Orchester Musikkollegium Winterthur

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Das Stadthaus von Winterthur, in dem das Orchester 40 Konzerte im Jahr gibt
Hermann Scherchen, unter dessen Leitung das Orchester europaweit bekannt wurde

Das Orchester Musikkollegium Winterthur (vor 2000 Stadtorchester Winterthur) aus Winterthur ist eines der ältesten Orchester der Schweiz. Es erlangte vor allem in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts europaweit Bekanntheit.

Das Orchester gibt etwa 70 Konzerte pro Jahr, 40 davon im Winterthurer Stadthaus. Der Schwerpunkt liegt aufgrund der Grösse von 50 Musikern und Musikerinnen neben den Werken des 20. Jahrhunderts bei der Klassik und der Frühromantik.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Musikkollegium selbst wurde 1629 vom Geistlichen Hans Heinrich Meyer gegründet und hatte damals das Ziel, den Kirchengesang zu fördern. Zu Beginn umfasste die Musikgesellschaft etwa 30 bis 40 Leute, die Aufnahmekriterien umfassten eine gute Stimme und die Beherrschung eines Instruments. Auffällig war dabei der Anteil der Sulzers, Hegners und Steiners (die drei berühmtesten Geschlechter Winterthurs zu dieser Zeit) sowie der Geistlichkeit, die erst im 18. Jahrhundert zurückging. So besuchte das Musikkollegium anfangs noch geschlossen die Gottesdienste. Ebenfalls wechselte der Schwerpunkt der Musik im 18. Jahrhundert von der kirchlichen zur instrumentalen Musik.

Das Orchester wurde 1875 vom Dirigenten und damaligen Direktor des Musikkollegiums Georg Wilhelm Rauchenecker als Stadtorchester Winterthur ins Leben gerufen. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das Stadtorchester dann vor allem vom Mäzen Werner Reinhart gefördert und in der Folge unter dem Dirigenten Hermann Scherchen europaweit berühmt. Aus dieser Zeit stammen über 120 Uraufführungen,[1] Komponisten wie Hindemith, Honegger, Schoeck, Schönberg, Strauss, Strawinski und Webern schrieben Stücke für das Stadtorchester.

2000 wurde das Stadtorchester Winterthur in Orchester Musikkollegium Winterthur umbenannt, wodurch der Bezug zum Musikkollegium klarer dargestellt wird. Das Orchester hat auch heute noch ein hervorragendes Ansehen, das immer noch von der Hochphase in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts herrührt.

Dirigenten[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Andreas Wolfensberger, Martin Gmür: Winterthur. Zürich 1996, ISBN 3-905111-09-8, S. 51.

Weblinks[Bearbeiten]