Orthografische Azimutalprojektion

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Prinzipskizze der Projektion

Die orthografische Azimutalprojektion ist eine Kartenprojektion, bei der die (Erd-)Oberfläche durch Parallelprojektion auf eine Ebene abgebildet wird. Mit dieser Projektion kann maximal eine Halbkugel dargestellt werden. Sie ist weder flächen- noch winkeltreu, dafür aber recht anschaulich, da sie die Oberfläche so zeigt, wie sie aus (unendlich) großer Entfernung „aus dem Weltraum“ zu sehen wäre. Sie bildet entlang der konzentrischen Kreise um den Mittelpunkt (Breitenkreise bei polarer Projektion) längentreu ab.

Diese Projektion wird häufig für Mond- und Planetenkarten verwendet. Insbesondere der Mond, der uns stets dieselbe Seite zeigt, wird so abgebildet, wie er von der Erde aus gesehen wird. Die schiefe Projektion (mit Mittelpunkt weder am Pol noch am Äquator) wird oft für Ansichtskarten und andere anschauliche Darstellungen der Erde benutzt.