osnatel-Arena

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
osnatel-ARENA
Logo der osnatel-ARENA
osnatel-Arena
Die osnatel-Arena im Juli 2007
Frühere Namen

Stadion an der Bremer Brücke
Piepenbrockstadion an der Bremer Brücke

Daten
Ort DeutschlandDeutschland Osnabrück, Deutschland
Koordinaten 52° 16′ 51″ N, 8° 4′ 16″ O52.2808333333338.0711111111111Koordinaten: 52° 16′ 51″ N, 8° 4′ 16″ O
Eigentümer VfL Osnabrück
Eröffnung 1931
Oberfläche Naturrasen
Kapazität 16.667
Spielfläche 105 × 68
Verein(e)

VfL Osnabrück

Veranstaltungen

Die osnatel-ARENA (früher Stadion an der Bremer Brücke, Piepenbrockstadion an der Bremer Brücke) ist ein Fußballstadion in Osnabrück und Heimspielstätte des Fußball-Drittligisten VfL Osnabrück. Die Arena liegt zentrumsnah im Stadtteil Schinkel.

Namensgebung[Bearbeiten]

Der ursprüngliche Name des Stadions war „Städtisches Stadion an der Bremer Brücke“, im Volksmund auch einfach nur die „Bremer Brücke“. Dieser Name rührt von der Eisenbahnbrücke her, die in direkter Nachbarschaft die Bremer Straße mit der Bahnverbindung nach Bremen überquert. Später wurde das Namensrecht an die Unternehmensgruppe des langjährigen Präsidenten des VfL Osnabrück Hartwig Piepenbrock verkauft und in „Piepenbrock-Stadion an der Bremer Brücke“ umbenannt, ehe im Jahr 2004 das Namensrecht am Stadion durch das Telekommunikationsunternehmen osnatel erworben wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Der erste Spatenstich erfolgte am 21. November 1931. Auf einem Wiesengelände an der Brücke der Eisenbahnlinie nach Bremen - 'Bremer Brücke' - baute der SC Rapid Osnabrück ein Stadion mit 9.000 Stehplätzen. 1939 wurde die Bremer Brücke um eine Sitzplatztribüne für 500 Zuschauer erweitert. Als erste große Partie im neuen Stadion des VfL Osnabrück gilt das Spiel vom 19. November 1939, als die Lila-weiße Elf den deutschen Meister FC Schalke 04 vor 13.000 Zuschauern mit 3:2 schlug. Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Stadion fast völlig zerstört und der Verein musste bis zum Neubau ins sogenannte "Wembleystadion" (Ein Platz an der Jahnstraße, der von den britischen Soldaten zur Verfügung gestellt wurde) ausweichen.

Am 27. Juli 1946 war die Bremer Brücke wieder aufgebaut und der Spielbetrieb wurde wieder aufgenommen. 1952 wurde das Stadion für das Meisterschaftsspiel gegen den VfB Stuttgart ausgebaut, Ziel war es, die Bremer Brücke in nur 18 Tagen auf 35.000 Plätze zu erweitern. Schließlich waren am 27. April 1952 weit mehr als 35.000 Zuschauer im Stadion, auch wenn offizielle Quellen von 32.500 Besuchern ausgingen. In jenen Jahren konnte der Übergang zwischen der Westkurve und der Nordtribüne aus rechtlichen Gründen nicht errichtet werden. Ein Kleingärtner weigerte sich, sein Grundstück zu verkaufen, und so blieb 35 Jahre lang eine Lücke im Stadion. 1969 wurde das Fassungsvermögen der Bremer Brücke aus Sicherheitsgründen auf 28.500 begrenzt. Im Jahr 1968 wurde für die Aufstiegsrunde zur Bundesliga eine provisorische Tribüne errichtet. Das Richtfest für die dreiseitige Sitz- und Stehplatztribüne war 1974. Am 11. Februar 1975 wurde die Flutlichtanlage eingeweiht. Diese Erweiterungen waren nötig, um die Bewerbung des Vereins um einen Platz in der 2. Bundesliga zu unterstützen. Im Jahre 2000 wurde die Sitzplatztribüne mit Schalensitzen ausgerüstet (aus Leverkusen eingeflogen). Im April 2008 begannen in der osnatel Arena die Umbauarbeiten an der neuen Nordtribüne. Im Ligaspiel gegen den SC Freiburg am 22. August 2008 wurde diese zum ersten Mal benutzt.

Neubau der Nordtribüne / Modernisierung der osnatel-Arena[Bearbeiten]

Am 2. April 2008 wurde mit dem Abriss der Nordtribüne begonnen, die durch eine moderne und überdachte Sitzplatztribüne ersetzt wurde. In der Nord-Ost-Ecke („Affenfelsen“) entstanden zudem 750 neue Stehplätze. Die Gesamtkapazität sank dadurch auf 16.130 Plätze, der Anteil der Sitzplätze stieg jedoch auf 5.655 (ca. 35 %). Das ermöglicht dem VfL höhere Einnahmen pro verkauftem Ticket. Außerdem entstanden an der Südtribüne neue Räume, zur Stadt hin (Westkurve) wurde der Vorplatz neu gestaltet, eine Rasenheizung verlegt und zwei LED-Anzeigetafeln (je 6,4m × 3,84m mit einer Auflösung von 640 × 384 Pixel) installiert. Die Stadt Osnabrück sorgte für eine Verbindung zwischen dem Außenbereich der Nord- und Ostkurve, sodass man nun beinahe das ganze Stadion zu Fuß umrunden kann. Das letzte Stück zwischen Nordtribüne und Westkurve konnte zunächst nicht ausgebaut werden, weil sich die Eigentümerin eines dahinter befindlichen Grundstückes seit Jahrzehnten weigerte, aufgrund einer weit zurückliegende Fehde zwischen ihrem inzwischen verstorbenen Ehemann und dem damaligen VfL-Präsidenten Friedel Schwarze das Grundstück an den VfL zu verkaufen. Erst im Oktober 2010 konnte nach längeren Verhandlungen der Kauf abgeschlossen werden. Im Dezember 2010 begann man mit vorbereitenden Maßnahmen zum weiteren Ausbau des Stadions. Zwei Monate später wurde damit begonnen, das noch unüberdachte Teilstück der Nordtribüne um 503 Sitzplätze zu erweitern und zu überdachen. Man plant, im April 2011 damit fertig zu sein. Im nächsten Bauabschnitt soll dann in der noch freien Nord-West-Ecke ein VIP-Turm für die Sponsoren entstehen, der mit 12 Logen für jeweils 12 Personen auf insgesamt vier Stockwerken aufwarten kann. Dazu sollen außerdem die Toiletten in der Ostkurve erneuert, sowie eine Fankneipe hinter der Ostkurve eingerichtet werden. Der Verein plant hierfür ca. 2 Millionen Euro ein. Die Baumaßnahmen sollten direkt nach Abschluss der Erweiterung der Nordtribüne beginnen, jedoch konnten nicht rechtzeitig genügend Logen verkauft werden, sodass der Baubeginn für den VIP-Turm zunächst verschoben wurde. [1] In Zukunft sei außerdem geplant, die West- und die Ostkurve auszubauen, sodass die Kapazität des Stadions auf ca. 22.500 Zuschauer steigen soll.

Länderspiele[Bearbeiten]

In der osnatel-Arena wurden bisher sechs Länderspiele der Deutschen Fußballnationalmannschaft der Frauen ausgetragen. Das wichtigste war das Endspiel bei der Fußball-Europameisterschaft der Frauen 1989 gegen Norwegen, das man mit 4:1 Toren gewonnen hat. 23.000 Zuschauer sahen das Spiel in Osnabrück, ein bis zum 22. April 2009 gültiger Rekord für ein Heimspiel der deutschen Nationalelf.

Spiele der Nationalmannschaft der Frauen[Bearbeiten]

Datum Gegner Ergebnis Spielart
10. Mai  1989 DanemarkDänemark Dänemark 1:0 Freundschaftsspiel
02. Juli 1989 NorwegenNorwegen Norwegen 4:1 Endspiel der EM 1989
27. Okt. 1994 RusslandRussland Russland 4:0 EM-Viertelfinale (Rückspiel)
16. Juli 2000 China VolksrepublikChina Volksrepublik China 1:3 Turnier „100 Jahre DFB“
21. Apr. 2005 KanadaKanada Kanada 3:1 Freundschaftsspiel
03. Juni 2011 ItalienItalien Italien 5:0 Freundschaftsspiel
08. Mai  2014 SlowakeiSlowakei Slowakei 9:1 Qualifikationsspiel zur WM 2015

Am 18. November 2008 fand ein Länderspiel der deutschen U21-Junioren gegen Italien in der osnatel Arena statt.

Zahlen und Fakten[Bearbeiten]

Das Stadion verfügt über insgesamt 16.667 Plätze, davon 10.475 Stehplätze (ca. 63 %) und 6.192 Sitzplätze (ca. 37 %). Am 30. Januar 2009 war das Stadion beim Heimspiel des VfL Osnabrück gegen den FC St. Pauli (2:2) erstmals seit dem beschriebenen Umbau ausverkauft.

Stadionrundgang[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. noz.de: VfL plant VIP-Tower in Omas Garten