Oststeirisches Hügelland

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Oststeirisches Hügelland südlich von Herberstein

Das Oststeirische Hügelland ist eine wellige Landschaft im Südosten der Steiermark (Österreich). Es hat eine Ausdehnung von etwa 50 x 80 km, setzt sich geologisch aber nach zwei Seiten fort:

Die meisten Täler der gesamten Region verlaufen nach Süden bis Südosten, was der Orografie eine typische Gliederung gibt. In südlicher Richtung (Slowenien) setzt sich das Hügelland - etwas anders gegliedert - als Windische Bühel in der Untersteiermark und Goričko im Übermurgebiet noch etwa 30 km fort.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Das Oststeirische Hügelland ist Teil des Alpenvorlandes im Osten und Südosten. Es ist geprägt durch langgezogene Hügelrücken („Riedel“). Es wird im Westen und Süden durch die Mur begrenzt und im Norden durch das Randgebirge östlich der Mur, insbesondere dem östlichen Grazer Bergland, dem vorragenden Kulmmassiv und dem Joglland mit dem Masenberg. Im Osten wird es durch das Burgenland begrenzt, geologisch setzt sich dieser Landschaftstyp jedoch ins Südburgenland fort.

Im 18. Jahrhundert gehörte das oststeirische Hügelland zum Grazer Kreis und wurde als nördlicher Teil der Untersteiermark bezeichnet

Entwässert wird das Gebiet neben der Mur durch die Flüsse Raab und Feistritz.
An der Fläche des Hügellandes haben neben der Landeshauptstadt Graz folgende Bezirke Anteil: Graz-Umgebung, Leibnitz, Weiz, Hartberg, Fürstenfeld, Feldbach und Radkersburg.

[Bearbeiten] Wirtschaft

Lange Zeit war die Oststeiermark durch ihre Lage nahe dem ehemaligen Eisernen Vorhang und die schwache Struktur eine benachteiligte Gegend. Die Region ist bis heute landwirtschaftlich geprägt und kennt eine Reihe lokaler Traditionen.

Das für österreichische Verhältnisse sehr milde Klima kompensiert einige Nachteile der sehr kleinräumigen Landwirtschaft und erlaubt die Kultur von Wein. Eine weitere Spezialität ist das Kernöl, welches aus Kürbissen gewonnen wird, die hier angebaut werden. In der Oststeiermark befindet sich das wichtigste österreichische Apfelanbaugebiet. Die Äpfel werden für Tafelobst oder für die Verarbeitung zu Fruchtsaft, Most (ein herber Apfelwein) und Essig verwendet.

Ein besonders wichtiger Wirtschaftsfaktor dieser Region ist der Tourismus. Themen sind hier Wandern, Radfahren, Gesundheit (Wellness), Kulinarium, Kultur, Wintersport sowie Natur.

Geologie der Oststeiermark und Erdbeben seit 1900. Im Südosten das Steirische Hügelland (hell), nördlich davon das Grazer Bergland (braun), im Umland mesozoische Kalkgesteine (lila)

Die Ostöffnung hat der Gegend neue Impulse gegeben, außerdem hat sich ein bedeutender Kurtourismus durch die Thermen im Süden dieses Gebietes entwickelt:

[Bearbeiten] Bevölkerung

Im Süden, um Bad Radkersburg, hat sich eine kleine Gruppe erhalten, die des Windischen mächtig ist. Der Großteil der Bevölkerung spricht jedoch eine dem Südbairischen zugehörige deutsche Mundart mit etwas singendem Klang.

[Bearbeiten] Literatur

  • Peter Krenn: Die Oststeiermark. Ihre Kunstwerke, Historischen Lebens- und Siedlungsformen. Erweiterte Neuauflage, Reihe Styria regional, Verlag Styria, Graz 1997, ISBN 3-222-12601-1.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Oststeirisches Hügelland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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