Oreochromis

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Oreochromis
Oreochromis andersonii

Oreochromis andersonii

Systematik
Überordnung: Cichlomorphae
Ordnung: Cichliformes
Familie: Buntbarsche (Cichlidae)
Unterfamilie: Pseudocrenilabrinae
Tribus: Oreochromini
Gattung: Oreochromis
Wissenschaftlicher Name
Oreochromis
Günther, 1889

Oreochromis (von gr. óreios „gebirgsbewohnend“, und chromis, einem alten Gattungsnamen verschiedener Fische; bei Cuvier hießen die Cichliden "Chromides") ist eine Fischgattung aus der Familie der Buntbarsche (Cichlidae). Ursprünglich zählte Oreochromis wie auch die Sarotherodon-Arten zur Gattung Tilapia.

Vorkommen[Bearbeiten]

Oreochromis-Arten kommen in Seen und Flüssen West- und Ostafrikas vor. Inzwischen findet man sie weltweit in Aquakultur-Anlagen und ausgesetzt in warmen subtropischen Seen und Flüssen, wo sie die einheimischen Fische teilweise verdrängen.

Merkmale[Bearbeiten]

Sie erreichen Längen von fünf Zentimeter bis zu einem halben Meter und sind von recht unterschiedlicher Gestalt. Von der nah verwandten Gattung Tilapia unterscheiden sie sich durch eine größere Anzahl von Kiemenreusendornen am Unterteil des ersten Kiemenbogens und andere Schädel- und Kiefermerkmale. Alle Oreochromis-Arten sind ovophile Maulbrüter, das heißt ein Elternteil nimmt die befruchteten Eier ins Maul und trägt sie mit sich herum. Das Gelege umfasst meist 60 bis 80, bei einigen Arten auch bis zu 1000 Eier. Sie bilden in den meisten Fällen eine Mutterfamilie (das Männchen beteiligt sich nicht an der Brutpflege), seltener eine Elternfamilie (das Männchen beteiligt sich an der Brutpflege).

Etymologie[Bearbeiten]

Günther[1], der den Namen Oreochromis vorschlug, schuf den Namen für die neue Art O. hunteri, den er aus dem Kilimanjaro-Gebiet erhalten hatte. Er sah die Ähnlichkeit zu den zu dieser Zeit bekannten anderen Buntbarsch-Gattungen Chromis und Hemichromis, stellte aber vier Hartstrahlen in der Afterflosse fest, weshalb er aufgrund des Vorkommensgebietes der neuen Art einen neuen Gattungsnamen vorschlug, der übersetzt "Berg-Chromis" lautet (von gr. óreios „gebirgsbewohnend“, und chromis). Dass die meisten heute zu Oreochromis gezählten Arten nicht unbedingt in gebirgigen Gegenden vorkommen, ist für die Namensgebung unbedeutend.

Systematik[Bearbeiten]

Oreochromis aureus
Oreochromis mossambicus
Oreochromis tanganicae
Oreochromis squamipinnis, Männchen mit deutlich sichtbaren Genitalanhängen

Literatur[Bearbeiten]

  • Anton Lamboj: Die Cichliden des westlichen Afrikas. Verlag: Natur und Tier, 2006, ISBN 386-659000-8
  • Claus Schaefer, Torsten Schröer: Das große Lexikon der Aquaristik. Band 2, ISBN 3800174979

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Günther, A. (1889): On some fishes from Kilima-Njaro District. Proceedings of the Zoological Society of London, 1889 (1): 70-72.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Oreochromis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien