Kreis Ostholstein
| Wappen | Deutschlandkarte |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Schleswig-Holstein |
| Verwaltungssitz: | Eutin |
| Fläche: | 1.391,97 km² |
| Einwohner: |
203.808 (31. Dez. 2011)[1] |
| Bevölkerungsdichte: | 146 Einwohner je km² |
| Kfz-Kennzeichen: | OH |
| Kreisschlüssel: | 01 0 55 |
| NUTS: | DEF0A |
| Kreisgliederung: | 36 Gemeinden |
| Adresse der Kreisverwaltung: |
Lübecker Straße 41 23701 Eutin |
| Webpräsenz: | |
| Landrat: | Reinhard Sager (CDU) |
| Lage des Kreises Ostholstein in Schleswig-Holstein | |
Der Kreis Ostholstein ist ein Kreis im Land Schleswig-Holstein.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Das Kreisgebiet umfasst im Wesentlichen die in die Ostsee zwischen Kieler Bucht und der Lübecker Bucht ragende Halbinsel Wagrien im Schleswig-Holsteinischen Hügelland sowie die ihr vorgelagerte Insel Fehmarn, die durch die Fehmarnsundbrücke im Zuge der Vogelfluglinie mit dem Festland verbunden ist. Die Nachbarkreise sind im Westen der Kreis Plön und der Kreis Segeberg, im Süden die kreisfreie Stadt Lübeck und der Kreis Stormarn. Die höchste Erhebung des Kreises ist der Bungsberg bei Schönwalde (168 m ü. NN). Der Seegrund des Hemmelsdorfer Sees ist mit 39,10 m unter NN die tiefste Kryptodepression Deutschlands.
Wirtschaft [Bearbeiten]
Die Wirtschaft wird vom Tourismus geprägt, v. a. in den Ostseebädern Heiligenhafen, Grömitz, Scharbeutz, Timmendorfer Strand und der Insel Fehmarn.
- Siehe auch: Holsteinische Schweiz
- Siehe auch: Mecklenburger Bucht, Neustädter Bucht
Verkehr [Bearbeiten]
Die wichtigste Verkehrsachse durch den Kreis Ostholstein ist die Vogelfluglinie zwischen Hamburg und Kopenhagen mit einer Fährverbindung zwischen Puttgarden auf der Insel Fehmarn und Rødby auf der dänischen Insel Lolland. Mit der Vogelfluglinie verbunden ist auch die politische Diskussion über die geplante Fehmarnbeltquerung zwischen Fehmarn und Lolland, die eine weitere Verbesserung der Verbindungen zwischen der Metropolregion Hamburg und der Öresundregion bewirken soll. Der Kreis Ostholstein bildet mit dem dänischen Storstromsamt die Europaregion Fehmarnbelt, in der grenzüberschreitende Vorhaben besonders gefördert werden können.
Geschichte und Gliederung [Bearbeiten]
In der späten Völkerwanderungszeit wanderten slawische Abodriten in das zuvor germanisch besiedelte, nun aber verlassene Gebiet ein. Aus diesen entwickelte sich der ab 966 belegbare Teilstamm der Wagrier. Diese widersetzten sich lange erfolgreich der Christianisierung sowie diversen Eroberungsversuchen. Erst den im Jahr 1111 vom römisch-deutschen Kaiser mit der Grafschaft Holstein belehnten Schauenburgern gelang es, Ostholstein 1138/39 militärisch zu unterwerfen. Seit dem Hochmittelalter gehörte das Gebiet daher zu Holstein und damit zum Heiligen Römischen Reich. Der Kreis Ostholstein entstand erst 1970 im Zuge der Kreisreform in Schleswig-Holstein aus den Kreisen Oldenburg in Holstein und Eutin. Er ist der einzige Kreis in Schleswig-Holstein, in dem ein verhältnismäßig großer Teil der Städte und Gemeinden amtsfrei ist.
Siehe: Kosakenwinter 1814
Museen [Bearbeiten]
- Heimatmuseum in Heiligenhafen
- Museum der Stadt Neustadt in Holstein
- Museum Cap Arcona in Neustadt in Holstein
- Ostholstein-Museum in Eutin
- Wallmuseum Oldenburg in Holstein
- Ostseeerlebniswelt Fischerei + Meeresmuseum, Ostsee-Aquarium
Städte und Gemeinden [Bearbeiten]
(Einwohner am 31. Dezember 2011[2])
| Amtsfreie Gemeinden/Städte | ||
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Ämter mit amtsangehörigen Gemeinden (* = Sitz der Amtsverwaltung)
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Die Gemeinde Bosau (3412 Einwohner) wird vom Amt Großer Plöner See, Kreis Plön verwaltet.
Gemeinde- und Ämterkarte [Bearbeiten]
Politik [Bearbeiten]
Die dominierende Partei Ostholsteins ist die CDU. Diese stellt in zahlreichen Gemeinde- und Stadtvertretungen die absolute Mehrheit und auch den direkt gewählten Bundestagsabgeordneten für Ostholstein/Stormarn-Nord, Ingo Gädechens. Im Kreistag gibt es eine schwarz-gelbe Mehrheit. Der Kreistag (65 Sitze) tagt in der Kreisstadt Eutin.
Kreistagswahlen 2008
- CDU 28 Sitze (±0)
- SPD 17 Sitze (+1)
- FDP 7 Sitze (+5)
- FWG 5 Sitze (+3)
- Grüne 5 Sitze (+2)
- Die Linke 3 Sitze (+3)
Trotz Aufhebung der Fünf-Prozent-Hürde erhielten die NPD und die Oldenburger Wählergemeinschaft FBO keine Sitze.
Kreistagswahlen 2003
Während der Legislaturperiode ist ein Abgeordneter von der SPD aus der Partei ausgetreten und wurde somit fraktionslos.
Der direkt gewählte Landrat ist Reinhard Sager (CDU), Kreispräsident ist Joachim Wegener (CDU).
Wappen [Bearbeiten]
Blasonierung: „In Blau ein wachsender, silberner zweistöckiger Turm, das untere Stockwerk gemauert, mit rundbogiger Toröffnung und mit Zinnen, das obere glatt, zurückspringend und mit beiderseits ausladenden Zinnen; darüber ein goldenes, gleichschenkliges und geradarmiges Tatzenkreuz, oben besteckt mit einer silbernen, oben und unten von silbernen Perlen eingefassten Bischofsmütze mit goldenen fliegenden Bändern.“[3]
Flagge [Bearbeiten]
Blasonierung: „Inmitten eines weißen, oben und unten von je einem schmalen roten Streifen begrenzten Feldes das Kreiswappen.“[3]
Quellen [Bearbeiten]
- ↑ Statistikamt Nord: Bevölkerung in Schleswig-Holstein am 31. Dezember 2011 nach Kreisen, Ämtern, amtsfreien Gemeinden und Städten (PDF-Datei; 205 kB) (Hilfe dazu)
- ↑ Statistikamt Nord: Bevölkerung in Schleswig-Holstein am 31. Dezember 2011 nach Kreisen, Ämtern, amtsfreien Gemeinden und Städten (PDF-Datei; 205 kB)
- ↑ a b Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
Weblinks [Bearbeiten]
- Offizielle Webseite des Kreises Ostholstein
- Kursbuch Ostholstein Geschichte | Landschaften | Orte
- Literatur von Kreis Ostholstein im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
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