Organspende

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Bei Organspenden werden menschliche Organe für eine Transplantation zur Verfügung gestellt. Lebendspenden sind bei Nieren und Leber gängige Praxis. Lebendspenden sind neben der Zustimmung des Spenders oft noch an weiterreichende Bedingungen gebunden.

Herz, Lunge, Bauchspeicheldrüse und Dünndarm können dagegen in der Regel ausschließlich post mortem entnommen werden. Gesetzliche Voraussetzung dafür ist meist die eindeutige Feststellung des Hirntodes, in einigen Ländern ist auch das Herztodkriterium ausreichend. Darüber hinaus konkurrieren aus rechtlicher Sicht grundsätzlich Widerspruchs- und Zustimmungsregelungen.

Von der Organspende im engeren Sinn abgegrenzt werden Gewebespenden (z. B. von Hornhaut), Blutspenden, Knochenmarkspenden (Blutstammzellenspende) und Spenden von vaskularisierten Gewebekomplexen (z. B. bei Hand- oder Gesichtstransplantationen).[1][2]

Geschichte[Bearbeiten]

1954 spendete zum ersten Mal ein eineiiger Zwillingsbruder seinem Bruder als Lebendspender eine seiner Nieren (syngene Transplantation). Dieser Bruder überlebte acht Jahre. Er selbst starb mehr als 56 Jahre später. Der damalige Chefoperateur Joseph Edward Murray erhielt 1990 den Nobelpreis für Medizin.[3] Die erste Lebendspende einer Bauchspeicheldrüse wurde 1979 von einem Team um David Sutherland an der University of Minnesota in Minneapolis durchgeführt.[4]

Seit 1995 sind Leberlebendspenden durchführbar.[5] Bis 2012 sind weltweit über eine halbe Million Nieren transplantiert worden.

Medizinische Praxis[Bearbeiten]

Eine Organspende im engeren Sinn betrifft solide menschliche Organe. Anders ist das bei der Gewebespende, in deren Rahmen Blutbestandteile, Augenhornhaut, Herzklappen, Knochengewebe, Knorpelgewebe, Gehörknöchelchen, Haut oder Sehnen entnommen werden.

Organqualität[Bearbeiten]

Eine Reihe von Faktoren bestimmen die Qualität eines Organs (und damit neben der Kompatibilität des Organs mit dem Empfänger den Erfolgsgrad einer Transplantation). Die beiden wichtigsten sind das Organalter sowie bestimmte Komorbiditäten des Spenders.

Das Alter der Spender ist dabei weniger relevant als der Zustand der Organe. Die Eignung von Organen zur Transplantation sollte im Einzelfall medizinisch geprüft werden.[6]

Kontraindikationen[Bearbeiten]

Eine Organspende verbietet sich dann, wenn der Spender an einem metastasierenden Krebsleiden, an einer aktiven und verbrauchenden Infektion, der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit beziehungsweise anderen Prionen-Erkrankungen oder einer chronischen Organfunktionsstörung leidet.

Weil eine Infektion mit HIV keine absolute Kontraindikation für Transplantationen mehr ist, bieten sich für HIV-infizierte potenzielle Empfänger auch verstorbene HIV-Infizierte als Spender an, wenngleich dies bisweilen aus juristischer Sicht – z. B. in den Vereinigten Staaten – verboten ist.[7]

Einige Kontraindikationen bestehen organspezifisch.[8] So stehen mit Hepatitis B oder C Infizierte nicht für Leberspenden zur Verfügung.

Drogenabhängigkeit ist keine unbedingte Kontraindikation zur Organspende.

Spendenarten[Bearbeiten]

Grundsätzlich kann zwischen Spendeorganen, welche nur einem Toten entnommen werden dürfen, und solchen, die auch durch eine Lebendspende übertragen werden können, unterschieden werden. In der Regel erzielen dabei Organe aus Lebendspenden einen höheren Transplantationserfolg.

Es kann zwischen einer autologen, allogenen, syngenen, xenogenen und alloplastischen Transplantation unterschieden werden. Bei einer autologen Transplantation sind der Organspender und -empfänger die gleiche Person (z. B. Hauttransplantation bei Verbrennung). Bei einer allogenen Transplantation sind der Spender und der Empfänger zwei verschiedene Personen. Die allogene Transplantation ist die weltweit am häufigsten durchgeführte Art der Transplantation. Einen Spezialfall bilden syngene Transplantationen zwischen eineiigen Zwillingen, hier sind Spender und Empfänger genetisch identisch. Xenogene Transplantationen finden zwischen Vertretern von verschiedenen Spezies statt. Das bedeutet, Organe werden vom Tier auf den Menschen verpflanzt. Dazu gehört auch das Einsetzen von Schweineherzklappen in das menschliche Herz.[9]

Lebendspende[Bearbeiten]

Bei der Lebendspende spendet ein lebender Mensch eines seiner Organe oder die erforderlichen Zellen. Dies sind entweder paarig oder segmenthaft angelegte Organe oder Organe mit einer hohen Regenerationsfähigkeit.

Grundsätzlich wird zwischen Lebendspenden unter nahen Blutsverwandten und „fremden Spendern“, die meist nicht in einer persönlichen Verbindung mit dem Empfänger stehen, sogenannten living unrelated donors (LURD), unterschieden. Die Transplantationserfolge unterscheiden sich dabei meist nicht signifikant oder jedenfalls nicht bedeutend voneinander.

Gespendet werden von lebenden Personen Nieren und Leber. Auch Teile von Bauchspeicheldrüsen, Därmen und Lungen sind bereits nach Lebendspenden transplantiert worden.

Niere[Bearbeiten]

Die Nierenlebendspende ist die häufigste Form der Lebendspende, da dieses Organ im Körper paarweise vorhanden ist und somit der Spender seine Nierenfunktion nicht einbüßt. Lebendspendenierentransplantationen zeugen deutlich größere Erfolge als Leichennierentransplantationen.[10] Frauen spenden dabei zwischen zwei und acht mal häufiger als Männer.[11] Weniger invasive laparoskopische Entnahmearten führten in der Anfangszeit zu Beginn des 3. Jahrtausends zwar zu häufigeren gravierenden Komplikationen,[12] sind mittlerweile aber ähnlich sicher wie konventionelle offen-chirurgische Eingriffe, führen allerdings zu einer etwas längeren warmen Ischämiezeit, ohne dass dies bisher nachweisbare Konsequenzen für die Organqualität hat.[13] Beide Eingriffsarten spielen daher in der klinischen Praxis eine legitime Rolle.[14] Die perioperative Sterblichkeit liegt bei etwa 0,02 bis 0,05 %; die Langzeitsterblichkeit von Nierenspendern liegt nicht über der vergleichbarer Alterskohorten.[15]

Leber[Bearbeiten]

Ein weiteres Organ, bei dem Lebendspenden eine zunehmende Rolle spielen, ist die regenerationsfähige Leber, von der auch nur ein Teil gespendet werden kann.

Postmortale Spende[Bearbeiten]

Post mortem werden auch Herzen, Gliedmaßen (z. B. bei der Handtransplantation) und das Gesicht für eine Transplantation gewonnen. Erste Versuche mit Gebärmutterspenden gab es zunächst in Saudi-Arabien und der Türkei;[16] auch in Schweden ist ein solches Programm im Gang.[17] Organe zur Transplantation werden in der Regel entnommen, wenn der Hirntod nachgewiesen ist. In einigen Ländern werden, zumeist alternativ, Organe auch nach dem Herztod entnommen,[18] dabei werden vor allem Nieren und seltener auch Lebern explantiert.[19]

Bevor 1968 an der Harvard University entwickelte Hirntodkriterien breite Anerkennung fanden, war der Herztod die Prämisse der meisten postmortalen Organspenden.[20] Danach wurde der Hirntod in den meisten Staaten mit Transplantationsmedizin die weitaus häufigste Präexplantationsdiagnose. Lediglich in Staaten wie Japan, die den Hirntod nicht anerkennen, blieb der Herztod das Standardkriterium für die postmortale Organentnahme.[19] Erst durch die Verschärfung des Organmangels kommt es seit den 1990er Jahren auch in einigen anderen Staaten (z. B. USA, Niederlande, Schweiz, Österreich)[21] wieder vermehrt auch zu Entnahmen nach einem irreversiblen Kreislaufstillstand ohne Feststellung des Hirntods. In Deutschland ist eine Organexplantation nach Herztod verboten.[21]

Der Hirntod kann bei primär supratentorieller (Großhirn-)Läsion durch klinische Untersuchungen festgestellt werden (Koma, Fehlen aller Hirnstammreflexe und Ausfall der Spontanatmung). Diese Beobachtungen müssen über gewissen Zeitraum hinweg — je nach Jurisdiktion und Art des Hirnschadens etwa zwischen vier und 72 Stunden, wobei sekundäre Hirnschäden in der Regel längere Zeiträume erfordern — nachgewiesen werden. Alternativ sind auch technische Untersuchungen zum Nachweis der Irreversibilität möglich und üblich: entweder ein Null-Linien-EEG über mindestens 30 Minuten, oder beidseits erloschene evozierte Potentiale, oder der Nachweis der fehlenden Hirndurchblutung mittels Doppler-Sonographie oder Perfusionsszintigraphie. Bei primär infratentorieller (Hirnstamm-, Kleinhirn-) Läsion ist eine apparative Zusatzuntersuchung (EEG oder Sonographie) oft obligat.

Eine Organspende erschwert oder behindert normalerweise die Bestattung nicht.[22]

Ethik[Bearbeiten]

Hinsichtlich Organspenden existieren eine Reihe ethischer Positionen.

Organmangel[Bearbeiten]

Seit Beginn der Geschichte von Transplantationen existiert ein Mangel an Spenderorganen.[23] Um die Allokation postmortal gespendeter Organe vorzunehmen, wurden Organisationen gegründet, die Spenderdatenbanken führen, welche die medizinische Kompatibilität von Spenderorgan und Empfänger gewährleisten sollen und die Organe nach weiteren Kriterien wie z. B. dem vorhergesagten Zugewinn an lebensqualitätsadjustierten Überlebensjahren und bzw. oder nach dem Schuldprinzip (z. B. bei alkoholbedingtem Organversagen) verteilen.

Weltweit wird auf zunehmenden Mangel an Spenderorganen hingewiesen. Wartezeiten für eine Spenderniere variieren nach politischem Kontext. In Deutschland beispielsweise sind sie in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und betrugen Anfang 2005 ca. sechs bis acht Jahre. Potentielle Organempfänger versterben so während der Wartezeit an ihren Erkrankungen. Gründe für die lange Wartezeit sind u. a. der Rückgang an tödlichen Straßenverkehrsunfällen[24] sowie die Zunahme von Erkrankungen, die nur durch eine Transplantation therapiert werden können, insbesondere auch, weil die allgemeine Lebenserwartung gestiegen ist und weil infolge des technischen Fortschritts immer mehr Transplantationen von den Medizinern als durchführbar angesehen werden.[25]

Als weiterer Grund für den Mangel an Organen werden gesetzliche Regelungen angeführt, die zahlreichere Spenden verhinderten. Beispielsweise weist der Nationale Ethikrat Deutschlands darauf hin, dass lediglich ein geringer Prozentsatz der Bevölkerung überhaupt von der geltenden Zustimmungsregelung wisse und somit einen Organspendeausweis ausgefüllt habe. Komme es zu der Situation, dass der Spender hirntot ist und seine Organe transplantiert werden könnten, müssten Ärzte die Angehörigen um eine Erlaubnis noch auf der Intensivstation fragen. Dies werde aus Pietätsgründen häufig nicht gemacht.

Postmortale Spenden[Bearbeiten]

Postmortale Spenden werfen zwei spezifische Ethikprobleme auf: Zunächst stellt sich die Frage des Todeseintritts. Danach muss geprüft werden, wer unter welchen Umständen entscheidet, ob eine Organentnahme vorgenommen werden darf. Schließlich gilt es, die Situation der Hinterbliebenen einzuschätzen.

Todeseintritt[Bearbeiten]

Bei postmortalen Spenden stellt sich die Frage des Todeseintritts. Dabei hat sich in der Praxis der Hirntod als gängiges Kriterium für eine Organentnahme herausgebildet. Exemplarisch für viele in Transplantationsprozesse eingebundene Mediziner bezeichnet die ärztliche Koordinatorin der DSO den Hirntod als „die sicherste Diagnose, die man stellen kann“.[26] Demgegenüber bezweifeln Teile der deutschen Bevölkerung die Zuverlässigkeit der Diagnose.[27] Sie befürchten, dass potenzielle Spender zum Zwecke der Organentnahme zu früh für tot erklärt werden. Eine grundsätzlichere Gegenposition nehmen Vertreter einer Ethik, die durch den Philosophen Hans Jonas verkörpert wird, ein: Sie verfechten die Position, dass die menschliche Person nicht von ihrem Körper zu trennen oder allein im Gehirn zu verorten sei.[28]

Entscheidungskompetenz[Bearbeiten]

Im Grundsatz kann man drei Modelle der postmortalen Organspende unterscheiden:

  • Zustimmungsregelungen
  • Widerspruchsregelungen
  • Notstandsregelungen

Zustimmungsregelungen erlauben eine postmortale Organentnahme nur dann, wenn der Verstorbene – beispielsweise mit Hilfe eines Organspendeausweises – zu Lebzeiten ausdrücklich erklärt hat, dass er nach dem Tod Organspender sein wolle. Bei erweiterten Zustimmungsregelungen können nach dem Tod des Organspenders auch noch bestimmte Personen, zumeist Hinterbliebene, zustimmen. Die enge Form der Zustimmungsregelung praktiziert heute kein europäischer Staat.[29]

Hinsichtlich des potenziellen Spenderkreises weiter gefasst sind Widerspruchsregelungen (auch Widerspruchslösungen), bei denen alle Verstorbenen als Spender in Frage kommen, die zu Lebzeiten nicht ausdrücklich einer postmortalen Spende widersprochen haben. Erweiterte Widerspruchsregelungen geben bestimmten Hinterbliebenen zusätzlich das Recht, nach dem Tod des potentiellen Spenders als Boten des Willens des Verstorbenen zu Lebzeiten zu fungieren. Informationsregelungen bilden eine spezielle Unterart der erweiterten Widerspruchsregelung. Bei jenen gilt zunächst der zu Lebzeiten geäußerte Wille des potentiellen Spenders. Ist dieser nicht bekannt, gilt eine Organentnahme dann als zulässig, wenn bestimmte Hinterbliebene informiert werden und innerhalb einer bestimmten Frist nicht widersprechen.[30]

Notstandsregelungen erlauben die Entnahme von Organen auch beim Vorliegen eines Widerspruchs – ob vom Spender oder dessen Angehörigen – in jedem Fall.

Situation der Angehörigen[Bearbeiten]

Organspendegegner bemängeln, dass Angehörige nach einem Unfall vom Klinikpersonal zu einer Entscheidung genötigt würden, obwohl sich diese noch in einem Zustand des Schocks befänden. In Ländern, in denen bestimmten Angehörigen unter spezifischen Voraussetzungen ein Mitspracherecht eingeräumt wird, ist ein solches Vorgehen jedoch zwingend geboten.

Organhandel[Bearbeiten]

Organhandel ist in den meisten Staaten verboten. Ausnahme bilden hier der Iran und die Philippinen, die einen regulierten Organmarkt institutionalisiert haben. Außerdem werden auch Bolivien, Pakistan, Peru und Albanien häufig im Zusammenhang mit Organhandel genannt. Um bei Lebendspenden Organhandel zu verhindern, sehen viele Organentnahmeregelungen nur einen bestimmten Personenkreis vor. Dabei handelt es sich meist um enge Verwandte oder unter Umständen mit dem Spender persönlich verbundene Personen.

Politik[Bearbeiten]

Die verschiedenen ethischen Fragen werden vor allem von zwei Arten von Gruppen diskutiert: Dies sind zum einen weltanschauliche Gruppen, die sich mit ethischen Fragen aller Art auseinandersetzen und zum anderen Gruppen aus dem Gesundheitswesen, die von Beruf aus oder aufgrund eigener Betroffenheit mit Organspendefragen konfrontiert werden.

Weltanschauliche Gruppierungen[Bearbeiten]

Christentum[Bearbeiten]

Die christlichen Kirchen lehnten bis in die 1950er Jahre mit Blick auf das Verstümmelungsverbot von Leichnamen die Organspende ab. Heute wird von den meisten großen christlichen Kirchen die Ansicht vertreten, dass die der Nächstenliebe entspringende Entscheidung zur Organspende Vorrang habe vor der körperlichen Integrität des Leichnams.[31] Hingewiesen wird lediglich auf die Notwendigkeit eines würdevollen Umgangs mit dem toten Spender und seiner Angehörigen sowie auf die Freiwilligkeit seiner Spende. Unter anderem aus diesem Grund wird auch das Modell einer Widerspruchsregelung kritisch betrachtet.[32]

Aus Sicht der Römisch-Katholischen Kirche ist der eingetretene Tod des Spenders unabdingbare Voraussetzung für eine Organspende. Papst Johannes Paul II. hat unzulässige Bedingungen bei der Organentnahme im Zusammenhang mit den Formen von Euthanasie benannt: «Sie könnten sich zum Beispiel dann ereignen, wenn man, um mehr Organe für Transplantationen zur Verfügung zu haben, die Entnahme dieser Organe vornimmt, ohne die objektiven und angemessenen Kriterien für die Feststellung des Todes des Spenders zu respektieren.»[33] Auch Papst Benedikt XVI. hat deutlich gemacht, dass bei fehlender sicherer Gewissheit das Prinzip der Vorsicht vorherrschen müsse. Nur unter diesen Bedingungen könne in der Organspende ein Akt der Nächstenliebe gesehen werden.[34] Die geforderte Todesvoraussetzung entspricht dem Katechismus der Katholischen Kirche KKK 2296 sowie dem Kompendium 476.

Judentum[Bearbeiten]

In jüdischen Ethiken spricht das strikte Verbot, einen Leichnam zu verstümmeln, gegen eine Organspende. Andererseits steht die Pflicht, das Leben eines Menschen zu retten, im Judentum über nahezu allen anderen Geboten. Deshalb wird Organtransplantation im progressiven und, sofern ein konkreter Empfänger das Organ braucht, auch im orthodoxen Judentum befürwortet. (Die Religionszugehörigkeit von Spender und Empfänger gilt dabei nicht als relevant.)[35]

Islam[Bearbeiten]

Das stärkste Argument im Islam für eine Organspende findet sich in Sure 5,32: „Und wenn jemand [einen Menschen] am Leben erhält, so ist es, als hätte er die Menschen alle am Leben erhalten.“ Auf der Basis, dass Organspenden Leben retten, können alle anderen theologischen Gründe, die gegen eine Organspende sprechen würden, außer Kraft gesetzt werden.[36] Dagegen kann eingewendet werden, dass Nierenspenden aufgrund der Möglichkeit von Dialysen nicht lebensrettend sind und der Islam großen Wert auf die Heiligkeit des Körpers legt.[36] Ebenso wird „Allahs Vorhersehung“ hoch geschätzt und so mag die Rettung von Todgeweihten Allahs Pläne durchkreuzen.[36]

Der ägyptische Großmufti gab 1966 die erste Fatwa, die Organspenden erlaubte, heraus.[37] Seit 1986 auf einer Konferenz islamischer Rechtsgelehrter in Amman der Hirntod dem Herztod in einer Fatwa gleichgestellt wurde, wurden in einer Reihe von primär islamischen Ländern Propagandakampagnen für postmortale Organspenden durchgeführt.[38]

Deutschlandlastige Artikel Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen Staaten zu schildern.

Die Spendenbereitschaft unter Muslimen in Deutschland wird von Medizinern als sehr gering eingeschätzt, während sie in islamischen Ländern höher liegt.[39] Nach Auffassung einiger islamischer Rechtsgelehrter ist die Organspende von einem Nicht-Muslim zu einem Muslim zwar möglich, jedoch nicht umgekehrt. Mit der in Deutschland sehr großen Wahrscheinlichkeit, dass das Organ an einen Nicht-Muslim geht, erklärt sich die geringe Spendenbereitschaft.[39] Einige Rechtsgelehrte vertreten jedoch eine andere Auffassung und halten Transplantationen auch an Nicht-Muslime für möglich.

Anthroposophie[Bearbeiten]

Da die Organtransplantation eine vom Spender so nicht intendierte Entnahme einer Vielzahl von Organen des menschlichen Körpers nach sich ziehen kann, wird die postmortale Organentnahme von Vertretern der Anthroposophie sehr kritisch gesehen. Aus Sicht der anthroposophischen Medizin ist das Hirntodkriterium ebenfalls sehr zweifelhaft. Daher wird von der Zustimmung zur Organspende eher abgeraten. Im Gegensatz dazu wird die Lebendspende von Organen aber durchaus positiv gesehen.[40]

Ökonomie[Bearbeiten]

Weil kein freier Organhandel existiert, kann man Organspenden nur nach ihrem Nutzen im Vergleich zu Substitionsdienstleistungen wie Dialysen in Relation zu Nierenspenden ökonomisch bewerten. Hier zeigt sich, dass Nierentransplantationen langfristig und bei durchschnittlichem Organüberleben deutlich günstiger als vergleichbare Dialysen sind. Für die Vereinigten Staaten wird so ein Ersparniswert von 94.000 US-$ (70.852 €) pro gespendeter Niere veranschlagt,[41] was noch nicht den Wert an hinzugewonnener qualitätsadjustierter Lebenszeit beinhaltet. Selbst bei sehr konservativen Schätzungen beträgt dieser Wert etwa 50.000 US-$ (37.687 €) pro Organüberlebensjahr mit einer derzeitigen Halbwertzeit von etwa zehn Jahren.[42] Demgegenüber stehen selbst bei Lebendnierenspenden maximal etwa 20.000 US-$ direkte Kosten sowie ein sehr kleines, nicht quantifiziertes Gesundheitsrisiko beim Spender.[42]

Aus utilitaristischer Sicht bedeutet die Nicht-Verwertung transplantationsfähiger Organe von Leichen also die routinemäßige Vernichtung einer sehr wertvollen Ressource.[43] Um den Organmangel zu beheben, wird deshalb diskutiert, selektive Anreize für eine Registrierung zur postmortalen Organspende anzubieten.[44]

Praxis[Bearbeiten]

Regionale Transplantationsverbünde: Eurotransplant (blau), Balttransplant (rot), Scandiatransplant (grün)

Praktiken der Organspende sind im Wesentlichen national geprägt, wenngleich es in Staaten mit starken bundesstaatlichen Entitäten (z. B. Kanada oder Schweiz) auch subnationale Praktiken geben kann. Darüber hinaus existieren drei internationale Organspendenverteilungsorganisationen: Eurotransplant, Scandiatransplant und Balttransplant. In Lateinamerika versucht die Grupo Punta Cana Organtransplantationen international zu koordinieren.[45]

Überblick[Bearbeiten]

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die globale Situation der existierenden Regelungen für Organspenden.

 
Staat Regelung Inkraft-
setzung[Anm. 1]
Todes-
kriterium[Anm. 2]
Spenderquote[Anm. 3]
post mortem Lebendspenden
Kroatien Widerspruchsregelung[46] 1989 (2000) 000000000000030.700000000030,7[47] 000000000000005.00000000005,0[47]
Australien Zustimmungsregelung[46] 1987 000000000000013.500000000013,5[47] 000000000000013.300000000013,3[47]
Albanien keine
Kosovo keine
Irland (ohne Nordirland) Zustimmungsregelung[46] [Anm. 4][48] 000000000000012.600000000012,6[49] 000000000000005.00000000005,0[49]
Litauen Zustimmungsregelung[Anm. 4][46] 000000000000010.900000000010,9[49] 000000000000002.40000000002,4[49]
Malta Zustimmungsregelung[50] [Anm. 4][51] 000000000000022.500000000022,5[49] 000000000000007.50000000007,5[49]
Dänemark Zustimmungsregelung 1990[Anm. 5][46] 000000000000005.60000000005,6[52] 000000000000018.200000000018,2[52]
Deutschland Zustimmungsregelung[46] 1997 (2012) 000000000000015.800000000015,8[49] 000000000000009.20000000009,2[49]
Griechenland Zustimmungsregelung [Anm. 6] 000000000000003.90000000003,9[49] 000000000000002.40000000002,4[49]
Vereinigtes Königreich Zustimmungsregelung[46] 1961 (1989) 000000000000016.400000000016,4[53] 000000000000017.000000000017,0[53]
Niederlande Zustimmungsregelung[46] 1996 ∅ ♠ 000000000000013.700000000013,7[53] 000000000000028.700000000028,7[53]
Rumänien Zustimmungsregelung[46] 1998[54] 000000000000003.30000000003,3[53] 000000000000004.60000000004,6[53]
Schweiz Zustimmungsregelung[55] 2007 ∅ ♠ 000000000000012.600000000012,6[56] 000000000000014.700000000014,7[56]
Türkei Informationsregelung[Anm. 7][46] 1979[57] 000000000000003.60000000003,6[56] 000000000000034.300000000034,3[56]
Weißrussland Widerspruchsregelung[58] 000000000000008.50000000008,5[59]
Luxemburg Widerspruchsregelung[46] 1982 000000000000006.00000000006,0[49] 000000000000000.00000000000[49]
Österreich Widerspruchsregelung[46] 1982 000000000000023.300000000023,3[52] 000000000000007.30000000007,3[52]
Polen Widerspruchsregelung[46] 1990 000000000000013.300000000013,3[53] 000000000000001.80000000001,8[53]
Portugal Widerspruchsregelung[46] 1993 000000000000030.200000000030,2[53] 000000000000004.80000000004,8[53]
Slowakei Widerspruchsregelung[46] 1994 000000000000016.800000000016,8[53] 000000000000001.30000000001,3[53]
Slowenien Widerspruchsregelung[46] 1996 (2000) 000000000000020.500000000020,5[53] 000000000000000.00000000000[53]
Spanien Informationsregelung[Anm. 8][46] 1979 000000000000032.000000000032,0[53] 000000000000005.50000000005,5[53]
Tschechien Widerspruchsregelung[46] 1984 (2002) 000000000000019.600000000019,6[52] 000000000000001.60000000001,6[52]
Ungarn Widerspruchsregelung 1972 000000000000015.900000000015,9[49] 000000000000004.30000000004,3[49]
Belgien Widerspruchsregelung[46] 1986 ∅ ♠ 000000000000020.500000000020,5[52] 000000000000007.60000000007,6[52]
Bulgarien Widerspruchsregelung[46] 1996 000000000000002.70000000002,7[52] 000000000000001.90000000001,9[52]
Finnland Widerspruchsregelung[46] 1985 000000000000017.000000000017,0[52] 000000000000002.00000000002,0[52]
Frankreich Widerspruchsregelung[Anm. 9][46] 1976 (1994) 000000000000023.800000000023,8[52] 000000000000004.60000000004,6[52]
Italien Widerspruchsregelung[46] 1967 (1999) ∅ ♠ 000000000000021.600000000021,6[49] 000000000000003.20000000003,2[49]
Ukraine Zustimmungsregelung[60] 1999 000000000000000.30000000000,3[Anm. 10][61] 000000000000001.90000000001,9[Anm. 10][61]
Lettland Widerspruchsregelung[46] 000000000000014.800000000014,8[49] 000000000000000.90000000000,9[49]
Liechtenstein Informationsregelung[30] [Anm. 4][62]
Norwegen Widerspruchsregelung[46] 1973 000000000000020.800000000020,8[56] 000000000000016.900000000016,9[56]
Russland Widerspruchsregelung[63] 1992[Anm. 11][63] (2007[64]) 000000000000002.60000000002,6[Anm. 10][61] 000000000000001.40000000001,4[Anm. 10][61]
Schweden Informationsregelung[30] 1996[Anm. 12][46] 000000000000012.600000000012,6[53] 000000000000018.700000000018,7[53]
Zypern (ohne Nordzypern) Widerspruchsregelung[46] 1987 000000000000004.40000000004,4[52] 000000000000026.700000000026,7[52]
Estland Widerspruchsregelung[Anm. 13][65] 2002 000000000000025.400000000025,4[66] 000000000000003.10000000003,1[52]
Algerien Widerspruchsregelung[67] 1990[68] 000000000000000.03000000000,03[47] 000000000000002.90000000002,9[47]
Kanada Zustimmungsregelung[46] 1980[Anm. 14] 000000000000014.500000000014,5[47] 000000000000016.100000000016,1[47]
Israel Widerspruchsregelung[46] 1953 000000000000008.00000000008,0[47] 000000000000011.000000000011,0[47]
Jordanien 000000000000029.000000000029[Anm. 15][69]
Japan Widerspruchsregelung[Anm. 16] 2010 ∅ ♠ 000000000000000.80000000000,8[70]
Neuseeland Zustimmungsregelung[46] 1964 000000000000008.80000000008,8[56] 000000000000015.300000000015,3[56]
Vereinigte Staaten Zustimmungsregelung[46] 1968 (1987) ∅ ♠ 000000000000025.000000000025,0[56] 000000000000020.600000000020,6[56]
Island Zustimmungsregelung[71] 1991 000000000000010.000000000010,0[47] 000000000000016.200000000016,2[47]
Iran [Anm. 17] 2000[72] 000000000000004.10000000004,1[73] 000000000000022.400000000022,4[73]
Brunei 000000000000000.00000000000[Anm. 18][74] 000000000000011.000000000011,0[Anm. 18][74]
Malaysia Zustimmungsregelung[75] 000000000000000.90000000000,9[Anm. 10][61] 000000000000001.20000000001,2[Anm. 10][61]
Mazedonien 1995[76] (2008[77]) 000000000000000.00000000000[47] 000000000000006.00000000006,0[47]
Moldawien 000000000000000.00000000000[56] 000000000000000.00000000000[56]
Georgien 000000000000001.80000000001,8[47]
Palästina keine[78] 000000000000000.00000000000[56] 000000000000001.60000000001,6[56]
Syrien 2003 000000000000000.00000000000[56] 000000000000017.000000000017,0[56]
Tunesien Widerspruchsregelung[79] 1991[80] 000000000000001.50000000001,5[56] 000000000000010.500000000010,5[56]
Saudi-Arabien Zustimmungsregelung[72] 2004[81] 000000000000002.70000000002,7[Anm. 19][82] 000000000000020.100000000020,1[Anm. 19][83]
Argentinien Widerspruchsregelung[84] 2005[84] 000000000000014.500000000014,5[85] 000000000000006.70000000006,7[85]
Brasilien Zustimmungsregelung[84] 1968 (1997)[84] 000000000000009.90000000009,9[85] 000000000000009.30000000009,3[85]
Bolivien Zustimmungsregelung[84] 1996[84] 000000000000001.40000000001,4[85] 000000000000005.00000000005,0[85]
Chile Zustimmungsregelung[84] 1983 (1996)[84] 000000000000005.40000000005,4[85] 000000000000002.60000000002,6[85]
Kolumbien Widerspruchsregelung[84] 1998[84] 000000000000012.300000000012,3[85] 000000000000001.50000000001,5[85]
Costa Rica Widerspruchsregelung[84] 1994[84] 000000000000003.50000000003,5[85] 000000000000020.200000000020,2[85]
Kuba Zustimmungsregelung[84] 1983 (1995)[84] 000000000000009.90000000009,9[85] 000000000000000.50000000000,5[85]
Dominikanische Republik Widerspruchsregelung[84] 1998 (2004)[84] 000000000000001.10000000001,1[85] 000000000000002.80000000002,8[85]
Ecuador Widerspruchsregelung[84] 1994 (2001)[84] 000000000000002.50000000002,5[85] 000000000000003.70000000003,7[Anm. 18][86]
El Salvador Zustimmungsregelung[84] 1994 (2001)[84] 000000000000000.00000000000[Anm. 20][87] 000000000000005.50000000005,5[88]
Guatemala Zustimmungsregelung[84] 1996[84] 000000000000006.10000000006,1[Anm. 18][89] 000000000000005.20000000005,2[Anm. 18][89]
Honduras Zustimmungsregelung[84] 1984[84] 000000000000000.30000000000,3[Anm. 18][90] 000000000000000.00000000000[Anm. 18][90]
Mexiko Zustimmungsregelung[84] 1984[84] 000000000000002.80000000002,8[88] 000000000000016.200000000016,2[88]
Puerto Rico Zustimmungsregelung[84] 1974[84]
Nicaragua 000000000000000.00000000000[88] 000000000000001.70000000001,7[88]
Panama Widerspruchsregelung[84] 1983 (1998)[84] 000000000000003.70000000003,7[88] 000000000000003.70000000003,7[88]
Paraguay Widerspruchsregelung[84] 2000[84] 000000000000004.50000000004,5[88] 000000000000002.80000000002,8[88]
Peru Widerspruchsregelung[84] 1974 (2004)[84] 000000000000006.00000000006,0[88] 000000000000002.90000000002,9[88]
Uruguay Zustimmungsregelung[Anm. 21][84] 1971[84] 000000000000014.400000000014,4[88] 000000000000000.90000000000,9[88]
Venezuela Zustimmungsregelung[84] 1972 (1992)[84] 000000000000003.40000000003,4[88] 000000000000003.20000000003,2[88]
Marokko Widerspruchsregelung[91] 1998 000000000000000.00000000000[Anm. 18][74] 000000000000000.30000000000,3[74]
Libanon Zustimmungsregelung[92] 1983 000000000000000.50000000000,5[93] 000000000000016.300000000016,3[47]
Bahrain Widerspruchsregelung[79] 1998[94] 000000000000004.00000000004,0[Anm. 18]
Katar Widerspruchsregelung[95] 1997[96] 000000000000002.40000000002,4[97] 000000000000001.60000000001,6[97]
Indien Zustimmungsregelung[72]
Bangladesch 000000000000000.90000000000,9[Anm. 22][98]
Hongkong 000000000000004.20000000004,2[Anm. 18][74] 000000000000006.60000000006,6[Anm. 18][74]

Die Rechtslage ist dabei ein wichtiger Faktor für die Rate der empirischen Spenderpopulationen: Staaten mit Widerspruchsregelungen verfügen (unter sonst gleichen Umständen) über höhere Anteile von postmortalen Spendern als solche mit Zustimmungsregelungen.[99] Weitere bekannte Einflussfaktoren auf die Quote der Spendentätigkeit, sind der Anteil (formal) Höhergebildeter — operationalisiert als Absolventen tertiärer Schulformen — und die Zahl der Transplantationszentren pro Einwohner als Proxy für den Stand der Praxis der Transplantationsmedizin.[99] Römisch-katholisch geprägte Staatswesen korrelieren ebenfalls positiv mit den Spenderraten.[99] Als besonders erfolgreich in der Spenderquote hat sich das sogenannte spanische Modell herausgestellt, das für viele Regelungen in Lateinamerika als Vorbild genutzt worden ist.

Staaten im Eurotransplant-Verbund[Bearbeiten]

Obwohl sowohl die Benelux-Staaten, Deutschland, Österreich, Slowenien, Kroatien und Ungarn historisch sehr unterschiedliche Spendenpraktiken implementiert haben und damit verbunden ein sehr unterschiedliches Spendenaufkommen aufweisen, verteilen diese Länder, die in ihren Grenzen explantierten Spenderorgane gemeinsam über Eurotransplant.

Deutschland[Bearbeiten]

Das Transplantationsgesetz (TPG) bildet in Deutschland den rechtlichen Rahmen für Organspenden. Gewebespenden werden durch das Gewebegesetz geregelt.

In eine Organspende können gemäß § 2 Abs. 2, Satz 3 TPG einwilligungsfähige Personen ab dem vollendeten 16. Lebensjahr einwilligen oder die Übertragung der Entscheidung auf Dritte wirksam erklären sowie ab dem vollendeten 14. Lebensjahr einer Organspende widersprechen.

Das Spenden eines Organs, das sich nicht wieder bilden kann, ist zu Lebzeiten für Verwandte ersten oder zweiten Grades, Ehegatten, Lebenspartner, Verlobte oder Personen, die dem Spender in persönlicher Verbundenheit nahestehen, möglich. Die Auslegung des gesetzlichen Begriffs der besonderen persönlichen Verbundenheit ist umstritten. Teilweise wird eine biographisch gewachsene Verbundenheit verlangt. Die Rechtsprechung begnügt sich mit einer prognostischen Entscheidung. Da der Gesetzeswortlaut keine Identität von dem explantierten und dem implantierten Organ voraussetzt, ist die Überkreuz-Lebendspende ohne Bindung zwischen den jeweiligen Paaren zulässig.[100] Es muss eine schriftlich dokumentierte Aufklärung des prospektiven Spenders über Art und Umfang des Eingriffs und die möglichen, auch mittelbaren, Folgen einer Organentnahme für die Spendergesundheit sowie über die zu erwartende Erfolgsaussicht der Organübertragung auf den Empfänger und alle sonstigen Umstände, denen er erkennbar eine Bedeutung für seine Organspende beimisst, durch zwei Ärzte, von denen einer nicht an der Organentnahme beteiligt sein darf, erfolgen. Außerdem muss sich ein Lebenspender zur Teilnahme an einer ärztlich empfohlenen Nachbetreuung bereit erklären. Ein Widerruf einer Einwilligung ist auch mündlich jederzeit wirksam.

Eine gemäß Landesrecht gebildete Kommission muss des Weiteren begutachten, ob „begründete tatsächliche Anhaltspunkte“ dafür vorliegen, dass eine Organspende unter Zwang oder gegen finanzielle Remuneration erfolgen würde. Der Kommission gehören ein auch mittelbar an der Transplantation unbeteilgter Arzt, eine Person mit der Befähigung zum Richteramt und eine in psychologischen Fragen erfahrene Person an.

Ende 1997 wurde für Leichenspenden eine erweiterte Zustimmungsregelung etabliert: Organe eines Toten dürfen dann entnommen werden, wenn entweder der Verstorbene sich zu Lebzeiten für eine Organspende ausgesprochen hat oder die nächsten Angehörigen der Organentnahme zustimmen. Auch die Angehörigen sind dabei an den mutmaßlichen Willen des Verstorbenen gebunden. 2011 hatten sich etwa 35 % der Organspender nachvollziehbar zu Lebzeiten für eine Spende ausgesprochen.[101]

Die Koordinierungsstelle nach § 11 TPG, die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO), organisiert alle Schritte des Organspendeprozesses einschließlich des Transports der Organe zu den Empfängern. Das Matching von Spender und Empfänger bei postmortalen Spenden übernimmt Eurotransplant. Die Vermittlung der Organe erfolgt nach politischen und medizinischen Gesichtspunkten.

Das Landstuhl Regional Medical Center (LRMC) wurde das Krankenhaus mit der höchsten Spenderanzahl in Deutschland. Im LRMC, dem größten amerikanischen Militärkrankenhaus außerhalb der Vereinigten Staaten, hatten sich z. B. 2010 zehn von zwölf verstorbenen Mitarbeitern bereit erklärt, Organspender zu werden.[102]

Gesetzesreform[Bearbeiten]

Mitte 2012 beschloss der Bundestag[103] mit breiter Mehrheit und mit Zustimmung des Bundesrats[104] eine Reform der Organspenderegelungen. Seit dem 1. November 2012 sind die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen verpflichtet, im Rahmen der so genannten Entscheidungsregelung alle Krankenversicherten ab 16 Jahren alle zwei Jahre nach ihrer Einstellung zur postmortalen Organspende zu befragen. Die Elektronische Gesundheitskarte soll auf freiwilliger Basis zur Speicherung der Angaben verwendet werden können.[105]

Im Zuge des Göttinger Organspendeskandals wird das Transplantationsgesetz weiterhin breit öffentlich diskutiert.[106]

Öffentliche Diskussion[Bearbeiten]

Im Vorfeld der Gesetzesreform hatten sich Befürworter der Organspende, wie die Bundesärztekammer oder der Nationale Ethikrat, für eine Änderung ausgesprochen, um dem Mangel an Spenderorganen in Deutschland abzuhelfen. So sollte ihrer Meinung nach eine Kombination von Entscheidungs- und Widerspruchsregelung in der Gesetzgebung Eingang finden.[107]

Von Februar bis April 2011 wurden 1165 Schüler von Mainzer Gymnasien im Alter zwischen 14 und 20 Jahren per Fragebogen zu den Themen Hirntod und Organspende befragt. Auffällig ist, dass 63 Prozent der Befragten die postmortale Organspende befürworten, jedoch nur 11.3 Prozent einen Organspendeausweis besitzen. Unter denen, die die Organspende ablehnen, gaben 72,4 Prozent ein Informationsdefizit als Grund für die Ablehnung an. Wissensfragen zum Hirntod wurden teilweise von über der Hälfte der Befragten falsch beantwortet, was belegt, dass dieses Defizit nicht vollständig subjektiv ist.[108]

Empirie[Bearbeiten]

Verstorbene, bei denen der Hirntod festgestellt wurde und bei denen keine medizinischen Kontraindikationen vorliegen, sind potentielle Organspender. Bei 54 % von diesen kam es 2001 zu einer Organspende. Bei 39 % lag kein dokumentierter Wille des Verstorbenen vor und die Organspende wurde von den Angehörigen abgelehnt. In 4 % der Fälle kam es zu einem Kreislaufversagen. Von den Organspendern hatten im Jahr 2001 5,2 % einen Organspendeausweis und 8,8 % hatten ihren Willen anderweitig dokumentiert, in 78 % der Fälle wurde die Organspende durch die Angehörigen legitimiert.[109]

2009 wurden 1.888 potentielle Organspender gemeldet. Haben Angehörige bereits vor der Hirntodbestimmung ihre Ablehnung signalisiert, wird diese Person seit 2006 nicht als potentieller Organspender gemeldet. In 565 Fällen davon wurde die Organspende im Angehörigengespräch abgelehnt. In 63 Fällen wurde die Organentnahme abgebrochen, da beispielsweise ein Tumor festgestellt wurde. In 24 Fällen lagen andere medizinische Gründe vor, in 19 Fällen andere Gründe. Es verblieben 1.217 tatsächliche Organspender. Das sind 64 %.[110]

Die Tabelle gibt eine Übersicht über durchgeführte Organspenden in Deutschland.[110] Im oberen Teil sind die postmortalen Spenden aufgeführt, es folgen die Lebendspenden. 2012 wurden an der Medizinischen Hochschule Hannover in Deutschland erstmals zwei Lebendlungenspenden durchgeführt.[111]

Organ 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013
Niere 1902 1961 1992 1865 1851 1940 1865 2081 1974 2190 2246 2320 2167 2144 2250 2036 1789 1512
Herz 479 507 482 441 370 374 348 339 355 366 385 377 369 347 385 362 318 300
Leber 535 549 581 590 589 608 610 700 779 844 917 1042 1007 1039 1114 1040 919 773
Lunge 82 94 129 123 123 135 186 194 221 238 236 264 265 254 290 313 339 327
Pankreas (Bauchspeicheldrüse) 91 112 147 189 202 176 154 176 174 152 140 131 127 108 155 160 141 119
Dünndarm 6 6 5 3 1 6 10 5 11 6 5 4
Totspenden insgesamt 3089 3223 3331 3208 3135 3233 3169 3496 3508 3777 3925 4140 3945 3897 4205 3917 3511 3035
Lebendspenden (Niere und Teilleber) 139 303 368 421 436 483 532 479 553 600 605 627 620 660 756 866 844 808
Insgesamt (Deutschland) 3228 3526 3699 3629 3571 3716 3701 3975 4061 4377 4530 4767 4565 4557 4961 4783 4355 3843
Massenmediale Rezeption[Bearbeiten]

Das Thema Organspende findet regelmäßig Platz in den deutschen Massenmedien. Oftmals sind aktuelle Schicksale der Auslöser für Berichterstattung in den lokalen Medien, überregional erlangt das Thema im Rahmen der geplanten Nachrichten rund um den Tag der Organspende erhöhte Aufmerksamkeit.

Anlässe für erhöhte Medienaufmerksamkeit waren 2010 die Nierenlebendspende des Spitzenpolitikers Frank-Walter Steinmeier[112] sowie 2012 der Göttinger Organspende-Skandal.

Auch gegen die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO), die dafür zuständig ist, die Organspende in Deutschland zu koordinieren, wurden in der Vergangenheit Vorwürfe wegen angeblicher „Selbstbedienungsmentalität“ und fehlerhafter Struktur erhoben, die auch durch eine Untersuchungskommission nicht entkräftet werden konnten (Le Ker, Spiegel Online 2012, Kuhrt, Spiegel Online 2012). Nicht zuletzt als Reaktion auf diese Skandale und die daraus resultierenden rückläufigen Spenderzahlen in Deutschland trat am 1. November 2012 die sogenannte „Organspende-Reform“ in Kraft (vgl. „Gesetz zur Regelung der Entscheidungslösung“).

DDR[Bearbeiten]

In der DDR wurde die Organspende ab dem 4. Juli 1975 durch die Verordnung über die Durchführung von Organtransplantationen geregelt.[113]

Durch die Verordnung wurde die Widerspruchsregelung eingeführt. Damit war „die Organentnahme von Verstorbenen für Transplantationszwecke […] zulässig, falls der Verstorbene zu Lebzeiten keine anderweitigen Festlegungen getroffen hat“.[114] Ebenso wie heute war eine Beteiligung der Ärzte an der Transplantation ausgeschlossen, wenn diese vorher an der Feststellung des Todes beteiligt waren. Die Todesfeststellung selber geschah durch ein „Ärztekollektiv, das hierüber ein Protokoll anzufertigen“ hatte.

Eine Lebendspende wurde durch die Verordnung ebenso geregelt. Der Spender durfte seine Zustimmung davon abhängig machen, das Organ einer bestimmten Person zu transplantieren.[115]

Am 5. August 1987 wurde die Verordnung zur besseren materiellen Absicherung des Spenders neu geregelt, die neue Fassung trat am 1. Oktober 1987 in Kraft. Die Verordnung wurde durch den Einigungsvertrag zum 3. Oktober 1990 obsolet.

Österreich[Bearbeiten]

In Österreich gilt die Widerspruchsregelung. Die gesetzliche Grundlage dafür bietet seit 1957 das Krankenanstaltengesetz.[116]

Das österreichische Transplantationsrecht gilt auch für Ausländer, unabhängig von ihrem Herkunftsort. Deswegen sieht das Österreichische Bundesinstitut für Gesundheitswesen als zentrale Widerspruchsstelle auch die Aufnahme von Ausländern in die (Nicht-)Spenderdateien vor.

Niederlande[Bearbeiten]

Bis 1998 gab es in den Niederlanden kein spezifisches Gesetz für Organspenden und so war eine erweiterte Zustimmungslösung via des 1869 erlassenen Gesetzes über den Umgang mit Leichen geregelt.[117] 1998 wurde nach einer Volksabstimmung eine erweiterte Zustimmungslösung für Leichenspenden eingeführt, bei der gegebenenfalls die nächsten Verwandten den unbekannten Verstorbenenwillen imputieren. Gleichzeitig wurde staatlicherseits eine Kampagne für eine Aufnahme in ein Organspenderegister gestartet. Um dem Organmangel abzuhelfen, werden außerdem schon seit den 1980er Jahren vermehrt neben Hirntoten auch wieder Herztote als Organspender in Betracht gezogen.[20]

International erregte die für die niederländische Öffentlichkeit produzierte Fakeshow De Grote Donorshow große Aufmerksamkeit.[118] In der Show spielten drei auf eine Organspende wartende Patienten vermeintlich um die Nieren einer Spenderin.[118] Die Sendung polarisierte die Öffentlichkeit über die Grenzen der Niederlande hinaus.[118]

Belgien[Bearbeiten]

Belgien praktiziert seit 1986 eine erweiterte Widerspruchslösung für postmortale Spenden.[119]

Schweiz[Bearbeiten]

Das 2004 verabschiedete Schweizer Transplantationsgesetz trat am 1. Juli 2007 in Kraft. Das Gesetz beruht auf einem entsprechenden Verfassungsartikel in der Bundesverfassung.[120] Die Schweiz ist europaweit eines der letzten Länder, welches ein Transplantationsgesetz eingeführt hat. Seit 2008 ist eine Teilrevision des Gesetzes im Gange.[121]

Das Gesetz sieht die erweiterte Zustimmungslösung vor. Patienten müssen also vor ihrem Tod ausdrücklich ihren Willen zur Spende erklärt haben. Liegt eine solche Willensäußerung nicht vor, entscheiden die Angehörigen.[122]

Vor dem Erlass des Transplantationsgesetzes erfolgte keine einheitliche Regelung der Transplantationsmedizin durch den Bund und die Kantone hatten die entsprechende Gesetzgebungskompetenz. Die kantonalen Regelungen waren allerdings uneinheitlich, so dass 1995 zwei Motionen eine gesetzliche Regelung auf Bundesebene forderten. Bis zur Einführung des Gesetzes wurde 1996 ein Bundesbeschluss über die Kontrolle von Blut, Blutprodukten und Transplantaten erlassen.[123]

Dänemark[Bearbeiten]

In Dänemark erfolgte die erste (postmortale) Nierenspende 1964.[124]

Obwohl das erste dänische Transplantationsgesetz die Frage nach dem Todeskriterium nicht eindeutig beantwortete, war zunächst ein Atemstillstand für die postmortale Organentnahme zwingend erforderlich.[125] Seit 1990 wird der Hirntod im Rahmen der Organspende anerkannt.[126] Es gilt eine Zustimmungsregelung, die bei fehlender Zustimmung des Spenders zu Lebzeiten es den Verwandten erlaubt, eine Entscheidung in lieu zu treffen.[127] Seit 1990 kann man zu Lebzeiten die Zustimmung eigene Organe post mortem zu spenden im Dänischen Organspenderregister eintragen, wobei seit 2000 verschiedene Arten der Zustimmung beziehungsweise Ablehnung registriert werden können.[128] Lediglich 7 % der zumeist sich online Registrierenden lehnen dabei eine Organspende grundsätzlich ab.[128]

Spanien[Bearbeiten]

Spanien hat ein besonders erfolgreiches Organspendeprogramm,[129] welches die weltweit höchsten Spenderquoten produziert.[130] Auf eine Million Einwohner kommen 35,3 Spender.[131] Dieses – manchmal spanisches Modell genannte – Programm hat einen großen Einfluss auf lateinamerikanische Staaten ausgeübt[45] und wird derzeit als Modell für Nicaragua verwendet.[129]

Die spanische Bevölkerung steht postmortalen Spenden sehr positiv gegenüber: Etwa 80 bis 85 Prozent der Spanier wären laut eigener Aussage gewillt, sich nach dem Tod Organe entnehmen zu lassen.[130]

Portugal[Bearbeiten]

Bis eine Person nicht ihren Widerspruch gegen eine Organspende ausgedrückt hat, wird in Portugal davon ausgegangen, dass sie einverstanden mit einer postmortalen Spende ist. Vor der Entnahme der Organe findet ein Gespräch mit der Familie statt, um den Willen des Verstorbenen zu kennen ↑ http://www.dondorganes.fr/La-greffe-en-Europe.html [archive].

Türkei[Bearbeiten]

In der Türkei gilt eine erweiterte Zustimmungslösung für postmortale Spenden.[132] Bei Lebendspenden ist außergewöhnlich, dass neben der Zustimmung des Spenders auch eine Information der Ehepartner von Spender und Empfänger erfolgen muss.[132]

Südosteuropa[Bearbeiten]

Für die Nachfolgestaaten Jugoslawiens (außer Slowenien) und Albanien ist der sogenannte Organtourismus weiterhin eine Hauptquelle für Spenderorgane.[133]

In Serbien wurden 1990 und 1992 zwei widersprüchliche Regelungen gesetzlich verankert; durch diese unklare Gesetzeslage werden Organspenden behindert.[134]

Nachfolgestaaten der Sowjetunion[Bearbeiten]

In der Sowjetunion galt eine äußerst liberale Praxis im Umgang mit Leichnamen. Bereits 1932 wurde in der Ukrainischen Sowjetrepublik ein Gesetz für die Entnahme von Augen von Verstorbenen zum Zwecke der Transplantion erlassen; ab 1937 konnte das Gesundheitsministerium Verordnungen zur Organentnahme erlassen.[135] Ab 1954 durften Organe auch gegen den Willen der Angehörigen entnommen werden.[63] Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurde in Russland die erweiterte Widerspruchslösung eingeführt. In der Ukraine — einer der Hochburgen illegalen Organhandels — wird seit 1999 eine restriktive erweiterte Zustimmungslösung praktiziert, bei der die nächsten Verwandten der Organentnahme zustimmen müssen.[60]

Mongolei[Bearbeiten]

In der Mongolei wurde die erste Nierenlebendspende 2006 von einer eineiigen Zwillingsschwester der Empfängerin getätigt; seitdem wurden lediglich Lebendspenden naher Verwandter durchgeführt.[136]

Vereinigte Staaten[Bearbeiten]

In den USA ist eine Zustimmungsregelung eingeführt worden. Dies führt zu einer großen Anzahl an Menschen, welche auf ein Spenderorgan warten. Die Warteliste hatte im Juni 2012 ein Länge von ungefähr 73.000 Erkrankten.[137]

Die ist sicherlich darauf zurückzuführen, dass Organspende nur mit Einverständnis der Familie und des Spenders selber erfolgt.[138]

Israel[Bearbeiten]

Seit Januar 2010 werden Menschen, die selber einer Organspende mit einem Spenderpass zugestimmt haben, bei der Vergabe von Organe bevorzugt gegenüber einem möglichen Empfänger, der von der Dringlichkeitsstufe einer Spende gleich beurteilt wurde, aber keinen Ausweis vorweisen kann. ↑ Lavee J, Ashkenazi T, Gurman G, Steinberg D, A new law for allocation of donor organs in Israel [archive], Lancet, 2010;375:Pages 1131–1133.

Arabische Welt[Bearbeiten]

In Staaten der Arabischen Welt sind zumeist explizite Gesetze oder Richtlinien in Kraft, die Organspenden regeln. All diesen Regelungen gemeinsam ist dabei bei Lebendspenden die jederzeit widerrufbare wohlinformierte Zustimmung („informed consent“) des Spenders und ein Verbot finanzieller Anreize.[139] Darüber hinaus unterscheiden sich die Bestimmungen wie folgt:

Marokko[Bearbeiten]

Marokko erlaubt Lebendspenden nur zwischen in direkter Linie verwandten Erwachsenen und mehrjährigen Ehepartnern.[91] Post mortem, definiert als Hirntod, gilt eine erweiterte Widerspruchsregelung, bei der in der Reihenfolge absteigender Wichtigkeit Ehepartner, Eltern und Kinder bei nicht dokumentiertem Willen des Verstorbenen einer Organentnahme effektiv widersprechen können.[91]

Algerien[Bearbeiten]

Die in Algerien notwendige religiöse Rechtfertigung für Organspenden wurde 1985 erstellt.[140] Dabei sind die überaus meisten Nierenspenden durch Lebendspenden erbracht worden,[141] welche von gesunden erwachsenen Spendern ohne Remuneration erbracht werden dürfen, insoweit dies nicht ihr Leben gefährden würde.[67] Gemäß Artikel 16 des Gesetzes 90-17[68] ist für postmortale Spenden seit Juli 1990 eine erweiterte Widerspruchsslösung de jure etabliert worden.[67] Dabei wird der Hirntod de facto von einer Kommission nach zwei Null-EEGs im Abstand von vier Stunden durch eine medizinische Kommission beglaubigt.[141] Bei unbekannten Wunsch des Verstorbenen beraten ein Psychiater, ein Psychologe und ein Imam die nächsten Angehörigen hinsichtlich der Entscheidung, die Organe freizugeben.[141]

Tunesien[Bearbeiten]

Tunesien erlaubt Lebendspenden für zurechnungsfähige Personen über 20 Jahren.[79] Post mortem gilt eine erweiterte Widerspruchsregelung: Dabei können Hinterbliebene einer Organentnahme widersprechen, wenn der Verstorbene nicht zu Lebzeiten einer Spende zugestimmt hat, was seit 1999 auf dem Personalausweis eingetragen werden kann.[79] Für minderjährige Verstorbene entscheiden die Erziehungsberechtigten.[79] Spenden reproduktiver Organe sind verboten.[79]

Ägypten[Bearbeiten]

In Ägypten soll ein Gesetzesprojekt die Lebendspende regeln, um illegale Transplantationen und den Organhandel zu unterbinden ↑ Egypte : vers une loi sur la greffe d’organe [archive].

Sudan[Bearbeiten]

Im Sudan sollen Lebendspenden aus dem engsten Familienkreis erfolgen, wobei Minderjährige, insbesondere weibliche, nur in Notfällen als Spender in Frage kommen.[139] Sind Verwandtenspenden nicht möglich, entscheidet ein Komitee über die Zulässigkeit einer Fremdspende.[139] De jure ist für postmortale Spenden eine erweiterte Zustimmungslösung in Kraft.[139]

Libanon[Bearbeiten]

Alle konstituierenden Religionsgemeinschaften im Libanon stehen Organspenden positiv gegenüber.[92]

Jordanien[Bearbeiten]

In Amman wurde 1972 nach einer Herztodspende die erste erfolgreiche Nierentransplantion in einem arabischen Staat durchgeführt.[142] Heute hat Jordanien eine der höchsten Nierenlebendspendenraten der Welt.

Syrien[Bearbeiten]

Syrien erlaubt Lebendspenden nur für volljährige Blutsverwandte und minderjährige Zwillingsgeschwister.[79] Postmortale Spenden müssen anders als in vielen anderen Jurisdiktionen nicht anonym erfolgen.[79]

Saudi-Arabien[Bearbeiten]

In Saudi-Arabien ist der Herz- oder der Hirntod Voraussetzung für eine postmortale Organentnahme.[72] Es gilt eine erweiterte Zustimmungsregelung. Bei unbekanntem Verstorbenenwillen entscheiden die Erben des Verstorbenen, die gegebenenfalls durch ein „Überzeugungskomitee“ beraten werden.[72] Lebendspenden sind nur für Blutsverwandte zulässig.[72]

Katar[Bearbeiten]

Katar praktiziert eine sehr restriktive erweiterte Widerspruchsregelung, wobei bei fehlendem schriftlich fixiertem Willen von Verstorbenen im Alter zwischen 18 und 70 Jahren alle Verwandten ersten und zweiten Grades einer Organentnahme einwilligen müssen.[95] Reproduktive Organe sind von der Entnahme ausgenommen.[95]

Unter diesen Umständen sind etwa ein Drittel der Wohnbevölkerung Katars zu einer Organspende bereit.[143]

Bahrain[Bearbeiten]

Bahrain erlaubt Lebendspenden, solange sowohl Spender als auch Empfänger schriftlich zustimmen und aus medizinischer Sicht nichts gegen eine Transplantation spricht.[79] Für Leichenspenden gilt eine erweiterte Widerspruchsregelung, wobei bei keinem Widerspruch des Verstorbenen zu Lebzeiten, der nächste Angehörige einer Organentnahme zustimmen muss.[79]

Iran[Bearbeiten]

Iran hat für LURD-Lebendspenden einen regulierten Organmarkt für iranische Staatsangehörige eingerichtet. Post mortem dürfen gemäß einem Gesetz aus dem Jahr 2000 Organe nur mit Zustimmung der Familie entnommen werden, die entweder den Verstorbenenwillen bestätigen muss oder, falls dieser unbekannt ist, im Sinne des vermuteten Interesses des Verstorbenen liegen soll.[72]

Indien[Bearbeiten]

Bisher wurden in Indien seit 1971 etwa 21000 Nieren und seit 1995 329 Lebern gespendet.[144]

Rechtlicher Rahmen für postmortale Spenden ist eine erweiterte Zustimmungsregelung, bei der die nächsten Verwandten bei unbekanntem Verstorbenenwillen von Personen über 18 Jahren über eine Organspende entscheiden dürfen.[72] Für vor dem 18. Geburtstag Verstorbene entscheiden die Eltern; wird ein Leichnam nicht binnen 48 Stunden von Verwandten beansprucht, kann der Leiter der Institution, in der der Verstorbene dahinschied, eine Entscheidung treffen.[72] Lebendspenden sind im Grundsatz nur unter nahen Verwandten erlaubt; LURD-Transplantationen verlangen nach einer Entscheidung eines unabhängigen Komitees.[72]

Japan[Bearbeiten]

In Japan sind postmortale Organspenden deutlich seltener als in den meisten westlichen Ländern. Dies ist auf kulturelle Gründe, Misstrauen gegenüber der westlichen Medizin, aber auch eine kontroverse Organspende im Jahre 1968 zurückzuführen.[145]

Das 1997 in Kraft getretene Gesetz zur Organspende verlangte von Spendern eine schriftliche Einverständniserklärung; das Einverständnis der Familie wurde ebenfalls gefordert. Als Konsequenz war die Herzspenderquote in Japan mit 81 Organspenden in zwölf Jahren auffallend niedrig.[146]

Im Juli 2010 trat eine Gesetzesnovelle in Kraft. Nunmehr dürfen Hirntoten Organe entnommen werden, wenn sich die Familie des Verstorbenen nicht ausdrücklich dagegen ausspricht. Darüber hinaus wurde das Mindestspenderalter von 15 Jahren ersatzlos gestrichen. 2010 waren 13 Prozent der japanischen Krankenhäuser in der Lage, eine Organentnahme bei einem Jugendlichen vorzunehmen. Es wurde angestrebt, diese Zahl bis Ende des Jahres auf 39 Prozent anzuheben.[147]

Die erste Organspende ohne schriftliche Einverständniserklärung des Spenders erfolgte am 9. August 2010.[148]

Philippinen[Bearbeiten]

Die Philippinen erlauben seit 2002 als einer der wenigen Staaten Lebendnierenspenden für Personen, die nicht aus dem persönlichen Umfeld des Spenders stammen, gegen eine Sondervergütung im Wert von insgesamt etwa 275.000 (umgerechnet etwa €4.721) und einer gesetzlichen Krankenabsicherung für den Zeitraum von 10 Jahren, wobei in etwa das Doppelte der Geldsummen in der Praxis toleriert wird.[149] Obwohl das Gesetz den Verkauf von Organen ausdrücklich ausschließt, ist im Zuge dieser Regelungen so genannter Organtourismus entstanden, sodass seit 2009 Organspenden an Ausländer untersagt worden sind.[150] Generell haben sich unter diesen Umständen die Resultate aus diesen Fremdspenden sowohl für den Empfänger medizinisch unterdurchschnittlich als auch für den Spender sozioökonomisch nicht von Vorteil erwiesen.[150]

Postmortale Spenden verlangen nach der Zustimmung des nächsten Angehörigen; ist der potentielle Organspender durch Gewalteinwirkung ums Leben gekommen, kann, falls der nächste Angehörige nicht binnen 48 Stunden erreicht werden kann, der behandelnde Arzt oder der Klinikchef über eine Organentnahme entscheiden.[72]

Entwicklungsländer[Bearbeiten]

In Entwicklungsstaaten ohne gesetzliche Regelung wird teilweise Organhandel betrieben. In diesem Fall kann allerdings nicht mehr von einer (auf freiwilliger Basis erfolgenden) Organspende die Rede sein.

Nigeria[Bearbeiten]

Organspenden werden in Nigeria seit 2003 entgegengenommen.[151] Studien aus den Bundesstaaten Lagos[152] und Ọṣun[153] lassen vermuten, dass etwa ein Drittel der Bevölkerung zu einer Organspende bereit wäre, wobei die Landbevölkerung vor allem aus Bildungsgründen eine niedrigere Spendenbereitschaft aufweist.

Begriffsproblematik[Bearbeiten]

Der Begriff Organspende war 1997 ein Kandidat zur Wahl zum Unwort des Jahres. Die Jury begründete das mit einer „Pervertierung“ des Spendenbegriffs.[154]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Letzte Gesetzesnovelle in Klammern.
  2. ∅ = Hirntod
    ♠ = Herztod
  3. Pro eine Million Einwohner. Daten für das Erfassungsjahr 2010.
  4. a b c d Praxis, es existiert keine explizite gesetzliche Regelung.
  5. Von 1967 bis 1990 war eine Widerspruchsregelung in Kraft.
  6. Von 1978 bis nach 2004 war eine Widerspruchsregelung in Kraft.
  7. Verwandte müssen schriftlich zustimmen.
  8. Familie muss zustimmen.
  9. Familie kann Wunsch des Verstorbenen außer Kraft setzen.
  10. a b c d e f Daten aus dem Erfassungsjahr 2008.
  11. Von 1954 bis 1992 galt die Notstandslösung.
  12. Von 1987 bis 1996 galt eine Zustimmungsregelung.
  13. Ist der Verstorbenenwille unbekannt, muss der behandelnde Arzt die nächsten Verwandten hinsichtlich des Willens konsultieren.
  14. Regelungsbeginn variiert nach Bundesstaat; vor 1980 verabschiedeten folgende Bundesstaaten Zustimmungsregelungen: Alberta 1967; British Columbia 1974; New Brunswick 1973; Newfoundland 1966; Nova Scotia 1964.
  15. Daten aus dem Erfassungsjahr 2006 nur für Nieren
  16. Bestimmte Verwandte können der postmortalen Organentnahme widersprechen.
  17. Iran hat einen staatlich regulierten Markt für Lebendspendenorgane.
  18. a b c d e f g h i j k Daten für das Erfassungsjahr 2005.
  19. a b Daten für das Erfassungsjahr 2011.
  20. Daten für das Erfassungsjahr 2003.
  21. Für Todesopfer durch Gewalteinwirkung gilt die erweiterte Widerspruchsregelung.
  22. Daten für das Erfassungsjahr 2009.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nicola Siegmund-Schultze: Novellierung des Transplantationsgesetzes: Lücke bei Regelung zu Gewebekomplexen. In: Dtsch Arztebl 2012; 109(21): A-1072 / B-921 / C-913. Abgerufen am 8. November 2012.
  2. Aerzteblatt.de: Bedarf an Hand-und Gesichtstransplantationen steigt; Webseite abgerufen am 8. November 2012.
  3. David Batty: World’s first organ donor dies aged 79. In: The Guardian. 30. Dezember 2010. Abgerufen am 26. Juli 2012.
  4. D E Sutherland, F C Goetz, J S Najarian: Living-related donor segmental pancreatectomy for transplantation. In: Transplantation proceedings. 12, Nr. 4 Suppl 2, 1980, S. 19-25. Abgerufen am 12. Juni 2012.
  5. Owen S Surman, Martin Hertl: Liver donation: donor safety comes first. In: The Lancet. 362, Nr. 9385, 30. August 2003, S. 674-675.
  6. Höchstaltersgrenze für Organspende FAQ auf der Website der BZgA zur Organspende
  7. B. J. Boyarsky, E. C. Hall, A. L. Singer, R. A. Montgomery, K. A. Gebo, D. L. Segev: Estimating the Potential Pool of HIV-Infected Deceased Organ Donors in the United States. In: American Journal of Transplantation. 11, Nr. 6, 2011, S. 1209–1217. doi:10.1111/j.1600-6143.2011.03506.x.
  8. B. J. Boyarsky, E. C. Hall, A. L. Singer, R. A. Montgomery, K. A. Gebo, D. L. Segev: Estimating the Potential Pool of HIV-Infected Deceased Organ Donors in the United States. In: American Journal of Transplantation. 11, Nr. 6, 2011, S. 1209–1217, S. 1211. doi:10.1111/j.1600-6143.2011.03506.x.
  9. Lisa Tambornino: Organtransplantation. Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften, Januar 2013.
  10. Günter Kirste: Zum Stand der Lebendorganspende. In: Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz. 45, Nr. 10, 1. Oktober 2002, S. 768-773, S. 771. doi:10.1007/s00103-002-0481-5. Abgerufen am 11. Juni 2012.
  11. Neda Khalifeh, Walter H. Hörl: Gender and living donor kidney transplantation. In: Wiener Medizinische Wochenschrift. 161, Nr. 5-6, 2011, S. 124–127, S. 125. doi:10.1007/s10354-011-0895-5. Abgerufen am 11. Juni 2012.
  12. Ole Øyen, Marit Andersen, Lars Mathisen, Gunnvald Kvarstein, Bjørn Edwin, Pål-Dag Line, Tim Scholz, Per F. Pfeffer: Laparoscopic versus Open Living-Donor Nephrectomy: Experiences from a Prospective, Randomized, Single-Center Study Focusing on Donor Safety. In: Transplantation. 79, Nr. 9, 2005.
  13. Colin H Wilson, Aliu Sanni, David A Rix, Naeem A Soomro: Laparoscopic versus open nephrectomy for live kidney donors. In: Cochrane database of systematic reviews (Online). Nr. 11, 2011, S. CD006124. doi:10.1002/14651858.CD006124.pub2. Abgerufen am 11. Juni 2012.
  14. Karolin Thiel, Christian Thiel, Martin Schenk, Ruth Ladurner, Silvio Nadalin, Nils Heyne, Alfred Königsrainer, Wolfgang Steurer: Ist die konventionelle Spendernephrektomie zur Nierenlebendspende noch zeitgemäß?. In: Wiener klinische Wochenschrift. 124, Nr. 1-2, 30. November 2011, S. 39-44. doi:10.1007/s00508-011-0094-9. Abgerufen am 11. Juni 2012.
  15. D. L. Segev, A. D. Muzaale, B. S. Caffo, S. H. Mehta, A. L. Singer, S. E. Taranto, M. A. McBride, R. A. Montgomery: Perioperative Mortality and Long-term Survival Following Live Kidney Donation. In: JAMA. 303, Nr. 10, 9. März 2010, S. 959-966. doi:10.1001/jama.2010.237. Abgerufen am 11. Juni 2012.
  16. Doctors hopeful for uterus transplant. In: Hürriyet Daily News, 31. Januar 2012. Abgerufen am 30. Juni 2012. 
  17. Madeleine Sahlman: Klart för omstritt livmodersprojekt. In: Göteborgs-Posten, 19. Mai 2012. Abgerufen am 30. Juni 2012. 
  18. Robert Steinbrook: Organ Donation after Cardiac Death. In: N Engl J Med. 357, Nr. 3, 2007, S. 209-213. doi:10.1056/NEJMp078066.
  19. a b Dirk E.M. Van Raemdonck, Filip R. Rega, Arne P. Neyrinck, Nicole Jannis, Geert M. Verleden, Toni E. Lerut: Non-heart-beating donors. In: Seminars in Thoracic and Cardiovascular Surgery. 16, Nr. 4, 2004, S. 309-321, S. 310. doi:10.1053/j.semtcvs.2004.09.014.
  20. a b M.A. Bos: Ethical and Legal Issues in Non-Heart-Beating Organ Donation. In: Transplantation Proceedings. 37, Nr. 2, 2005, S. 574-576, S. 574. doi:10.1016/j.transproceed.2004.12.197.
  21. a b Nicola Siegmund-Schultze, Vera Zylka-Menhorn: Non-Heart-Beating-Donors: „Herztote“ Organspender. (PDF) In: Deutsches Ärzteblatt. 105, Nr. 16, 2008, S. A832f, S. A832.
  22. Raymond L. Horton, Patricia J. Horton: Knowledge regarding organ donation: Identifying and overcoming barriers to organ donation. In: Social Science & Medicine. 31, Nr. 7, 1990, S. 791-800, S 7. doi:10.1016/0277-9536(90)90174-Q.
  23. Mona Motakef: Hey big Spender! Organspende zwischen Biopolitik und Popkultur. In: kultur & geschlecht. 6, 2010, S. 9f. Abgerufen am 5. Juli 2012.
  24. Paul Michielsen: Presumed consent to organ donation: 10 years’ experience in Belgium. In: Journal of the Royal Society of Medicine. 89, Nr. 12, 1996, S. 663-666, S. 664 f.. Abgerufen am 25. Juli 2012.
  25. Anna Bergmann: Organspende – tödliches Dilemma oder ethische Pflicht? In: Aus Politik und Zeitgeschichte 2011. – Einleitung, 2. Absatz, abgerufen am 6. Juni 2012.
  26. Sabine Moos: Der Hirntod – die sicherste Diagnose die man stellen kann. In: Hessisches Ärzteblatt. 63, Nr. 11, 2002, S. 630. Abgerufen am 25. Juni 2012.
  27. Bericht zur Situation der Transplantationsmedizin in Deutschland zehn Jahre nach Inkrafttreten des Transplantationsgesetzes, Drucksache 16/13740 des Deutschen Bundestages, 30. Juni. 2009, S. 32. (PDF; 12,9 MB), abgerufen am 6. Juni 2012.
  28. ´Sabine Müller: Wie tot sind Hirntote? Alte Frage – neue Antworten. 9. Mai 2011. Abgerufen am 25. Juni 2012.
  29. Vera Kalitzkus: Dein Tod, mein Leben. Suhrkamp, Frankfurt 2009, ISBN 978-3-518-46114-3, S. 68.
  30. a b c Ralf L. Schild: Organspende in Europa. In: Deutsches Ärzteblatt. 94, Nr. 37, 12. September 1997, S. A-2323.
  31. Mona Motakef: Hey big Spender! Organspende zwischen Biopolitik und Popkultur. In: kultur & geschlecht. 6, 2010, S. 8. Abgerufen am 5. Juli 2012.
  32. Wilhelm Korff, Lutwin Beck, Paul Mikat (Hrsg.): Lexikon der Bioethik. Band 2, Gütersloh 2000, ISBN 3-579-00264-3, S. 813–815.
  33. Enzyklika Evangelium vitae Nr. 64
  34. Benedikt XVI.: Ansprache «Ein Geschenk für das Leben. Überlegungen zum Problem der Organspende» vom 7. November 2008 an die Teilnehmer am Internationalen Kongress der Päpstlichen Akademie für das Leben
  35. Jonathan A. Romain, Walter Homolka: „Progressives Judentum.“ München 1999.
  36. a b c Adnan Sharif: Organ Donation and Islam—Challenges and Opportunities. In: Transplantation. 94, Nr. 5, 2012, S. 1-5, S. 2. doi:10.1097/TP.0b013e31825f4474. Abgerufen am 14. August 2012.
  37. Adnan Sharif: Organ Donation and Islam—Challenges and Opportunities. In: Transplantation. 94, Nr. 5, 2012, S. 1-5, S. 1. doi:10.1097/TP.0b013e31825f4474. Abgerufen am 14. August 2012.
  38. Abdel Moneim Hassaballah: Minisymposium. Definition of death, organ donation and interruption of treatment of Islam. In: Nephrology Dialysis Transplantation. 11, Nr. 6, 1996, S. 964-965, S. . Abgerufen am 10. August 2012.
  39. a b Thomas Eich, Johannes Grundmann: Muslimische Rechtsmeinungen zu Hirntod, Organtransplantation und Leben. (PDF; 122 kB)
  40. Flensburger Hefte Nr. 116: Vom Wesen der Organe. Spirituelle Hintergründe der Organtransplantation. Flensburg 2012, ISBN 978-3-935679-74-9; Flensburger Hefte Nr. 115: Organspende – Ja und Nein. Flensburg 2012, ISBN 978-3-935679-72-5.
  41. Arthur J Matas, Mark Schnitzler: Payment for living donor (vendor) kidneys: a cost-effectiveness analysis. In: American Journal of Transplantation. 4, Nr. 2, 2004, S. 216-221. Abgerufen am 17. Juli 2012.
  42. a b R. S. Gaston, G. M. Danovitch, R. A. Epstein, J. P. Kahn, A. J. Matas, M. A. Schnitzler: Limiting Financial Disincentives in Live Organ Donation: A Rational Solution to the Kidney Shortage. In: American Journal of Transplantation. 6, Nr. 11, 2006, S. 2548–2555, S. 2550. doi:10.1111/j.1600-6143.2006.01492.x. Abgerufen am 18. Juli 2012.
  43. Alberto Abadie, Sebastien Gay: The impact of presumed consent legislation on cadaveric organ donation: A cross-country study. In: Journal of Health Economics. 25, Nr. 4, 2006, S. 599-620, S. 600. doi:10.1016/j.jhealeco.2006.01.003.
  44. Alberto Abadie, Sebastien Gay: The impact of presumed consent legislation on cadaveric organ donation: A cross-country study. In: Journal of Health Economics. 25, Nr. 4, 2006, S. 599-620, S. 601. doi:10.1016/j.jhealeco.2006.01.003.
  45. a b R. Mizraji, I. Alvarez, R.I. Palacios, C. Fajardo, C. Berrios, F. Morales, E. Luna, C. Milanés, M. Andrade, E. Duque, F. Giron, J. Alfonso, S. Herra, C. Soratti, R. Ibar, V.D. Garcia: Organ Donation in Latin America. In: Transplantation Proceedings. 39, Nr. 2, 2007, S. 333-335, S 333. doi:10.1016/j.transproceed.2007.01.017.
  46. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae Alberto Abadie, Sebastien Gay: The impact of presumed consent legislation on cadaveric organ donation: A cross-country study. In: Journal of Health Economics. 25, Nr. 4, 2006, S. 599-620, S. 617ff. doi:10.1016/j.jhealeco.2006.01.003.
  47. a b c d e f g h i j k l m n o p Conseil de l’Europe, Rafael Matesanz (Hrsg.): International Data on Organ Donation and Transplantation Activity, Waiting List and Family Refusals. Year 2010. In: Newsletter Transplant. 16, Nr. 1, 2011, S. 31-46, S. 35.
  48. A. Kleindienst, W. F. Haupt, G. Hildebrandt: Brain Death and Organ Donation in Germany: Analysis of Procurement in a Neurosurgical Unit and Review of Press Reports. In: Acta Neurochirurgica. 141, Nr. 6, 15. Juni 1999, S. 641-646, S. 644. doi:10.1007/s007010050354. Abgerufen am 17. September 2012.
  49. a b c d e f g h i j k l m n o p q r , Rafael Matesanz (Hrsg.)International Figures on Organ Donation and Transplantation Activity. Year 2010.. (PDF) In: Newsletter Transplant. 16, Nr. 1, 2011, S. 3-30, S. 33.
  50. Amanda M. Rosenblum, Lucy D. Horvat, Laura A. Siminoff, Versha Prakash, Janice Beitel, Amit X. Garg: The authority of next-of-kin in explicit and presumed consent systems for deceased organ donation: an analysis of 54 nations. In: Nephrology Dialysis Transplantation. 27, Nr. 6, 25. November 2011, S. 2533–2546, S. 2534. doi:10.1093/ndt/gfr619.
  51. A. Kleindienst, W. F. Haupt, G. Hildebrandt: Brain Death and Organ Donation in Germany: Analysis of Procurement in a Neurosurgical Unit and Review of Press Reports. In: Acta Neurochirurgica. 141, Nr. 6, 15. Juni 1999, S. 641-646, S. 644. doi:10.1007/s007010050354. Abgerufen am 17. September 2012.
  52. a b c d e f g h i j k l m n o p q , Rafael Matesanz (Hrsg.)International Figures on Organ Donation and Transplantation Activity. Year 2010.. (PDF) In: Newsletter Transplant. 16, Nr. 1, 2011, S. 3-30, S. 32.
  53. a b c d e f g h i j k l m n o p q r , Rafael Matesanz (Hrsg.)International Figures on Organ Donation and Transplantation Activity. Year 2010.. (PDF) In: Newsletter Transplant. 16, Nr. 1, 2011, S. 3-30, S. 34.
  54. Koninkrijk der Nederlanden: Besluit van 26 januari 1998, houdende inwerkingtreding van de Wet op de orgaandonatie. In: Staatsblad van het Koninkrijk der Nederlanden. 1998, Nr. 42. Abgerufen am 27. Juli 2012.
  55. Faktenblatt – Transplantationsgesetz: Fragen und Antworten; PDF-Datei abgerufen am 4. Juni 2007; Marco Andrea Frei, Die erweiterte Zustimmungslösung gemäss Art. 8 Transplantationsgesetz, Zürich, Schulthess Verlag, 2012, ISBN 978-3-7255-6708-9.
  56. a b c d e f g h i j k l m n o p q r , Rafael Matesanz (Hrsg.)International Figures on Organ Donation and Transplantation Activity. Year 2010.. In: Newsletter Transplant. 16, Nr. 1, 2011, S. 3-30, S. 36.
  57. Türkiye Cumhuriyeti: Tarihi:29.05.1979 Sayısı:2238 R.G. Tarihi:03.06.1979 R.G. Sayısı:16655 Organ ve Doku Alınması, Saklanması ve Nakli Hakkında Kanun. 29. Mai 1979. Abgerufen am 26. Juli 2012.
  58. А. Шецко: Some legal issues of the transplantation in the Republic of Belarus, 2011. Abgerufen am 29. Juni 2012 (englisch).
  59. Transplant Procurement Management: IRODaT : Europe : Belarus. Abgerufen am 6. Juli 2012.
  60. a b Andriy Tkach: Dark Matter. In: The Ukrainian Week. 28. Oktober 2011. Abgerufen am 22. Juni 2012.
  61. a b c d e f Martí Manyalich, Allesandro Nanni Costa, Gloria Paez: IRODaT 2008 International Donation and Transplantation Activity. (PDF) In: Organs, Tissues & Cells. 12, Nr. 2, 2009, S. 85-88, S 85.
  62. A. Kleindienst, W. F. Haupt, G. Hildebrandt: Brain Death and Organ Donation in Germany: Analysis of Procurement in a Neurosurgical Unit and Review of Press Reports. In: Acta Neurochirurgica. 141, Nr. 6, 15. Juni 1999, S. 641-646, S. 644. doi:10.1007/s007010050354. Abgerufen am 17. September 2012.
  63. a b c Р.Т. Нигматуллин, Н.В. Чернов: Правовые аспекты трансплантации тканей. In: Регенеративная Хирургия. 1, 2003, S. 2. Abgerufen am 20. Juni 2012.
  64. Российская Федерация: Закон РФ от 22 декабря 1992 г. N 4180-I „О трансплантации органов и (или) тканей человека“ (с изменениями и дополнениями). 2007. Abgerufen am 21. Juni 2012.
  65. Herman Nys: Removal of Organs in the EU legal rules in EU member states. Centre for Biomedical Ethics and Law, Catholic University, Leuven 2007 pages= 38, ISBN 978-90-334-6578-9.
  66. Scandiatransplant: The Chairman’s report for the period 16.5.2010-24.5.2011 to the meeting of the Council of Representatives 25. Mai 2011, Copenhagen. Abgerufen am 17. Juni 2012.
  67. a b c Fouad N. Boustany: Report of Mapping Bioethics Regulations in 17 States in the Arab Region. In: Ethics and law in biomedicine and genetics an overview of national regulations in the Arab states (PDF), UNESCO Cairo Office, Kairo 2011, ISBN 978-92-3-104211-9, S. 1-80, S. 43f.
  68. a b République Algérienne: Loi n° 90-17 du 31 juillet 1990 modifiant et complétant la loi n° 85-05 du 16 février 1985 relative à la protection et à la romotion de la santé. (PDF) In: Journal Officiel de la République Algérienne. 35, 15. August 1990, S. 971-973. Abgerufen am 28. Juni 2012.
  69. Lucy Diane Horvat, Salimah Z Shariff, Amit X Garg: Global trends in the rates of living kidney donation. In: Kidney International. 75, Nr. 10, 18. Februar 2009, S. 1088–1098, S. 1090.
  70. Frank van Gelder, Marti Manyalich, Alessandro Nanni Costa, Gloria Paez: 2009 International donation and transplantation activity. IRODaT preliminary data. In: Organs, Tissues & Cells. 13, Nr. 1, S. 5-8, S 6. Abgerufen am 19. Juni 2012.
  71. Sigurbergur Kárason, Runólfur Jóhannsson, Kristín Gunnarsdóttir, Páll Ásmundsson, Kristinn Sigvaldason: Líffæragjafir á Íslandi 1992–2002. In: Læknablaðið. 91, Nr. 5, 2005, S. 417-422, S 418.
  72. a b c d e f g h i j k A. Bagheri: Organ Transplantation Laws in Asian Countries: A Comparative Study. In: Transplantation Proceedings. 37, Nr. 10, 2005, S. 4159-4162, S. 4160. doi:10.1016/j.transproceed.2005.11.016. Abgerufen am 19. Juli 2012.
  73. a b Transplant Procurement Management: IRODaT : Asia: Iran. Abgerufen am 6. Juli 2012.
  74. a b c d e f Ariadna Sanz, Reginaldo C. Boni, Angelo Ghirardini, Alessandro Nanni Costa, Marti Manyalich: IRODaT: 2005 donation and transplantation preliminary figures. In: Organs, Tissues & Cells. 1, 2006, S. 9-12, S. 10.
  75. K T Woo: Social and cultural aspects of organ donation in Asia. In: Annals of the Academy of Medicine, Singapore. 21, Nr. 3, 1992, S. 421-427. Abgerufen am 9. Juli 2012.
  76. http://www.ntf.com.mk/wp-content/uploads/2011/12/zakon.pdf
  77. http://www.pravda.gov.mk/download.asp%3Fid%3D405&ei=CQDzT9W7No_24QS3u_XMCQ&usg=AFQjCNHTF86p-XpEkxdfGHvV6WRdXfKr6A&cad=rja
  78. Fouad N. Boustany: Report of Mapping Bioethics Regulations in 17 States in the Arab Region. In: Ethics and law in biomedicine and genetics an overview of national regulations in the Arab states. UNESCO Cairo Office, Kairo 2011, ISBN 978-92-3-104211-9, S. 1-80, S. 44f.
  79. a b c d e f g h i j Fouad N. Boustany: Report of Mapping Bioethics Regulations in 17 States in the Arab Region. In: Ethics and law in biomedicine and genetics an overview of national regulations in the Arab states. UNESCO Cairo Office, Kairo 2011, ISBN 978-92-3-104211-9, S. 1-80, S. 45.
  80. République Tunisienne: Loi n° 91-22 du 25 mars 1991 relative au prélèvement et à la greffe d’organes humains. (PDF) In: Journal officiel de la République Tunisienne. 134, Nr. 22, 29. März 1991, S. 467f. Abgerufen am 5. Juli 2012.
  81. http://www.scot.org.sa/eng-index.html
  82. Saudi Center for Organ Transplantation: Annual Report 2011 (PDF in ZIP), Saudi Center for Organ Transplantation, Riad, S. 2, 62.
  83. Saudi Center for Organ Transplantation: Annual Report 2011 (PDF in ZIP), Saudi Center for Organ Transplantation, Riad, S. 2, 80, 86.
  84. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj ak al R. Mizraji, I. Alvarez, R.I. Palacios, C. Fajardo, C. Berrios, F. Morales, E. Luna, C. Milanés, M. Andrade, E. Duque, F. Giron, J. Alfonso, S. Herra, C. Soratti, R. Ibar, V.D. Garcia: Organ Donation in Latin America. In: Transplantation Proceedings. 39, Nr. 2, 2007, S. 333-335, S 334. doi:10.1016/j.transproceed.2007.01.017.
  85. a b c d e f g h i j k l m n o p q Conseil de l’Europe, Rafael Matesanz (Hrsg.): International Data on Organ Donation and Transplantation Activity, Waiting List and Family Refusals. Year 2010. In: Newsletter Transplant. 16, Nr. 1, 2011, S. 31-46, S. 37.
  86. Blanca Miranda, Rafael Matesanz (Hrsg.): International Data on Organ Donation and Transplantation Activity, Waiting List and Family Refusals. Year 2005. In: Newsletter Transplant. 11, Nr. 1, 2006, S. 23-36, S. 28.
  87. Transplant Procurement Management: IRODaT : America : El Salvador. Abgerufen am 6. Juli 2012.
  88. a b c d e f g h i j k l m n o Conseil de l’Europe, Rafael Matesanz (Hrsg.): International Data on Organ Donation and Transplantation Activity, Waiting List and Family Refusals. Year 2010. In: Newsletter Transplant. 16, Nr. 1, 2011, S. 31-46, S. 38.
  89. a b Blanca Miranda, Rafael Matesanz (Hrsg.): International Data on Organ Donation and Transplantation Activity, Waiting List and Family Refusals. Year 2005. In: Newsletter Transplant. 11, Nr. 1, 2006, S. 23-36, S. 29.
  90. a b Ana Cusumano, Guillermo Garcia Garcia, Carlota Gonzalez Bedat: The Latin American Dialysis and Transplant Registry: report 2006. In: Ethnicity & Disease. 19, Nr. 1 Suppl 1, 2009, S. S1-3-6, S. S1-4. Abgerufen am 22. Juli 2012.
  91. a b c Fouad N. Boustany: Report of Mapping Bioethics Regulations in 17 States in the Arab Region. In: Ethics and law in biomedicine and genetics an overview of national regulations in the Arab states. UNESCO Cairo Office, Kairo 2011, ISBN 978-92-3-104211-9, S. 1-80, S. 46.
  92. a b Fouad N. Boustany: Report of Mapping Bioethics Regulations in 17 States in the Arab Region. In: Ethics and law in biomedicine and genetics an overview of national regulations in the Arab states. UNESCO Cairo Office, Kairo 2011, ISBN 978-92-3-104211-9, S. 1-80, S. 48.
  93. Antoine Stephan: Organ and Tissue Donation: An Achievement to Be Proud Of. In: Human & Health. 15, 2011, S. 11f. Abgerufen am 9. Juli 2012.
  94. Ahmed Al Arrayed, Mohammed Al Tantawi, Emam Fareed, Faiza Haider, George Abouna: Renal Transplant is an Established and Successful Treatment for End-Stage renal Failure in Bahrain. In: Bahrain Medical Bulletin. 22, Nr. 2, 2000, S. 5.
  95. a b c Fouad N. Boustany: Report of Mapping Bioethics Regulations in 17 States in the Arab Region. In: Ethics and law in biomedicine and genetics an overview of national regulations in the Arab states. UNESCO Cairo Office, Kairo 2011, ISBN 978-92-3-104211-9, S. 1-80, S. 41f.
  96. Qatar Supreme Council Of Health: Important Issues on top of the 70th Conference of GCC Health Ministers Council. 2010. Abgerufen am 29. Juni 2012.
  97. a b Transplant Procurement Management: IRODaT : Asia : Qatar. Abgerufen am 27. Juni 2012.
  98. Transplant Procurement Management: IRODaT : Asia : Bangladesh. Abgerufen am 6. Juli 2012.
  99. a b c Ronald W Gimbel, Martin A Strosberg, Susan E Lehrman, Eugenijus Gefenas, Frank Taft: Presumed consent and other predictors of cadaveric organ donation in Europe. In: Progress in transplantation (Aliso Viejo, Calif.). 13, Nr. 1, 2003, S. 17-23. Abgerufen am 20. Juni 2012.
  100. Zusammenfassung des Beitrags „Aspekte zu Crossover-Transplantationen“ (Medizinrecht 2006, 94 ff)
  101. [1], S 14.
  102. Jones, Meg (24. April 2011). „A Soldier’s Death Gives Life to Another Man“. Milwaukee Journal Sentinel. Abgerufen am 16. Juli 2011.
  103. Breite Mehrheit für Neuregelung: Bundestag beschließt Reform der Organspende bei tagesschau.de, 25. Mai 2012 (abgerufen am 26. Mai 2012).
  104. Organspende: Neues Transplantationsgesetz passiert Bundesrat bei Spiegel Online, 15. Juni 2012 (abgerufen am 15. Juni 2012).
  105. Bundesministerium für Gesundheit: Pressemitteilung am 25. Juli 2012. Abgerufen am 5. November 2012 (PDF; 46 kB).
  106. „Süddeutsche Zeitung: Artikelsammlung zum Organspendeskandal“ bei sueddeutsche.de (abgerufen am 11. Juli 2013)
  107. Nationaler Ethikrat: Die Zahl der Organspenden erhöhen – Zu einem drängenden Problem der Transplantationsmedizin in Deutschland. Stellungnahme. 24. April 2007 (online, PDF, 165 kB); Dokument abgerufen am 4. Juni 2007.
  108. J. Rey, V. Grass u. a.: Organspendebereitschaft in Deutschland. In: Deutsche Medizinische Wochenschrift. 137(3), 2012, S. 69–73.
  109. Robert-Koch-Institut: Organtransplantation und Organspende; Heft 17 der Reihe „Gesundheitsberichterstattung des Bundes“; Text Online
  110. a b Website der Deutschen Stiftung Organtransplantation, Unterseite Daten und Grafiken; Webseite abgerufen am 31. März 2009.
  111. Veronika Thomas: Eltern spenden Lunge für ihr Kind Aus der Stadt Hannover. In: Hannoversche Allgemeine. 10. September 2012. Abgerufen am 11. September 2012.
  112. Steinmeiers Nierenspende ist geglückt. In: spiegel.de vom 25. August 2010.
  113. www.verfassungen.de Verordnung über die Durchführung von Organtransplantationen; Webseite abgerufen am 4. Juni 2007.
  114. § 4 Abs. 1 der Verordnung über die Durchführung von Organtransplantationen
  115. § 9 Abs. 1 der Verordnung über die Durchführung von Organtransplantationen
  116. Webseite des ÖBIG; Webseite abgerufen am 4. Juni 2007.
  117. P Michielsen: Presumed consent to organ donation: 10 years’ experience in Belgium. In: Journal of the Royal Society of Medicine. 89, Nr. 12, 1996, S. 663-666, S. 665. Abgerufen am 25. Juli 2012.
  118. a b c Lieve Gies: Celebrity Big Brother, Human Rights and Popular Culture. In: Entertainment and Sports Law Journal. 7, Nr. 1, 2009, S. 21.
  119. Paul Michielsen: Presumed consent to organ donation: 10 years’ experience in Belgium. In: Journal of the Royal Society of Medicine. 89, Nr. 12, 1996, S. 663-666, S. 663. Abgerufen am 25. Juli 2012.
  120. Bundesamt für Gesundheit: Artikel 119a der Bundesverfassung; Webseite abgerufen am 4. Juni 2007.
  121. Bundesamt für Gesundheit : Etappen der Teilrevision.
  122. Faktenblatt – Transplantationsgesetz: Fragen und Antworten; PDF-Datei abgerufen am 4. Juni 2007; Marco Andrea Frei, Die erweiterte Zustimmungslösung gemäss Art. 8 Transplantationsgesetz, Zürich, Schulthess Verlag, 2012, ISBN 978-3-7255-6708-9.
  123. Bundesamt für Gesundheit: Frühere Regelungen; Webseite abgerufen am 4. Juni 2007.
  124. Etiske Råd: Organdonation: etiske overvejelser og anbefalinger.. Det Etiske Råd, Kopenhagen 2008, ISBN 978-87-91112-78-2, S. 34.
  125. Etiske Råd: Organdonation: etiske overvejelser og anbefalinger.. Det Etiske Råd, Kopenhagen 2008, ISBN 978-87-91112-78-2, S. 61.
  126. Etiske Råd: Organdonation: etiske overvejelser og anbefalinger.. Det Etiske Råd, Kopenhagen 2008, ISBN 978-87-91112-78-2, S. 53.
  127. Etiske Råd: Organdonation: etiske overvejelser og anbefalinger.. Det Etiske Råd, Kopenhagen 2008, ISBN 978-87-91112-78-2, S. 49.
  128. a b Etiske Råd: Organdonation: etiske overvejelser og anbefalinger.. Det Etiske Råd, Kopenhagen 2008, ISBN 978-87-91112-78-2, S. 71.
  129. a b A. García López, M.P. Gómez: Organizational Model for a National System of Donation and Transplantation from Deceased Donors in Nicaragua. In: Transplantation Proceedings. 43, Nr. 9, 2011, S. 3310-3311. doi:10.1016/j.transproceed.2011.09.087.
  130. a b A. Ríos, C. Conesa, P. Ramírez, J. Sánchez, E. Sánchez, F. Ramos, P. Parrilla: Information Requested About Organ Donation in Primary Health Care Centers. In: Transplantation Proceedings. 38, Nr. 8, 2006, S. 2367–2370, S. 2367. doi:10.1016/j.transproceed.2006.08.046. Abgerufen am 24. Juli 2012.
  131. Anzahl der postmortalen Organspender pro eine Million Einwohner in Europa 2011
  132. a b A. Bagheri: Organ Transplantation Laws in Asian Countries: A Comparative Study. In: Transplantation Proceedings. 37, Nr. 10, 2005, S. 4159-4162, S. 4161. doi:10.1016/j.transproceed.2005.11.016. Abgerufen am 19. Juli 2012.
  133. Vladimir Chadikovski, Aco Dimov, Mile Petrovski, Risto Simeonov, Branka Petrovska: Cadaver Transplantation in Balkans: Mission Possible?. In: Macedonian Journal of Medical Sciences. 4, Nr. 4, 1. Dezember 2011, S. 411-416, S. 411. doi:10.3889/MJMS.1857-5773.2011.0196. Abgerufen am 3. Juli 2012.
  134. Milivoje Vuković, Nebojša Moljević, Nenad Katanić, Dragan Krivokuća, Vesna Vuković, Zoran Milošević: Cadaveric organ transplantation and religion. (PDF) In: Medicinski pregled. 63, Nr. 7-8, 2010, S. 575-578, S. 577. Abgerufen am 3. Juli 2012.
  135. Р.Т. Нигматуллин, Н.В. Чернов: Правовые аспекты трансплантации тканей. In: Регенеративная Хирургия. 1, 2003, S. 1. Abgerufen am 20. Juni 2012.
  136. Rebecca Empson: Transacting Knowledge, Transplanting Organs: Collaborative Scientific Partnerships in Mongolia. In: Collaborators Collaborating: Counterparts in Anthropological Knowledge and International Research Relations. Berghahn Books, New York 2012, ISBN 978-0-85745-480-5, S. 86-106 , S 89.
  137. United Network for Organ Sharing, englisch; Webseite abgerufen am 10. Juni 2012.
  138. Orentlicher, D. (January 01, 2009). PRESUMED CONSENT TO ORGAN DONATION: ITS RISE AND FALL IN THE UNITED STATES. Rutgers Law Review, 61, 2, 295.
  139. a b c d Fouad N. Boustany: Report of Mapping Bioethics Regulations in 17 States in the Arab Region. In: Ethics and law in biomedicine and genetics an overview of national regulations in the Arab states (PDF), UNESCO Cairo Office, Kairo 2011, ISBN 978-92-3-104211-9, S. 1-80, S. 41.
  140. Hottman Salah: An Overview of Renal Replacement Therapy in Algeria. In: Saudi Journal of Kidney Diseases and Transplantation. 5, Nr. 2, 1994, S. 190-192, S. 191.
  141. a b c E.M. Si-ahmed: The First Two Cadaveric Renal Transplantations in Blida, Algeria. In: Transplantation Proceedings. 43, Nr. 9, 2011, S. 3431-3432. doi:10.1016/j.transproceed.2011.09.050.
  142. W. Faraj, H. Fakih, D. Mukherji, M. Khalife: Organ Donation After Cardiac Death in the Middle East. In: Transplantation Proceedings. 42, Nr. 3, 2010, S. 713-715, S 713. doi:10.1016/j.transproceed.2010.02.058.
  143. H El-Shoubaki, A Bener: Public knowledge and attitudes toward organ donation and transplantation: a cross-cultural study. In: Transplantation proceedings. 37, Nr. 5, 2005, S. 1993–1997, S. 1996. doi:10.1016/j.transproceed.2005.03.014. Abgerufen am 23. Juli 2012.
  144. Indian Transplant Registry: Objectives of the National Transplant Registry. Abgerufen am 21. Juli 2012.
  145. Mona Newsome Wicks: Brain Death and Transplantation: The Japanese. 25. April 2000. Abgerufen am 17. April 2013.
  146. Gilles Campion: Pas d’espoir de greffe pour les enfants cardiaques au Japon. In: Aujourd’hui le Japon. 12. Juni 2009. Abgerufen am 17. April 2013.
  147. Anthony Rivière: Le don d’organes facilité au Japon. In: Aujourd’hui le Japon. 20. Juli 2010, abgerufen am 18. April 2013 (französisch).
  148. Anthony Rivière: Premier cas de don d’organes sous la nouvelle législation. In: Aujourd’hui le Japon. 11. August 2010, abgerufen am 18. April 2013 (französisch).
  149. Benita S. Padilla: Regulated compensation for kidney donors in the Philippines. In: Current Opinion in Organ Transplantation. 14, Nr. 2, 2009, S. 120-123, S. 121. Abgerufen am 9. Juli 2012.
  150. a b Benita S. Padilla: Regulated compensation for kidney donors in the Philippines. In: Current Opinion in Organ Transplantation. 14, Nr. 2, 2009, S. 120-123, S. 121f. Abgerufen am 9. Juli 2012.
  151. Olumuyiwa O. Odusanya, Christopher O. Ladipo: Organ Donation: Knowledge, Attitudes, and Practice in Lagos, Nigeria. In: Artificial Organs. 30, Nr. 8, 2006, S. 626-629, S. 626. doi:10.1111/j.1525-1594.2006.00272.x.
  152. Olumuyiwa O. Odusanya, Christopher O. Ladipo: Organ Donation: Knowledge, Attitudes, and Practice in Lagos, Nigeria. In: Artificial Organs. 30, Nr. 8, 2006, S. 626-629. doi:10.1111/j.1525-1594.2006.00272.x.
  153. H S Aghanwa, Akinsola, D O Akinola, R O A Makanjuola: Attitudes toward kidney donation. In: Journal of the National Medical Association. 95, Nr. 8, 2003, S. 725-731, S. 729. Abgerufen am 23. Juli 2012.
  154. Die Unwörter von 1991 bis 1999. auf: unwortdesjahres.net

Literatur[Bearbeiten]

  • Ulrike Baureithel, Anna Bergmann: Herzloser Tod – Das Dilemma der Organspende. Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 1999, ISBN 3-608-91958-9 (Wissenschaftsbuch des Jahres 2000).
  • Vera Kalitzkus: Dein Tod, mein Leben. Warum wir Organspenden richtig finden und trotzdem davor zurückschrecken. Suhrkamp medizinHuman, Frankfurt 2009, ISBN 978-3-518-46114-3.
  • Eberhard J. Wormer: Organspende. Lebensrettende Transplantation. Lingen Verlag, 2010, ISBN 978-3-941118-50-8.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Organspende – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Gesundheitshinweis Bitte den Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten!
Rechtshinweis Bitte den Hinweis zu Rechtsthemen beachten!