Ostrau (Sachsen)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Direktionsbezirk: | Chemnitz | |
| Landkreis: | Mittelsachsen | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Ostrau | |
| Höhe: | 171 m ü. NN | |
| Fläche: | 52,6 km² | |
| Einwohner: |
4.010 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 76 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 04749 | |
| Vorwahlen: | 034324, 034362 | |
| Kfz-Kennzeichen: | FG | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 5 22 450 | |
| Gemeindegliederung: | 27 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Karl-Marx-Straße 8 04749 Ostrau |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Dirk Schilling (CDU)[2] | |
| Lage der Gemeinde Ostrau im Landkreis Mittelsachsen | ||
Ostrau ist die nördlichste Gemeinde im Landkreis Mittelsachsen. Sie ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Ostrau.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Die Gemeinde liegt ca. 10 km nordöstlich der Stadt Döbeln und ca. 15 km südwestlich von Riesa, im Tal des kleinen Flusses Jahna und den umliegenden Höhenrücken im Nordwesten der Lommatzscher Pflege.
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Zur Großgemeinde Ostrau gehören folgende Ortsteile:
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[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Großweitzschen und Zschaitz-Ottewig (Landkreis Mittelsachsen), Lommatzsch und Stauchitz im Landkreis Meißen sowie Mügeln und Naundorf im Landkreis Nordsachsen.
[Bearbeiten] Geschichte und Eingemeindungen
[Bearbeiten] Geschichte
Der Hauptort Ostrau wird als Ostrowa (aus dem sorbischen Ort in der Aue oder der Ort am Werder oder der Ort zwischen den zwei Flüssen) erstmals in einer Schenkungsurkunde der Klosters Altenzella erwähnt.
Ältester Ortsteil dürfte aber Jahna sein, der im Jahr 929 erstmal urkundlich erwähnt wurde.
Nach der Säkularisation des Klosters kam Ostrau zum Nossener, später zum Mügelner Amt. Die Gegend, wird wie viele andere auch, durch Kriege und die Pest heimgesucht, so hat Ostrau im Jahr 1764 nur noch 11 Einwohner.
[Bearbeiten] Eingemeindungen
Am 1. Juli 1950 wird Trebanitz eingegliedert. Am 1. April 1968 kommt Zschochau hinzu. Dem folgt am 1. Januar 1993 die Eingemeindung der Gemeinde Auerschütz mit den Ortsteilen Auerschütz, Niederlützschera, Oberlützschera, Gaschütz und Delmschütz. Am 1. Januar 1994 kommt es zur Eingemeindung der 1961 entstandenen Gemeinde Jahna-Pulsitz mit den Ortsteilen Clanzschwitz, Schmorren, Pulsitz, Jahna, Goldhausen und Binnewitz.[3] Schließlich werden am 1. Januar 1999 die ehemaligen Gemeinden Kiebitz mit ihren Ortsteilen Obersteina und Töllschütz, Noschkowitz mit ihren Ortsteilen Kattnitz, Rittmitz und Schlagwitz und Schrebitz mit ihren Ortsteilen Sömnitz und Döhlen nach Ostrau umgegliedert.[4]
| Ehem. Gem. | Datum | Anmerkung |
|---|---|---|
| Auerschütz | 1. Januar 1993 | |
| Binnewitz | 1. Juli 1950 | Eingemeindung nach Jahna |
| Jahna | 15. September 1961 | Zusammenschluss mit Pulsitz zu Jahna-Pulsitz |
| Jahna-Pulsitz | 1. Januar 1994 | |
| Kattnitz | 1. Juli 1950 | Eingemeindung nach Noschkowitz |
| Kiebitz | 1. Januar 1999 | |
| Noschkowitz | 1. Januar 1999 | |
| Obersteina | 1. Juli 1950 | Eingemeindung nach Kiebitz |
| Pulsitz | 15. September 1961 | Zusammenschluss mit Jahna zu Jahna-Pulsitz |
| Rittmitz | 1. Januar 1973 | Eingemeindung nach Noschkowitz |
| Schrebitz | 1. Januar 1999 | |
| Sömnitz | 1. Juli 1950 | Eingemeindung nach Schrebitz |
| Trebanitz | 1. Juli 1950 | |
| Wutzschwitz | 1. Juli 1950 | |
| Zschochau | 1. April 1968 |
[Bearbeiten] Entwicklung der Einwohnerzahl
(Stichtag: 31. Dezember):
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1998 | 4.771 |
| 2000 | 4.636 |
| 2002 | 4.477 |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 2004 | 4.409 |
| 2006 | 4.273 |
| 2008 | 4.166 |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 2010 | 4.035 |
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Trinitatiskirche Ostrau, erbaut 1903
- Kirche zu Jahna, erbaut 1677
- Kalköfen in Münchhof, in Ostrau am Kalkgrund und am Ostrauer Bahnhof
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Wirtschaft
Die Wirtschaft wurde jahrhundertelang durch den Abbau von Kalk geprägt, deren Tagebaurestlöcher immer noch vorhanden sind.
Vorkommende Lössböden in der Lommatzscher Pflege boten der Landwirtschaft gute Bedingungen, in der bis zur politischen Wende 1990 viele Einwohner beschäftigt waren. Zu DDR Zeiten wurde in Ostrau eine überregional bedeutende Milchviehsanlage errichtet.Diese gehört heute zur Ostrauer Agrar AG.
Im Oktober 1990 erfolgte der erste Spatenstich für das neue Gewerbegebiet in Ostrau, im Jahr 1991 erfolgten die ersten Ansiedlungen, mittlerweile sind 59 Firmen dort vertreten.
[Bearbeiten] Verkehr
Durch das Gemeindegebiet führt die Bundesstraße 169. Die Gemeinde ist auch über die Bundesautobahn 14, Anschluss Döbeln-Nord (etwa fünf Kilometer), zu erreichen. Ostrau besitzt einen Bahnhof an der Chemnitz-Riesaer Eisenbahn, welcher von Elsterwerda und Chemnitz aus mit stündlich verkehrenden Regionalbahnen bedient wird.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Klaus Beuchler (1926–1992), Journalist und Schriftsteller
- Franz-Emil Keller (1843-1925), Ostrau Orgelbaumeister
- Gert Roßberg (* 1932 in Münchhof), Politiker (SPD)
[Bearbeiten] Literatur
- Gisela Reibig, Elvira Sprößig: Ostrau im Jahna-Tal. Geiger Verlag, Horb am Neckar 1996, ISBN 3-89570-129-7.
[Bearbeiten] Weblinks
- Ostrau im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen – Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.gemeinde-ostrau.de/fileadmin/gemeinde-ostrau/user_upload/Dokumente/Gesamtergebnis.jpg
- ↑ Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
- ↑ StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999
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