Osterwitz

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Osterwitz
Wappen fehlt
Osterwitz (Österreich)
Osterwitz
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Deutschlandsberg
Kfz-Kennzeichen: DL
Fläche: 45,26 km²
Koordinaten: 46° 52′ N, 15° 5′ O46.85972222222215.0905555555561143Koordinaten: 46° 51′ 35″ N, 15° 5′ 26″ O
Höhe: 1143 m ü. A.
Einwohner: 147 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 3,2 Einw. pro km²
Postleitzahl: 8530
Vorwahl: 03469
Gemeindekennziffer: 6 03 21
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Osterwitz 62
8530 Deutschlandsberg
Website: www.osterwitz.at
Politik
Bürgermeister: Christine Hammer (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(9 Mitglieder)
6
3
Von 9 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Osterwitz im Bezirk Deutschlandsberg
Aibl Deutschlandsberg Eibiswald Frauental an der Laßnitz Freiland bei Deutschlandsberg Bad Gams Garanas Georgsberg Greisdorf Gressenberg Groß Sankt Florian Großradl Gundersdorf Kloster Hollenegg Lannach Limberg bei Wies Marhof Osterwitz Pitschgau Pölfing-Brunn Preding Rassach Sankt Josef Sankt Martin im Sulmtal Sankt Oswald ob Eibiswald Sankt Peter im Sulmtal Sankt Stefan ob Stainz Schwanberg Soboth Stainz Stainztal Stallhof Sulmeck-Greith Trahütten Unterbergla Wernersdorf Wettmannstätten Wielfresen Wies SteiermarkLage der Gemeinde Osterwitz im Bezirk Deutschlandsberg (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Die Pfarr- und Wallfahrtskirche zur Hl. Maria in Osterwitz
Die Pfarr- und Wallfahrtskirche zur Hl. Maria in Osterwitz
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Osterwitz ist bis Ende 2014 eine Gemeinde mit 147 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Deutschlandsberg in der Steiermark. Im Rahmen der steiermärkischen Gemeindestrukturreform ist sie ab 2015 mit den Gemeinden Deutschlandsberg, Bad Gams, Freiland bei Deutschlandsberg, Kloster und Trahütten zusammengeschlossen.[1] Grundlage dafür ist das Steiermärkische Gemeindestrukturreformgesetz - StGsrG.[2] Eine Beschwerde, die in diesem Zusammenhang beim Verfassungsgerichtshof eingebracht worden war und darauf beruhte, dass die Gemeinde eine Fusion mit der Gemeinde Trahütten angestrebt hatte, war nicht erfolgreich.[3]

Logo der Gemeinde Osterwitz (Rohrfederzeichnung von Melitta Zingler)

Geografie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde Osterwitz liegt in der Weststeiermark an der Grenze zu Kärnten und besteht aus einer einzigen, gleichnamigen Katastralgemeinde.

Der südliche Teil der Gemeinde liegt im Einzugsgebiet des Bet(h)leitenbaches. Dieser Bach wurde auch Osterwitzbach, Hand Alpen Bach oder (1835, siehe Karte) Lassnitz genannt. Er mündet bei Freiland in die (Niedere) Laßnitz.

Die Gewässer des nördlich-westlichen Teils münden in die Laßnitz (mit Brendlbach und Hofbauerbach), bzw. (vom Gemeindegebiet Osterwitz-Winkel) auch in den Rettenbach und dessen Zufluss, den Stoffbach.

Höchste Erhebung auf dem Gemeindegebiet ist die Handalm (1.853 m).

Geologie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt vollständig auf Kristallin der Koralpe. Der Höhenrücken, auf dem das Gemeindezentrum liegt, besteht aus Gneisglimmerschiefer, der - ausgenommen im Westen - von Plattengneis umgeben ist. In ihm liegen einige Pegmatite mit Quarzgängen.[4] Westlich des Ortskerns liegen zwei Streifen aus dem sehr harten Gestein Eklogitamphibolit, aus diesem Gestein bestehen auch die zwei Erhebungen namens großer und kleiner Pöschlkogel zwischen Laßnitz und Rettenbach. Der Talschluss des Rettenbachtales und der Gipfelbereich des Stoffkogels an der westlichen Gemeindegrenze bestehen aus Gneisquarzit. In diesem Gebiet ist südlich der Stoffhütte eine Abbaustelle auf Glimmer verzeichnet (lt. Karte ein Stollen, Gesenk; in der Natur nicht erkennbar).[5] Südlich des Stoffkogels befindet sich ein Gebiet aus Hirschegger Gneis; dieses Gestein bildet auch einen Geländestreifen am Nordhang Richtung Laßnitztal.[6]

In der Basis eines ungefähr 80 m hohen Felsofens im Westen der Gemeinde (östlich des Bauernhofes Weberbauer) werden außerordentliche petrographische Verhältnisse beschrieben: Insgesamt rund zwei bis vier Meter dieses Gesteinsblockes bestehen aus zentimeter- bis dezimeterdicken Lagen von Amphibolit, Granatfels, Quarz-Zoisit und Muskovitschiefer, auch Boudinagen von Quarz-Granatfels kommen vor. Erst oberhalb dieser Lagen besteht der Ofen aus dem in der Gegend allgemein vorhandenen Eklogit-Amphibolit.[7]

Die Koralm, in deren Gebiet Osterwitz liegt, ist reich an Mineralien. Für das Gemeindegebiet von Osterwitz ist eine Reihe von Mineralienfundstellen dokumentiert. Es liegen Belege für Apatit, Epidot, Glimmer, Hornblende, Muskovit, Quarz, Rutil, Turmalin, Glasopal, Uranopal, Feldspat und Schörl vor.[8]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Preitenegg Kloster
Wolfsberg /
Frantschach-Sankt Gertraud
Nachbargemeinden Freiland
Gressenberg Trahütten

Geschichte[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet von Osterwitz war zunächst von den Kelten, später von den Slawen besiedelt. Der Gemeindename Osterwitz stammt aus der slawischen Sprache, er wird vom Wort oster (scharf, spitz) abgeleitet und bedeutet Spitzberg (von *ostrovica),[9] Scharfenberg, scharfes Eck oder Kante.[10], wobei eine Namensvariante in alten Landkarten tatsächlich auf „Ostrowitz“ lautet. In einer anderen Quelle wird der Name als Siedlung an einem hoch aufragenden Berg übersetzt.[11] Im Süden von Osterwitz liegt ein Berg mit einer auffallend steilen, sonst im Gebiet nicht vorhandenen Gipfelform (Kumpfkogel). Der Name wird auch von einem alten Saumpfad abgeleitet, der eine scharfe Richtungsänderung vornahm. Im Südosten des Ortes Osterwitz liegt das Gebiet Spitzegg: es liegt damit ein slawisch-deutscher Doppelname vor, der Bevölkerungsschichten slawischer und deutscher Herkunft belegt.[12]

Erstmals urkundlich erwähnt ist der Gemeindename in einer Urkunde aus dem Jahr 1322, als das Gebiet im Besitz des Bistums Salzburg war. Die Kirche wurde urkundlich erstmals 1370 genannt.

Für das 15. Jahrhundert ist ein Hinweis auf eine kleine Burg im Gebiet von Osterwitz publiziert: 1429 wurden Lehen über Huben und Zehent „an dem Purgstall bei Osterwitz“ vergeben. Diese Formulierung wird als Hinweis interpretiert, dass der Wehrbau bereits damals verfallen war und nur mehr sein Standort (die Burgstelle) bekannt war. Eine Stelle, an der sich diese Anlage befunden haben könnte, liegt südlich des Ortes Osterwitz auf einem kleinen Hügel.[13]

Ab 1445 wurde Osterwitz Sitz einer eigenständigen Pfarre, 1480 zerstörten die Türken das Kirchengebäude. Im 15. und 16. Jahrhundert lag Osterwitz nach der Vierteleinteilung der Steiermark 1462 im „Viertel zwischen Mur und Traa“ (Drau), dem Vorgänger des Marburger Kreises.

Im Jahre 1513 kommt es zur Anschaffung der ersten Glocke für die Kirche. Die landesfürstliche Visitation 1529, die für die Pfarre am 19. und 20. Juni 1529 in Stainz stattfand, nennt als Pfarrer Herrn Primus Marhär und enthält keine Beschwerden: „Ist kain khlag noch beschwardt under innen, im glauben wie von alldter etc.“ Als Zahl der Kommunionbesucher ist die für die kleine Gemeinde hohe Zahl von 1200 angegeben, was sich aus der Funktion als Wallfahrtsort ergibt.[14] 1532 wurde die Kirche erneut durch die Türken zerstört.

1534 war sie wiedererrichtet: Am 22. Oktober 1534 weihte Philipp Renner als Koadjutor des Lavanter Bischofs Leonhard Peurl eine Glocke. Am Tag darauf erneuerte er die Weihe der Kirche, die der „unbefleckten Jungfrau Maria in der Osterwitz“ („intemerate virginis Marie in der Osterwitz“) geweiht war und hielt eine Firmung ab.[15] Das dabei verwendete Siegel zeigt in einer Nische den Hl. Andreas mit dem Andreaskreuz, vor ihm kniet die Gestalt des Bischofs. Von der Umschrift sind noch die Zeichen RENNER DEI GRACIA erhalten.[16] Die Visitation 1544/45 beschäftigte sich mit der Pfarre nicht.[17]

Das Gemeindegebiet gehörte im 16. und 17. Jahrhundert zum „Landgericht Deutschlandsberg“.[18] Dies galt allerdings nur außerhalb des Dachtraufes: Innerhalb dessen lag die volle niedere Gerichtsbarkeit im 16. Jahrhundert beim jeweiligen Grundherren.[19]

1611 lässt sich die erste urkundliche Erwähnung einer Pfarrschule nachweisen. Ab 1770, in der ersten Personen- und Häusererfassung in Österreich, sind Häuser und Menschen aus Osterwitz selbständig erfasst. Diese Erfassung fand im Rahmen der Heeresreformen unter Maria Theresia und Joseph II. statt und führte zur Einführung der „Numerierungsabschnitte“ (Konskriptionsgemeinden). Osterwitz war ein solcher Abschnitt. Gemeinsam mit den anderen Numerierungsabschnitten in Trahütten und Warnblick gehörte Osterwitz zum Werbbezirk Landsberg.[20] [21] Aus dem Numerierungsabschnitt wurde in den Jahren danach die gleichnamige Steuergemeinde[22] und Katastralgemeinde Osterwitz.[23]

Leo Simon Reinisch

Die Pfarre umfasste bis 1780 neben Osterwitz ebenfalls Trahütten, Warnblick und auch Laufenegg bei Deutschlandsberg. Eine Nutzung des Bethleitenbaches zwischen Osterwitz und Trahütten für die Holztrift ist noch 1890 belegt.[24]

Im Frühjahr 2012 beschloss die Gemeinde Osterwitz, eine Zusammenlegung mit der Gemeinde Trahütten anzustreben und die weiter gehenden Zusammenlegungspläne mit Deutschlandsberg im Rahmen der steirischen Gemeindestrukturreform abzulehnen.[25] Ein entsprechender Antrag auf diese Zusammenlegung wurde von der Steiermärkischen Landesregierung abgelehnt, eine Beschwerde dagegen beim Verfassungsgerichtshof war nicht erfolgreich.[26]

Leo Simon Reinisch[Bearbeiten]

Ein bedeutender Sohn der Gemeinde war der auch heute noch international bekannte Ägyptologe, Mexikanist und Afrikanist Leo Simon Reinisch (1832 - 1919).

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Für Osterwitz werden im Jahr 1770 460 Einwohner („Seelen“) genannt. Danach liegt die Einwohnerzahl bei 454 (1782), 82 Familien (1810), 321 (1812), 385 (1846), wobei die Zählungen keine einheitlichen Erfassungsgrundlagen verwendete und z. B. während der napoleonischen Kriege wesentliche Teile der männlichen Bevölkerung nicht am Wohnort erfassbar waren.[20] Danach ist die Einwohnerzahl der Gemeinde Osterwitz weiter fast durchgehend gesunken. Lediglich in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts konnte sich die Bevölkerung deutlicher erholen. Heute lebt im Vergleich zum Jahr 1869 nur noch etwa ein Drittel der früheren Bevölkerung in der Gemeinde. Gebiete, in denen sich bis in das 20. Jahrhundert noch mehrere Bauernhöfe befanden, wie im Talschluss des Rettenbachtales, sind heute menschenleer.

Bevölkerungsstruktur[Bearbeiten]

Die Gemeinde hatte laut Volkszählung 2001 167 Einwohner. 97,6 % der Bevölkerung besitzen die österreichische Staatsbürgerschaft. Zur römisch-katholischen Kirche bekennen sich 95,8 % der Einwohner, 3,0 % sind ohne religiöses Bekenntnis. Mit Stichtag 31. Oktober 2008 hatte die Gemeinde 155 Einwohner (Zählung nach Hauptwohnsitzen des Zentralen Melderegisters).[27]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Osterwitz

Pfarrkirche[Bearbeiten]

Auf dem Bergrücken, der sich von der Handalm östlich in Richtung des Grazer Beckens erstreckt, liegt im Zentrum der Gemeinde die Wallfahrtskirche mit dem Patrozinium der Schmerzhaften Muttergottes. Diese Kirche ist urkundlich 1382 erwähnt, es handelt sich um einen spätgotischen Bau mit barocken Seitenschiffen. Der gotische Westturm mit seinem Zwiebelhelm ist im Gebiet weithin sichtbar. Am 15. August jedes Jahres (Fest Maria Himmelfahrt, „großer Frauentag“) ist die Kirche Ziel mehrerer Wallfahrten aus dem weststeirischen Gebiet.

Der Hochaltar stammt aus den Jahren 1780–1800, die Gnadenstatue (Pietà) der Kirche aus der Zeit um 1500.[28] Eine neue Orgel mit 866 Pfeifen und 13 Registern wurde am 15. Juli 2012 eingeweiht. Sie trat an die Stelle der seit 1937 verwendeten[29] schadhaften Orgel.[30]

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Eine Waldkiefer südwestlich des Ortes Osterwitz steht unter Naturschutz. Geschützt ist eine Fläche von 1030 m² um den Baum. Grundlage des Schutzes als Naturdenkmal im Jahr 2010 ist ein Bescheid der Bezirkshauptmannschaft Deutschlandsberg.[31]

Ein zweites Naturdenkmal ist eine Winterlinde (Tilia cordata) im Ortszentrum von Osterwitz auf einer Fläche von 230 m² in ihrem Umkreis.[32]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Bei der Arbeitsstättenzählung 2001 gab es in der Gemeinde 8 Arbeitsstätten mit 15 Beschäftigten insgesamt, davon 7 unselbständig Beschäftigten sowie 49 Auspendler und 2 Einpendler.[33] Das Siedlungsgebiet der Gemeinde (Dauersiedlungsraum) umfasst nur 7,4 % des Gemeindegebietes, der Rest sind Wald- und Almgebiete.[34]

Trasse der Waldbahn Deutschlandsberg in Osterwitz-Winkel, Nordhang des Stoffkogels beim Stoffbach

Die Verkehrserschließung erfolgt über Nebenstraßen des Koralmgebietes: Verbindungen bestehen über das Laßnitztal zur Gemeinde Kloster und zur Gemeinde Freiland und über das Tal des Betleitenbaches zur Gemeinde Trahütten. Die Gemeinde hatte nie einen Anschluss an öffentliche Verkehrsmittel. Die nächsten Busstationen befanden sich bis zur Einstellung auch dieser Buslinie 2013 in der Gemeinde Kloster (zuletzt nur Schülerverkehr), die Buslinie über Trahütten nach Glashütten besteht seit 1991 nicht mehr,[35] nachdem ihr Betrieb in den Jahren davor mangels Bedarf immer weiter eingeschränkt werden musste.

Der Westen von Osterwitz: Handalm und Wildbachalm (re.) am Horizont, davor links der Poschkogel, mittig der Weberbauerkogel, im Vordergrund der Bauernhof vulgo Pöschl, der (kl.) Pöschlkogel und das Rettenbachtal

Die Wegeverbindung nach Westen über die Posch-Alm über den Wildbachersattel zur Weinebene war bis in die 1940er-Jahre mit Geländefahrzeugen passierbar.[36] Sie ist danach verfallen und nur mehr in Resten erkennbar. Ebenso sind von den ausgedehnten Zubringerstrecken der Waldbahn Deutschlandsberg nur mehr Reste vorhanden. Nach Westen über die See Eben nach Kärnten verlief ein Fahrweg, dem parallel die Waldbahntrasse folgte und der in den 1970er-Jahren zu einer Forststraße ausgebaut wurde. Diese Verbindung ist für den allgemeinen Verkehr gesperrt, kann aber als Wanderweg genützt werden.

Im Gebäude der ehemaligen Volksschule befindet sich das Gemeindezentrum. Die Volksschule von Osterwitz (Schulkennzahl 603191), die 399 Jahre bestanden hatte, wurde nach Ende des Schuljahres 2009/10 wegen zu geringer Schülerzahl geschlossen.[37] In der Gemeinde hatten nur mehr fünf Kinder im Volksschulalter gelebt.

Windkraftanlage[Bearbeiten]

Die Handalm im Westen von Osterwitz gehört zu jenen Gebieten, in denen nach den Regeln über die Raumplanung Windkraftanlagen errichtet werden könnten. Sie wird als „Vorrangzone“ ausgewiesen, in der das Windangebot große Leistungen möglich machen würde.[38]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Bei den Wahlen am 21. März 2010 änderte sich der Mandatsstand (6:3) nicht, die Stimmen verschoben sich um 2,69 % zur ÖVP. Das Ergebnis lautete auf 64,55 % ÖVP, 35,45 % SPÖ. Bei den vorangegangenen Gemeinderatswahlen 2005 hatte die ÖVP ihre Vormachtstellung in Osterwitz halten können und erreichte bei einem Zugewinn von 0,32 % 61,86 %. Die SPÖ konnte um 15,06 % zulegen und erreichte 38,14 %, was den Gewinn eines Mandates bedeutete.

Kleinregion[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist Mitglied der Kleinregion „Kernraum Bad Gams - Deutschlandsberg - Frauental“ (mit Kloster und Freiland). In diesem Gemeindeverband sollen die Aufgaben von Straßenerhaltung, Einkauf und die Kinder- und Jugendbetreuung gemeinsam erledigt werden. Der Verband konstituierte sich am 9. Dezember 2010. Er hat Rechtspersönlichkeit und beruht auf freiwilliger Vereinbarung. Sein Sitz ist Frauental,[39] seine rechtliche Basis § 38a der Gemeindeordnung.[40]

Literatur[Bearbeiten]

  • Regine Palli: Siedlungs-, wirtschafts- und sozialgeographische Strukturänderungen in den Gemeinden Freiland bei Deutschlandsberg, Gressenberg und Osterwitz. Diplom-Arbeit, Graz 1989.
  • Gerhard Fischer: Osterwitz. ain wunderthätig Ort im hochen gepürg. Leben, Freude und Leid einer Gegend und ihrer Bewohner. Osterwitz 2002. Herausgeber und Verleger: Gemeinde Osterwitz. Herstellung: Simadruck Aigner & Weisi, Deutschlandsberg. Keine ISBN.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Osterwitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Osterwitz – Reiseführer

Historische Landkarten und Blätter des Katasters[Bearbeiten]

Im 18. Jahrhundert wird Osterwitz am Köstenbach dargestellt und die Gegend „In der Osterwitz“ erstreckt sich über die Hebalm

Referenzen[Bearbeiten]

  1. Steiermärkische Gemeindestrukturreform.
  2. § 3 Abs. 2 Z 1 des Gesetzes vom 17. Dezember 2013 über die Neugliederung der Gemeinden des Landes Steiermark (Steiermärkisches Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG). Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 2. April 2014. Nr. 31, Jahrgang 2014. ZDB-ID 705127-x. S. 2.
  3. Beschluss des Verfassungsgerichtshofes vom 2. Oktober 2013, B 932/2013.
  4. Geologische Karte 1:50.000, Blatt 189 Deutschlandsberg. Bearbeitet von Peter Beck-Mannagetta. Herausgegeben von der Geologischen Bundesanstalt. Wien 1991.
  5. Geologische Karte 1:50.000, Blatt 188 Wolfsberg. Bearbeitet von Peter Beck-Mannagetta. Herausgegeben von der Geologischen Bundesanstalt, Wien 1980.
  6. Peter Beck-Mannagetta: Bericht 1967 über Aufnahmen auf Blatt Deutschlandsberg (189) und Wolfsberg (188). In: Jahresbericht der Geologischen Bundesanstalt über das Jahr 1967. Verhandlungen der Geologischen Bundesanstalt. Heft 3 (Schlußheft). Wien 1968. Seite A 19.
  7. Richard Göd: Bericht über geologische Aufnahmen auf dem Blatt Wolfsberg (188). In: Verhandlungen der geologischen Bundesanstalt. Wien 1972, Heft 3. S. A 38–A 39.
  8. Josef Taucher, Christine Elisabeth Hollerer: Die Mineralien des Bundeslandes Steiermark in Österreich. Zwei Bände mit CD-ROM. Graz 2001. Verlag Hollerer. ISBN 3-9501422-0-7. Band 2 Seite 438 (mit Verweisen auf die Einzelpublikationen).
  9. Manfred Trummer: Slawische Steiermark. Leicht erweiterte Fassung des gleichnamigen Vortrags am Symposium „Fremd sein – beinander bleiben. Die slowenische Volksgruppe in Österreich“ im Rahmen der „Slowenischen Tage“ an der Karl-Franzens-Universität in Graz, 25. bis 28. März 1996. In: Christian Stenner (Hg.): Slowenische Steiermark. Verdrängte Minderheit in Österreichs Südosten. Wien-Köln-Weimar Böhlau Verlag 1997. ISBN 3-205-98690-3. Seiten 15-34. (MS Word; 87 kB)
  10. Fischer: Osterwitz. Seite 17.
  11. Martin Albrecher: Die Ortsnamen im Gerichtsbezirk Deutschlandsberg. Diplomarbeit an der Universität Wien 1999. Hochschulschrift. Kein Verlag, keine ISBN. Seite 23.
  12. Fritz Lochner v. Hüttenbach: Steirische Ortsnamen. Zur Herkunft und Deutung von Siedlungs-, Berg-, Gewässer- und Flurbezeichnungen. In der Reihe: Grazer Vergleichende Arbeiten. Band 21. Verlag Leykam Graz 2008. ISBN 978-3-7011-0116-0. ZDB-ID 2083885-2. S. 40–41.
  13. Robert Baravalle: Burgen und Schlösser der Steiermark. Eine enzyklopädische Sammlung der steirischen Wehrbauten und Liegenschaften, die mit den verschiedensten Privilegien ausgestattet waren. Graz 1961, Verlag Stiasny. S. 78. Der nicht näher erläuterte Hinweis auf eine Burg in der Kartenbeilage von Herwig Ebner, Burgen und Schlösser in Graz, Leibnitz, West-Steiermark. Birken-Verlag, Wien 1967 (2. Auflage 1982, ISBN 3-85030-028-5), bezeichnet die Lage nur ungefähr.
  14. Anton Albrecher: Die landesfürstliche Visitation und Inquisition von 1528 in der Steiermark. Edition der Texte und Darstellung der Aussagen über die kirchlichen Zustände. In: Quellen zur geschichtlichen Landeskunde der Steiermark, herausgegeben von der Historischen Landeskommission für Steiermark - HLK, XIII. Band. Graz 1997. Selbstverlag der HLK. ISBN 3-901251-10-3. Seiten 230 und 414.
  15. Oskar Veselsky: Die Konsekrationsberichte aus den Ordinations- und Konsekrationsprotokollen der Bischöfe von Lavant im 16. Jahrhundert. In: Quellen zur geschichtlichen Landeskunde der Steiermark, herausgegeben von der Historischen Landeskommission für Steiermark - HLK, XI. Band. Graz 1997. Selbstverlag der HLK. Keine ISBN. Seite 18 (Reconciliation), Seite 80.
  16. Ferdinand Hutz: Das Weiheregister des Lavanter Bischofs Dr. Philipp Renner 1534–1553. Mit Renners Biographie und Register von Ursula Kohl. In: Quellen zur geschichtlichen Landeskunde der Steiermark, herausgegeben von der Historischen Landeskommission für Steiermark - HLK, XVII. Band. Graz 2002. Selbstverlag der HLK. ISBN 3-901251-27-8. Seiten 37–38 mit Siegelzeichnung von Ludwig Freidinger, Seite 38.
  17. Rudolf Karl Höfer: Die landesfürstliche Visitation der Pfarren und Klöster in der Steiermark in den Jahren 1544/1545. Edition der Texte und Darstellungen zu Nachrichten über das kirchliche Leben. Quellen zur geschichtlichen Landeskunde der Steiermark, herausgegeben von der Historischen Landeskommission für Steiermark - HLK. XIV. Band. Graz 1992. Selbstverlag der HLK. ISBN 3-901251-02-2. Seite 163: „… etlich clain pfarrn und filliall verhanden, so gleich nit … beschriben werden mögen“. Fehlen der Pfarre auf Seite 166.
  18. Anton Mell: Hohe und niedere Strafgerichtsbarkeiten. Landgerichte und Burgfrieden in Steiermark. In: Anton Mell, Hans Pirchegger: Steirische Gerichtsbeschreibungen. Als Quellen zum Historischen Atlas der österreichischen Alpenländer. I. Abteilung. Landgerichtskarte: Steiermark. In der Reihe: Quellen zur Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte der Steiermark. I. Band. Herausgegeben von der Historischen Landeskommission für Steiermark. Graz 1914. Allgemein: Seiten XX–XLIV. Zum Landgericht Deutschlandsberg: Seiten 245–246 und 473 bzw. (Burgfried Deutschlandsberg) 246–248 und 495.
  19. Mell: Strafgerichtsbarkeiten, Seite XXVI.
  20. a b Manfred Straka: Verwaltungsgrenzen und Bevölkerungsentwicklung in der Steiermark 1770–1850. Erläuterungen zur ersten Lieferung des Historischen Atlasses der Steiermark. Forschungen zur geschichtlichen Landeskunde der Steiermark, XXXI. Band. Herausgegeben von der Historischen Landeskommission für Steiermark - HLK. Selbstverlag der HLK. Graz 1978. Seite 213.
  21. Manfred Straka: Numerierungsabschnitte und Werbbezirke der Steiermark 1779/81. Karten im Maßstab 1:300.000. In: Historischer Atlas der Steiermark. Herausgegeben von der Historischen Landeskommission für Steiermark - HLK. Akademische Druck- und Verlagsanstalt. Graz 1977 1. Lieferung: Verwaltungsgrenzen und Bevölkerungsentwicklung in der Steiermark 1770–1850. Blatt 2 (Blatt Nord).
  22. Manfred Straka: Steuergemeinden und Werbbezirke der Steiermark 1798–1810. Karten im Maßstab 1:300.000. In: Historischer Atlas der Steiermark. Herausgegeben von der Historischen Landeskommission für Steiermark - HLK. Akademische Druck- und Verlagsanstalt. Graz 1977. 1. Lieferung: Verwaltungsgrenzen und Bevölkerungsentwicklung in der Steiermark 1770–1850. Blatt 4 (Blatt Nord)
  23. Manfred Straka: Katastralgemeinden und Werbbezirke der Steiermark 1818–1848. Karten im Maßstab 1:300.000. In: Historischer Atlas der Steiermark. Herausgegeben von der Historischen Landeskommission für Steiermark - HLK. Akademische Druck- und Verlagsanstalt. Graz 1977. 1. Lieferung: Verwaltungsgrenzen und Bevölkerungsentwicklung in der Steiermark 1770–1850. Blatt 6 (Blatt Nord).
  24. Franz Hafner: Die Holztrift mit besonderer Berücksichtigung ihrer Ausübung in der Steiermark (unter Berufung auf das Statistische Jahrbuch des Ackerbauministeriums). In: Gerhard Pferschy (Hg.): Siedlung, Macht und Wirtschaft. Festschrift Fritz Posch zum 70. Geburtstag. Veröffentlichungen des steiermärkischen Landesarchives. Band 12. Graz 1981. Seite 595.
  25. Trahütten und Osterwitz planen den Aufstand. In: Wochenzeitung Weststeirische Rundschau. Nr. 4 vom 25. Jänner 2013. 86. Jahrgang, ZDB-ID 2303595-X. Seite 3.
  26. Beschluss des VfGH vom 2. Dezember 2013, B 932/2013.
  27. Gemeindestatistik siehe Weblink zur Statistik Austria.
  28. Kurt Woisetschläger, Peter Krenn: Dehio Handbuch - Die Kunstdenkmäler Österreichs: Steiermark (ohne Graz). Topographisches Denkmälerinventar, hrsg. vom Bundesdenkmalamt, Abteilung für Denkmalforschung. Verlag Anton Schroll. Wien 1982. ISBN 3-7031-0532-1. Seite 349–350.
  29. Wochenzeitung Weststeirische Rundschau. Nr. 27 vom 6. Juli 2012. 85. Jahrgang 2012, ZDB-ID 2303595-X. Seite 5.
  30. Wochenzeitung Weststeirische Rundschau. Nr. 30 vom 27. Juli 2012. 85. Jahrgang 2012, ZDB-ID 2303595-X. Seite 3.
  31. Bescheid der Bezirkshauptmannschaft Deutschlandsberg vom 18. April 1978, Geschäftszahl 6 R 4/77. Objekt Nr. 475. Digitaler Atlas Steiermark Kartenservice: Flora & Fauna, Naturräumliche Schutzgebiete, Naturdenkmale - bei gehaltener linker Maustaste allenfalls das Gebiet durch Ziehen vergrößern. Die Angaben sind mit „Objekt identifizieren“ (Button „i“) aufrufbar, im dann aufgehenden Fenster ebenfalls „Naturdenkmale“ aufsuchen. Abgerufen 5. März 2010.
  32. Bescheid der Bezirkshauptmannschaft Deutschlandsberg vom 18. April 1978, Geschäftszahl 6 Oa 2/77. Objekt Nr. 474. Digitaler Atlas Steiermark. Abgerufen 5. März 2010.
  33. Statistik Austria: Pendlerstatistik Seite 373.
  34. Statistik Austria: Dauersiedlungsraum der Gemeinden. Seite 28.
  35. Jahr der Enthebung von der Betriebspflicht nach dem Kraftfahrliniengesetz. Anton Reinbacher: 70 Jahre GKB-Autobusbetrieb. In: Die Drehscheibe. Das Mitarbeiter-Magazin der Graz-Köflacher Bahn- und Busbetrieb GmbH. Heft 20, April 2005, ZDB-ID 2181683-9. Seite 7. Gekürzte und ergänzte Fassung eines Artikels dieses Autors in Omnibusspiegel 1992.
  36. Fischer: Osterwitz. Seite 139.
  37. Homepage der Gemeinde Osterwitz/Aktuelles. Abgerufen 15. März 2010.
  38. Weststeirische Rundschau. Nr. 8, Jahrgang 2013 (22. Februar 2013), 86. Jahrgang, ZDB-ID 2303595-X. Simadruck Aigner u. Weisi, Deutschlandsberg 2013, S. 3.
  39. Wochenzeitung Weststeirische Rundschau. Nr. 50 vom 17. Dezember 2010. 83. Jahrgang 2010, ZDB-ID 2303595-X. Seite 1.
  40. Steiermärkische Gemeindeordnung in der Fassung der Änderung im Landesgesetzblatt Nr. 92, ausgegeben am 4. September 2008, 27. Stück, Seite 304 in Verbindung mit § 2 Abs. 1 des stmk. Gemeindeverbandsorganisationsgesetzes (GVOG) 1997.