Organisation de résistance de l’armée

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Die Organisation de résistance de l'armée (ORA) (Widerstandsorganisation der Armee) war eine französische paramilitärische Widerstandsorganisation während des Zweiten Weltkriegs.

Gründung[Bearbeiten]

Nach der deutschen Invasion der zone libre (freie Zone) im November 1942 wurde die ORA am 31. Januar 1943 als — selbst sogenannt apolitische — Organisation gegründet. Sie vereinte ehemaliges französisches Militärpersonal im Widerstand gegen die deutsche Besatzung, Charles de Gaulles Führungsanspruch jedoch nicht anerkennend. Gegründet wurde die ORA von General Aubert Frère. Frère war seinerzeit Präsident des Tribunals gewesen, das de Gaulle im August 1940 in Clermont-Ferrand zum Tode verurteilt hatte.

Führung[Bearbeiten]

General Aubert Frère führte die ORA von der Gründung 1940 bis zu seiner Verhaftung und Deportation 1943 ins Konzentrationslager Struthof, wo er am 13. Juni 1944 starb.

Nach Frère führte General Jean-Edouard Verneau die ORA. Er wurde am 23. Oktober 1943 verhaftet, und starb während seiner Deportation nach Buchenwald am 14. September 1944.

Nach ihm übernahm General Georges Revers die Führung, mit General Pierre Brisac als Stellvertreter.

In der zone sud, die nicht von Deutschen besetzt war, wuchs die ORA schnell, was auf die Rekrutierung von Offizieren und auf Waffennachschub aus der Vichy-Armee zurückzuführen ist. 1944 vereinigte sie sich mit zwei anderen großen Résistance-Organisationen, der Armée secrète (AS) und den Francs-tireurs et partisans (FTP) zu den Forces françaises de l’intérieur (FFI), bewahrte aber innerhalb der FFI ihre Autonomie.

Weblinks[Bearbeiten]