Orlová

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Dieser Artikel befasst sich mit der Stadt Orlová in Tschechien. Für den Berg Orlová in der Niederen Tatra siehe Orlová (Berg)
Orlová
Wappen von Orlová
Orlová (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Moravskoslezský kraj
Bezirk: Karviná
Fläche: 2467 ha
Geographische Lage: 49° 51′ N, 18° 25′ O49.84722222222218.418333333333215Koordinaten: 49° 50′ 50″ N, 18° 25′ 6″ O
Höhe: 215 m n.m.
Einwohner: 30.345 (1. Jan. 2014) [1]
Postleitzahl: 735 11 - 735 14
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 4
Verwaltung
Bürgermeister: Jiří Michalík (Stand: 2006)
Adresse: Osvobození 796
73514 Orlová 4 - Lutyně
Gemeindenummer: 599069
Website: www.mesto-orlova.cz

Orlová (deutsch Orlau, polnisch Orłowa) ist eine Stadt im Okres Karviná, Tschechien. Sie liegt in 215 m ü.M. im schlesischen Ballungsgebiet zwischen Ostrava, Karviná und Bohumín.

Geschichte[Bearbeiten]

Marktplatz

Die erste urkundlich nachgewiesene Erwähnung stammt aus dem Jahr 1223 im Verzeichnis des Breslauer Bischofs Lorenz. Die Gemeinde gehörte damals zum Kloster Krakau.

Ev. Kirche vor 1937

Später wurde ein Benediktiner-Kloster erbaut, durch den sich die Entwicklung des Ortes vor allem im kulturellen und im Bildungsbereich beschleunigte. Im 17. Jahrhundert wurde dann der Sitz des Klosters wieder nach Tyniec bei Krakau verlegt, und der Ort blieb eine kleine landwirtschaftlich geprägte Gemeinde. Erst im 19. Jahrhundert, als Steinkohlevorkommen entdeckt wurden, wuchs der Ort rasant. 1922 war sie bereits eine Stadt mit einer Straßenbahnverbindung, einem Krankenhaus, Museum und Schulen, in denen in mehreren Sprachen (tschechisch, polnisch und deutsch) unterrichtet wurde. Die Industrialisierung schritt voran, und Orlová wurde zu einem reichen Zentrum der Bildung.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden viele deutsche Bewohner vertrieben. In den 1960er Jahren dachte die kommunistische Regierung zunächst darüber nach, die Stadt wegen der Kohleförderung zu liquidieren. Dazu kam es dann doch nicht. Jedoch wurden 2000 Gebäude dem Erdboden gleichgemacht, der Straßenbahn- und Eisenbahnverkehr wurde eingestellt, die Schulen in umliegende Städte Ostrava, Karviná und Havířov umgesiedelt. An Stelle der ursprünglichen Stadt wurde eine Siedlung für 30.000 Einwohner hochgezogen. Aus dem historischen Stadtkern blieb nur der Torso erhalten.

In Orlová lebte längere Zeit ein Begründer der tschechischen Legion in Italien Jan Čapek. 1910 besuchte Alois Jirásek öfters die Stadt. In Orlová ansässig ist das Atelier Slawinski, Hersteller von Geigen.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Zu Orlová gehören die Stadtteile Dombrovec (Dombrau), Lazy, Lutyně (Leuten) mit Horní Lutyně (Polnisch Leuten), Město und Poruba (Poremba).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Orlová – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2014 (PDF; 504 KiB)