Osmos

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Osmos ist ein Geschicklichkeitsspiel des kanadischen Softwarestudios Hemisphere Games. Programmiert wurde es von Eddy Boxerman, Dave Burke und Andy Nealen. Das Spiel erschien am 17. August 2009 auf der Downloadplattform Steam. Neben der Windows-Version gibt es auch Versionen für Mac OS X, Linux, Apple iOS und Android.

Spielprinzip[Bearbeiten]

Der Spieler übernimmt die Steuerung einer Zelle (im Spiel Mote genannt), die sich in einem abgeschlossenen Raum (Blobiverse) mit diversen anderen Zellen befindet. Die Zelle wird mit dem Rückstoßprinzip bewegt, verliert beim Beschleunigen jedoch an Masse. Häufigstes Ziel eines der 47 Level ist es, die Größte aller im Level befindlichen Zellen zu werden. Dazu muss man Zellen, die kleiner als die eigene sind, absorbieren. Größere Zellen absorbieren die eigene Zelle und beenden so das Spiel.

Die Level werden in 3 Gruppen unterteilt:

  • Ambient: Die anderen Zellen reagieren nicht auf die eigene Zelle; meist muss mit ruhigen, kontrollierten Bewegungen der wenige vorhandene Spielraum genutzt werden. Es gibt auch Antimaterie-Zellen, bei deren Absorption die eigene Zelle schrumpft.
  • Sentient: Die anderen Zellen sind in ständiger Bewegung; außerdem gibt es spezielle, teilweise sehr schnelle Gegner wie Ovarium, Nemocyte und Ferax, die, abhängig von ihrer Größe, die eigene Zelle verfolgen oder vor ihr zu fliehen versuchen.
  • Force: Hier kreist die eigene Zelle im Orbit um einen so genannten Attraktor. Ziel ist es wieder, die Größte aller Zellen zu werden.

Entwicklung[Bearbeiten]

Für das Spiel wurde eine sehr realistische Bewegungsphysik aller Objekte entwickelt. Die Hintergrundmusik des Spiel ist ganz im Ambient-Stil gehalten, komponiert wurde sie unter anderem von Biosphere und Mat Jarvis.

Osmos wurde 2009 über digitale Distributoren wie Steam[1] und Impulse[2] veröffentlicht. 2010 folgte ein Linux-Port, welcher Diskussion in der Linux-Gemeinde erzeugte, da einer der Osmos-Entwickler später offen über Stärken und Schwächen des Linux-Ökosystems bezüglich der Computerspiel-Entwicklung redete.[3]

Mehrfach wurde Osmos auch als Teil eines Humble Indie Bundle vertrieben.

Rezeption[Bearbeiten]

Osmos wurde im Allgemeinen positiv von der Fachpresse aufgenommen, was sich in einem Metacritic-Wert von 80 von 100 (aus 22 Reviews) zeigt.[4] Apple Inc. wählte Osmos als das iPad-Spiel des Jahres 2010.[5] Im selben Jahr errang Osmos einige weitere Auszeichnungen,[6] darunter IGNs Preis für den besten Videospiel-Soundtrack 2010.[7]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Osmos auf Steam (englisch)
  2. Osmos bei Impulse (englisch)
  3. Dave Burke: Porting Osmos to Linux: A Post-Mortem (part 2/3) (englisch) hemispheregames.com. 18. Mai 2010. Abgerufen am 16. Juni 2012: „Didn’t Love: Packaging the Game. It took days of effort to create the binary packages for Osmos [...] How should an app be packaged in Linux? [...]There are no standards or clear answers to any of these questions. There’s no documentation for this stuff! Asking on the forums will typically net you a spectrum of answers with no consensus answer and lots of little side arguments.[...]
  4. Osmos for PC Reviews, Ratings, Credits, and More at Metacritic. Metacritic.com. Abgerufen am 5. August 2011.
  5. eddybox: Hemisphere Games Apple’s iPad Game of the Year! – (englisch) Hemispheregames.com. 11. Dezember 2010. Abgerufen am 5. August 2011.
  6. eddybox: Hemisphere Games End-of-Year Awards & Voting –. Hemispheregames.com. 20. Januar 2011. Abgerufen am 5. August 2011.
  7. Best Soundtrack 2010 - Osmos - Mobile - IGN (englisch) Bestof.ign.com. Abgerufen am 5. August 2011.