Ossetische Sprache
| Ossetisch | ||
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Gesprochen in |
Russland (Nordossetien), Georgien (Südossetien), Türkei | |
| Sprecher | 500.000 | |
| Linguistische Klassifikation |
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| Offizieller Status | ||
| Amtssprache von | ||
| Sprachcodes | ||
| ISO 639-1: |
os |
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| ISO 639-2: |
oss |
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| ISO 639-3: |
oss |
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Die ossetische Sprache (Ирон æвзаг / Iron æwzag) gehört zu den iranischen Sprachen und damit zur Indoeuropäischen Sprachfamilie und wird im Kaukasus auf russischem (Nordossetien) und georgischem (Südossetien) Territorium von den Osseten gesprochen. Zwei Dialekte lassen sich unterscheiden: das verbreitetere Ironische im Osten sowie Digorisch im Westen. Sowohl Ironisch, als auch Digorisch besitzen ihre jeweilige Schriftsprache, wobei heutzutage praktisch ausschließlich Ironisch verwendet wird.
In Südossetien ist ausschließlich das Ironische verbreitet, und zwar in den drei Varianten Kudarisch (am verbreitetsten), Ksanisch und Urstualisch[1].
Das Ossetische geht auf die Sprache der Alanen zurück, einem Teilstamm der Sarmaten. Heute ist Ossetisch – neben Jaghnobi – die einzige lebende Sprache aus dem Zweig der nordostiranischen Sprachen. Gleichzeitig ist sie die einzige iranische Sprache mit größerer Verbreitung im Kaukasus.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Merkmale
Ossetisch hat mit seiner komplexen Grammatik einige Merkmale altiranischer Sprachen bewahrt. So verfügt das Kasussystem noch über acht Fälle. Die Phonologie ist stark von den umgebenden Kaukasussprachen beeinflusst.
[Bearbeiten] Schrift
In der Schrift werden im Ossetischen 35 Grapheme unterschieden: 26 Konsonanten, sieben Vokale und zwei Diphthonge. Zur Niederschrift der Sprache wird seit dem 19. Jahrhundert ein ursprünglich 1844 von Andreas Johan Sjögren eingeführtes kyrillisches Alphabet verwendet.
А/а, Æ/æ, Б/б, В/в, Г/г, Гъ/гъ, Д/д, Дж/дж, Дз/дз, Е/е, Ё/ё, Ж/ж, З/з, И/и, Й/й, К/к, Къ/къ, Л/л, М/м, Н/н, О/о, П/п, Пъ/пъ, Р/р, С/с, Т/т, Тъ/тъ, У/у, Ф/ф, Х/х, Хъ/хъ, Ц/ц, Цъ/цъ, Ч/ч, Чъ/чъ, Ш/ш, Щ/щ, Ъ/ъ, Ы/ы, Ь/ь, Э/э, Ю/ю, Я/я.
[Bearbeiten] Lateinschrift
Von 1923 und 1937 wurde die erweiterte Lateinschrift verwendet: A/a, Æ/æ, B/b, C/c, Č/č, D/d, E/e, F/f, G/g, H/h, I/i, J/j, K/k, L/l, M/m, N/n, O/o, P/p, Q/q, R/r, S/s, Š/š, T/t, U/u, V/v, X/x, Y/y, Z/z, Ž/ž
[Bearbeiten] Georgische Schrift
Von 1938 bis 1954 wurde in Südossetien die georgische Schrift zur Wiedergabe des Ossetischen verwendet[2].
[Bearbeiten] Literatur
Einer der bedeutendsten Schriftsteller, die ihre Werke in ossetischer Sprache verfassten, war Kosta Lewanowitsch Chetagurow.
Seit 1924 wird die südossetische Zeitung Hursærin herausgegeben.