Orphan Black

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Seriendaten
Deutscher Titel Orphan Black
Originaltitel Orphan Black
Orphan Black logo.png
Produktionsland Kanada
Originalsprache Englisch
Jahr(e) seit 2013
Produktions-
unternehmen
Bell Media,
Temple Street Productions,
BBC America Original Production
Länge ca. 42 Minuten
Episoden 23+ in 3+ Staffeln
Genre Science Fiction, Drama, Horror
Produktion Ivan Schneeberg,
David Fortier,
Graeme Manson,
John Fawcett
Idee Graeme Manson,
John Fawcett
Erstausstrahlung 30. März 2013 (USA/Kanada) auf BBC America, Space
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
2. Mai 2014 auf ZDFneo
Besetzung
Synchronisation
Episodenliste

Orphan Black (deutsch: „Schwarze Waise“) ist eine kanadische Science-Fiction-Serie mit Tatiana Maslany in einer Mehrfachrolle. Sie verkörpert im Lauf der Serie verschiedene weibliche Klone, die voneinander getrennt aufgewachsen sind und das Geheimnis ihrer Herkunft aufzudecken versuchen. Die Serie feierte am 30. März 2013 zeitgleich in den Vereinigten Staaten auf BBC America und in Kanada auf Space Premiere. Seit April 2015 wird die dritte Staffel ausgestrahlt; eine vierte wurde im Mai 2015 bestellt.[1]

Die Serie hat zahlreiche Kritikerpreise und Auszeichnungen gewonnen, unter anderem zweimal den Critics’ Choice Television Award für Tatiana Maslany als beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie.[2][3]

Handlung[Bearbeiten]

Staffel 1[Bearbeiten]

Sarah Manning, eine leicht punkig-trashig auftretende Kleinkriminelle, ist nach über zehn Monaten wieder in ihrer Heimatstadt, um ihre Tochter Kira, die bei ihrer Pflegemutter Mrs. S. lebt, zu besuchen. Sie selbst ist als Waise mit ihrem Pflegebruder Felix unter Mrs. S.' Obhut aufgewachsen und war zeitlebens eine Außenseiterin. Am Bahnhof beobachtet sie, wie eine businessmäßig gekleidete Frau, die ihr ansonsten zum Verwechseln ähnelt, Suizid begeht. Aufgrund ihrer momentanen problematischen Lebenssituation und Finanzlage, ihres aggressiven Exfreundes Vic und weiterer Probleme beschließt sie, die Identität der Frau anzunehmen. Dabei hilft ihr Felix, der die Leiche der Frau als Sarah identifiziert.

Als Folge des Identitätswechsels muss Sarah nun im Leben der Unbekannten zurechtkommen. Diese hieß Beth und war Polizistin, ist jedoch suspendiert, da sie die vermeintliche Zivilistin Maggie Chan erschossen hat. Auch hatte Beth mit ihrem Freund Paul Beziehungsprobleme. Über ein Handy und durch eigene Recherchen erfährt sie durch Cosima, dass sie und Beth Klone waren und dass es noch weitere Klone gibt, die über die ganze Welt verstreut leben. Zwei dieser Klone sind Cosima selbst und Alison Hendrix, eine Mutter, die in der Vorstadt lebt. Des Weiteren erfährt sie, dass es noch weitere Klone von anderen Menschen gibt. Allerdings gibt es einen Attentäter, der versucht, die Klone auszulöschen. Dieser Attentäter ermordet Katja Obinger, einen aus Deutschland stammenden Klon auf der Rückbank von Sarahs Auto. Sarah beseitigt die Leiche in einer Kiesgrube, jedoch wird diese einige Tage später von der Polizei entdeckt und so muss Sarah als Polizistin die Ermittlungen aufnehmen. Die Attentäterin, die Katja getötet hat, stellt sich als ein weiterer Klon heraus: Helena, die in der Ukraine unter streng gläubiger Erziehung aufgewachsen ist.

Cosima erfährt indes, dass die Klone von sogenannten Monitoren bewacht werden. Diese sind über den eigentlichen Grund ihres Auftrags nicht informiert und erstatten lediglich einer Organisation Bericht. Die Klone versuchen von da an, ihre Monitore aufzuspüren. Beths Monitor ist Paul, der sich, als er über alles Bescheid weiß, gegen seine Auftraggeber auflehnt. Cosimas Monitorin wird die Studentin Delphine, mit der Cosima trotzdem eine Beziehung eingeht. Delphine bringt Cosima auch die Lehre der Neologisten, einer Art Sekte, die von Dr. Aldous Leekie geleitet werden, näher. Man erfährt, dass Dr. Leekie über die Klone informiert ist und Teil ihrer Erschaffung war. Da Sarah, Cosima und Alison immer mehr Information über sich und ihre Entstehung erfahren, beginnen sie, Nachforschungen anzustellen, was wiederum diverse Probleme und Konsequenzen mit sich bringt.

Staffel 2[Bearbeiten]

Nach dem Verschwinden ihrer Tochter wendet sich Sarah hilfesuchend an Arthur, der zusammen mit seiner Kollegin den Tod ihrer Kollegin neu aufrollt und entdeckt, dass Sarah sich als Beth ausgegeben hat und Beweise vernichtet wurden. Sarah muss Arthur nun in ihr Geheimnis einweihen. Sarahs Klon Alison hat den Tod einer ihrer Nachbarinnen und vermeintlichen Monitors nicht verhindert, versucht weiter ihrer Rolle beim Musical auszufüllen und erleidet bei der Aufführung dann einen Alkoholabsturz, weswegen sie in einer Klinik zum Entzug eingeliefert wurde. Ihr Mann und die Kinder werden zu Hause von der Polizei observiert und Vic fühlt Alison in der Klinik und den dort stattfindenden Gesprächsrunden in der Therapiegruppe auf den Zahn. Die Entführung war inszeniert, Mrs. S hat das Haus verwüstet und ist mit Kira an einen vermeintlich sicheren Ort geflüchtet. Leider eben nicht sicher genug, Sarah und Kira verschwinden und suchen Schutz bei einem früheren Liebhaber, dem mutmaßlichen Vater Kiras. Selbst da werden sie von Dyad und den Agenten aufgespürt und flüchten erneut.

Helena wird von Sarah erschossen und bleibt schwer verletzt auf der Straße liegen, wo sie von eben jenen religiösen Leuten aufgelesen wird, die sie von Anfang an betreut haben. Sie konnte den Schuss ins Herz nur überleben, weil ihr Körper die seltene Anomalie hat, die Organe spiegelverkehrt entwickelt zu haben, wie es selten bei Zwillingen vorkommt. Helena entkommt und Sarah tut sich mit ihr zusammen, um das Rätsel aus den Anfängen ihrer Geschichte zu lösen und Ethan Dunkan aufzuspüren. Während Sarah in einer Kirche das Archiv einer Forschung aus dem früheren 20. Jahrhundert zu durchsuchen, geht Helena, die eigentlich im Wagen hätte warten sollen, in eine Bar. Nach einer handfesten Schlägerei steht dann wieder einer aus der Sektenfamilie vor ihr und bringt sie zurück. Sie ist die Quelle von Eizellen, die, mit dem Samen des Vaters der Familie befruchtet, den Kindern der Familie eingesetzt werden. Unterdessen taucht in der Stadt ein weiterer Klon auf, ein transsexueller Klon, der eine Nachricht über Paul für Beth überbringen soll. Solang dessen Hintergrund geprüft wird, kommt er bei Felix unter.

Cosima forscht weiter mit Stammzellen an der Gensequenz, die für die Krankheit verantwortlich ist, an der die Klone leiden und sterben. Dafür gibt Kira zunächst sogar einen ihrer Milchzähne. Da das nicht reicht, wird ihr später noch eine Knochenmarkspende entnommen. Rachel hat nun die Leitung der Forschung am Dyad Institut, Dr. Leekie ist abgesetzt und wird unabsichtlich von Alisons Mann Donnie erschossen. Offiziell starb Dr. Leekie an Bord eines Fliegers an einem Herzinfarkt, so dass Alison und ihr Mann die Leiche ihrer Garage verscharren. Rachel wird unterdessen psychisch so labil, dass sie in die Rolle Sarahs schlüpft, Mrs. S täuscht, Felix betäubt und Kira aus der Kinderklinik entführt. Sarah bleibt keine Alternative, um ihre Tochter wiederzusehen, stellt sie sich Dyad. Sarah entkommt bei einer OP, bei der man ihr einen ihrer Eierstöcke entnehmen wollte, dabei wird Rachel schwer verletzt. Die Leiterin der hinter Dyad stehenden Firma, Marion Bowles, erläutert Sarah, dass es zwei Forschungsgruppen gibt. Das Militär betreibt im Projekt Castor die Entwicklung von männlichen Klonen, Dyad im Projekt Leda die von weiblichen Klonen. Darüber hinaus ist Marian Bowles achtjährige Tochter Charlotte ebenfalls ein Klon des Projekts Leda. Währenddessen wird Helena mit Wissen von Mrs. S. vom Militär verschleppt.

Besetzung und Synchronisation[Bearbeiten]

Für die deutsche Synchronisation ist die Synchronfirma Splendid Synchron GmbH in Köln unter dem Dialogbuch und der Dialogregie von Luise Charlotte Brings verantwortlich.[4]

Hauptbesetzung[Bearbeiten]

Schauspieler Rollenname Hauptrolle Nebenrolle Synchronsprecher[4]
Tatiana Maslany Sarah Manning und die Klone des Projekts Leda 1.01– Corinna Riegner
Jordan Gavaris Felix „Fee“ Dawkins 1.01– Tobias Diakow
Dylan Bruce Paul Dierden 1.01– Rainer Fritzsche
Kevin Hanchard Detective Arthur „Art“ Bell 1.01– Fabian Körner
Michael Mando Victor „Vic“ Schmidt 1.01–1.10 2.06–2.07, 2.09 Daniel Sellier
Maria Doyle Kennedy Siobhan „Mrs. S.“ Sadler 1.01– Kerstin Fischer
Évelyne Brochu Dr. Delphine Cormier 2.01– 1.05–1.10 Nora Jokhosha
Ari Millen Mark und dessen Klone 3.01– 2.01–2.06, 2.09–2.10 Philipp Danne

Nebenbesetzung[Bearbeiten]

Schauspieler Rollenname Staffel Synchronsprecher[4]
Inga Cadranel Detective Angela Deangelis 1– Vanessa Wunsch
Skyler Wexler Kira Manning 1– Carla Fluder
Kristian Bruun Donnie Hendrix 1– Dominik Freiberger
Matt Frewer Dr. Aldous Leekie 1–2 Daniel Werner
Natalie Lisinska Aynsley Norris 1 Silke Linderhaus
Josh Vokey Scott Smith 1– Stefan Naas
David Richmond-Peck Olivier Duval 1 Tobias Brecklinghaus
Matthew Bennett Daniel Rosen 1–
Michiel Huisman Cal Morrison 2– Robert Steudtner
Andrew Gillies Ethan Duncan alias Andrew Peckham 2 Jacques Breuer
Peter Outerbridge Henrik Johanssen 2
Kristin Booth Bonnie Johanssen 2
Zoe De Grand Maison Gracie Johanssen Rollins 2– Meri Dogan
Michelle Forbes Dr. Marion[5] Bowles 2
Justin Chatwin[6] Jason Kellerman 3–
James Frain[6] Ferdinand 3–
Kyra Harper Dr. Coady 3–
Ksenia Solo[6] Dr. Shay 3–

Bekannte Klone[Bearbeiten]

Project Leda[Bearbeiten]

verkörpert die Klone des Projekts Leda.

Im Folgenden sind die bisherigen in der Serie vorkommenden weiblichen Klone aufgelistet, die alle von Tatiana Maslany dargestellt werden. Als junge Mädchen werden die Klone innerhalb von Rückblenden von Cynthia Galant verkörpert, ebenso die achtjährige Charlotte Bowles, die ausschließlich als Kind auftritt.

Name Herkunft Geburtsdatum
(nach Geburtsurkunde)
Geburtsdatum
(nach Cosimas Liste)
Status
Sarah Manning London, Vereinigtes Königreich 15. März 1984 am Leben
Elizabeth „Beth“ Childs East York, Kanada 1. April 1984 13. März 1984 verstorben am 23. November 2012
Alison Hendrix Scarborough, Kanada 4. April 1984 18. April 1984 am Leben
Cosima Niehaus San Francisco, Vereinigte Staaten 9. März 1984 am Leben
Helena London, Vereinigtes Königreich,
aufgewachsen in der Ukraine
15. März 1984 am Leben
Katja Obinger Würzburg, Deutschland 24. März 1984 verstorben am 25. November 2012
Rachel Duncan Cambridge, Vereinigtes Königreich 17. März 1984 am Leben[7]
Danielle Fournier Paris, Frankreich 20. März 1984 12. März 1984 verstorben am 24. September 2012
Aryanna Giordano Rom, Italien 4. April 1984 28. April 1984 verstorben am 11. April 2012
Janika Zingler Salzburg, Österreich 10. März 1984 verstorben am 13. Juli 2012
Jennifer Fitzsimmons Vereinigte Staaten 1984 verstorben im Jahr 2014
Tony Sawicki gebürtig Antoinette Sawicki Cincinnati, Vereinigte Staaten 1984 am Leben
Charlotte Bowles 2006 am Leben
Krystal Goderich 1984 am Leben
6 Unbekannte aus Helsinki 1984 verstorben

Project Castor[Bearbeiten]

Ari Millen verkörpert die Klone des Projekts Castor.

Im Folgenden sind die bisherigen in der Serie vorkommenden männlichen Klone aufgelistet, die alle von Ari Millen dargestellt werden.

Name Status
Mark Rollins am Leben
Rudy am Leben
Seth verstorben
Styles Miller am Leben
Parsons verstorben

Produktion[Bearbeiten]

Am 12. Juni 2012 wurde bekannt gegeben, dass Temple Street Productions im Auftrag von BBC Worldwide und Space eine zehnteilige erste Staffel der Serie produzieren werde.[8] Ende Juni verkündete BBC America, die Serie in den Vereinigten Staaten auszustrahlen.[9] Im September 2012 wurde Tatiana Maslany für die zentrale Hauptrolle der Serie verpflichtet.[10] Die restlichen Hauptdarsteller wurden im Oktober 2012 mit Beginn der Dreharbeiten für die erste Staffel in Toronto bekannt gegeben. Die Dreharbeiten endeten im Februar 2013.[11]

Die Szenen, in denen die jeweils von Tatiana Maslany gespielten Klone miteinander interagieren, wurden mithilfe von Doubles mehrfach gedreht. Um schnittfreie Aufnahmen, sowie das Berühren der einzelnen Klone zu ermöglichen, musste Maslany in mehreren Aufnahmen dieselben Bewegungsabläufe durchführen, welche mittels Motion-Control aufgenommen wurden und so später digital zusammengeführt werden konnten.[12]

Anfang Mai 2013 bestellten BBC America und Space auf Grund der sehr zufriedenstellenden Quoten eine zweite Staffel der Serie mit wiederum zehn Folgen.[13][14] Im Juli 2014 verlängerte BBC America die Serie um eine zehnteilige dritte Staffel.

Ausstrahlung[Bearbeiten]

Vereinigte Staaten

Die erste Staffel der Serie wurde zwischen dem 30. März und dem 1. Juni 2013 in den USA auf dem Sender BBC America und in Kanada auf dem Sender Space gesendet. Die zweite Staffel hatte am 19. April 2014 Premiere.[15] Die Ausstrahlung der dritten Staffel ist seit dem 18. April 2015 zu sehen.[16]

Deutschland

In Deutschland strahlte der Sender ZDFneo die erste Staffel vom 2. Mai bis zum 30. Mai 2014 in Doppelfolgen aus. Die zweite Staffel wurde vom 25. November 2014 bis 16. Dezember 2014 ebenfalls in Doppelfolgen und teilweise in Dreifachfolgen auf dem Sender ausgestrahlt.[17]

Rezeption[Bearbeiten]

Kritik[Bearbeiten]

Die erste Staffel der Serie erhielt bei Metacritic ein Metascore von 73/100 basierend auf 20 Rezensionen.[18]

Rachelle Pouplier von Welt.de lobt vor allem die Erfinder und Produzenten der Serie: „Die Serie hat zweifellos Suchtpotential. Die Macher, Graeme Manson und John Fawcett, haben das Science-Fiction-Genre mit dem Noir skandinavischer Krimis vereint. Gleichzeitig bedienen sie sich komödiantischer sowie trashiger Elemente. Diese Kombination sorgt für eine unkonventionelle Coolness, die – das hat der Erfolg in Nordamerika bewiesen – nicht nur Sci-Fi-Nerds vor die Bildschirme holt.“ Ihrer Meinung nach „macht [die Serie] das Science-Fiction-Genre wieder tauglich für ein junges Fernsehpublikum.“[19]

Franziska von Malsen, Journalistin bei der Süddeutschen Zeitung, schreibt in ihrem Fazit, dass „Die Geschichte selbst ein wenig krude konstruiert [ist], woran man sich bei einem Science-Fiction-Thriller nicht weiter stören muss. Dafür ist sie perfekt erzählt, beinahe jede Szene baut Spannung auf. Unnötig also, dass der öffentlich-rechtliche Sender dem Ganzen noch eine politisch-ethische Brisanz zuschreiben möchte („da steckt mehr drin“). Der bessere Grund, sich Orphan Black anzusehen, ist die kanadische Hauptdarstellerin Tatiana Maslany, die alle sieben Klone spielt und für ihre Mehrfachrolle auch gleich für den Golden Globe nominiert wurde.“[20]

Thomas Lückerath von DWDL.de schrieb zur Pilotfolge und zur ersten Staffel der Serie: „"Orphan Black" ist der Beleg dafür, dass herausragende Serienware längst nicht mehr nur aus den USA kommt. […] Natürlich sind Serien am Ende auch Geschmackssache, doch schon nach einer Folge diese sehr eng an die Realität geknüpfte Science-Fiction-Serie weiß man zweifelsohne, ob es passt oder nicht. Und wer dem Genre grundsätzlich offen gegenüber steht, der wird definitiv in den Bann der Story gezogen […]. Was mich berauscht hat an „Orphan Black“ ist eine originelle Story und temporeiche Umsetzung, die einen Sog entwickelt. Das ist keine Serie von der man erst mehrere Folge gesehen haben muss, um drin zu sein, so wie es etwa für die „Sopranos“ und manch anderes Meisterwerk gilt. […] Die Serie hält über die erste Staffel hinweg das starke Niveau des Piloten […]. Die deutsche Synchronfassung der Serie ist übrigens gut gelungen, doch ganz ohne einen Wermutstropfen ist sie nicht: Die verschiedene Dialekte einiger Personen sind im deutschen nur teilweise übernommen. Das wird Puristen ärgern, aber nimmt „Orphan Black“ nicht seine Sehenswürdigkeit, die übrigens auch noch durch den unbezahlbaren Aspekt, dass man sich als Zuschauer häufig fragt „Was würde ich an Sarahs Stelle tun?“, gewinnt. Action, Spannung, Mystery und Emotionen – in den ersten 45 Minuten steckt alles und ist dazu noch so stylish verpackt wie man es zuletzt aus skandinavischen Produktionen kennt.“[21]

Auch Harald Keller von der Frankfurter Rundschau urteilt positiv über die Serie: „'Orphan Black', eine kanadisch-US-amerikanische Koproduktion unter Federführung von BBC America, ist eine Thrillerserie in höchster Vollendung. Die Autoren treiben die Handlung zügig voran, warten mit immer neuen, kaum vorhersehbaren Wendungen auf, lassen dabei aber die emotionalen Komponenten nicht außer Acht und gönnen dem Publikum auch eine gehörige Portion Witz.“ Des Weiteren lobt er Tatiana Maslanys Können, indem er sagt, dass „Die Serie […] wesentlich vom Können der Hauptdarstellerin Tatiana Maslany [lebt]. Die Kanadierin, die auf deutschen Bildschirmen zuvor unter anderem in „Die Tore der Welt“ und „Being Erica“ zu sehen war, spielt sämtliche Klon-Schwestern […]. Sie spielt also nicht eine Hauptrolle, sondern mehrere, mit gänzlich unterschiedlichen Charaktereigenschaften, Gesten, Manierismen. Mehr als verdient erhielt sie dafür 2014 eine Golden-Globe-Nominierung als beste Schauspielerin in einer Serie.“[22]

Marcus Kirzynowski von wunschliste.de schrieb „Obwohl „Orphan Black“ von der ganzen Anlage eine Show ist, was Kritiker typischerweise gerne übersehen, unterfordern die Autoren um Graeme Manson und John Fawcett ihre Zuschauer keineswegs. Man muss schon sehr genau aufpassen, um im ständigen Eifer des Gefechts alle Handlungswendungen und Enthüllungen mitzubekommen. Und ebenso packend wie die gelungene Action sind die einfühlsameren Momente, die einen an die Figuren binden. Die philosophischen Fragen, die hinter dem Konzept stecken, werden dabei ganz nebenbei vermittelt, und im Grunde durch die Charakterisierung der Figuren auch gleich überzeugend beantwortet: Was den Menschen ausmacht, sind eben nicht die (hier völlig gleichen) Gene, sondern Herkunft, Erziehung und Erfahrungen. So deutlich und unterhaltsam wie Tatiana Maslany kann das wohl kein Lehrbuch der Welt vermitteln.“[23]

Auszeichnungen und Nominierungen[Bearbeiten]

2013
  • Individual Achievement in Drama – Tatiana Maslany – gewonnen
  • Outstanding New Program – Orphan Black – nominiert
  • Best Actress in a Drama Series – Tatiana Maslany – gewonnen
  • Best Drama Series – Orphan Black – gewonnen
  • Most Underrated Show – Orphan Black – gewonnen
  • Best New Show – Orphan Black – gewonnen
2014
  • Best Television Series or Miniseries, Genre – Orphan Black – nominiert
  • Best Actress in a Drama Series – Tatiana Maslany – nominiert
  • Shaw Media Award for Best Performance by an Actress in a Continuing Leading Dramatic Role – Tatiana Maslany – gewonnen[27]
  • Shaw Media Award for Best Dramatic Series – Orphan Black – gewonnen[27]
  • Best Costume Design – „Instinct“ – nominiert[27]
  • Best Direction in a Dramatic Series – „Endless Forms Most Beautiful“ – gewonnen[27]
  • Best Photography in a Dramatic Program or Series – „Endless Forms Most Beautiful“ – gewonnen[27]
  • Best Writing in a Dramatic Series – „Natural Selection“ – gewonnen[27]
  • Best Writing in a Dramatic Series – „Unconscious Selection“ – nominiert[27]
  • Best Picture Editing in a Dramatic Program or Series – „Unconscious Selection“ – gewonnen[27]
  • Best Production Design or Art Direction in a Fiction Program or Series – „Conditions of Existence“ – gewonnen[27]
  • Best Performance by an Actor in a Featured Supporting Role in a Dramatic Program or Series – Michael Mando – nominiert[27]
  • Best Performance by an Actor in a Featured Supporting Role in a Dramatic Program or Series – Kevin Hanchard – nominiert[27]
  • Best Performance by an Actor in a Featured Supporting Role in a Dramatic Program or Series – Jordan Gavaris – gewonnen[27]
  • Best Performance by an Actress in a Featured Supporting Role in a Dramatic Program or Series – Maria Doyle Kennedy – gewonnen[27]
  • Best Performance in a Guest Role, Dramatic Series – Natalie Lisinska – gewonnen[27]
  • Drama Series – „Variations Under Domestication“ – gewonnen[30]
  • Drama Series – „Unconscious Selection“ – nominiert[30]
  • Drama Series – „Parts Developed in an Unusual Manner“ – nominiert[30]
  • Best Editing in Long Form Television Series – „Variation Under Nature“ – gewonnen[31]
  • Best Editing in Long Form Television Series – „Unconscious Selection“ – nominiert[31]
2015
  • Shaw Media Award for Best Dramatic Series – Orphan Black – gewonnen
  • Best Direction in a Drama Series – TJ Scott – „Mingling Its Own Nature With It“ – gewonnen
  • Best Original Music Score for a Series – Trevor Yuile – „By Means Which Have Never Yet Been Tried“ – gewonnen
  • Best Photography in a Dramatic Program or Series – Aaron Morton – „By Means Which Have Never Yet Been Tried“ – gewonnen
  • Best Picture Editing in a Dramatic Program or Series – D. Gillian Truster – „Governed as It Were By Chance“ – gewonnen
  • Best Production Design or Art Direction in a Fiction Program or Series – Liz Calderhead, John Dondertman – „Things Which Have Never Yet Been Done“ – gewonnen
  • Best Sound in a Dramatic Program or Series – Tom Bjelic, Hervig Gayer, John Laing, Dale Lennon, Rudy Michael, Stephan Traub, Marilee Yorston – „By Means Which Have Never Yet Been Tried“ – nominiert
  • Best Visual Effects – Anthony DeChellis, Eric Doiron, Nathan Larouche, Lon Molnar, Geoff D.E. Scott, Sarah Wormsbecher – „By Means Which Have Never Yet Been Tried“ – nominiert
  • Best Writing in a Dramatic Serie – Graeme Manson – „By Means Which Have Never Yet Been Tried“ – gewonnen
  • Best Writing in a Dramatic Serie – Graeme Manson, Karen Walton – „Governed by Sound Reason and True Religion“ – nominiert
  • Best Achievement in Casting – Sharon Forrest, Susan Forrest – „Governed by Sound Reason and True Religion“ – gewonnen
  • Shaw Media Award for Best Performance by an Actress in a Continuing Leading Dramatic Role – Tatiana Maslany – „By Means Which Have Never Yet Been Tried“ – gewonnen
  • Best Performance by an Actor in a Featured Supporting Role in a Dramatic Program or Series – Jordan Gavaris – „Mingling Its Own Nature With It“ – gewonnen
  • Outstanding Performance by a Female Actor in a Drama Series – Tatiana Maslany – nominiert

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nellie Andreeva: ‘Orphan Black’ Renewed For Fourth Season By BBC America. In: Deadline.com. 7. Mai 2015. Abgerufen am 7. Mai 2015.
  2. a b Matt Webb Mitovich: Critics' Choice Awards: Big Bang Theory, Orphan Black Star and Breaking Bad Win Big – Plus: Kudos for Southland, Parenthood Faves. In: TVline.com. 10. Juni 2013. Abgerufen am 2. Februar 2014.
  3. a b Debra Yeo: Orphan Black's Tatiana Maslany up for Critics' Choice Television Award. In: thestar.com. 28. Mai 2014. Abgerufen am 22. Juni 2014.
  4. a b c Orphan Black in der Deutschen Synchronkartei, abgerufen am 21. April 2014.
  5. Q&A with Michelle Forbes. In: bbcamerica.com. 22. Januar 2014. Abgerufen am 9. Januar 2015.
  6. a b c "Orphan Black” Season 3: Starttermin, erstes Foto und neuer Teaser. 26. Dezember 2014. Abgerufen am 4. Januar 2015.
  7. Natalie Abrams: Spoiler Room: Scoop on 'Orphan Black,' 'Vampire Diaries,' 'Grey's' and more. In: Entertainment Weekly. 16. Januar 2015. Abgerufen am 16. Januar 2015.
  8. SPACE Orders New Original Drama Series ORPHAN BLACK. In: bellmediapr.ca. 12. Juni 2012. Abgerufen am 2. Februar 2014.
  9. Brigid Brown: BBC America Orders Original Sci-Fi Adventure ‘Orphan Black’. In: bbcamerica.com. 26. Juni 2012. Abgerufen am 2. Februar 2014.
  10. SPACE, BBC America, and Temple Street Productions Announce Canadian-Born Actor Tatiana Maslany as the Lead in New Original Series ORPHAN BLACK. In: newswire.ca. 17. September 2012. Abgerufen am 2. Februar 2014.
  11. Additional Casting For SPACE Original Series ORPHAN BLACK Announced as Production Begins in Toronto. In: bellmedia.pr. 23. Oktober 2012. Abgerufen am 2. Februar 2014.
  12. ORPHAN BLACK Clones on Clones: Comic-Con Exclusive Making Of – BBC AMERICA. In: YouTube. 23. Juli 2013. Abgerufen am 4. Januar 2015.
  13. Bernd Michael Krannich: Orphan Black: 2. Staffel der Mysteryserie bestellt. In: Serienjunkies.de. 2. Mai 2013. Abgerufen am 2. Februar 2014.
  14. Michael Ausiello: Orphan Black Renewed for Season 2. In: tvline.com. 2. Mai 2013. Abgerufen am 2. Februar 2014.
  15. Megan Masters: Orphan Black's Return Date Is Set – Season 2 Teaser Follows Sarah's Search for Answers. In: tvline.com. 23. November 2013. Abgerufen am 2. Februar 2014.
  16. Matt Webb Mitovich: Orphan Black Season 3 Gets Premiere Date, Teaser Warning 'This Is War'. In: TVLine.com. 18. Dezember 2014. Abgerufen am 18. Dezember 2014.
  17. Orphan Black: Staffel 2. In: fernsehserien.de. Abgerufen am 26. November 2014.
  18. Orphan Black : Season 1. In: metacritic.com. Abgerufen am 2. Februar 2014.
  19. Rachelle Pouplier: Diese Serie ist das „Game of Clones“, vom 1. Mai 2014 auf welt.de, abgerufen am 31. Juli 2014
  20. Franziska von Malsen: Das Kreuz mit der Verwandtschaft , vom 2. Mai 2014 auf Süddeutsche.de, abgerufen am 31. Juli 2014
  21. Thomas Lückerath: „Orphan Black“: 45 Minuten und Sie sind süchtig, vom 2. Mai 2014 auf DWDL.de, abgerufen am 31. Juli 2014
  22. Harald Keller: Die Stiefel sind zum Wandern, vom 10. Mai 2014 auf fr-online.de, abgerufen am 31. Juli 2014
  23. Orphan Black bei wunschliste.de
  24. Steve Pond: '12 Years a Slave’ Tops Satellite Award Nominations. In: TheWrap.com. 2. Dezember 2013. Abgerufen am 22. Juni 2014.
  25. Steve Pond: 2014 People’s Choice Awards: Glee, Grey's, Sons, Good Wife, Castle, NCIS, Gellar Among Nominees. In: tvline.com. 5. November 2013. Abgerufen am 22. Juni 2014.
  26. Matt Webb Mitovich: Golden Globes: House of Cards, The Good Wife, Candelabra and Breaking Bad Lead Noms; Parks & Rec, Brooklyn, Spader and Maslany Score Nods. In: tvline.com. 12. Dezember 2013. Abgerufen am 22. Juni 2014.
  27. a b c d e f g h i j k l m n 2014 CANADIAN SCREEN AWARDS. In: acxademy.ca. Abgerufen am 22. Juni 2014.
  28. GLAAD Media Awards Noms Unveiled. In: deadline.com. 30. Januar 2014. Abgerufen am 22. Juni 2014.
  29. Orphan Black (BBC America). In: Peabodyawards. 2013. Abgerufen am 22. Juni 2014.
  30. a b c Current Awards 2014. In: wgc.ca. Abgerufen am 22. Juni 2014.
  31. a b Announcing the winners of the 4th Annual Canadian Cinema Editors Awards:. In: cceditors.ca. Abgerufen am 22. Juni 2014.