Oregon-City-Klasse

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Oregon-City-Klasse
USS Rochester (CA-124)
Übersicht
Typ: Schwerer Kreuzer
Namensgeber: Oregon City, Oregon
Einheiten: 3 gebaut, 0 in Dienst
Dienstzeit: 1946 bis 1961 (1980 nach Umbau)
Technische Daten
Verdrängung: 17.031 ts, bis zu 18.900 ts nach Umbau
Länge: 205,3 Meter
Breite: 21,6 Meter
Tiefgang: 7,3 Meter, bis zu 8,2 Meter nach Umbau
Antrieb: 4 Propeller, über 4 Dampfturbinen angetrieben; 120.000 Wellen-PS
Geschwindigkeit: 33 Knoten
Reichweite: 10.000 sm (18.500 km) bei 15 kn, bei Umbauten wenigstens 7000 sm bei 15 kn
Besatzung: Bis zu 80 Offiziere, 1500 Mannschaften

Die Oregon-City-Klasse war eine Klasse Schwerer Kreuzer der United States Navy, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Dienst gestellt wurde. Die zweite der drei Einheiten wurde später zu einem Lenkwaffenkreuzer umgebaut und gehörte der Albany-Klasse an.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Einheiten der Oregon-City-Klasse waren ursprünglich als Kreuzer der Baltimore-Klasse geplant, der Entwurf wurde aber später überarbeitet und die Bestellungen gewandelt. Alle Schiffe wurden in Finanzjahr 1942 in Auftrag gegeben. Vorgesehen war neun Einheiten der Klasse zu bauen, tatsächlich wurden aber nur drei fertiggestellt, da bei Ende des Pazifikkriegs kein Bedarf an zusätzlichen Kreuzern mehr bestand. Der Bau von der USS Northampton (CA-125) wurde am 11. August 1945 eingestellt, als das Schiff zu 56,2 % fertiggestellt war. Ab 1. Juli 1948 wurde das Schiff nach einem völlig veränderten Entwurf weitergebaut. Es wurde als Hauptquartier- bzw. Stabsschiff fertiggestellt, das im Kriegsfall auch den US-Präsidenten und alle wichtigen Kommandostäbe atombombengeschützt aufnehmen konnte. Es wurde als "National Emergency Command Post Afloat (NECPA)" (etwa: Schwimmendes nationales Hauptquartier in Krisen) bezeichnet und war von 1953 bis 1970 als CLC-1 in Dienst.

Die erste Einheit der Klasse, Oregon City, wurde bereits nach einem Jahr wieder außer Dienst gestellt, die dritte, Rochester, blieb von 1946 bis 1961 in Dienst. Einen Sonderstatus nahm die Albany ein, die ab 1957 zu einem Lenkwaffenkreuzer umgebaut wurde und dann bis 1980 in Dienst blieb.

Nach der nach 1970 erfolgten Streichung aus der Reserveflotte wurden beide Einheiten zerlegt, das gleiche Schicksal traf auch Albany nach 1980.

Technik[Bearbeiten]

Eine genauere Übersicht über die Technik, auch der später umgebauten Albany, findet sich unter Baltimore-Klasse

Die grundsätzlichen Daten der Oregon-City-Klasse unterscheiden sich nicht von denen der Baltimore-Klasse. So waren die Schiffe ebenso 205,3 Meter lang und 21,6 Meter breit und verdrängten bis zu 17.031 Standardtonnen. Auch die Antriebsanlage und die Bewaffnung blieb unverändert.

Der einzige wesentliche Unterschied betrifft die Aufbauten. Zur Reduzierung der Topplastigkeit und zu Gunsten eines größeren Bestreichungswinkels der Flugabwehr wurden die zwei Schornsteine zu nur noch einem zusammengefasst, außerdem wurde die Höhe der achterlichen Aufbauten verringert.

Einheiten[Bearbeiten]

Kennnummer Name In Dienst Außer Dienst Verbleib/Schicksal
CA-122 Oregon City 16. Februar 1946 15. Dezember 1947 1974 verschrottet
CA-123/CG-10 Albany 15. Juni 1946 29. September 1980 verschrottet
CA-124 Rochester 20. Dezember 1946 10. August 1961 1975 verschrottet
CA-125/CLC-1 Northampton 7. März 1953 8. April 1970 verschrottet
CA-126 Cambridge Bau am 12. August 1945 storniert
CA-127 Bridgeport Bau am 12. August 1945 storniert
CA-128 Kansas City Bau am 12. August 1945 storniert
CA-129 Tulsa Bau am 12. August 1945 storniert
CA-137 Norfolk Bau am 12. August 1945 storniert
CA-138 Scranton Bau am 12. August 1945 storniert

Literatur[Bearbeiten]

  • Stefan Terzibaschitsch: Kreuzer der U.S. Navy. Bechtermünz Verlag, Augsburg 1997, ISBN 3-7822-0348-8

Weblinks[Bearbeiten]