Ossip Zadkine
| Kyrillisch (Russisch) | |
|---|---|
| Осип Цадкин | |
| Transl.: | Osip Cadkin |
| Transkr.: | Ossip Zadkin |
Ossip Zadkine (* 14. Juli 1890 in Wizebsk; † 25. November 1967 in Paris) war ein weißrussisch-französischer Maler und Bildhauer des Kubismus.
Inhaltsverzeichnis |
Leben [Bearbeiten]
Nach dem Besuch einer Kunstschule in Sunderland und des Regent Street Polytechnic in London siedelte er sich 1910 in Paris an, wo er sich in den Jahren von 1914 bis 1925 der neuen kubistischen Bewegung anschloss. Danach entwickelte er einen eigenen Stil, der sich stark am Primitivismus orientiert.
Im Ersten Weltkrieg war er als Sanitäter tätig und wurde dabei verwundet. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges verbrachte er die Jahre von 1941 bis 1945 im Exil in den USA, wo er an der Art Students League of New York unterrichtete.
Ossip Zadkine starb im Jahr 1967 im Alter von 77 Jahren in Paris. Er ruht auf dem Cimetière du Montparnasse.
Sein bekanntestes Werk ist vermutlich die Skulptur "Die zerstörte Stadt" ("De verwoeste Stad"), eine 6,50 m hohe Bronzeplastik, die 1951-53 entstand, ein Denkmal, das an die mutwillige Zerstörung Rotterdams durch die deutsche Luftwaffe 1940 erinnern soll.
- Skulpturen
Auszeichnungen [Bearbeiten]
- 1960: Grand prix national des arts
Ausstellungen [Bearbeiten]
- 1911: Teilnahme am Salon des Indépendants und am Salon d’Automne, Paris
- 1920: erste Ausstellung in seinem eigenen Atelier in Paris, rue Rousselet
- 1932: Biennale Venedig
- 1933: Retrospektive im Palais des Beaux-Arts, Brüssel
- 1937: Teilnahme an der Exposition des maîtres de l’art indépendant im Petit Palais anlässlich der Weltausstellung in Paris
- 1949: Retrospektive im Musée National d’Art Moderne, Paris
- 1959: documenta II, Kassel
Schüler [Bearbeiten]
Die Liste ist chronologisch nach den Geburtsjahren der Künstler geordnet. Es wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben.
- Jean Terzieff (1894–1978)
- Marta Colvin (1907–1995)
- Jan Vaerten (* 1909)
- Alicia Penalba (1913–1982)
- Elizabeth Catlett (1915–2012)
- Harold B. Cousins (1916–1992)
- Josef Pillhofer (1921–2010)
- Jules Olitski (1922–2007)
- Shinkichi Tajiri (1923–2009)
- Kenneth Noland (1924–2010)
- Inge Blum (1924–2011)
- Günther Oellers (1925–2011)
- Elmar Hillebrand (* 1925)
- Christine Durroux (* 1927)
- Gaston Louis Marchal (* 1927), Biograph und Testamentsvollstrecker Zadkines
- Iba D'Diaye (* 1928)
- Jean-Pierre Ghysels (* 1932)
- Gerard Holmens (1934–1995)
- Roseline Granet (* 1936)
Literatur [Bearbeiten]
- Christa Lichtenstein: Ossip Zadkine (1890–1967): der Bildhauer und seine Ikonographie, Mann, Berlin 1980
- Gaston-Louis Marchal: Ossip Zadkine, La sculpture ... toute une vie, Les éditions du Rouerge, Millau 1992, ISBN 2-905209-64-X
- Andreas Weiland, (Re-)Discovering Zadkine, in: Art-in-Society, No. 10 online
Weblinks [Bearbeiten]
- Literatur von und über Ossip Zadkine im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Zadkine Research Center (German)
- Materialien von und über Ossip Zadkine im documenta-Archiv
- Die Farbe der Tränen - Der Erste Weltkrieg aus der Sicht der Maler
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Zadkine, Ossip |
| KURZBESCHREIBUNG | Maler und Bildhauer |
| GEBURTSDATUM | 14. Juli 1890 |
| GEBURTSORT | Wizebsk |
| STERBEDATUM | 25. November 1967 |
| STERBEORT | Paris |