Ostereistedt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ostereistedt
Ostereistedt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ostereistedt hervorgehoben
53.39.166666666666729Koordinaten: 53° 18′ N, 9° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Rotenburg (Wümme)
Samtgemeinde: Selsingen
Höhe: 29 m ü. NHN
Fläche: 28,5 km²
Einwohner: 919 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 32 Einwohner je km²
Postleitzahl: 27404
Vorwahl: 04285
Kfz-Kennzeichen: ROW, BRV
Gemeindeschlüssel: 03 3 57 036
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstr. 8
27446 Selsingen
Bürgermeister: Ulrike Ringen (WG-O)
Lage der Gemeinde Ostereistedt im Landkreis Rotenburg (Wümme)
Bremen Hamburg Schleswig-Holstein Landkreis Cuxhaven Landkreis Diepholz Landkreis Harburg Landkreis Osterholz Landkreis Stade Landkreis Heidekreis Landkreis Verden Ahausen Alfstedt Anderlingen Basdahl Rotenburg (Wümme) Bötersen Bothel Breddorf Bremervörde Brockel Bülstedt Deinstedt Ebersdorf (Niedersachsen) Elsdorf (Niedersachsen) Farven Fintel Gnarrenburg Groß Meckelsen Gyhum Hamersen Hamersen Hassendorf Heeslingen Hellwege Helvesiek Hemsbünde Hemslingen Hepstedt Hipstedt Horstedt (Niedersachsen) Horstedt (Niedersachsen) Kalbe (Niedersachsen) Kirchtimke Kirchwalsede Klein Meckelsen Lauenbrück Sittensen Lengenbostel Oerel Ostereistedt Reeßum Rhade Rotenburg (Wümme) Sandbostel Scheeßel Seedorf (bei Zeven) Selsingen Sittensen Sittensen Sottrum Stemmen (Landkreis Rotenburg) Tarmstedt Tiste Tiste Vahlde Vahlde Vierden Visselhövede Vorwerk (Niedersachsen) Westertimke Westerwalsede Wilstedt Wohnste ZevenKarte
Über dieses Bild

Ostereistedt ist eine niedersächsische Gemeinde in der Samtgemeinde Selsingen, Landkreis Rotenburg (Wümme) in Niedersachsen.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde erstreckt sich auf einer Fläche von 28,5 km². Sie ist stark landwirtschaftlich geprägt.

Geschichte[Bearbeiten]

Ostereistedt besteht aus den Ortsteilen Ostereistedt und Rockstedt und gehört zur Samtgemeinde Selsingen.

Der Name von Rockstedt kann verschieden gedeutet werden. Die eine Variante besagt, dass der Name auf ein Kolk- oder Wodansrabendorf hinweist.(von de Rood = Kolkrabe) Andererseits könnte der Name auch eine Roggen- oder Fruchtstätte bezeichnen.[2] Urkundlich wurde Rockstedt zum ersten Mal 1153 erwähnt, dessen Name als Rocstede erwähnt und als Kolkrabendorf (von Rook = Kolkrabe) begriffen wurde.

Ostereistedt, dessen Name nicht mehr eindeutig zu klären ist, aber wahrscheinlich auf „Eichenstätte“ zurückzuführen ist,[3] aber genau so auf einen Siedler namens Eike (Eckehard) zurückgeführt werden könnte,[4] liegt genau auf der Wasserscheide zwischen Elbe und Weser. Das Wasser im nördlichen Teil fließt über Gräben und Bäche in Hamme und Weser. Das Wasser im südlichen Teil fließt über Bade und Oste in die Elbe.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. März 1974 wurde die Nachbargemeinde Rockstedt eingegliedert.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 895 Einwohner (mit Rockstedt, ohne Rockstedt 545 Einwohner)[5]
  • 1970: 919 Einwohner (mit Rockstedt, ohne Rockstedt 534 Einwohner)[5]
  • 1996: 966 Einwohner
  • 1999: 976 Einwohner
  • 2004: 971 Einwohner
  • 2011: 941 Einwohner

(ab 1996 jeweils am 31. Dezember)

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat hat einschließlich des Bürgermeisters neun Mitglieder:

(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2011)

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Das Wappen zeigt im goldenen Grund durch einen grünen schräglinken Wellenbalken geteilt im oberen Feld einen schwarzen Raben und im linken unteren Feld drei kranzartig verbundene grüne Eichenblätter mit je einer Eichel.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Genau, wie sich in Himmelpfort in Brandenburg und Himmelpforten in Niedersachsen je ein Weihnachtspostamt befindet, gibt es in Ostereistedt so etwas wie eine Osterhasenzentrale. Kinder können "Hanni Hase, Am Waldrand 12" Briefe und E-Mails schicken. Des Weiteren findet jährlich am Ostersonntag ein Programm statt.[6][7]

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Eckes Hus

Das „Eckes Hus“ ist das einzige noch erhaltene Rauchhaus im Landkreis Rotenburg. Es wurde im Jahre 1564 erbaut.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Der Haltepunkt Ostereistedt lag an der Bahnstrecke Wilstedt–Tostedt. Diese ist stillgelegt.


Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2. Dorfgeschichte
  3. Ostereistedt auf der Website der Samtgemeinde Selsingen
  4. Dorfgeschichte-Einmal anders gesehen
  5. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 242.
  6. Dorfgeschichte
  7. Hanni Hase im Internet

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ostereistedt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien