Osmium(IV)-oxid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Osmium(IV)-oxid
__ Os4+     __ O2−
Allgemeines
Name Osmium(IV)-oxid
Andere Namen

Osmiumdioxid

Verhältnisformel OsO2
CAS-Nummer 12036-02-1
PubChem 187574
Kurzbeschreibung

schwarzer Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 222,20 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

11,4 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

650 °C (Zersetzung)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 302
P: 264​‐​270​‐​301+312​‐​330​‐​501 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][1]
Gesundheitsschädlich
Gesundheits-
schädlich
(Xn)
R- und S-Sätze R: 22
S: 36
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Osmium(IV)-oxid ist eine anorganische chemische Verbindung des Osmiums aus der Gruppe der Oxide.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Osmium(IV)-oxid kann durch Reduktion von Osmiumtetroxid in einem Wasserstoff-Stickstoff-Gasstrom oder durch Reaktion von Kaliumhexachloroosmat K2OsCl6 mit Natriumcarbonat bei hohen Temperaturen gewonnen werden.[4]

Eigenschaften[Bearbeiten]

Osmium(IV)-oxid ist ein schwarzer Feststoff, der unlöslich in Wasser ist.[1] Es geht an Luft langsam in Osmiumtetroxid über und kann pyrophor mit Luftsauerstoff reagieren. Es besitzt eine Kristallstruktur vom Rutiltyp (a = 451 pm, c = 319 pm). Das Dihydrat ist ein tiefschwarzes Pulver, das wie das Anhydrat zur Osmiumtetroxid-Bildung an Luft neigt. In Salzsäure ist es löslich zu Dihydrogenhexachloroosmat H2[OsCl6].[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g Datenblatt Osmium(IV) oxide, Os 83% min bei AlfaAesar, abgerufen am 1. September 2013 (JavaScript erforderlich).
  2.  Jean d'. Ans, Ellen Lax, Roger Blachnik: Taschenbuch für Chemiker und Physiker. Springer DE, 1998, ISBN 364258842-5, S. 646f (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  4. a b  Georg Brauer: Handbuch der präparativen anorganischen Chemie. 3., umgearb. Auflage. Band III, Enke, Stuttgart 1981, ISBN 3-432-87823-0, S. 1745.