Oktav (Liturgie)

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Oktav (lat. octavus ‚der achte‘) ist in der katholischen Liturgie (a) der Name des achten Tags (= ‚Oktavtag‘) nach einem Hochfest, der als dessen Nachklang und Abschluss begangen wird, sowie (b) die acht Tage (‚Oktav‘) vom Fest bis zu seinem Oktavtag. Dabei wird der Tag des jeweiligen Hochfests mitgerechnet.

Bis zur Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils hatten alle größeren Feste eine Oktav. Übrig geblieben sind davon nur zwei: die Oster- und die Weihnachtsoktav.

Jeder der acht Tage der Osterzeit – die Osteroktav zwischen dem Ostersonntag und dem sogenannten Weißen Sonntag – wird wie ein Hochfest Christi begangen.

Weihnachten hat eine Oktav mit folgender Ordnung:

Im Kalender der Orthodoxen Kirche hat nur das Osterfest eine echte Oktav; die „Weihnachtsoktav“ dauert dort zwei Wochen bis zur Theophanie (westkirchlich Epiphanias bzw. Erscheinung des Herrn, volkstümlich: Heilige Drei Könige) am 6. Januar. In der Osteroktav und den zwei Wochen nach Weihnachten entfallen dort wegen des festlichen Charakters alle Fastentage. Die anderen Feste haben bei den Orthodoxen traditionell keine Oktav.

Im Sprachgebrauch der katholischen Volksfrömmigkeit werden auch örtliche Festwochen zu Heiligen- und Patronatsfesten als „Oktav“ bezeichnet, etwa die „Anna-Oktav“ in Düren, die Wallfahrts-Oktav zum Hl. Judas Thaddäus in Heisterbacherrott, die Gezelin-Oktav in Leverkusen-Schlebusch oder die Muttergottesoktav in Luxemburg.

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