Orden des heiligen Jakob vom Schwert

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Der Orden des heiligen Jakob vom Schwert (port.: Ordem de Sant'Iago da Espada) entstand 1290 aus einer portugiesischen Abspaltung vom spanischen bzw. kastilischen Orden gleichen Namens. Papst Alexander III. hatte diesen Ritterorden etwa 1320 bestätigt, die Großmeisterwürde wurde geteilt und an die Krone der beiden Länder gebunden. Erst bei der Säkularisierung 1789 unter Königin Maria I. wandelte sich der Orden in einen Militär-Orden um. Schließlich erfolgte 1862 die Umwandlung in einen Zivilverdienstorden.

Ordensklassen[Bearbeiten]

Der Orden hatte nun drei Klassen, an deren Spitze der Großmeister und der Großkomtur stand. Die Klassen waren beschränkt auf 6 Großkreuze, 150 Komturen und unbeschränkte Ritterzahl. Am 31. Oktober 1862 wurde der Orden reorganisiert. Danach sollte er außer dem Großmeister und dem Großkomtur 8 Großkreuze, 3 Großoffiziere, 30 Kommandeure, 50 Offiziere und 70 Ritter haben. Gleichzeitig erfolgt die Umwandlung in einen Zivilverdienstorden.[1]

Ordensdekoration[Bearbeiten]

Die Ordensdekoration ist der spanischen Auszeichnung sehr ähnlich. Sie besteht aus einem emaillierten goldgerandeten Christuskreuz mit Kreuzarmen, die in Lilien auslaufen und einer Spitze nach unten. Über dem fußgespitzte Lilienendenkreuz ist ein achtspitziger Stern mit goldenen Strahlen. Auf einem von grünem Kranz umgebenen Mittelschild ist ein rotes Herz.[2]

Ordensband und Trageweise[Bearbeiten]

Das einfarbige violette Ordensband trugen die Großkreuzer als Schärpe über die rechte Schulter nach der linken Hüftseite. Komtur-Klasse trug die Auszeichnung um den Hals, Ritter als Bruststern. Zur Auszeichnung gehört ein Ordensstern dazu. Der besteht aus kreisförmig angeordneten silbernen Strahlen mit aufgelegtem goldgefasstem Mittelfeld dessen Inhalt ein rotes emailliertes Kreuz zeigt. Oberhalb des Mittelfeldes liegt auf den silbernen Strahlen ein rotes Herz.

Der Orden wurde auch in Brasilien verwendet. Mit kaiserlichem Dekret vom 9. September 1843 wurde er zu einem weltlichen Orden erklärt, aber per 22. März 1890 aufgehoben.[1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  1. a b F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894–1896
  2. Beschreibung sämmtlicher Orden, deren Abbildungen in dem Farbendruck-Werk: Die Orden, Wappen und Flaggen aller Regenten und Staaten, enthalten sind. NN, Leipzig, 1883–1887