Orton (Fotografie)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Typisches Beispiel für einen Orton Effekt

Orton (benannt nach dem Fotografen Michael Orton) bezeichnet in der Fotografie einen Effekt und eine Aufnahmetechnik, bei der zwei Bilder, ein scharfes und ein unscharfes, die aber beide unterschiedlich überbelichtet wurden, übereinander gelegt werden. Dabei entsteht der, für Ortonaufnahmen entscheidende, Effekt, der dem Bild ein glühendes und märchenhaftes Aussehen gibt.[1]

Durchführung[Bearbeiten]

Für das Erstellen eines Bildes mit Ortoneffekt wird zuerst ein scharfes Bild erstellt, das zwei Blendenstufen überbelichtet wird und dann ein unscharfes, welches nur eine Blendenstufe überbelichtet wird. Durch die Stärke der Unschärfe variiert der Effekt. Dabei muss ein Stativ benutzt werden, da die Bilder deckungsgleich sein müssen. Danach müssen beide Aufnahmen, in der analogen Fotografie, ausbelichtet oder, in der digitalen Fotografie, mit einem Bildbearbeitungsprogramm übereinandergelegt und dann multipliziert werden. Die Unschärfe des zweiten Bildes kann auch in einem Bildbearbeitungsprogramm gemacht werden.[2][3]

Geschichte[Bearbeiten]

Michael Orton erfand diese Technik Mitte der Achtziger Jahre, wobei er den Effekt durch Überlagerung zweier Dias erreichte, weshalb diese Art der Fotografie auch Sandwich-Technik heißt.[4]

Weiterentwicklung[Bearbeiten]

Durch die Einführung der digitalen Kameras Ende der 1990er Jahre wurde die Verbreitung stark unterstützt, da nun jedem die Möglichkeiten zur Verfügung stehen, diesen Effekt anzuwenden. Dadurch sind im Netz auch viele Tutorials zum Thema zu finden.

Beispiel[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Orton: Photographing Creative Landscapes: Simple Tools for Artistic Images and Enhanced Creativity, Amherst Media Inc., Mai 2001, ISBN 1-58428-048-4.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1] auf focus.de
  2. [2] auf blog-wurst.de
  3. [3] auf focus.de
  4. [4] auf photography.ca (in englisch)