranienburg e. V. (Volleyball Sportverein)
  • Shukokai Karate Oranienburg e. V.
  • Oranienburger Tierfreunde e. V.
  • Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft Ortsgruppe Oranienburg e. V. (DLRG)
  • Lehnitzer Karneval Klub e. V.
  • Blasmusikverein Oranienburg e. V.
  • SVB01 Schmachtenhagen e. V. (Sportverein)

Freizeiteinrichtungen[Bearbeiten]

  • Freizeit- & Sportbad T. U. R. M. ErlebnisCity[28]
  • Tier- und Freizeit- und Urzeitpark in Germendorf[29]
  • Oberhavel Bauernmarkt in Schmachtenhagen[30]

Baudenkmale[Bearbeiten]

Schlossparkteich Oranienburg
Ehemaliges Waisenhaus
Gedenktafel in der Nähe des ehemaligen jüdischen Bethauses
Gedenktafel zum KZ Oranienburg

In der Liste der Baudenkmale in Oranienburg sind folgende in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale näher erläutert:

  • Schloss Oranienburg mit Park, Museum und Orangerie
  • Ev. St. Nicolaikirche, erbaut im neuromanischen Stil von Friedrich August Stüler, nach Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut. Dort auch Denkmal von 1985 zur Erinnerung an die Opfer des KZ Sachsenhausen in selbstkritischem Rückblick auf die eigene Kirchengeschichte der „Deutschen Christen
  • Römisch-katholische Kirche „Herz Jesu“ an der Augustin-Sandtner-Straße/Ecke Emil-Polesky-Straße mit Gedenkstätte für die Opfer des KZ Sachsenhausen an der Stirnwand des Kirchenraumes, 1984 entstanden auf Veranlassung von Papst Johannes Paul II. nach einer Pilgerfahrt von DDR-Bürgern nach Rom
  • Ehemaliges Waisenhaus an der St.-Nicolai-Kirche (Gestiftet von Louise Henriette von Oranien)
  • „Die Anklagende“, Plastik von Fritz Cremer, Schloßplatz
  • „Louise-Henriette-Denkmal“ von Wilhelm Wolff (1858)
  • Skulptur des Reichsfreiherrn Otto von Schwerin, dem ersten Oranienburger Amtshauptmann, am Schloßplatz
  • Amtshauptmannshaus (1657) neben dem Schloss (ehemaliges Kreismuseum)

Gedenkstätten[Bearbeiten]

Die wichtigste und auch international bekannte Gedenkstätte in Oranienburg ist die Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen. Sie befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen KZ Sachsenhausen und wurde 1961 als Nationale Mahn- und Gedenkstätte Sachsenhausen zur Erinnerung an das Konzentrationslager und sein Vorgängerlager, das KZ Oranienburg, eingeweiht. Nach der Wende in der DDR wurde das Konzept der Gedenkstätte grundlegend überarbeitet. In diesem Zusammenhang wurde auch das sowjetische Speziallager Nr. 7 Sachsenhausen aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg in die Gedenkstätte integriert. Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten ist die Trägerin dieser Gedenkstätte.

In Ergänzung zu dieser zentralen Gedenkstätte finden sich an relevanten Orten im Stadtgebiet Gedenksteine und Gedenktafeln mit Bezug auf besondere Aspekte der KZ, so z. B. am Ort des KZ Oranienburg an der Berliner Straße; auf dem Friedhof an der Kremmener Straße für den 1934 im KZ Oranienburg ermordeten Schriftsteller Erich Mühsam; auf dem Friedhof an der Kremmener Straße für 1200 ermordete Häftlinge des KZ Sachsenhausen sowie etwa 75 Zwangsarbeiter aus mehreren Ländern, die hier begraben sind und am Haus Waldstraße 22 für den kommunistischen Widerstandskämpfer Emil Polesky, der 1941 im KZ Sachsenhausen ums Leben kam. An die Häftlinge des KZ-Außenlagers Auerwerke des KZ Ravensbrück erinnert ein Findling mit Gedenktafel von 1974 an der Lehnitzstraße/Ecke Lindenring. Eine Gedenkmauer an der Schleusenbrücke erinnert an die Häftlinge des KZ-Außenlagers Klinkerwerk. Ein Gedenkort Klinkerwerk zu diesem Außenlager befindet sich in der Aufbauphase.[31]

Für sowjetische Soldaten sowie etwa 250 Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene verschiedener Länder wurde bereits 1948/49 an der Ecke Bernauer Straße/Mathias-Thesen-Straße ein Sowjetischer Ehrenfriedhof errichtet. Am Jüdischen Friedhof in der Kremmener Straße erinnert eine Gedenktafel an die Zerstörung und Schändung durch die Nationalsozialisten. Die 1988 zur Erinnerung an die Jüdische Gemeinde und ihr Bethaus erstellte Gedenktafel befindet sich irrtümlicherweise auf dem benachbarten Grundstück Havelstraße 5.[32]

Zur Erinnerung an die Einzelschicksale von Oranienburgern, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden, wurden an den früheren Wohnorten dieser Menschen Stolpersteine in den Gehweg eingelassen. In Oranienburg gib es bisher 49 Stolpersteine.[33]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Runge-Denkmal
Runge-Gedenktafel
  • August Wilhelm von Preußen (1722–1758), Bruder Friedrichs des Großen und Vater König Friedrich Wilhelms II., gestorben am 12. Juni 1758 im Oranienburger Schloss
  • Luise Henriette von Oranien, niederländische Prinzessin und Namensgeberin der Stadt Oranienburg, errichtete eine Musterwirtschaft
  • Friedrich I. in Preußen, der erste Preußische König, baute Schloss Oranienburg zu Ehren seiner Mutter aus und nutzte es als Sommerresidenz
  • Friedrich Ludwig Dulon, deutscher Flötist und Komponist, geboren am 14. August 1769 in Oranienburg
  • Friedlieb Ferdinand Runge, deutscher Chemiker, gestorben am 25. März 1867 in Oranienburg
  • Walther Bothe, deutscher Physiker und Nobelpreisträger, geboren am 8. Januar 1891 in Oranienburg
  • Annemarie Norden, deutsche Schriftstellerin, geboren am 27. November 1910 in Oranienburg
  • Silvio Gesell, Begründer der Freiwirtschaftslehre, verbrachte viele Jahre seines Lebens in Eden und starb dort im März 1930
  • W. Michael Blumenthal, früherer US-Finanzminister und heutiger Direktor des Jüdischen Museums in Berlin, geboren am 3. Januar 1926 in Oranienburg
  • Harry Jeske, Mitbegründer und Bassist der Rockgruppe Puhdys von 1969 bis 1997, geboren am 6. Oktober 1937 in Oranienburg
  • Friedrich Wolf, deutscher Arzt und Schriftsteller, gestorben am 5. Oktober 1953 in Lehnitz
  • Carl Gustav Hempel, deutsch-amerikanischer Wissenschaftsphilosoph, geboren am 5. Januar 1905 in Oranienburg, gestorben am 9. November 1997 in Princeton, New Jersey
  • Annett Kruschke, deutsche Schauspielerin, geboren 1964 in Oranienburg
  • Kathrin Angerer, deutsche Schauspielerin, geboren 1970 in Oranienburg
  • Wilhelm Groß, Bildhauer und Prediger der Bekennenden Kirche, geboren am 12. Januar 1883 in Schlawe bei Stolp/Pommern, gestorben am 9. Januar 1974 in Oranienburg-Eden
  • Bernd Eichwurzel, Ruderer, Olympiasieger 1988 im Vierer mit Steuermann, geboren 1964 in Oranienburg
  • Kurt Kelm, deutscher Übersetzer, lebte von 1949 bis 2009 in Oranienburg
  • Alexander Walke, Fußballtorwart, geboren 1983 in Oranienburg
  • Marcus Mlynikowski, Fußballspieler, geboren 1992 in Oranienburg
Ehrenbürger

Siehe: Liste der Ehrenbürger von Oranienburg

Literatur[Bearbeiten]

  •  Marion Latotzke, Burkhard Schwarz, Stefan Latotzke: Zeitsprünge Oranienburg. Sutton, Erfurt 2006, ISBN 3-86680-018-5.
  •  Hans Biereigel: Ick bin Jette Bath. Geschichten und Anekdoten um die Omnibus-Jette. Sutton, Erfurt 2007, ISBN 978-3-86680-216-2.
  •  Bodo Becker: Oranienburg. Ein historischer Streifzug. Sutton, Erfurt 2008, ISBN 978-3-86680-278-0.
  •  Raimund Hertzsch (Hrsg.): Stadt Oranienburg. Auf den Spuren der Oranier. Kai Homilius Verlag, Berlin 1999, ISBN 3-89706-902-4.
  • Stadt Oranienburg (Hrsg.): Bothzowia – Oranienburg. Band 1: Stadt und Dörfer – Oranienburg im Wandel der Zeiten. Aus der Geschichte der Ortsteile. Oranienburg 2007, ISBN 978-3-9812001-0-2.
  • Stadt Oranienburg (Hrsg.): Bothzowia – Oranienburg. Band 2: Stadt und Kultur: Gartenkunst, Schlösser, Architektur und Wissenschaft. Oranienburg 2009, ISBN 978-3-9812001-1-9.
  • Stadt Oranienburg (Hrsg.): Bothzowia – Oranienburg. Band 3: Stadt und Wasser: Flüsse, Seen und Kanäle, Schifffahrt, Wirtschafts- und Erholungsraum. Oranienburg 2010, ISBN 978-3-9812001-2-6.
  •  Friedrich Ballhorn, Jörn Lehmann (Hrsg.): Geschichte der Stadt Oranienburg bis zur Einführung der Städte-Ordnung im Jahre 1808. Selbstverlag, Berlin 1850 (Neuauflage: Edition Rieger, Karwe 2008, ISBN 978-3-941187-02-3).
  • Bodo Becker: Das „Jüdische Erholungsheim Lehnitz": „Ein Heim wie dieses ist nicht nur eine leibliche Wohltat“. Hentrich & Hentrich Verlag Berlin, Berlin 2013, ISBN 978-3-942271-78-3
  • Einst und Jetzt: Oranienburg. Culturcon Medien, 2012, ISBN 978-3-941092-82-2
  • Jürgen Jancke (Hrsg.) u. a.: Die Rinn-Dokumentation: Oranienburger Stadtgeschichte von 1864 bis 1975 in Episoden - Band 1. VV Veltener Verlagsgesellschaft, Velten 2013, ISBN 978-3-9813649-9-6

Filme[Bearbeiten]

  • Atomwettlauf – Das Geheimnis der Bombardierung Oranienburgs. Fernseh-Reportage, Deutschland, 2012, 30 Min., Moderation: Hellmuth Henneberg, Buch: Wolfgang Albus, Thomas Claus, Maren Schibilsky, Kamera: Sebastian Baumöller, Werner Peter, Jan Urbanski, Produktion: rbb, Redaktion: Ozon unterwegs, Erstausstrahlung: 26. März 2012 beim rbb, Film-Informationen von rbb mit online-Video.
  • Geheimsache Nazi-Uran: Bombenjagd in Brandenburg. Dokumentarfilm, Deutschland, 2013, 43:20 Min., Buch und Regie: Thomas Claus und Maren Schibilsky, Produktion: rbb, Erstsendung: 26. November 2013 bei rbb, Inhaltsangabe von ARD, u.a. mit Rainer Karlsch.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Oranienburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2012 (XLS-Datei; 83 KB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Guido Berg: Strahlende Spuren: radioaktives aus der Streusandbüchse. In: Der Tagesspiegel, 26. März 2001
  3. Märkische Allgemeine: Oranienburg hat profitiert (abgerufen am 19. April 2014)
  4.  Carsten Holm: Husten verboten. In: Der Spiegel. Nr. 40, 1. Oktober 2012, S. 40 f.
  5. a b Wolfgang Albus: Eine Stadt auf dem Pulverfass. In: rbb, Ozon unterwegs, 26. März 2012
  6. Maren Schibilsky: Teuflische Bomben. In: rbb, Ozon unterwegs, 26. März 2012
  7. Die Zeit: Fliegerbomben - Unter uns (abgerufen am 21. April 2014)
  8. Torsten Hampel: Bomben in Oranienburg. Die ewige Suche. In: Der Tagesspiegel, 2. März 2013 mit Bildergalerie
  9. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  10. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  11. Zentralrat der Juden in Deutschland: Jüdische Gemeinde "Wiedergeburt" LK Oberhavel e.V (abgerufen am 23. April 2014)
  12. Jüdische Gemeinde "Wiedergeburt": Das Gottesdiestzimmer (abgerufen am 23. April 2014)
  13. Stadt Oranienburg: Ehrenbürger W. Michael Blumenthal (abgerufen am 23. April 2014)
  14. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatBrandenburgische Kommunalverfassung. Abgerufen am 6. Juni 2013.
  15. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatErgebnisse Kommunalwahl 2014. Abgerufen am 14. Juni 2014.
  16. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatErgebnisse Kommunalwahl 2014. Abgerufen am 14. Juni 2014.
  17. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatErgebnis BM Oranienburg 27. September 2009. Abgerufen am 6. Juni 2013.
  18. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatBrandenburgische Kommunalverfassung. Abgerufen am 6. Juni 2013.
  19. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatSPD Oranienburg, Beigeordneter Frank Oltersdorf. Abgerufen am 17.06.2013.
  20. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatBeigeordnete der Kreisstadt Oranienburg. Abgerufen am 17.06.2013.
  21. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  22. Heinz Machatscheck: Lexikon Städte und Wappen der DDR. Verlag Enzyklopädie, Leipzig 1979, DNB 800116615, S. 328.
  23. § 2 Abs. 2 der Hauptsatzung der Stadt Oranienburg (PDF; 33 kB)
  24. Hertha BSC: Parnterstädte
  25. Wachstumskern O-H-V: Homepage
  26. Milchwirtschaftliche Lehr- und Untersuchungsanstalt Oranienburg e. V.: Homepage
  27. Fachhochschule der Polizei Brandenburg: Homepage
  28. T. U. R. M. ErlebnisCity: Erlebnisbad
  29. Tierpark Germendorf: Impressionen
  30. Oberhavel Bauernmarkt: Homepage
  31. Märkische Allgemeine: Stahltafeln am Hafenbecken (abgerufen am 3. Mai 2014)
  32. Stadtarchiv Oranienburg, Repositur 1 ´Bau-Polizei Oranienburg`
  33. Stolpersteine in Oranienburg: Auflistung der Schicksale