Oscularia

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Oscularia
IMG 5943-Oscularia deltoides.jpg

Oscularia

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Mittagsblumengewächse (Aizoaceae)
Unterfamilie: Ruschioideae
Gattung: Oscularia
Wissenschaftlicher Name
Oscularia
Schwantes

Oscularia ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Mittagsblumengewächse (Aizoaceae). Der botanische Name leitet sich vom lateinischen Wort osculum für ‚kleiner Mund‘ ab.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Arten der Gattung Oscularia wachsen als Sträucher mit einigen aufrechten, in der Mehrzahl jedoch ausgebreiteten bis niederliegenden Zweigen. Ihre meist glänzenden Internodien sind rötlich braun. Ihre sehr hell grauen Laubblätter sind dreieckig, an ihren Seiten konvex, dicker als breit und merklich gekielt. Bei einigen Arten sind der Blattrand und der Kiel gezähnt.

Die Blüten erscheinen in endständigen Zymen. Manchmal sind darunter weitere Zymen vorhanden und bilden so einen eindrucksvollen, zusammengesetzten Blütenstand. Bei einigen Arten sind die Blüte einzeln oder in dreiblütigen Gruppen angeordnet. Es sind fünf Kelchblätter vorhanden. Die Kronblätter sind weiß bis tief rosafarben. Die filamentösen Staminodien sind in ihrer Anzahl verschieden. Der Fruchtknoten ist von fünf Nektarien umgeben, die häufig so breit sind, dass sie einander berühren. Die Blüten sind am Tag und in der Nacht geöffnet. Sie duften nach Mandeln oder Weißdorn.

Die fünffächrigen Kapselfrüchte sind an ihrer Basis trichterförmig. Die Klappenflügel sind sehr breit und rechteckig.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Oscularia ist in Südafrika in den westlichen Destrikten der Provinz Westkap verbreitet. Die Arten wachsen in Regel felsigen Orten, häufig in Spalten.

Die Erstbeschreibung der Gattung durch Gustav Schwantes wurde 1927 veröffentlicht.[1] Die Typusart ist Oscularia deltoides. Die Gattung Oscularia umfasst folgende Arten:

Nachweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Heidrun E. K. Hartmann (Hrsg.): Illustrated Handbook of Succulent Plants: Aizoaceae F-Z. Springer Verlag, Berlin/Heidelberg/New York 2001, ISBN 3-540-41723-0, S. 195–200.
  •  Gideon Smith u.a. (Hrsg.): Mesembs of the World: Illustrated Guide to a Remarkable Succulent Group. Briza Publications, 1998, ISBN 1-875093-13-3, S. 336–337.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gustav Schwantes: Einige neue Mesembriaceen. In: Möllers Deutsche Gärtnerzeitung. Band 42, 1927, S. 187.
  2. E. J. Van Jaarsveld, P. Desmet, A. E. Van Wyk: Oscularia cremnophila, a rare new species from Western Cape, South Africa. In: Bothalia. Band 35, Nummer 2, 2005, S. 160-163.

Weitere Literatur[Bearbeiten]

  • Hugh Francis Glen : (537) Proposal to Conserve the Generic Name 2405 Lampranthus N. E. Br. (1930) against Oscularia Schwantes (1927) (Mesembryanthemaceae). In: Taxon. Band 29, Nummer 5/6, 1980, S. 693–694, (JSTOR)
  • H. E. K. Hartmann: New combinations in Ruschioideae, based on studies in Ruschia (Aizoaceae). In: Bradleya. Band 16, 1998, S. 44–91.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Oscularia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien