Orden der Heiligen Olga und der Heiligen Sophia

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Großkreuz
Ordensband

Der Orden der Heiligen Olga und Heiligen Sophia (griechisch Βασιλικό οικογενειακό τάγμα Αγίων Όλγας και Σοφίας, Vasiliko ikogeniako tagma Agion Olgas ke Sofias ‚Königlicher Familien-Orden der Heiligen Olga und Sophia‘) wurde 1936 durch König Georg II. von Griechenland zur Erinnerung an die griechischen Königinnen Olga und Sophia und aus Ehrerbietung gegenüber den orthodoxen Heiligen Olga und Sophia als Haus- und Familienorden für Damen gestiftet und ausschließlich an Frauen verliehen. Er ist das Pendant zum Männern vorbehaltenen Orden des Heiligen Georg und Heiligen Konstantin.

Ordensklassen[Bearbeiten]

Ordensdekoration[Bearbeiten]

Das Ordenszeichen der I. und II. Klasse ist goldenes Medaillon in dessen Mitte sich ein weiß emailliertes Kreuz mit roter Umrandung befindet. Auf den waagrechten Kreuzarmen die Portraits der Heiligen Olga und der Heiligen Sophia. Umlaufend in einem blau emaillierten Reif die Inschrift AΓΓA COΦIA AΓΓA OΛΓA (Heilige Sophia Heilige Olga). Der obere Kreuzarm ist im Reif von einer Mantuakrone überragt.

Die Ordensdekoration der III. und IV. Klasse ist ein gekröntes Medaillon, das in der Mitte ein weiß emailliertes griechisches Kreuz zeigt. In der Kreuzmitte ein kleines Medaillon mit dem Bildnis der beiden Heiligen. Umlaufend im oberen durchbrochenen Halbkreis abwechselnd drei Herzen und zwei Löwen. Im unteren blau emaillierten Halbkreis die bereits oben beschriebene Inschrift. Das Medaillon der IV. Klasse ist aus Silber.

Trageweise[Bearbeiten]

Das Großkreuz wird an einer Schärpe von der linken Schulter zur rechten Hüfte sowie mit einem achtstrahligen Bruststern getragen. Die Ordenszeichen der II., III. und IV. Klasse werden an einer Damenschleife auf der rechten Brustseite getragen. Die II. Klasse zusätzlich mit einem Bruststern.

Das Ordensband ist dunkelblau mit kleinen waagerechten weißen Seitenstreifen.

Sonstiges[Bearbeiten]

Der König ist Großmeister des Ordens, der seit 1973 nur noch als Hausorden der königlichen Familie verliehen wird.

Sämtliche Insignien des Ordens sind nach dem Ableben der Inhaberin rückgabepflichtig.

Literatur[Bearbeiten]

  • Paul Ohm Hieronymussen: Handbuch Europäischer Orden in Farben, Universitas Verlag, Berlin 1975, ISBN 3-8004-0948-8
  • Vorstellung der königlichen Orden durch die Nachfahren der griechischen Königsfamilie (PDF, 1014 KB, griech.)