Ostuni

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Ostuni
Wappen
Ostuni (Italien)
Ostuni
Staat: Italien
Region: Apulien
Provinz: Brindisi (BR)
Koordinaten: 40° 44′ N, 17° 35′ O40.73333333333317.583333333333207Koordinaten: 40° 44′ 0″ N, 17° 35′ 0″ O
Höhe: 207 m s.l.m.
Fläche: 223 km²
Einwohner: 31.710 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 142 Einw./km²
Postleitzahl: 72017
Vorwahl: 0831
ISTAT-Nummer: 074012
Volksbezeichnung: Ostunesi
Schutzpatron: Sant'Oronzo
Website: Ostuni
Gesamtansicht von Ostuni
Ostuni – schmale Gasse
Blick auf Ostuni

Ostuni ist ein Ort mit 31.710 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) in der Provinz Brindisi der italienischen Region Apulien. Die Gemeinde erstreckt sich über rund 223 Quadratkilometer, was einer Bevölkerungsdichte von 144 Einwohnern pro Quadratkilometern entspricht.

Lage[Bearbeiten]

Ostuni liegt etwa acht Kilometer landeinwärts von der Küste der Adria. Der Ortskern liegt auf drei Hügeln mit Blick auf die Olivenhaine vor der Adriaküste auf einer durchschnittlichen Höhe von 223 Metern.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gegend um Ostuni wurde seit der Steinzeit besiedelt. Sie wurde ursprünglich durch die Messapier gegründet und durch Hanibal zerstört. Von den Griechen wurde die Stadt wieder aufgebaut. Ihr Name rührt vom griechischen Wort Astu néon her (Neue Stadt). Nach dem Niedergang des römischen Reiches fiel die Stadt unter die Herrschaft des normannischen Lecce. In dieser Zeit begann die Entwicklung einer mittelalterlichen Stadt um dem 229 Meter hohen Gipfel. Auf dem Gipfel wurde eine Burg gebaut, von der nur noch Teile erhalten sind. Zudem entstanden die Stadtmauern mit 4 Toren. Von 1300 bis 1463 gehörte Ostuni zum Fürstentum Taranto und ab 1507 ging es in den Besitz von Isabella, Herzogin von Bari, über, der Frau von Gian Galeazzo Sforza, Herzog von Mailand.

Unter dem Einfluss von Isabella erlebte Ostuni einen Aufschwung im Zuge der italienischen Renaissance. Isabella hat in dieser Zeit Humanisten, Künstlern und Schriftstellern und auch Bischof Giovanni Bovio Schutz geboten. Isabealla starb 1524 und Ostuni ging als Mitgift an ihre Tochter Bona Sforza, die zukünftige Frau von Sigismund I, König von Polen. Während der Regentschaft von Bona Sforza erlebte Ostuni eine freie und großherzige Führung. Bis 1539 errichtete sie Türme entlang der Küste als Schutz gegen die zu erwartenden Angriffe der Türken, die den Balkan kontrollierten. Die noch existierenden Türme waren stets besetzt und durch Leuchtfeuer miteinander verbunden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die wichtigste Attraktion von Ostuni ist die hervorragend erhaltene Altstadt mit ihrem pittoresken Gewirr von Gassen und Stiegen zwischen den typischen weiß gekalkten Häusern. Das Zentrum der Altstadt bildet die Piazza della Libertà an der Grenze von Alt- und Neustadt. Dort befindet sich in einem ehemaligen Kloster das Rathaus der Stadt und die barocke Oronzo-Säule. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Kathedrale der Stadt und die Barockkirche Santa Maria Maddalena. Sehenswert ist auch das Museo Civiltà Preclassica della Murgia Meridionale, welches mit einem Einblick in die präantike Landwirtschaft des westlichen Mittelmeeres aufwarten kann.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Haupteinnahmequellen des Ortes sind Tourismus, Weinbau und Oliven.

Kultur[Bearbeiten]

Wegen der vorherrschenden Farbe der Häuser in der Altstadt trägt Ostuni den Beinamen Città bianca (Weiße Stadt). Der Patron von Ostuni ist der Heilige Oronzo, dessen Fest, die Cavalcata di Sant’Oronzo in jedem Jahr vom 25.–27. August gefeiert wird.

Entwicklung der Einwohnerzahl[Bearbeiten]

Volkszählungsergebnisse

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ostuni – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.