Ostrzeszów

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Ostrzeszów
Wappen von Ostrzeszów
Ostrzeszów (Polen)
Ostrzeszów
Ostrzeszów
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Großpolen
Landkreis: Ostrzeszów
Fläche: 12,00 km²
Geographische Lage: 51° 26′ N, 17° 56′ O51.42555555555617.928888888889Koordinaten: 51° 25′ 32″ N, 17° 55′ 44″ O
Höhe: 150 m n.p.m
Einwohner: 14.464
(30. Jun. 2014)[1]
Postleitzahl: 63-500
Telefonvorwahl: (+48) 62
Kfz-Kennzeichen: POT
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Posen-Ławica
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Fläche: 187,00 km²
Einwohner: 23.854
(30. Jun. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 128 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 3018073
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Stanisław Wabnic
Adresse: ul. Zamkowa 31
63-500 Ostrzeszów
Webpräsenz: www.ostrzeszow.pl

Ostrzeszów [ɔ'stʃɛʃuf] (deutsch Schildberg; 1943–1945 Schildberg (Wartheland)[2]) ist eine Stadt im Westen Polens und gehört der Woiwodschaft Großpolen an. Sie ist Kreisstadt des Powiat Ostrzeszowski sowie Sitz der gleichnamigen Stadt- und Landgemeinde. Ostrzeszów liegt etwa 130 km südöstlich von Posen und etwa 100 km nordöstlich von Breslau inmitten der Wzgórza Ostrzeszowskie, einem Höhenrücken an der Grenze zwischen Großpolen und Niederschlesien.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Anfänge der Siedlung, aus der Ostrzeszów hervorging, reichen bis weit in die Zeiten vor der Christianisierung Polens unter den Piasten zurück. Zur Stadt wurde Ostrzeszów zwischen 1261 und 1283 erhoben. Im 14. Jahrhundert erfolgte unter König Kasimir I. dem Großen ein erster Aufschwung, der im Gefolge des Ausbaus der Stadt zur Grenzfestung mit Stadtmauern und Schloss einsetzte. Insbesondere unter König Sigismund I. dem Alten blühte Ostrzeszów im 16. Jahrhundert und während der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts weiter auf, bevor die Belagerung durch schwedische Truppen 1656 dieser Blütezeit ein vorläufiges Ende setzte.

Infolge der Teilungen Polens geriet Ostrzeszów 1793 unter preußische Herrschaft. Von 1807 bis 1815 war es Teil des Herzogtums Warschau, danach gehörte es wieder zu Preußen. Zwischen 1818 und 1829 wurde der Name des Kreises Ostrzeszow in Kreis Schildberg geändert [3].

Nach dem Ersten Weltkrieg und der Rückkehr an Polen 1918 setzte eine Wiederbelebung des Wirtschafts- und Gesellschaftslebens ein. 1925 wurde in Anwesenheit von General Józef Haller in Ostrzeszów das Denkmal zum Gedenken an den Posener Aufstand (1918–1919) enthüllt.

Die Besatzung durch das Deutsche Reich während des Zweiten Weltkriegs 1939 bis 1945 brachte für die Bevölkerung harte Repressalien mit sich. Die Wehrmacht unterhielt in Ostrzeszów ein großes Kriegsgefangenenlager, in dem bis zu 125.000 polnische und alliierte Kriegsgefangene interniert waren. Der Heilag XXI (Heimkehrerlager) genannte Teil des Lagers diente der Verwahrung norwegischer Kriegsgefangener. Seine Überreste können im Norwegischen Kriegsgefangenenmuseum Ostrzeszów besichtigt werden.

Nach der Befreiung 1945 wurden Kriegszerstörungen beseitigt, und die Einwohnerzahl der Stadt wuchs im Laufe der Nachkriegsjahrzehnte stetig. Seit 1998 ist Ostrzeszów Kreisstadt des neu errichteten Powiat Ostrzeszowski.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sehenswert sind in Ostrzeszów die Überreste der alten Stadtbefestigung aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts mit Bastei und Stadtmauer, das ehemalige Bernhardinerkloster aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts sowie die Stadtpfarrkirche, die hölzerne Kirche St. Nikolaus (18. Jahrhundert) und das Denkmal des Großpolnischen Aufstands.

In der näheren Umgebung lohnen die 12 km nördlich gelegene Ortschaft Antonin mit einer sehenswerten Adelsresidenz und der 8 km südwestlich in den Wzgórza Ostrzeszowskie gelegene Naherholungsort Kobyla Góra mit der höchsten Erhebung Großpolens einen Besuch.

Gmina[Bearbeiten]

Die Stadt- und Landgemeinde Ostrzeszów besteht aus den folgenden Ortschaften:

Name deutscher Name
(1815–1918)
deutscher Name
(1939–1945)
Bledzianów Bledzianow
1908–1918 Blessenau
Blessenau
Jesiona Jeschune Jeschene
Kochłowy Kochlow 1939–1943 Kochel
1943–1945 Kochlau
Korpysy Ottosberg Ottosberg
Kotowskie Kottowski Kotowski
Kozły Cäcilienthal Cäciliental
Kuźniki Falkenhain Falkenhain
Marydół Marienthal Mariental
Myje Kamillenthal Kamillental
Najmów Naumannshof Naumannshof
Niedźwiedź Bärwalde Bärwalde
Olszyna Olszyna Silgendorf
Ostrzeszów Schildberg Schildberg
Ostrzeszów-Pustkowie Pustkowie  ?
Potaśnia Maria Alois Maria Alois
Rejmanka Reymannshof Reymannshof
Rogaszyce Rogaszyce Horneck
Rojów Rojow Royhof
Siedlików Siedlikow Althütte
Szklarka Myślniewska Szklarka Myslniewska
1908–1918 Luisenthal
Luisental
Szklarka Przygodzicka Glasdorf Glasdorf
Turze Turze Tischendorf
Zajączki Zajontschki Hasenheide

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Partnerstädte[Bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ostrzeszów – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2014. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 28. November 2014.
  2. Anordnung über Ortsnamenänderung im Reichsgau Wartheland im Verordnungsblatt des Reichstatthalters im Warthegau vom 18. Mai 1943 (pdf; 1,9 MB)
  3. Zeittafel auf "Kreis Kempen" auf territorial.de