Ostafrika
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Unter Ostafrika werden die Länder Afrikas etwa östlich des Nils bzw. östlich des Ostafrikanischen Grabenbruchs zusammengefasst. Das sind
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Ostafrika
[Bearbeiten] Horn von Afrika
Äthiopien (Hauptstadt Addis Abeba)
Dschibuti (Hauptstadt Dschibuti (Stadt))
Eritrea (Hauptstadt Asmara)
Somalia (Hauptstadt Mogadischu)
[Bearbeiten] Ostafrikanische Gemeinschaft
Burundi (Hauptstadt Bujumbura)
Kenia (Hauptstadt Nairobi)
Ruanda (Hauptstadt Kigali)
Tansania (Hauptstadt Dodoma / Regierungssitz Daressalam)
Uganda (Hauptstadt Kampala)
[Bearbeiten] Andere Länder
Komoren (Hauptstadt Moroni)
Madagaskar (Hauptstadt Antananarivo)
Mauritius (Hauptstadt Port Louis),
Seychellen (Hauptstadt Victoria),
und das zu Frankreich gehörende:
Réunion (Hauptstadt Saint-Denis)
Eine eingeschränkte Definition begrenzt Ostafrika auf das Gebiet östlich des Ostafrikanischen Grabenbruchs zwischen Äthiopien und dem Fluss Rovuma, was die Länder Kenia, Tansania, Uganda, Burundi und Ruanda beinhaltet. Manchmal kommen Teile Mosambiks, Malawis und des Sudans hinzu.
Reiseveranstalter beziehen sich bei Ostafrika auf Grund touristischem Interesses oft nur auf die Safari-Gebiete Kenia, Uganda und Tansania.
Auf Grund über 200 verschiedener Völkerschaften mit 4 Sprachfamilien und großen kulturellen und sozialen Unterschieden birgt Ostafrika ein hohes Konfliktpotential, was sich in vielen vergangenen und aktuellen Kriegen und Bürgerkriegen zeigt.
[Bearbeiten] Geschichte
Die heutigen Staaten Tansania (Festlandsgebiet ohne Sansibar), Ruanda und Burundi bildeten die ehemalige Kolonie Deutsch-Ostafrika, Kenia wurde als Britisch-Ostafrika, Mosambik als Portugiesisch-Ostafrika bezeichnet. Äthiopien, Eritrea, und Somalia wurden 1936-1941 zu Italienisch-Ostafrika zusammengefasst.
Die Grenzen vieler Staaten wurden durch die Kolonialmächte willkürlich ohne Beachtung von Kultur- oder Völkergrenzen festgelegt.
1967 gründeten Kenia, Tansania und Uganda die Ostafrikanische Staatengemeinschaft (East African Community, EAC) zur wirtschaftlichen Integration und förderten das in allen drei Ländern verbreitete Swahili als ostafrikanische Verkehrssprache, doch schon 1977 zerbrach diese Gemeinschaft an ihren Gegensätzen und gegenseitigen Einmischungen. Zur Zeit wird ihre Wiederbelebung sowie ihre Erweiterung um Burundi und Ruanda angestrebt.
[Bearbeiten] Geschichte des Tourismus
Tourismus hat in Ostafrika eine sehr lange Tradition. Die ersten Touristen kamen kurz nach der Jahrhundertwende und waren Reiche aus Europa und Amerika, die auf Großwildjagd gingen. In dieser Frühphase befanden sich darunter auch Prominente wie Winston Churchill und der US Präsident Theodore Roosevelt, welcher 500 Träger für u.a. Unmengen an Champagner benötigte. Die Großwildjagd wurde in den 20er und 30er Jahre en vogue und auch Schriftsteller wie Hemingways verewigten diese Abenteuer in ihren Erzählungen, die oftmals verfilmt wurden. Die Großwildjagd blieb bis in die 60er Jahre exklusiv, wobei es hier aber schon zu einem gut ausgebautes Hotel- und Lodgenetz kam.
Der Massentourismus begann in den späten 60er Jahre und die Zahlen ausländischer Besucher stiegen von 1963 bis 1971 in Kenia von 110.000 auf 400.000. In den 70er Jahren wurde die Großwildjagd verboten und die Fotosafari 'Jagd mit der Kamera' löste diese ab. Die meisten Safaris zu den tanzanischen Attraktionen Serengeti und Ngorongoro gingen nicht von Tanzania, sondern von Kenia aus. Als dann 1977 die kenianisch-tanzanische Grenze geschlossen wurde, erlitt Tanzania den größten Schaden, denn die Besucherzahlen gingen bis 1985 von 178.000 auf 58.000 zurück. Kenias Boom dagegen hielt weiter an, so dass 1985 540.000 Touristen kamen (17% mehr als im Vorjahr) und es im Folgejahr fast 650.000 waren. Stärkste Besucherkontingente kamen aus Deutschland (1985 mit 100.000), Großbritannien, Amerika (60.000) und aus der Schweiz (40.000). 1988 verfügte Kenia über fast 30.000 Hotelbetten, damit waren 80.000 Arbeitsplätze direkt mit dem Tourismus verbunden. 1986 resultierten sich daraus Einnahmen von fast 350 Mio. US$, die die zweitgrößte Devisenquelle nach Kaffee darstellte.

