Orbitaphlegmone

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Klassifikation nach ICD-10
H05.0 Akute Entzündung der Orbita
ICD-10 online (WHO-Version 2011)

Die Orbitaphlegmone ist eine seltene, gefährliche Erkrankung der Augenhöhle (Orbita). Schnelles Erkennen und eine wirksame Behandlung sind unumgänglich. Diagnostisch oder therapeutische Fehler können immer noch in Blindheit oder dem Tod enden.

Klinisch typische Symptome sind: Chemosis, Hyperämie der Bindehaut, Lidschwellung, Exophthalmus, verminderte Beweglichkeit des betroffenen Auges, Doppelbilder, starke Schmerzen, Visusverlust und Fieber.

Die häufigste Ursache ist die Sinusitis. Bei Kleinkindern besteht oft statt einer Orbitaphlegmone nur eine präseptale (periorbitale) Infektion, häufig im Zusammenhang mit Atemwegserkrankungen. Weitere Ursachen können auch Hautinfektionen, infizierte Gerstenkörner, Hautverletzungen oder Fremdkörper in der Augenhöhle sein.

Gefürchtete Komplikationen einer Orbitaphlegmone sind Sinusthrombosen, Meningitis und Septikämie.

Eine stationäre Aufnahme und genaue Abklärung ist unbedingt erforderlich, sowie das Einleiten einer parenteralen Infusionstherapie mit Antibiotika.

[Bearbeiten] Literatur

  • P. Fechner, K. Teichmann: Medikamentöse Augentherapie: Grundlagen und Praxis. Enke im Georg Thieme Verlag, 4. Auflage 2000. ISBN 978-3131179241
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