Ostrołęka
| Ostrołęka | ||||
|
||||
| Basisdaten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Staat: | Polen | |||
| Woiwodschaft: | Masowien | |||
| Fläche: | 29 km² | |||
| Geographische Lage: | 53° 5′ N, 21° 35′ O53.08333333333321.583333333333Koordinaten: 53° 5′ 0″ N, 21° 35′ 0″ O | |||
| Einwohner: | 53.375 (30. Jun. 2012)[1] |
|||
| Postleitzahl: | 07-400 bis 07-417 | |||
| Telefonvorwahl: | (+48) 29 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | WO | |||
| Wirtschaft und Verkehr | ||||
| Straße: | Suwałki–Warschau | |||
| Nächster int. Flughafen: | Warschau | |||
| Gemeinde | ||||
| Gemeindeart: | Stadtgemeinde | |||
| Fläche: | 29 km² | |||
| Einwohner: | 53.375 (30. Jun. 2012)[2] |
|||
| Bevölkerungsdichte: | 1841 Einw./km² | |||
| Gemeindenummer (GUS): | 1461011 | |||
| Verwaltung (Stand: 2012) | ||||
| Bürgermeister: | Janusz Kotowski | |||
| Adresse: | pl. Gen. Józefa Bema 1 07-410 Ostrołęka |
|||
| Webpräsenz: | www.ostroleka.pl | |||
Ostrołęka (deutsch Ostrolenka) ist eine Stadt in Polen in der Woiwodschaft Masowien.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Geografische Lage [Bearbeiten]
Ostrołęka liegt an den Flüssen Narew, Omulew und Czeczotka.
Geschichte [Bearbeiten]
Im 11./12. Jahrhundert gab es an der Stelle des heutigen Ostrołęka eine Burg und eine Marktsiedlung am linken Ufer der Narew. Es lag strategisch günstig an den Handelswegen zwischen Masowien nach Preußen.
Das Kulmer Stadtrecht wurde am 12. Mai 1373 bestätigt, die erste Vergabe erfolgte wahrscheinlich bereits früher. Im 15. und 16. Jahrhundert entwickelte sich das Handwerk in der Stadt.
1526 kam die Stadt zusammen mit dem Herzogtum Masowien unter die polnische Krone. Die Bedeutung als Wirtschaftszentrum stieg weiter an, die Stadt wurde vor allem ein wichtiger Lieferant für Tuche und Holzprodukte nach Danzig. Die Waren wurden vorwiegend auf dem Flussweg dorthin transportiert.
Das Wachstum der Stadt wurde gebremst, als 1563 die Pest ausbrach und kurz darauf ein Feuer große Teile der Stadt vernichtete.
1655 bis 1660 wurde die Stadt durch die Schweden geplündert und zerstört. Unweit der Stadt führten die Kurpien eine Schlacht gegen die Schweden.
1777 lebten 1.674 Menschen in der Stadt, welche damit nach Warschau und Pułtusk die drittgrößte Stadt in Masowien war. Während der Dritten Teilung Polens fiel die Stadt an Preußen.
Am 16. Februar 1807 besiegten hier napoleonische Truppen die russischen Truppen in einer Schlacht. Dieser Schlacht verdankt Ostrołęka einen Eintrag auf dem Triumphbogen in Paris.
1807 kam die Stadt zum Großherzogtum Warschau und 1815 zu Kongresspolen.
Während des Novemberaufstandes kam es 1831 zu einer Schlacht zwischen polnischen und russischen Truppen, in deren Folge Teile der Stadt zerstört werden.
1893 wurde die Stadt an das Schienennetz angeschlossen. Sie erhielt damit direkte Verbindung nach Warschau und Sankt Petersburg.
1897 wurde das Schienennetz nach Tłuszcz erweitert. In der Stadt lebten neben den etwa 8.000 Einwohner noch etwa 5.000 russische Soldaten.
Während des Ersten Weltkrieges und dem sich 1920 anschließenden Polnisch-Sowjetischen Krieg gehörte zu den am stärksten von Zerstörung betroffenen Städten. Im Polnisch-Sowjetischen Krieg wurde die Stadt am 7. August 1920 von sowjetischen Truppen eingenommen. Diese mussten die Stadt aber bereits am 23. August verlassen.
Die Stadt gehörte seit Ende des Ersten Weltkrieges wieder zu Polen und dort zur Woiwodschaft Białystok. Anfang 1939 wurde sie Teil der Woiwodschaft Warschau.
Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Stadt vom Dritten Reich besetzt und es wurden Arbeitslager errichtet. Ostrolenka wurde Sitz des deutschen Landkreises Scharfenwiese und der Ortsname 1941 in Scharfenwiese geändert. Nach der Befreiung der Stadt durch die Rote Armee wurde die Stadt Sitz eines Powiats.
Bei einer Verwaltungsreform 1975 wurde die Stadt Sitz der Woiwodschaft Ostrołęka, bei einer erneuten Verwaltungsreform 1999 verlor die Stadt den Status und wurde Teil der Woiwodschaft Masowien.
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
| Jahr | Einwohnerzahl | Jahr | Einwohnerzahl | Jahr | Einwohnerzahl | Jahr | Einwohnerzahl |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 16. Jahrhundert | 2.000 | 1777 | 1.674 | 1808 | 2.036 | 1829 | 2.883 |
| 1897 | 7.965 | 1913 | 13.500 | 1915 | 5.000 | 1937 | 13.650 |
| 2000 | 55.818 | 2005 | 54.129 |
Politik [Bearbeiten]
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
- Meppen (Deutschland), seit 1994
- Cafelândia (Brasilien), seit 1999
- Balassagyarmat (Ungarn), seit 2000
- Alytus (Litauen), seit 2001
- Masty (Weißrussland), seit 2002
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Bauwerke [Bearbeiten]
- Pfarrkirche (14. Jahrhundert)
- Bernhardiner-Kloster (17. Jahrhundert)
- Rathaus (19. Jahrhundert)
- Postgebäude (19. Jahrhundert)
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
- Wiktor Gomulicki (1848-1919), Schriftsteller
Ehrenbürger [Bearbeiten]
- Ryszard Kaczorowski, letzter Staatspräsident Polens im Exil, Ernennung zum Ehrenbürger 2000
Verweise [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
- Website der Stadt Ostrołęka (mehrsprachig)
- Porträt der Stadt Ostrołęka auf der Website der Partnerstadt Meppen
Fußnoten [Bearbeiten]
- ↑ Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2012. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 30. Januar 2013.
- ↑ Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2012. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 30. Januar 2013.
Kreisfreie Städte: Ostrołęka | Płock | Radom | Siedlce | Warschau
Landkreise: Białobrzegi | Ciechanów | Garwolin | Gostynin | Grodzisk | Grójec | Kozienice | Legionowo | Lipsko | Łosice | Maków | Mińsk | Mława | Nowy Dwór | Ostrołęka | Ostrów | Otwock | Piaseczno | Płock | Płońsk | Pruszków | Przasnysz | Przysucha | Pułtusk | Radom | Siedlce | Sierpc | Sochaczew | Sokołów | Szydłowiec | Warschau West | Węgrów | Wołomin | Wyszków | Zwoleń | Żuromin | Żyrardów