Oschersleben (Bode)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Oschersleben (Bode)
Oschersleben (Bode)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Oschersleben (Bode) hervorgehoben
52.02666666666711.22666666666785Koordinaten: 52° 2′ N, 11° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Börde
Höhe: 85 m ü. NHN
Fläche: 188,92 km²
Einwohner: 20.079 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 106 Einwohner je km²
Postleitzahl: 39387
Vorwahlen: 03949, 039408, 039407
Kfz-Kennzeichen: BK, BÖ, HDL, OC, OK, WMS, WZL
Gemeindeschlüssel: 15 0 83 415
Adresse der Verbandsverwaltung: Markt 1
39387 Oschersleben (Bode)
Webpräsenz: Stadt Oschersleben
Bürgermeister: Dieter Klenke (parteilos)
Lage der Stadt Oschersleben (Bode) im Landkreis Börde
Oebisfelde-Weferlingen Calvörde Oebisfelde-Weferlingen Altenhausen Oebisfelde-Weferlingen Calvörde Calvörde Oebisfelde-Weferlingen Calvörde Ingersleben Beendorf Bülstringen Oebisfelde-Weferlingen Oebisfelde-Weferlingen Ingersleben Oebisfelde-Weferlingen Calvörde Oebisfelde-Weferlingen Erxleben Hohe Börde Oschersleben (Bode) Angern Calvörde Hohe Börde Flechtingen Hohe Börde Hohe Börde Ingersleben Oebisfelde-Weferlingen Hohe Börde Eilsleben Oschersleben (Bode) Oebisfelde-Weferlingen Oschersleben (Bode) Hohe Börde Hötensleben Eilsleben Hohe Börde Altenhausen Burgstall Angern Oebisfelde-Weferlingen Oebisfelde-Weferlingen Flechtingen Hohe Börde Wanzleben-Börde Hohe Börde Sommersdorf Zielitz Calvörde Wanzleben-Börde Hohe Börde Calvörde Ingersleben Erxleben Loitsche-Heinrichsberg Oebisfelde-Weferlingen Calvörde Hohe Börde Eilsleben Flechtingen Wefensleben Eilsleben Calvörde Wanzleben-Börde Eilsleben Wanzleben-Börde Hötensleben Oebisfelde-Weferlingen Calvörde Oebisfelde-Weferlingen Westheide Wanzleben-Börde Am Großen Bruch Ummendorf Wanzleben-Börde Erxleben Oebisfelde-Weferlingen Altenhausen Wolmirstedt Oebisfelde-Weferlingen Westheide Altenhausen Erxleben Wanzleben-Börde Oebisfelde-Weferlingen Hohe Börde Haldensleben Harbke Sommersdorf Oschersleben (Bode) Loitsche-Heinrichsberg Bülstringen Wanzleben-Börde Völpke Burgstall Angern Westheide Oschersleben (Bode) Angern Wanzleben-Börde Rogätz Hohe Börde Hohe Börde Barleben Erxleben Am Großen Bruch Hötensleben Ausleben Burgstall Calvörde Wolmirstedt Kroppenstedt Flechtingen Wanzleben-Börde Burgstall Gröningen Colbitz Niedere Börde Oebisfelde-Weferlingen Sülzetal Oschersleben (Bode) HaldenslebenKarte
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Stadtwappen

Oschersleben (Bode) ist eine Stadt im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt in Deutschland.

Geographie[Bearbeiten]

Oschersleben liegt in der Magdeburger Börde, ca. 35 km südwestlich von Magdeburg, und hat etwa 20.000 Einwohner (2012). Hier mündet der Große Graben, der von der Schöninger Aue und dem Hohlebach gespeist wird, in die Bode, die in Oschersleben den nördlichsten Punkt erreicht. Dieses Gebiet wird aufgrund der Ausdehnung des Gewässernetzes als Großes Bruch bezeichnet.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Als Ortsteile der Stadt sind ausgewiesen:

Als Wohnplätze der Stadt sind ausgewiesen:

  • Am Bahnhof
  • Jakobsberg Siedlung

Geschichte[Bearbeiten]

Oschersleben wurde bereits 814 in den Stiftungsbriefen des Kaisers Ludwig des Frommen unter dem Namen Oscheresleve im Harzgau erwähnt, jedoch sind derzeitig keine Originaldokumente darüber vorhanden.[2] Am 23. November 994 wurde Oschersleben dann erstmals nachweislich in einer Urkunde von Kaiser Otto III., in der er Quedlinburg das Marktrecht verlieh, als Nordgrenze seines Bereiches erwähnt: „palus quae ex Oschersleve tenditur usque Hornaburch (der Sumpf, welcher von Oschersleben bis Hornburg sich ausdehnt)“. Zu diesem Anlass wurde 1994 die 1000-Jahr-Feier begangen.

Im 12. Jahrhundert befand sich Oschersleben im Besitz des Pfalzgrafen von Sommerschenburg. Später im Jahr 1207 wurde Oschersleben dann dem Bistum Halberstadt zugeordnet und anschließend mehrmals an das Bistum Magdeburg versetzt. Im Jahre 1339 ging die Stadt dann in den Pfandbesitz der Grafen von Reinstein über. Im Jahre 1399 wechselte der Besitz wieder in die beiden Adelsgeschlechter von Veltheim und von Wenden. Ein weiterer Wechsel der Besitzverhältnisse vollzog sich im Jahre 1484, dort wurde die Stadt den von Hoym und den Asseburgern zugeordnet. Erst im Jahre 1545 fiel Oschersleben wieder an das Bistum Halberstadt zurück.[2]

Eine Urkunde, wann Oschersleben das Stadt- oder Marktrecht erhielt, ist nicht vorhanden. Allerdings wurden die Einwohner 1235 schon als „Burgenses“ (Bürger) bezeichnet. Die Befestigungsanlagen fanden ab dem 15. Jahrhundert Erwähnung.

Kirchlich gehörte die Stadt stets zum Bistum Halberstadt, war Sitz eines Archidiakonats und führte 1540 die Reformation durch.

Schloss Neindorf um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Die ursprüngliche Dorfsiedlung lag dicht am Bruch westlich und südwestlich der späteren befestigten Stadt und wird in Urkunden das „alte Dorf“ oder antiqua villa genannt. Der Begriff Altes Dorf blieb für die westliche Vorstadt später erhalten und findet als Straßenname bis in unsere Zeit Verwendung. In dieser alten Dorfsiedlung lag die Stephanskirche, angeblich 806 von Bischof Hildegrim gegründet.

Südöstlich des Alten Dorfes, ganz nah dem Bruch im Süden vorgeschoben, lag die alte Burg Oschersleben, deren Entstehung wohl Anfang des 12. Jahrhunderts anzusetzen ist. Sie war mit Mauern und Graben befestigt und hatte ihren Eingang ursprünglich vom Damme her. Die Burg wurde 1545 neu erbaut und nach Norden gegen die Stadt zu erweitert. Seit dem Übergang an Brandenburg (1648) war sie kurfürstliche, ab 1701 königliche Domäne, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Privathand überging.

Nordöstlich dieser älteren Siedlungsteile wurde dann im 12. Jahrhundert die Stadt angelegt. Sie hatte eine Ausdehnung von etwa 450x450 m. Die Westseite war gerade, die anderen hufeisenförmig gebogen. Das Straßennetz war vor allem nach Osten völlig regelmäßig. Den Mittelpunkt bildet bis heute der rechteckige Markt, der im Norden durch das Rathaus und im Süden durch die Nikolaikirche begrenzt wird.

Über die Anlage der Stadtbefestigungen gibt es keine verbürgten Nachrichten. Bereits vor 1235 muss die Stadt befestigt worden sein – später mit Mauer, doppelten Wällen und Graben. Der Verlauf der Stadtmauer ist heute noch deutlich feststellbar. Ursprünglich bestanden an den Stadteingängen das Magdeburger Tor im Osten, das Hornhäuser- oder Oldendorpsche Tor im Westen, das Halberstädter Tor im Süden und das Neue Tor im Norden. Die Befestigung an den Toren wurde seit 1700 eingeebnet, gleichwie der Stadtgraben, der in Gärten umgewandelt wurde. Erweiterungen erfuhr die Stadt erst ab dem 19. Jahrhundert vor allem nach Norden und Westen.

Im 17. Jahrhundert fielen Teile Oscherslebens Bränden zum Opfer. Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges 1648 gelangte die Stadt an Brandenburg-Preußen. Nach der territorialen Neuordnung des Wiener Kongresses wurde sie am 1. Juli 1816 zur Kreisstadt. Bis zum Jahr 1859 war Sitz der Kreisverwaltung in Schwanebeck.

Gegen Mitte des 19. Jahrhunderts setzte durch die sich rasch entwickelnde Rübenzuckerindustrie der große Zustrom von Binnenwanderern nach Oschersleben ein, bis dahin waren Ackerbau und Viehzucht die Haupterwerbszweige der Stadtbevölkerung gewesen. 1840 wurde die erste Zuckerfabrik eröffnet. Als weiterer städtischer Wirtschaftsfaktor entstand 1846 die Maschinenfabrik und Eisengießerei C. Bartels Söhne, hinzu kamen später einige Ziegelbrennereien, 1861 eine Wurst- und Fleischwaren-, 1869 eine Malzfabrik.

Oschersleben war Kreisstadt des Landkreises Oschersleben (Bode), ab 1952 Kreis Oschersleben, von 1990 bis 1994 Landkreis Oschersleben,von 1994 bis 2007 des Bördekreises, seit 1. Juli 2007 Teil des Landkreises Börde.

Eisenbahn[Bearbeiten]

Den ersten Abschnitt ihrer Bahnstrecke Magdeburg–Thale eröffnete die Magdeburg-Halberstädter Eisenbahngesellschaft am 15. Juli 1843 von Magdeburg über Oschersleben bis Halberstadt. Zeitgleich baute die Herzoglich Braunschweigische Staatseisenbahn die Hauptbahn Oschersleben–Jerxheim. Über die dann 1868 fertiggestellte Strecke Jerxheim–Börßum war eine Verbindung mit Braunschweig und - über die Braunschweigische Südbahn - mit Kreiensen geschaffen. Von dort war über die Strecke nach Altenbeken das Ruhrgebiet zu erreichen. Die Eisenbahn erforderte viele Arbeitskräfte für Bau und Betrieb und brachte weiteren wirtschaftlichen Aufschwung.

AGO Flugzeugwerke[Bearbeiten]

Im Ersten Weltkrieg hatte sich in Oschersleben ein Werk der Aktiengesellschaft Gustav Otto aus München angesiedelt, das Teile für Flugzeughersteller fertigte, den Betrieb aber nach Ende den Krieges einstellen musste. In den 1920er Jahren hatte dort die Sudenburger Maschinenfabrik und Eisengießerei AG einen Zweigbetrieb, der 1930 in die Insolvenz ging.

Nach der Machtergreifung der NSDAP entstand auf dem Areal im Zuge der Aufrüstung der Wehrmacht unter der Tarnbezeichnung Apparatebau GmbH Oschersleben (später AGO Flugzeugwerke) ein Werk zum Lizenzbau von Flugzeugen für die Luftwaffe. Dort mussten während des Zweiten Weltkriegs mehrere hundert Kriegsgefangene und verschleppte Personen aus den von der Wehrmacht besetzten Ländern Zwangsarbeit verrichten. Dabei verloren mindestens 71 Menschen ihr Leben. Wegen des bedeutenden Flugzeugwerkes wurde die Stadt im Luftkrieg des Zweiten Weltkriegs insgesamt zehn Mal zum Ziel alliierter Luftangriffe. Dabei wurden 148 Menschen getötet, 300 verletzt und Tausende obdachlos.

Auf dem ehemaligen AGO-Gelände befindet sich heute die Motorsport Arena Oschersleben.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Die Eingemeindungen fanden 1999 (Hordorf[3]), 2002 (Beckendorf-Neindorf[4]), 2003 (fünf Gemeinden[5]), 2009 (drei Gemeinden[6]) und 2010 (zwei Gemeinden[7]) statt.

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Alikendorf 1. Januar 2003
Altbrandsleben 1. Juli 2009
Ampfurth 18. Januar 2003
Beckendorf-Neindorf 1. März 2002
Groß Germersleben 1. Januar 2003
Hadmersleben 1. September 2010
Hordorf 1. Januar 1999
Hornhausen 1. Juli 2009
Kleinalsleben 1. Januar 2003
Klein Oschersleben 1. Januar 2003
Peseckendorf 1. Januar 2010
Schermcke 1. Juli 1950
30. Juni 1990
1. Juli 2009
Eingemeindung nach Ampfurth,
Ausgliederung aus Ampfurth,
Eingemeindung nach Oschersleben (Bode)

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Bode in Oschersleben, 1957

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):

  • 1723 - 1.068
  • 1740 - 1.780
  • 1785 - 2.243
  • 1791 - 2.340
  • 1800 - 2.861
  • 1814 - 2.702
  • 1820 - 3.002
  • 1831 - 3.257
  • 1840 - 3.614
  • 1852 - 5.537
  • 1861 - 6.704
  • 1875 - 7.831
  • 1880 - 8.873
  • 1890 - 10.682
  • 1900 - 13.405
  • 1920 - 12.347
  • 1930 - 13.750
  • 1939 - 17.817
  • 1946 - 21.011 (29. Okt)
  • 1950 - 21.048 (31. Aug)
  • 1960 - 19.126
  • 1981 - 17.160
  • 1984 - 17.229
  • 1995 - 19.575
  • 2000 - 18.828
  • 2005 - 17.723
  • 2006 - 17.394
  • 2007 - 19.833
  • 2008 - 19.452
  • 2009 - 19.393
  • 2010 - 20.831
  • 2011 - 20.485
  • 2012 - 20.079

Wirtschaft[Bearbeiten]

In der DDR war Oschersleben stark durch die Landwirtschaft in der Börderegion geprägt, aber auch einige Industriebetriebe siedelten sich an. Dazu zählte auch eine Pumpenfabrik, die bis heute noch existiert. Der mit der Kreisreform 1994 gebildete Bördekreis (bestehend aus den Altkreisen Wanzleben und Oschersleben) fusionierte am 1. Juli 2007 mit dem Ohrekreis zum Landkreis Börde mit Sitz in Haldensleben. Oschersleben verlor damit Status der Kreisstadt.

Als erstes Unternehmen, welches sich nach der Wende in Oschersleben ansiedelte, begann 1991 die Kebotherm GmbH & Co.KG in einem Werk an der Anderslebener Straße Fenster und Türen zu produzieren, gefolgt 1997 von einem zweiten Werk am Pfefferbach.

Agrarfrost baute 1992 ein Kartoffelverarbeitungswerk für die Herstellung von Pommes frites und Kartoffelchips.[8] Das Werk verarbeitet jährlich über 140.000 Tonnen Kartoffeln.[9]

Im Juli 1997 wurde die Motorsport Arena Oschersleben als Multifunktionsrennstrecke am Ostrand der Stadt eingeweiht. Mit dem angeschlossenen Gewerbegebiet sowie einem integrierten Hotel und dem Campingplatz konnten neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Gedenkstätten[Bearbeiten]

  • OdF-Gedenkstätte in der Hermann-Krebs-Straße für die Opfer des Faschismus, nach 1990 umfunktioniert für Opfer aller nur denkbaren Gewalt
  • Grabstätten auf dem Städtischen Friedhof für die überwiegend namentlich bekannten 47 Kriegsgefangenen sowie Frauen und Männer, die während des Zweiten Weltkrieges in Oschersleben bei Zwangsarbeit ums Leben kamen
  • Sowjetischer Ehrenfriedhof an der Friedrichstraße/Ecke Schermcker Straße für 18 ums Leben gekommene Rotarmisten sowie für 24 vermutliche Kriegsgefangene mehrerer Länder, die ebenfalls Opfer von Zwangsarbeit wurden
  • Auf dem Friedhof des Ortsteiles Groß Germersleben befinden sich die Grabstätten einer namentlich bekannten Zwangsarbeiterin sowie dreier unbekannter sowjetischer Zwangsarbeiter, die während des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland verschleppt und Opfer von Zwangsarbeit wurden.

Sport[Bearbeiten]

Die Motorsport Arena Oschersleben bietet neben dem wirtschaftlichen Aspekt auch einen überregionalen Anziehungspunkt für Motorsportfreunde. Es werden dort z. B. Rennen der DTM und der WTCC ausgetragen. Um die Attraktivität der Rennen für die Zuschauer zu erhöhen, wurde 2007 die erste Kurve verlangsamt und eine zusätzliche Überholmöglichkeit eingebaut. Dadurch soll es zu spannenderen Positionskämpfen kommen.

In der Motorsport Arena findet jährlich das weltgrößte Treffen von Opel-Fans statt. 2010 kamen über 65.000 Besucher mit fast 20.000 Fahrzeugen.[10]

Politik[Bearbeiten]

Bronzestatue in Oschersleben

Rat[Bearbeiten]

Sitzverteilung im Rat von Oschersleben für die Wahlperiode 2009–2014:[11][12]

Partei / Liste Juni 2010 Februar 2012
CDU 8 Sitze 10 Sitze
SPD 9 Sitze 5 Sitze
Linke 5 Sitze 5 Sitze
Grüne 1 Sitz 2 Sitze
Wählergruppen 4 Sitze 5 Sitze
Stadtfraktion 3 Sitze
FDP 1 Sitz 1 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist seit dem 12. Juni 1994 Dieter Klenke (parteilos).

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 18. August 1995 durch das Regierungspräsidium Magdeburg genehmigt.

Blasonierung: „Gespalten von Rot und Silber, vorn zwei schräg gekreuzte silberne Schlüssel mit dem Bart nach oben und nach außen; hinten auf grünem Dreiberg drei grüne Schilfstengel mit schwarzen Kolben.“

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Oschersleben unterhält eine Städtepartnerschaft mit dem nur 23 Kilometer nordwestlich entfernten Schöningen in Niedersachsen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Innenstadt und Nikolaikirche Oschersleben
Amtsgericht Oschersleben

Die Baudenkmale der Stadt sind in der Denkmalliste Oscherslebens eingetragen.

In einigen Resten ist die Burg Oschersleben erhalten. Sehenswerte historische Bauwerke sind das barocke Rathaus Oschersleben von 1691, die neugotische evangelische Nikolaikirche von 1881, deren spätgotischer Westbau mit zwei Türmen allerdings schon um 1400 errichtet wurde sowie die 1867 bis 1869 errichtete katholische Marienkirche mit Pestkreuz (14. Jahrhundert) und Strahlenkranzmadonna (15. Jahrhundert). Jüngeren Datums ist die Neuapostolische Kirche. Östlich der Stadt befindet sich auf freiem Feld die Turmruine der Peseckendorfer Warte.

Die Innenstadt verfügt über eine Fußgängerzone.

Der knapp einer Einschmelzungsaktion im Dritten Reich entkommene Sämann (1914) von Stephan Walter ist heute ein Wahrzeichen der Stadt. Er wird heute als kleine Kopie als Touristensouvenir verkauft. Er symbolisiert den fruchtbaren Boden der Börde. Mit dem Wiesenpark Oschersleben verfügt die Stadt über einen Tiergarten.

Oschersleben ist Justizstandort, in der Stadt befindet sich das Amtsgericht Oschersleben.

Jedes Jahr, am ersten Juniwochenende, findet hier auch das weltgrößte Opel-Treffen statt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

In Oschersleben wurden geboren:

Verdiente Oscherslebener Bürger

Verkehr[Bearbeiten]

Der Bahnhof Oschersleben (Bode) liegt an der Bahnstrecke Magdeburg–Thale. Hier fährt der Harz-Elbe-Express. Zudem war Oschersleben Ausgangspunkt der Bahnstrecke Oschersleben–Schöningen sowie der Bahnstrecke Oschersleben–Jerxheim. Diese beiden Strecken sind inzwischen stillgelegt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Oschersleben (Bode) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Oschersleben – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31.12.2012 (PDF) (Fortschreibung auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b J. A. F. Hermes: Historisch-geographisch-statistisch-topographisches Handbuch vom Regierungsbezirke Magdeburg. W. Heinrichshosen, Magdeburg 1842.
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002
  5. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  6. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2009, 2. Liste
  7. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010
  8. Homepage der Firma Agrarfrost
  9. Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt- Pressemitteilung Nr.: 107/09
  10. http://www.opeltreffen-oschersleben.de/news/index.html
  11. Landeswahlleiter Sachsen-Anhalt
  12. Stadt Oschersleben