Osteoblastom

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Klassifikation nach ICD-10
D16 Gutartige Neubildung des Knochens und des Gelenkknorpels
ICD-10 online (WHO-Version 2013)

Das Osteoblastom gehört in die Gruppe der primären Knochentumore. Diese von den Osteoblasten ausgehende Neubildung ist immer gutartig. Morphologisch ist es dem Osteoid-Osteom sehr ähnlich.

Pathologie[Bearbeiten]

Das Osteoblastom tritt vor allem in der Wirbelsäule und den langen Röhrenknochen auf. Sein Altersgipfel liegt zwischen dem 10.–20. Lebensjahr, wobei Jungen doppelt so häufig betroffen sind wie Mädchen.

Morphologie[Bearbeiten]

In radiologischen Aufnahmen zeigt sich eine zentrale Aufhellungszone (Nidus), die im Gegensatz zum Osteoid-Osteom einen Durchmesser von mehr als 2 cm aufweist. Um den Nidus befindet sich in der Regel keine Sklerose. Histologisch besteht das Osteoblastom aus breiten Osteoidtrabekeln mit Osteoblasten und Osteoklasten zahlreichen Kapillaren.

Diagnose[Bearbeiten]

Die Diagnose kann radiologisch gestellt werden (Lokalisation häufiger in der Wirbelsäule (40 %)). Das Osteoblastom führt im Gegensatz zum Osteoid-Osteom eher weniger zu Nachtschmerzen.

Therapie[Bearbeiten]

Die Therapie besteht entweder in einer vollständigen Ausräumung (Kürettage) oder teilweiser Entnahme (Segmentresektion) des Knochens.

Prognose[Bearbeiten]

Die Prognose ist sehr günstig. Selbst wenn nicht der gesamte Tumor entfernt wird, kann definitiv mit einer Ausheilung gerechnet werden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ursus-Nikolaus Riede: Allgemeine und spezielle Pathologie. 3. Auflage, Thieme, Stuttgart 1993, ISBN 3-13-683303-1

Weblink[Bearbeiten]

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